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Grundelemente einer Geldwirtschaft zur Zeit Karls des Großen

Vergleichende Quellenanalyse

Title: Grundelemente einer Geldwirtschaft zur Zeit Karls des Großen

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Fabio Priano (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Hausarbeit orientiert sich thematisch an der Fragestellung, ob die Wirtschaft zur Zeit Karls des Großen rein naturalwirtschaftlich geprägt war oder ob sich Grundelemente einer Geldwirtschaft nachweisen lassen. Konkretisiert wird diese Fragestellung hinsichtlich zweier Untersuchungsaspekte. Zum Einen steht die Funktion des Geldes und zum Anderen der Gebrauch des Geldes im Fokus. Um diese Fragestellung entsprechend untersuchen zu können, werden zwei Quellen herangezogen, kritisch analysiert und interpretiert. Bei den Quellen handelt es sich einerseits um das „capitulare de villis et curtis imperialibus“ und andererseits um das „capitulare missorum de exercitu promovendo“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Kapitularien

3. Hauptteil

3.1 “Capitulare de villis et curtis imperialibus”

3.2 „Capitulare missorum de exercitu promovendo“

3.3 Lassen sich Grundelemente einer Geldwirtschaft anhand beider Quellen feststellen?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wirtschaftsgeschichtliche Fragestellung, ob die Wirtschaft zur Zeit Karls des Großen primär durch Naturalwirtschaft geprägt war oder ob sich bereits grundlegende Elemente einer Geldwirtschaft nachweisen lassen. Anhand der Analyse zweier ausgewählter Kapitularien wird geprüft, inwieweit Geld als Tausch- und Zahlungsmittel sowie als Recheneinheit in verschiedenen Bereichen der karolingischen Verwaltung und Gesellschaft Anwendung fand.

  • Rolle und Funktion des Geldes in der Karolingerzeit
  • Analyse des "Capitulare de villis et curtis imperialibus"
  • Analyse des "Capitulare missorum de exercitu promovendo"
  • Vergleich von Natural- und Geldwirtschaft
  • Dokumentation von Finanzvorgängen und Buchhaltung
  • Rechtliche Aspekte von Geldzahlungen und Strafen

Auszug aus dem Buch

3.3 Lassen sich Grundelemente einer Geldwirtschaft anhand beider Quellen herausarbeiten?

Anfangs soll an dieser Stelle die grundlegenden Funktionen des Geldes hinterfragt werden. Geld übernimmt im Wesentlichen drei Grundfunktionen. Zum Einen erfüllt es die Aufgabe des Tauschmittels. Weiter fungiert es als Wertaufbewahrungsmittel und schließlich auch als Recheneinheit. Ebenso kann Geld als dauerhafte Vermögensanlage definiert werden. Zusätzlich erfüllt das Instrumentarium des Geldes die Funktion des Zahlungsmittels.

Ob Geld diese Funktionen zur Zeit Karls des Großen bereits eingenommen hat, soll an den beiden Quellen untersucht werden. Im Fokus der Untersuchung stehen die Kapitel des „CV“, die sich mit dem Geld bzw. mit der Funktion und dem Gebrauch des Geldes beschäftigen. Aufgrund dessen werden vor allem die Kapitel 28, 33, 55, 62, und 65 untersucht. Ebenso wird die zweite Quelle, das „capitulare missorum de exercitu promovendo“, bezüglich dieser Aspekte eingeschränkt. Hierbei beschränkt sich die Arbeit auf die Kapitel 3, 5 und 6.

In Kapitel 28 des „CV“ wurde den Amtmännern die Aufgabe aufgetragen, das Bargeld aus dem Wirtschaftsbetrieb, nach vorheriger Errechnung, alljährlich an Karl den Großen abzuführen. Diese Anweisung zeigt eindringlich, dass Geld als Zahlungsmittel zulässig war. Bereits aus dieser Bestimmung des Kapitulars lässt mit Gewissheit sagen, dass Geld benutzt wurde. Ebenso zeigt dieses Kapitel einen entscheidenden Vorteil des Geldes. Geld ist ein bewegliches Gut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Untersuchung, den Übergang oder die Koexistenz von Natural- und Geldwirtschaft anhand historischer Quellen zur Zeit Karls des Großen zu hinterfragen.

2. Was sind Kapitularien: Dieses Kapitel erläutert die Gattung der Kapitularien als gegliederte Erlasse und Anweisungen, die Einblicke in die administrativen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Frankenreiches gewähren.

3. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert das "Capitulare de villis" und das "Capitulare missorum" detailliert, um die Verwendung von Geld in der königlichen Güterverwaltung sowie im Heerwesen nachzuweisen.

3.1 “Capitulare de villis et curtis imperialibus”: Hier werden Entstehungsgeschichte, Zweck und Struktur des berühmtesten Kapitulars Karls des Großen als Dienstanweisung für königliche Domänen beschrieben.

3.2 „Capitulare missorum de exercitu promovendo“: Dieses Kapitel behandelt die Anweisungen für die Königsboten zur Organisation der Heerespflicht und zur Vermeidung von Bestechung.

3.3 Lassen sich Grundelemente einer Geldwirtschaft anhand beider Quellen feststellen?: Die Untersuchung führt die Funktionen des Geldes (Recheneinheit, Zahlungsmittel) auf die analysierten Quellen zurück und belegt deren praktische Anwendung.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Geld bereits ein fester Bestandteil der karolingischen Wirtschaft war, auch wenn eine strikte Trennung zur Naturalwirtschaft nicht möglich ist.

Schlüsselwörter

Karl der Große, Kapitularien, Geldwirtschaft, Naturalwirtschaft, Capitulare de villis, Capitulare missorum, karolingische Verwaltung, Wirtschaftsgeschichte, Münzgeld, Agrarpolitik, Heerwesen, Mittelalter, Finanzverwaltung, Tauschmittel, Rechnungsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob die karolingische Wirtschaft des 8. und frühen 9. Jahrhunderts primär naturalwirtschaftlich geprägt war oder ob bereits Geldwirtschaften und deren spezifische Grundelemente existierten.

Welche zentralen Quellen werden analysiert?

Im Zentrum stehen das „Capitulare de villis et curtis imperialibus“ und das „Capitulare missorum de exercitu promovendo“.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist der Nachweis, dass Geld zur Zeit Karls des Großen bereits als Tauschmittel, Zahlungsmittel und Recheneinheit in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen verwendet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine quellenkritische Untersuchung, bei der spezifische Kapitel der ausgewählten Texte analysiert und unter wirtschaftshistorischen Gesichtspunkten interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Kapitularien und deren detaillierte Auswertung hinsichtlich geldwirtschaftlicher Aspekte wie Buchführung, Strafzahlungen und Warenverkauf.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich den Begriffen Wirtschaftsgeschichte, Frühmittelalter, Karolingerzeit und monetäre Geschichte zuordnen.

Welche Rolle spielten die "missi dominici" in diesem Kontext?

Die Königsboten überwachten die Ausführung königlicher Anordnungen, einschließlich der Bestimmungen zur Heerespflicht und den damit verbundenen möglichen Geldzahlungen zur Befreiung vom Dienst.

Warum wird im Fazit von einer "Koexistenz" gesprochen?

Der Autor argumentiert, dass eine strikte Abgrenzung von Natural- und Geldwirtschaft historisch nicht haltbar ist; stattdessen existierten beide Formen als Parallelerscheinungen nebeneinander.

Was war der Anlass für das "Capitulare de villis"?

Es wird vermutet, dass das Kapitular als Reaktion auf eine Hungersnot um 792/793 n. Chr. entstand, um durch bessere Verwaltung der Königsgüter die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Welche Bedeutung kommt dem Freikauf vom Militärdienst zu?

Der Freikauf zeigt, dass Geld bereits als Äquivalent für Dienstleistungen und sogar als abstrakter Wertbegriff für "persönliche Freiheit" fungierte.

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Details

Title
Grundelemente einer Geldwirtschaft zur Zeit Karls des Großen
Subtitle
Vergleichende Quellenanalyse
College
University of Hamburg  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Course
Wirtschaft im Frankenreich
Grade
1,7
Author
Fabio Priano (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V127094
ISBN (eBook)
9783640335411
ISBN (Book)
9783640334995
Language
German
Tags
Grundelemente Geldwirtschaft Zeit Karls Großen Vergleichende Quellenanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabio Priano (Author), 2008, Grundelemente einer Geldwirtschaft zur Zeit Karls des Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127094
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