Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Controlling

Die Marktzinsmethode ein der Pool- und Schichtenbilanzmethode überlegendes Verfahren der Zinsergebniskalkulation?

Titel: Die Marktzinsmethode ein der Pool- und Schichtenbilanzmethode überlegendes Verfahren der Zinsergebniskalkulation?

Studienarbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: gut (86 Prozent)

Autor:in: Vanessa Roos (Autor:in)

BWL - Controlling
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die seit über einem Jahr andauernde Finanzmarktkrise führt bei den deutschen Kreditinstituten zu erheblichen Ergebniseinbrüchen. Kräftige Kursrückschläge an den Aktienmärkten, zunehmende Konjunktursorgen und milliardenschwere Abschreibungen brachten einige Finanzinstitute in existenzbedrohende Schieflagen, die staatliche Rettungsaktionen erforderten. Auch die EZB reagierte mit einer drastischen (und vermutlich nicht letzten) Zinssenkung. Aufgrund der Nervosität an den Kapitalmärkten spüren Banken eine stärkere Nachfrage ihrer Kunden nach sicheren Anlageformen und verzeichnen Gewinneinbußen durch sinkende Provisions- und Eigenhandelserträge. Zur Verbesserung ihrer Ertragslage sollten sie sich nun stärker auf das zinsabhängige Geschäft konzentrieren. Doch auch der zunehmende Wettbewerb der Banken untereinander setzt die Margen erheblich unter Druck. In einer solchen Situation wird ein aussagefähiges Kalkulationssystem unerlässlich für die Zukunftssicherung der Banken.
Im Rahmen dieser Arbeit wird gezeigt, auf welche Kalkulationsmethoden die Bankpraxis zurückgreifen kann und worin deren Stärken und Schwächen liegen. Zu diesem Zwecke wird im ersten Hauptkapitel zunächst beschrieben, welche Anforderungen ein Kalkulationssystem zu erfüllen hat.
Der nächste Abschnitt befasst sich mit den traditionellen Verfahren der Zinsergebniskalkulation sowie im Anschluss daran, unter Punkt 2.3, mit der Marktzinsmethode und ihren Verfahrensweisen im Rahmen des Grundmodells und dem Barwertkonzept. Die Beurteilung der verschiedenen Kalkulationsverfahren erfolgt im dritten Kapitel unter Beachtung der eingangs formulierten Anforderungen.
Ziel dieser Arbeit ist es, herauszuarbeiten, ob die Marktzinsmethode als modernstes Verfahren der Zinsergebniskalkulation der traditionellen Pool- und Schichtenbilanzmethode überlegen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Zinsergebniskalkulation - Anforderungsprofil und Methoden

2.1 Anforderungen an die Zinsergebniskalkulation

2.2 Traditionelle Verfahren

2.2.1 Pool-Methode

2.2.2 Schichtenbilanzmethode

2.3 Marktzinsmethode

2.3.1 Grundmodell

2.3.2 Barwertkonzept

3. Beurteilung der Marktzinsmethode gegenüber der Pool- und Schichtenbilanzmethode

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung und Überlegenheit der Marktzinsmethode gegenüber den traditionellen Verfahren der Zinsergebniskalkulation, namentlich der Pool- und der Schichtenbilanzmethode, im Kontext einer modernen und ertragsorientierten Banksteuerung.

  • Anforderungsprofil an ein bankbetriebliches Zinsergebniskalkulationssystem
  • Analyse und Kritik der traditionellen Verfahren (Pool- und Schichtenbilanzmethode)
  • Darstellung der Marktzinsmethode mit ihren Komponenten Grundmodell und Barwertkonzept
  • Vergleichende Bewertung der Kalkulationsmethoden hinsichtlich Aussagekraft und Wirtschaftlichkeit
  • Zukunftsfähigkeit der Marktzinsmethode als dominantes Kalkulationsinstrument

Auszug aus dem Buch

2.3 Marktzinsmethode

„Die Teilzinsspannenrechnung macht den Erfolg der Aktivgeschäfte vom Zinsaufwand der Passivgeschäfte abhängig und umgekehrt, ohne die Zinsen, die sich am GKM stellen, zu berücksichtigen. Die Marktzinsmethode hingegen beruht auf dem Opportunitätskostenkonzept und besagt, dass der Nutzen eines Kundengeschäfts darin besteht, mehr zu erwirtschaften als ein vergleichbares und in jedem Fall mögliches Alternativgeschäft am GKM erbringt.“

Die Opportunitätskosten stellen demnach den entgangenen Nutzen der möglichen, jedoch nicht gewählten Alternative dar.

Im Rahmen der MZM entfällt die Verknüpfung der beiden Bilanzseiten, also die Vorteilhaftigkeit eines Geschäftes wird nicht anhand eines Gegengeschäftes auf der anderen Bilanzseite beurteilt, sondern es erfolgt ein Vergleich mit einer Kapitalmarktopportunität auf der gleichen Bilanzseite.

Der GKM dient dazu gerechte, fristenkongruente Opportunitäten zu finden, da die geltenden Konditionen nachprüfbar sind und auch nicht verfälscht werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit aussagefähiger Kalkulationssysteme für Banken in Zeiten von Finanzmarktkrisen und Wettbewerbsdruck.

2. Die Zinsergebniskalkulation - Anforderungsprofil und Methoden: Dieses Kapitel definiert die Anforderungen an Margenkalkulationssysteme und stellt die traditionellen Ansätze der Pool- und Schichtenbilanzmethode sowie die Marktzinsmethode vor.

3. Beurteilung der Marktzinsmethode gegenüber der Pool- und Schichtenbilanzmethode: Hier erfolgt ein kritischer Vergleich der Kalkulationsverfahren hinsichtlich ihrer methodischen Stärken, Schwächen und Wirtschaftlichkeit.

4. Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Marktzinsmethode aufgrund ihrer entscheidungsorientierten Struktur das überlegene Verfahren für die künftige Banksteuerung darstellt.

Schlüsselwörter

Marktzinsmethode, Zinsergebniskalkulation, Pool-Methode, Schichtenbilanzmethode, Bank-Controlling, Opportunitätskosten, Grundmodell, Barwertkonzept, Fristentransformation, Kundenkonditionsbeitrag, Kapitalmarkt, Zinsspanne, Banksteuerung, Erfolgsrechnung, Finanzmarktkrise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert verschiedene Methoden der Zinsergebniskalkulation im Bankwesen und bewertet, welche Methode am besten für eine moderne, ertragsorientierte Steuerung geeignet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Anforderungsprofil an Kalkulationssysteme, die Abgrenzung zwischen traditionellen Verfahren (Pool-/Schichtenbilanz) und der modernen Marktzinsmethode sowie die kritische Gegenüberstellung dieser Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob die Marktzinsmethode den traditionellen Verfahren in ihrer Leistungsfähigkeit überlegen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um die Kalkulationskonzepte zu beschreiben und auf Basis von Anforderungen (Postulaten) zu beurteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der methodischen Anforderungen, die Erläuterung der traditionellen Verfahren, die tiefgehende Beschreibung der Marktzinsmethode und deren kritische Beurteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Marktzinsmethode, Zinsergebniskalkulation, Opportunitätskosten und Bank-Controlling am besten beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Marktzinsmethode von der Pool-Methode?

Im Gegensatz zur Pool-Methode, die auf einer Verknüpfung von Aktiv- und Passivseiten basiert, nutzt die Marktzinsmethode das Opportunitätskostenkonzept und vergleicht Geschäfte mit Kapitalmarkt-Alternativen.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem Grundmodell und dem Barwertkonzept der Marktzinsmethode?

Während das Grundmodell das Zinsergebnis primär in Fristentransformationsbeitrag und Kundenkonditionsbeitrag zerlegt, ermöglicht das Barwertkonzept eine vollständige Einzelbewertung unter Berücksichtigung der gesamten Zinsstrukturkurve.

Warum wird die Marktzinsmethode als „überlegen“ bezeichnet?

Sie ermöglicht eine objektive, marktnahe Bewertung von Einzelgeschäften, eine klare Trennung von Verantwortungsbereichen und bietet damit eine bessere Entscheidungsgrundlage als die realitätsfernen, auf Durchschnittsdaten basierenden traditionellen Verfahren.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Marktzinsmethode ein der Pool- und Schichtenbilanzmethode überlegendes Verfahren der Zinsergebniskalkulation?
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Note
gut (86 Prozent)
Autor
Vanessa Roos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V127130
ISBN (eBook)
9783640335527
ISBN (Buch)
9783640335077
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marktzinsmethode Pool- Schichtenbilanzmethode Verfahren Zinsergebniskalkulation Prozent)
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Roos (Autor:in), 2009, Die Marktzinsmethode ein der Pool- und Schichtenbilanzmethode überlegendes Verfahren der Zinsergebniskalkulation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127130
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum