Diese Arbeit befasst sich mit einem aus theoretischer wie praktischer Sicht gleichermaßen bedeutsamen Thema: der Verbindung interkultureller Kompetenz und dem Umgang mit kultureller Vielfalt am Arbeitsplatz. Ziel ist es, zu untersuchen, wie ein Unternehmen eine effektive, produktive und gesunde Teamarbeit zwischen Mitarbeitern mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund sicherstellen kann.
Die Kernfragen, die in diesem Zusammenhang betrachtet werden sollten, sind: Welche spezifischen Aspekte muss das Unternehmen bei der Prüfung der Auswirkungen der kulturellen Vielfalt auf die Belegschaft berücksichtigen? Welche Aktionspläne können dem Unternehmen zur Umsetzung empfohlen werden? Welche Art von interkulturellem Training sind empfehlenswert, sobald die vielfältige Belegschaft für die Zielmärkte vorhanden ist?
Inhaltsverzeichnis
Der Kontext
1. Einleitung
2. Überblick über die britisch-spanische interkulturelle Dynamik
2.1 Was ist Kultur?
2.2 Hofstedes Modell
2.3 Einfluss der „kleinen“ Kultur und Persönlichkeit
3. Identifizierung von Führungskräften in kultureller Kompetenz unter aktuellen und potenziellen Mitarbeitern
3.1 Teamzusammensetzung und ideale Personaleigenschaften
3.2 Interkulturelle Rekrutierung: Kandidatenüberprüfungsprozess
4. Interkulturelles Training
4.1 Interkulturelle Tourismuserfahrung
4.2 Interkulturelle Diversitätserfahrung und Teambuilding-Retreat
5. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, dem Reiseunternehmen London Tour and Travel Operator (LTTO) eine strategische Grundlage für die Expansion nach Barcelona zu bieten, indem sie Möglichkeiten für ein effektives, produktives und kulturell sensibles Teammanagement aufzeigt.
- Analyse der kulturellen Dynamiken zwischen Großbritannien und Spanien mittels des Hofstede-Modells.
- Entwicklung von Strategien zur Identifizierung und Rekrutierung interkulturell kompetenter Führungskräfte.
- Konzeption eines umfassenden interkulturellen Trainingsprogramms basierend auf dem PEER-Modell.
- Integration lokal-spezifischer Ansätze neben nationalen Kulturdimensionen zur Bewältigung von Vielfalt am Arbeitsplatz.
Auszug aus dem Buch
2.1 Was ist Kultur?
Kultur wird definiert als die kollektive Programmierung des Geistes, die die Mitglieder einer Gruppe von Menschen von einer anderen unterscheidet (Hofstede et al., 2010). Weggel (1989) schreibt:
Kultur ist die „Gesamtheit der erlernten Verhaltensweisen und der übernommenen Einstellungen, Wertesysteme und Kenntnisse (...), die von Mitgliedern einer Großgruppe geteilt und tradiert werden. Kultur ist sowohl Ausdruck als auch Bedingungsstruktur für das Verhalten der Mitglieder einer bestim mten Gesellschaft. (S. 22)
Es gilt auch als Schlüsselwort für alle Muster des Fühlens, Handelns und Denkens und darüber hinaus anderer alltäglicher Handlungen des Lebens wie Begrüßen, Zeigen von Gefühlen oder Essen und wird als eine der wichtigsten Determinanten ethischen Verhaltens anerkannt (Singhapakdi et al., 1994; Werlen, 2017). Andere sehen Kultur als ein gemeinsames System von Einstellungen, Wissen, Überzeugungen, Werten, Verhaltensweisen, Gesetzen und allen anderen Fähigkeiten, die der Mensch als Teil der Gesellschaft erworben hat.
Zusammenfassung der Kapitel
Der Kontext: Einführung in das Unternehmen LTTO und die strategische Planung der Expansion nach Barcelona inklusive Darstellung der Kernfragen.
1. Einleitung: Begründung der Standortwahl Barcelona und Zielsetzung zur Bildung eines synergetischen, interkulturellen Teams.
2. Überblick über die britisch-spanische interkulturelle Dynamik: Theoretische Auseinandersetzung mit Kulturbegriffen sowie Anwendung der Hofstede-Dimensionen auf den britisch-spanischen Kontext.
3. Identifizierung von Führungskräften in kultureller Kompetenz unter aktuellen und potenziellen Mitarbeitern: Empfehlungen für Führungstheorien und Kriterien zur Zusammenstellung eines international gemischten Teams.
4. Interkulturelles Training: Entwurf eines Aktionsplans basierend auf dem PEER-Modell für interkulturelle Reisen und Teambuilding-Retreats.
5. Schlussfolgerung: Zusammenfassung der vorgeschlagenen Strategien zur Bewältigung der Herausforderungen im Internationalisierungsprozess von LTTO.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kompetenz, Unternehmenskultur, Kulturelle Vielfalt, Hofstede-Modell, Barcelona, Personalstrategie, Interkulturelles Training, Führungskräfteentwicklung, Rekrutierung, Small-Culture-Ansatz, Diversity-Management, Tourismusbranche, Teamzusammensetzung, PEER-Modell, Arbeitssicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Personalstrategie für das Unternehmen LTTO, das im Rahmen seiner Expansion nach Barcelona ein interkulturelles Team erfolgreich managen möchte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind interkulturelle Kommunikation, Führungstheorien in der Praxis, Rekrutierungsprozesse für ausländische Standorte sowie Konzepte für interkulturelle Schulungen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, LTTO bei der Gründung der neuen Niederlassung in Barcelona zu unterstützen, indem Strategien zur Überwindung kultureller Barrieren und zur Förderung produktiver Teamarbeit erarbeitet werden.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt theoretische Modelle, insbesondere das Modell der kulturellen Dimensionen nach Hofstede sowie den „Small-Culture-Ansatz“, um die Grundlage für einen praktischen Aktionsplan zu schaffen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die kulturellen Dynamiken zwischen Großbritannien und Spanien, definiert Kriterien für ideales Personal und schlägt spezifische Trainingsmethoden für die Mitarbeiter vor.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, Diversity, Internationalisierung, Führung und kulturelle Anpassungsfähigkeit bestimmt.
Warum wird gerade der Standort Barcelona für die Untersuchung gewählt?
Barcelona wurde aufgrund seiner hohen Attraktivität für internationale Touristen und der geografischen sowie wirtschaftlichen Nähe zu London als idealer Markt für die erste internationale Geschäftserweiterung von LTTO identifiziert.
Welche Rolle spielt das PEER-Modell in der Arbeit?
Das PEER-Modell dient als theoretisches Gerüst für das vorgeschlagene interkulturelle Trainingsprogramm, um durch Vorbereitung, Engagement, Bewertung und Reflexion eine ICC-fördernde Umgebung zu schaffen.
- Arbeit zitieren
- Bouchaib Chbada (Autor:in), 2015, Interkulturelle Kompetenz. Der Umgang mit kultureller Vielfalt am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271512