Die vorliegende Hausarbeit möchte die Analyse und Bewertung einer Kinder- und Jugendfernsehserie leisten, welche sich vor allem an die Zielgruppe der 10- bis 13-järigen Heranwachsenden richtet.
Die der Arbeit zugrunde liegende Episode der Fernsehserie „Doctor Who“, „The Girl In The Fireplace“, wurde 2005 im Auftrag der British Broadcasting Corporation (BBC) produziert. Zentrale Figur der Serie ist ein Zeitreisender der Gattung der Timelords vom Planeten Gallifrey, der sich selber nur „The Doctor“ nennt. Als letzter Überlebender der Timelords reist er zusammen mit einer weiblichen Begleiterin durch Raum und Zeit. Hierbei benutzt er die TARDIS (Time And Relative Dimensions In Space), bei der es sich um ein Raumschiff handelt, welches auch die Zeitdimensionen durchfliegen kann. Auf ihren Reisen erfüllt der Doktor Missionen gegen Monster, für Gerechtigkeit und vor allem für die Kontrolle der Grenzen zwischen den Parallelwelten.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Dargestellte Lebenswelt
Räumliche Ebenen
Zeitliche Ebenen
Konfliktlösungen
Charaktere
Geschlechtsrollenbilder
Umsetzung
Spannung und Dramaturgie (Humor und Romantik)
Tempo
Machart und ästhetische Qualität
Originalität
Verständlichkeit und Eignung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Episode „The Girl In The Fireplace“ der Fernsehserie „Doctor Who“ medienpädagogisch zu analysieren und ihre Eignung für die Zielgruppe der 10- bis 13-jährigen Heranwachsenden zu bewerten.
- Analyse der audiovisuellen Gestaltung und Dramaturgie der Episode.
- Untersuchung der Darstellung von Geschlechtsrollenbildern und Charakterzeichnung.
- Bewertung der inhaltlichen Komplexität (Raum-Zeit-Struktur) in Bezug auf die Zielgruppe.
- Evaluation von Konfliktlösungsstrategien innerhalb der Serie.
- Diskussion über die medienpädagogische Eignung für Kinder und Jugendliche.
Auszug aus dem Buch
Räumliche Ebenen
Die erste räumliche Ebene befindet sich am Hofe Ludwig XI in Versailles des 18. Jahrhunderts. Die hier dargestellte Lebenswelt zwischen Hoch- und Spätbarock wird durch die Gestaltung des Schlosses und der betont geschmückten Kleidung der Darsteller (inklusive Perücken) verdeutlicht. Den jungen Zuschauern ist diese Lebenswelt als Ort von Königen und Königinnen bekannt. Er ist mit den Vorstellungen eines „Lebens am Hofe“ besetzt, das heißt mit höfischen Festen wie Maskenbällen, klare Regeln, Dienern und Hofdamen. Das Zentrum dieser Welt stellt das Zimmer Madame de Pomadour dar, in diesem wiederum der brennende Kamin.
Die zweite räumliche Ebene befindet sich an Bord des Raumschiffes „SS Madame de Pompadour“ im 51. Jahrhundert. Der Doktor und seine beiden Begleiter landen hier mit Ihrem Raum- und Zeitschiff und finden einen verlassen wirkenden Ort vor. Düsternis, Größe der Räume und die ungeklärte Abwesenheit einer Crew wirken beängstigend.
Inmitten der futuristischen Umgebung findet sich ein brennender Kamin mit einer Uhr darauf. Dieser ist identisch mit dem Kamin im Zimmer Madame de Pompadour.
Beide Orte stehen in direktem Zusammenhang. Sowohl durch den Kamin, als auch durch verschiedene venezianische Spiegel kann man zwischen den Raumdimensionen wechseln. Die starke Kontrastierung und die zum Teil historische Realität der Ortsebenen betonen den Effekt des Zeitreisens. Sie geben den Zuschauern zudem verschiedene Rezeptionstiefen zur Auswahl. Es bleibt dem Interesse und Kenntnisstand (!) des Zuschauenden überlassen, ob er Versailles hier nur als beliebiges Schloss wahrnehmen möchte (kann), oder ob er sich z.B. auch mit der Geschichte Madame de Pompadour beschäftigen möchte.
Zusammenfassung der Kapitel
Inhalt: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Analyse der erzählten Welt, der räumlichen und zeitlichen Struktur, der Konfliktstrategien sowie der Charakter- und Rollenentwicklung innerhalb der Episode.
Umsetzung: Hier wird die dramaturgische Inszenierung, inklusive Spannungsaufbau, Tempo, ästhetischer Qualität und der Originalität des Serienkonzepts kritisch betrachtet.
Verständlichkeit und Eignung: Dieser Abschnitt bewertet anhand festgelegter Kriterien, inwieweit die Serie den kindgerechten Anforderungen entspricht und für die Zielgruppe der 10- bis 13-Jährigen pädagogisch empfehlenswert ist.
Schlüsselwörter
Doctor Who, Medienpädagogik, Fernsehserie, The Girl In The Fireplace, Zeitreise, Dramaturgie, Geschlechtsrollenbilder, Science-Fiction, Rezeption, Jugendmedien, Spannungsaufbau, Rollenverständnis, Analyse, Filmbildung, Lebenswelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Episode „The Girl In The Fireplace“ der britischen Serie „Doctor Who“ hinsichtlich ihrer medienpädagogischen Qualität und Eignung für Heranwachsende.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Dramaturgie, der erzählten räumlich-zeitlichen Welt, der Charakterzeichnung, Geschlechterrollen sowie der allgemeinen technischen und inhaltlichen Umsetzung der Episode.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine fundierte Bewertung der Episode für die Zielgruppe der 10- bis 13-Jährigen auf Basis medienpädagogischer Kriterien.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine medienanalytische Untersuchung durchgeführt, die sich auf fachliche Standards zur Kindgerechtigkeit von Fernsehformaten stützt, wie sie unter anderem von Jan-Uwe Rogge definiert wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Analyse der Lebenswelt und Charaktere, eine Untersuchung der filmischen Umsetzung (Spannung, Tempo, Ästhetik) sowie eine abschließende Bewertung der Eignung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienpädagogik, Zeitreise, Dramaturgie, Zielgruppenanalyse und Rollenverständnis.
Wie werden die Geschlechterrollen in der Episode bewertet?
Die Arbeit stellt fest, dass die Episode moderne Geschlechterrollen zeigt, insbesondere durch die emanzipierte Darstellung der weiblichen Hauptfigur, die sich von traditionellen Mustern abhebt.
Warum spielt die Zeitstruktur eine so wichtige Rolle für das Verständnis?
Die komplexe Verzahnung von verschiedenen Zeitebenen stellt hohe Anforderungen an die Rezipienten, wird aber durch die Erzählstruktur und dramaturgische Kniffe für die Zielgruppe zugänglich gemacht.
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- Jan Baumann (Author), 2009, Doctor Who, The Girl In The Fireplace, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127184