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Das Phänomen Kinderarmut in Deutschland

Titre: Das Phänomen Kinderarmut in Deutschland

Dossier / Travail , 2016 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Carmen Diewald (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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In der folgenden Arbeit soll zunächst einmal der Begriff Armut und anschließend der Begriff Kinderarmut geklärt werden. Zudem soll darüber aufgeklärt werden, was die Ursachen der Kinderarmut in Deutschland sind. Weiterhin sollen Auswirkungen, die mit dem Leben unterhalb der Armutsgrenze verbunden sind, beschrieben werden. Anschließend wird die Rolle der Sozialen Arbeit im Kontext der Kinderarmut dargestellt.

Genügend Geld für gesundes Essen, teurere Kleidung, Bildung, Hobbies, bis hin zu einem Urlaub bleibt für dutzende Menschen in Deutschland ein weitentfernter Traum. Trotz der Tatsache, dass Deutschland ein wohlhabendes Land ist, besteht hier das Phänomen Armut. Somit zeigt sich in Deutschland eine Kluft zwischen den Armen und den Reichen. Sinnbildlich übersetzt: „Die da oben.“ und „Die da unten.“ Armut ist ein Thema in unserer reichen Gesellschaft, welches längst präsent ist und ein politischer Dauerbrenner sowohl im Bewusstsein der Wissenschaft als auch in der Politik ist. Man darf nicht vergessen, dass die Kinder derartiger Familien meist am häufigsten darunter leiden, da sie geringere Chancen auf eine gute Bildung haben und sich so manches, was andere Kinder aus einkommensstärkeren Familien besitzen, aufgrund der familiären Einkommenssituation nicht leisten können. Dies führt häufig zu einer Ausschließung des Freundeskreises und weiteren Lebensbereichen. Diese Ausschließung birgt häufig fatale Folgen auf die Psyche, die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder. Schäden, die in der Kindheit entstanden sind, können lebenslang Bestand haben. Dies sind nur zwei benannte mögliche Ursachen, welche Auswirkungen auf eine kindergerechte Entwicklung, auf die Gesundheit und auf die Psyche des Kindes haben können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

2.1. BEGRIFFSERKLÄRUNG

2.2. MESSKONZEPT VON ARMUT/RELATIVE EINKOMMENSARMUT

2.3. URSACHEN VON KINDERARMUT IN DEUTSCHLAND

2.3.1. FAMILIENPOLITISCHE URSACHEN

2.3.2. ARBEITSLOSIGKEIT UND „WORKING POOR“

2.4. AUSWIRKUNGEN DER KINDERARMUT

2.4.1. KURZFRISTIGE KONSEQUENZEN

2.4.2. CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSWESEN

2.5. ROLLE DER SOZIALEN ARBEIT

3. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Kinderarmut in Deutschland, beleuchtet deren strukturelle Ursachen sowie weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung betroffener Kinder und analysiert abschließend die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Milderung dieser Problemlagen.

  • Begriffliche Einordnung von Armut und Kinderarmut
  • Messmethoden relativer Einkommensarmut
  • Familienpolitische und arbeitsmarktbezogene Ursachen
  • Kurzfristige gesundheitliche und soziale Auswirkungen
  • Chancengleichheit im Bildungswesen
  • Handlungsansätze der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Kurzfristige Konsequenzen

Die Bertelsmann-Stiftung weist darauf hin, dass Armutsfolgen bisher nur lückenhaft erforscht werden. Dennoch benennt Wolfgang Lauterbach (2003, S. 30) einige Folgen, unter denen Kinder leiden, wenn sie in Armut aufwachsen. Kurzfristige Folgen stellen im Wesentlichen negative Auswirkungen auf die Gesundheit, das Selbstbild und Wohlbefinden und auf die Kompetenzen dar. Die augenfälligste Beeinträchtigung, welche aufgrund einer prekären Lebenssituation entsteht, sind Beeinträchtigungen der physischen Gesundheit. Daten des Gesundheitssurveys bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren belegen, dass diejenigen 5 %, die zur untersten Gruppe der sozioökonomischen Lage gehören, häufiger über Kopfschmerzen klagen, sich nicht wohl fühlen und ihren Gesundheitszustand schlechter als Gruppen mit besseren sozioökonomischen Ausgangsvoraussetzungen einschätzen. (Lauterbach, 2003, S. 31) Auch Butterwege (2000, S. 16) bestätigt, dass es gesichtete Erkenntnisse darüber gibt, dass materielle und soziale Armut immer Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Weiterhin ist unter dem Aspekt der Gesundheit auch das Ernährungsverhalten, welches jene Kinder pflegen, zu benennen. Hierbei ist die Ernährung weniger qualitativ, da die Kinder weniger Obst und Vollkornbrot und stattdessen mehr Chips und Pommes Frites essen, was für die Gesundheit schädlich ist. Auch der Vergleich mit anderen Kindern und die eigene Einordnung aufgrund nicht verfügbarer Konsum- sowie Statusgüter führt häufig zu Beeinträchtigungen des Selbstwertgefühls, was wiederum weitere negative Prozesse in Gang setzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in das Thema Kinderarmut in Deutschland ein und verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz der Problematik mittels aktueller Daten und wissenschaftlicher Definitionen.

2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil analysiert fundiert die Begriffe, Messkonzepte, vielfältige Ursachen sowie die negativen Auswirkungen von Kinderarmut und diskutiert die Handlungsspielräume der Sozialen Arbeit.

2.1. BEGRIFFSERKLÄRUNG: Hier werden die Kernbegriffe „Kinderarmut“ und „Armut“ voneinander abgegrenzt und theoretisch definiert.

2.2. MESSKONZEPT VON ARMUT/RELATIVE EINKOMMENSARMUT: Dieses Kapitel erläutert, wie Armut über das Nettoäquivalenzeinkommen und entsprechende statistische Schwellenwerte operationalisiert und gemessen wird.

2.3. URSACHEN VON KINDERARMUT IN DEUTSCHLAND: Die Analyse konzentriert sich auf strukturelle Faktoren, die das Armutsrisiko von Kindern in Deutschland signifikant erhöhen.

2.3.1. FAMILIENPOLITISCHE URSACHEN: Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, regionale Unterschiede in der Betreuungsinfrastruktur und veränderte Familienstrukturen.

2.3.2. ARBEITSLOSIGKEIT UND „WORKING POOR“: Erörterung der prekären Einkommensverhältnisse durch Arbeitslosigkeit sowie der Problematik erwerbstätiger Haushalte, die dennoch unterhalb der Armutsgrenze leben.

2.4. AUSWIRKUNGEN DER KINDERARMUT: Darstellung der weitreichenden negativen Folgen von Armut auf die kindliche Entwicklung und Lebenssituation.

2.4.1. KURZFRISTIGE KONSEQUENZEN: Untersuchung der unmittelbaren Beeinträchtigungen von Gesundheit, Selbstwertgefühl und Ernährungsverhalten durch materielle Armut.

2.4.2. CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSWESEN: Analyse der Zusammenhänge zwischen ökonomischer Lage der Eltern und den Bildungs- sowie Zukunftschancen der Kinder.

2.5. ROLLE DER SOZIALEN ARBEIT: Das Kapitel bewertet die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, durch gezielte Interventionen und Unterstützung die Autonomie und Lebenschancen armutsbetroffener Kinder zu fördern.

3. SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Problemlage und ein Plädoyer für gesellschaftliche Sensibilisierung sowie professionelles Handeln zur Verbesserung der Lebensumstände betroffener Kinder.

Schlüsselwörter

Kinderarmut, Deutschland, Einkommensarmut, relative Armut, Sozialhilfe, Hartz IV, Chancengleichheit, Bildungssystem, Familienpolitik, Arbeitslosigkeit, working poor, Soziale Arbeit, Kinder- und Jugendhilfe, Armutsgefährdung, Kindesentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze aufwachsen, und analysiert die daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie individuellen Probleme.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Definition von Armut, die Ursachen von Kinderarmut – insbesondere im Kontext der Familienpolitik und Arbeitsmarktsituation – sowie die kurzfristigen Auswirkungen auf die Physis und Psyche der Kinder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das multidimensionale Problem der Kinderarmut zu entwickeln und darzulegen, wie Soziale Arbeit dazu beitragen kann, die Folgen für betroffene Kinder zu mildern und deren Lebenschancen zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Bei der Arbeit handelt es sich um eine Literaturanalyse, die auf aktuellen Studien, Berichten und sozialwissenschaftlichen Fachpublikationen basiert, um das Phänomen der Kinderarmut fundiert zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Klärung, die Erläuterung von Messkonzepten der Einkommensarmut, eine Ursachenanalyse, eine detaillierte Auseinandersetzung mit den kurzfristigen und bildungsbezogenen Auswirkungen sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Kinderarmut, Armutsgefährdung, soziale Ausgrenzung, Bildungschancen, Arbeitslosigkeit und das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.

Wie genau wird die „relative Einkommensarmut“ in dieser Arbeit definiert?

Die Arbeit definiert relative Einkommensarmut über das statistische Nettoäquivalenzeinkommen, wobei Personen als armutsgefährdet gelten, wenn sie weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens der Gesamtgesellschaft zur Verfügung haben.

Welche Rolle spielt die „Rabenmutter“-Debatte im Kontext von Kinderarmut?

Die Arbeit führt das Leitbild der „Rabenmutter“ als einen kulturellen Faktor an, der insbesondere in Westdeutschland die Akzeptanz außerhäuslicher Kinderbetreuung erschwert und somit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie negativ beeinflusst.

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Résumé des informations

Titre
Das Phänomen Kinderarmut in Deutschland
Université
University of applied Sciences Regensburg
Note
1,0
Auteur
Carmen Diewald (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
16
N° de catalogue
V1272501
ISBN (PDF)
9783346715760
ISBN (Livre)
9783346715777
Langue
allemand
mots-clé
phänomen kinderarmut deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carmen Diewald (Auteur), 2016, Das Phänomen Kinderarmut in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1272501
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Extrait de  16  pages
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