Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Lerncoaching, welches in seinem Kern beschrieben wird. Anhand von drei Schulen, die dieses Konzept umsetzen, wird das Lerncoaching näher beleuchtet und in seinen Grundzügen untersucht.
Zunächst wird auf die Begriffsdefinition Lernberatung und Lerncoaching eingegangen, um einen Einblick in die Definitionen zu geben und diese zu erläutern. Zudem soll aufgezeigt werden, dass der Begriff Lernberatung sich von dem Begriff Lerncoaching abgrenzt und nicht das Gleiche impliziert. Der darauffolgende Teil beschäftigt sich mit einem theoretischen Teil und der Vorgehensweise von Lerncoaching, um die verschiedenen Beratungsansätze von Lerncoaching zu veranschaulichen. Die Umsetzung an Schulen, die dazugehörigen Programme und die Wirksamkeit des Coachings umfassen den vorletzten Teil der Arbeit. Überleitend dazu wird ein Ausblick in die Zukunft und das Potenzial von Lerncoaching in der Arbeit dargestellt. Aus der Arbeit ergibt sich folgende Fragestellung: „Inwieweit wird Lerncoaching an Schulen umgesetzt und hat es Potenzial für die Zukunft?“.
Abgeschlossen wird die Arbeit mit einem Fazit und rückfolgernd wird auf die wichtigsten Punkte der Arbeit und der These eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lernberatung Begriffsklärung
3. Lerncoaching Begriffsklärung
4. Vorgehensweise bei Lerncoaching- theoretischer Hintergrund
4.1 Lösungs- und entwicklungsorientierte Beratung und die Vorgehensweise
4.2 Kognitiv-behavioraler Beratungsansatz für Lerncoaching in der Schule
4.3 Beitrag des systemischen Beratungsansatz für Lerncoaching in der Schule
4.4 Personenzentrierten Beratungsansatz
4.5 Konstruktivistischer Ansatz
5. Umsetzung an Schulen
5.1 Lerncoaching an der Waldparkschule in Heidelberg
5.2 „Huckepack“-Programm am Humboldt-Gymnasium in Potsdam
5.3 Lernhelfer mit sonderpädagogischem Förderbedarf an der Matthias-Claudius-Schule in Bochum
6. Wirksamkeit
7. Ausblick: Lerncoaching für die Schule der Zukunft
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Anwendung von Lerncoaching im schulischen Kontext angesichts eines als veraltet wahrgenommenen Bildungssystems. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwieweit wird Lerncoaching an Schulen umgesetzt und hat es Potenzial für die Zukunft?“
- Abgrenzung der Begriffe Lernberatung und Lerncoaching
- Analyse theoretischer Beratungsansätze für das Lerncoaching
- Praxisbeispiele erfolgreicher Lerncoaching-Implementierungen an Schulen
- Untersuchung der Wirksamkeit und Synergieeffekte von Coaching-Maßnahmen
- Diskussion über notwendige bildungspolitische Reformen
Auszug aus dem Buch
4.1 Lösungs- und entwicklungsorientierte Beratung und die Vorgehensweise
Bei dieser Form der Beratung geht es darum, ressourcen- und lösungsorientiert zu arbeiten und einem Problem nicht zu viel Raum zu geben. Hierbei liegt der Fokus auf der Problemlösung und einen Weg zu finden, der zur Lösung führt. Die Ursachen für die Problementstehung spielen dabei keine Rolle. Das therapeutische Vorgehen orientiert sich folglich an den individuellen und unterschiedlichen Ressourcen des Klienten und versucht nicht Fehlanpassungen zu beheben. Die Vergangenheit misslungener Erfolge wird gegebenenfalls nur thematisiert, um zurückliegende Misserfolge einzusehen und daraus Lösungsstrategien zu entwickeln. Es soll also ausschließlich die Gegenwart betrachtet werden und nicht auf die Vergangenheit eingegangen werden. Der Klient stellt dabei in Bezug zu seinem Anliegen den Experten dar, wohingegen der Berater diesen bei der Findung von Lösungsprozessen unterstützen soll. Ein klares Ziel ist folglich die Lösungsfindung, dass durch das Geben von Komplimenten verstärkt und gefördert werden kann. Ebenso kann ein Perspektivwechsel vollzogen werden, damit der Blick sich vom Problem hin zur Lösung richtet.
Das Gespräch beginnt jeweils mit der „Beschreibung und Analyse der aktuellen Stärken“. Wie bereits in der Erklärung erläutert, sollte sich der Klient bewusst werden, welche Dinge gut verlaufen und diese beibehalten. Berg formuliert dafür ein Prinzip „Wenn etwas funktioniert, tu mehr davon. Wenn etwas nicht funktioniert, tu etwas anderes.“ Um die Motivation der zu beratenden Person beizubehalten und diese zu stärken, sollte dieser mit Worten wie „Heute hast du sehr konzentriert gearbeitet“ oder „Toll machst du das“ motiviert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt das aktuelle Problem des veralteten Schulsystems dar und leitet zur Untersuchung von Lerncoaching als Lösungskonzept über.
2. Lernberatung Begriffsklärung: Definiert Lernberatung als eine freiwillige, soziale Interaktion, die auf Vertrauen basiert und zum Ziel hat, die Selbsthilfefähigkeit des Ratsuchenden zu stärken.
3. Lerncoaching Begriffsklärung: Unterscheidet Lerncoaching von der allgemeinen Lernberatung und betont den Fokus auf Selbstmanagement und das „Hier und Jetzt“.
4. Vorgehensweise bei Lerncoaching- theoretischer Hintergrund: Erläutert fünf zentrale Beratungsansätze (lösungsorientiert, kognitiv-behavioral, systemisch, personenzentriert, konstruktivistisch) für die pädagogische Arbeit.
5. Umsetzung an Schulen: Illustriert anhand von drei Fallbeispielen aus Heidelberg, Potsdam und Bochum, wie Lerncoaching und Mentorenprogramme in den Schulalltag integriert werden können.
6. Wirksamkeit: Diskutiert die positive Auswirkung von Lerncoaching auf die Lernmotivation, das Selbstkonzept und die Leistungsbereitschaft der Schüler.
7. Ausblick: Lerncoaching für die Schule der Zukunft: Hinterfragt die bisherige Umsetzung in der Bildungspolitik und fordert eine systematische Integration in Lehrpläne sowie eine bessere universitäre Ausbildung für Lehrkräfte.
8. Fazit: Fasst zusammen, dass Lerncoaching ein wirksames Instrument für heterogene Klassen ist, jedoch eine stärkere Standardisierung und politische Unterstützung benötigt.
Schlüsselwörter
Lerncoaching, Lernberatung, Schule der Zukunft, Beratungskompetenz, Schulentwicklung, Selbstmanagement, ressourcenorientiert, systemischer Ansatz, Inklusion, Lernhelfer, Schulleistungen, Lehrerrolle, Bildungsreform, Heterogenität, Pädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet das Konzept des Lerncoachings als pädagogische Methode, um Schülern in einem sich wandelnden Bildungsumfeld bei der individuellen Lernorganisation zu helfen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Beratungsansätzen, der Implementierung an verschiedenen Schultypen sowie der Wirksamkeitsanalyse und dem Zukunftspotenzial des Coachings.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, wie Lerncoaching derzeit in Schulen umgesetzt wird und ob es als zukunftsweisendes Konzept geeignet ist, um auf die Bedürfnisse moderner Schülergruppen einzugehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung verschiedener Beratungsansätze sowie eine Analyse von Fallbeispielen real existierender Coaching-Programme an ausgewählten Schulen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung verschiedener Beratungsstile sowie eine praktische Untersuchung anhand von Schulen in Heidelberg, Potsdam und Bochum.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind: Lerncoaching, Schulentwicklung, Beratungskompetenz, Inklusion, Selbstmanagement und Bildungsreform.
Was macht das „Huckepack“-Programm besonders?
Es fungiert als schulinternes Unterstützungssystem, bei dem ältere Schüler als Mentoren und Lernhelfer jüngere Schüler begleiten, wodurch beide Seiten ihre sozialen Kompetenzen ausbauen.
Warum ist eine Ausbildung der Lehrkräfte so wichtig für das Lerncoaching?
Da Lehrkräfte im Lerncoaching ihre klassische Rolle verlassen, benötigen sie laut der Arbeit eine spezifische Zusatzqualifikation, da die universitäre Lehrerausbildung diese Anforderungen bisher nur unzureichend abdeckt.
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- Anonym (Author), 2021, Lerncoaching. Für die Schule der Zukunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273320