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Politikerinnen in den Medien - marginalisiert und trivialisiert?

Eine Medienanalyse

Titre: Politikerinnen in den Medien - marginalisiert und trivialisiert?

Dossier / Travail , 2009 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lisa Wegener (Auteur)

Politique - Méthodes, Recherche
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Untersuchung geht es um die Frage nach der Berichterstattung über Politikerinnen in den deutschen Medien. Diese Berichterstattung soll insbesondere unter den Gesichtspunkten Marginalisierung und Trivialisierung – näheres siehe Methodenkapitel – analysiert werden. Die grundlegende Untersuchungsfrage, die ich auf den folgenden Seiten zu beantworten versuche, lautet also: Wir gehen davon aus, dass die Berichterstattung über Politikerinnen
tendenziell marginalisierend und trivialisierend erfolgt. Wie genau funktioniert das?
Nach einem kurzen Einblick in den aktuellen Forschungsstand zum Thema Politikerinnen in den Medien im folgenden Kapitel werde ich im Methodenabschnitt den Aufbau der Analyse darstellen
und begründen. Anschließend werde ich fünf Zeitungsartikel anhand der entwickelten Untersuchungskategorien detailliert untersuchen, um schließlich meine zentralen Ergebnisse zu resümieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

3. Methode

3.1. Untersuchungskategorie 1: Marginalisierung

3.2. Untersuchungskategorie 2: Trivialisierung

4. Analyse

4.1. Artikel 1

4.2. Artikel 2

4.3. Artikel 3

4.4. Artikel 4

5. Zusammenfassung & Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über Politikerinnen, um aufzuzeigen, wie diese durch Strategien der Marginalisierung und Trivialisierung in ihrer Professionalität und Relevanz untergraben wird. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, mit welchen subtilen journalistischen Mechanismen Frauen in der Politik in den Medien systematisch auf private oder triviale Aspekte reduziert werden, anstatt als ernstzunehmende politische Akteurinnen wahrgenommen zu werden.

  • Konstrukt von Frauenbildern in der öffentlichen Berichterstattung
  • Methodische Differenzierung zwischen Marginalisierung und Trivialisierung
  • Analyse der medialen Darstellung prominenter Politikerinnen
  • Dekonstruktion von Journalismus-Mustern in der Qualitätspresse
  • Zusammenhang zwischen Geschlechterrollen und medialer Inszenierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Untersuchungskategorie 1: Marginalisierung

Marginalisierung, von lat. margo: Rand, bezeichnet in der Soziologie die Verdrängung bestimmter Bevölkerungsgruppen an den Rand der Gesellschaft, wodurch deren Chancen wirtschaftlich, politisch etc. zu partizipieren sinken. Die Marginalisierung von Politikerinnen durch die Medien stellt diese – häufig symbolisch – also eher an den Rand des politischen Geschehens: Sie befinden sich – in der Berichterstattung – selten im Zentrum der Herstellungspolitik, ihr Einfluss ist geringer als der von männlichen Politikern, was wiederum auf verminderte Relevanz und Kompetenz schließen lässt. Ihre Darstellung erfolgt häufig bezogen auf einen Mann (z. B. den Ehemann, einen politischen Kontrahenten oder Fürsprecher), kaum hingegen in handlungstragenden Rollen.

Marginalisierung meint also den bewussten oder unbewussten Prozess des An-den-Rand-Drängens von – in diesem Fall – Politikerinnen durch Journalisten u. a.. Der komplementäre Begriff Androzentrismus, von griech. andro: Mann, beschreibt, was hingegen im Zentrum – der Herstellungspolitik sowie der medialen Aufmerksamkeit – befindet: das Männliche in Form von männlichen Politikern, die nicht als normaler sondern häufig als normativ wünschenswerter empfunden und/oder dargestellt werden. Eine androzentrische Betonung der Andersartigkeit von Politikerinnen (z. B. durch die Verwendung der Anrede „Frau ...“), die eine Abweichung von gewohnten politischen Akteuren und Gepflogenheiten darstellen oder nur Ausnahme toleriert werden, ist also auch ein Mittel der medialen Marginalisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der tendenziell marginalisierenden und trivialisierenden Berichterstattung über Politikerinnen ein und formuliert die grundlegende Forschungsfrage.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier wird der Forschungsstand zur Konstruktion von Frauenbildern in den Medien dargelegt, wobei auf historische Studien und die anhaltende Unterrepräsentanz von Frauen verwiesen wird.

3. Methode: Es wird das Vorgehen der qualitativen Analyse erläutert, wobei die Kategorien Marginalisierung und Trivialisierung als zentrale Untersuchungswerkzeuge definiert werden.

4. Analyse: In diesem Hauptteil werden vier spezifische Artikel aus der Qualitätspresse analysiert, um die Anwendung der Kategorien auf konkrete Beispiele wie Ursula von der Leyen oder Hillary Clinton zu verdeutlichen.

5. Zusammenfassung & Fazit: Die Ergebnisse der Analyse werden hier synthetisiert, um die subtilen Mechanismen medialer Degradierung zusammenfassend zu bewerten und einen Ausblick auf eine gender-gerechte Berichterstattung zu geben.

Schlüsselwörter

Politikerinnen, Medienanalyse, Marginalisierung, Trivialisierung, Androzentrismus, Geschlechterrollen, Qualitätspresse, Journalismus, mediale Inszenierung, Geschlechtergerechtigkeit, politische Berichterstattung, Frauenbild, öffentliche Wahrnehmung, mediale Degradierung, politische Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Art und Weise, wie Politikerinnen in den Medien dargestellt werden, und zeigt auf, dass diese Berichterstattung häufig durch subtile Mechanismen geprägt ist, die Frauen marginalisieren oder trivialisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Konstruktion von Geschlechterbildern, der Rolle des Androzentrismus im Journalismus sowie der systematischen Reduktion von Politikerinnen auf ihre private Sphäre oder ihr Äußeres.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die journalistische Praxis zu hinterfragen und zu analysieren, wie durch marginalisierende und trivialisierende Formulierungen eine mediale Abwertung von Politikerinnen im Vergleich zu männlichen Politikern erfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse von vier ausgewählten Zeitungsartikeln aus der deutschen Qualitätspresse, die anhand definierter Analysekategorien ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Anwendung der Analysekategorien auf konkrete Fallbeispiele, darunter Berichterstattungen über Ursula von der Leyen, Ségolène Royal, Martine Aubry, Hillary Clinton und Cristina Kirchner.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Marginalisierung, Trivialisierung, Androzentrismus, mediale Inszenierung, Geschlechterrollen und politische Berichterstattung.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung über Politikerinnen von der über männliche Politiker?

Die Arbeit zeigt auf, dass Politikerinnen häufiger auf ihr Äußeres, ihr Privatleben oder ihre familiären Bindungen reduziert werden, während bei männlichen Politikern sachliche Strukturen und politische Leistungen im Vordergrund stehen.

Welche Rolle spielt die "Boulevardisierung" laut der Autorin?

Die Boulevardisierung führt dazu, dass Informationen über Politik zunehmend unterhaltsam aufbereitet werden, wodurch eine Personalisierung und Emotionalisierung erfolgt, die besonders zu Lasten der Wahrnehmung politischer Kompetenz bei Frauen geht.

Warum wird im Buch das Konzept der "Märtyrerin" im Kontext von Hillary Clinton kritisiert?

Die Autorin kritisiert, dass Clinton durch die mediale Fokussierung auf ihre Rolle als Ehefrau im Kontext der Lewinsky-Affäre trivialisiert wird, anstatt ihre eigene politische Leistung und Karriere in den Mittelpunkt zu stellen.

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Résumé des informations

Titre
Politikerinnen in den Medien - marginalisiert und trivialisiert?
Sous-titre
Eine Medienanalyse
Université
University of Applied Sciences Bremen
Cours
Medien & Politik
Note
1,0
Auteur
Lisa Wegener (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
23
N° de catalogue
V127379
ISBN (ebook)
9783640408849
ISBN (Livre)
9783640409525
Langue
allemand
mots-clé
Politikerinnen Medien Eine Medienanalyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Wegener (Auteur), 2009, Politikerinnen in den Medien - marginalisiert und trivialisiert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127379
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