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Pronomina und non-binäre Geschlechtsidentität. Zur Bekanntheit und Verwendung geschlechtsneutraler Neopronomina im Deutschen

Title: Pronomina und non-binäre Geschlechtsidentität. Zur Bekanntheit und Verwendung geschlechtsneutraler Neopronomina im Deutschen

Term Paper , 2022 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Linguistics
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Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit der Frage, wie es gegenwärtig in Deutschland um die Bekanntheit von alternativen geschlechtsneutralen Neopronomina, also neu geschaffenen Pronomina, die Personen außerhalb des binären Geschlechtermodells ansprechen, steht. Die zentralen Fragestellungen lauten dabei: Inwiefern sind Neopronomina für non-binäre Personen bekannt? Welche konkreten Neopronomina für non-binäre Personen finden Verwendung?

Die Ausarbeitung ist in fünf Abschnitte unterteilt. Der erste und zweite Teil der Arbeit bilden die theoretische Grundlage der anschließenden Untersuchung. Im ersten Abschnitt wird die Zuschreibung von Genus, Sexus und Gender in der deutschen Sprache skizziert. Anschließend werden bedeutende Aspekte der Geschlechtszuordnung von Pronomina herausgestellt. Auf Grund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit liegt der Fokus auf Personal- und Possessivpronomen (Kapitel 2).

Im zweiten Abschnitt wird eine Übersicht über alternative geschlechtsneutrale Pronomina für non-binäre Identitäten gegeben. Zunächst gibt ein Exkurs einen Einblick in etablierte non-binäre Pronomen anderer Sprachen. Es wird anschließend überblickgebend aufgezeigt, welche Alternativen von Neopronomina für non-binäre Geschlechter gegenwärtig für die deutsche Sprache diskutiert werden (Kapitel 3). Anknüpfend an die vorherigen Teile schließt sich die empirische Untersuchung der Ausarbeitung an (Kapitel 4). Die Ergebnisse werden daraufhin im vierten Teil präsentiert und diskutiert (Kapitel 5). Ein Fazit mit weiterführenden und offen gebliebenen Fragestellungen schließt im fünften Abschnitt die Arbeit ab (Kapitel 6).

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschlecht und Pronomina

2.1 Genus, Sexus und Gender im Deutschen

2.2 Pronomina und Geschlechtszuordnung

3 Genderneutrale non-binäre Pronomina

3.1 Exkurs: Non-binäre Pronomen in anderen Sprachen

3.2 Vorschläge für genderneutrale non-binäre Neopronomina im Deutschen

4 Analyse der Bekanntheit und Verwendung von non-binären Neopronomina

4.1 Online-Befragung

4.2 Quantitative Datenanalyse

5 Ergebnisse

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bekanntheit und praktische Anwendung von geschlechtsneutralen Neopronomina im deutschsprachigen Raum, die als Alternative zum binären Geschlechtermodell für non-binäre Personen dienen sollen.

  • Theoretische Grundlagen zur Geschlechtszuordnung in der deutschen Sprache.
  • Übersicht über internationale Beispiele für non-binäre Pronomina.
  • Analyse aktuell diskutierter Neopronomina im deutschen Sprachraum.
  • Empirische Erhebung zur Bekanntheit und Akzeptanz dieser Pronomina.
  • Diskussion der Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen in der Sprachpraxis.

Auszug aus dem Buch

3.1 Exkurs: Non-binäre Pronomen in anderen Sprachen

In der englischen Sprache wird, wie im Deutschen, in der 3. Person Singular grundlegend zwischen drei grammatischen Geschlechtern unterschieden: he (›männlich‹, belebt), she (›weiblich‹, belebt) und it (Neutrum, unbelebt). Das maskuline Pronomen he bezieht sich dabei auf „Männer, Jungen und teilweise auch männliche Nutz- und Haustiere“ (KOTTHOFF & NÜBLING 2018: 71) und das feminine Pronomen she auf „Frauen, Mädchen und evt. Weibliche Nutz- und Haustiere“ (ebd.). Das neutrale Pronomen it verweist indes „nur auf Unbelebtes […] und nicht etwa auf Menschen unbekannten Geschlechts“ (ebd.). Das geschlechterneutrale Personalpronomen they in der 3. Person Singular wird mindestens bereits seit Ende des 14. Jahrhunderts in der englischen Sprache eingesetzt, um genderneutral über Personen zu sprechen. 1998 wurde das Singularpronomen they in das New Oxford Dictionary of English als weitestgehend etabliert aufgenommen (vgl. BARON 2018). Das Singularpronomen they wird entsprechend als Personalpronomen verwendet, um eine non-binäre Geschlechtsidentität auszudrücken. Darüber hinaus kann es Verwendung finden, wenn die Geschlechtszuschreibung gänzlich unbekannt oder irrelevant ist.

3. Person Singular (›geschlechtsneutral‹): They are taking their exam today.

Es ergänzt damit die Personalpronomina der 3. Person Singular he (männliches Geschlecht) und she (weibliches Geschlecht). Als Possessivpronomina werden die geschlechtsneutralen Singularpronomina their und theirs verwendet (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problematik sowie der Forschungsfragen bezüglich der Verwendung von Neopronomina für non-binäre Identitäten im Deutschen.

2 Geschlecht und Pronomina: Theoretische Abgrenzung der grammatischen, semantischen, biologischen und sozialen Geschlechtskategorien sowie Erläuterung der Pronominafunktionen.

3 Genderneutrale non-binäre Pronomina: Untersuchung internationaler Ansätze und Darstellung deutscher Vorschläge für geschlechtsneutrale Neopronomina.

4 Analyse der Bekanntheit und Verwendung von non-binären Neopronomina: Beschreibung der methodischen Durchführung einer Online-Befragung und der quantitativen Analyseverfahren.

5 Ergebnisse: Auswertung der erhobenen Daten inkl. Erkenntnisse zur Bekanntheit der Pronomen und der Akzeptanz in der Zielgruppe.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über Herausforderungen bei der Etablierung neuer Pronomina.

7 Literaturverzeichnis: Auflistung der im Werk zitierten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Non-binär, Neopronomina, Geschlechtsidentität, Genderneutrale Sprache, Personalpronomen, Possessivpronomen, Sprachwandel, Deutsche Grammatik, Online-Befragung, Inklusive Sprache, Geschlechtszuordnung, Sprachgebrauch, Genderforschung, Identität, Soziale Akzeptanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Wesentlichen?

Es geht um die Untersuchung von Alternativen zu den traditionellen binären Personalpronomen im Deutschen, um non-binäre Personen sprachlich korrekt ansprechen zu können.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind das binäre Geschlechtersystem der deutschen Sprache, die theoretische Definition von Neopronomina und die empirische Überprüfung ihrer Bekanntheit.

Welches Hauptziel verfolgt die Forschung?

Ziel ist es zu klären, wie bekannt aktuelle Vorschläge für geschlechtsneutrale Neopronomina sind und welche davon in der Praxis überhaupt Verwendung finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung genutzt?

Die Autorin verwendet einen webbasierten, quantitativen Fragebogen, der durch Elemente der qualitativen Inhaltsanalyse für halboffene Fragen ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Genus und Pronomina, einen Exkurs zu internationalen Lösungen wie dem englischen 'they' und die Vorstellung von sechs ausgewählten deutschen Neopronomina-Paaren.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Neopronomina, non-binäre Geschlechtsidentität und geschlechtergerechte Sprache.

Wie bekannt sind die untersuchten Neopronomina in der untersuchten Stichprobe?

Die Untersuchung zeigt, dass die Mehrheit der Befragten (ca. 88 %) die untersuchten deutschen Neopronomina bisher nicht kennt.

Welche Neopronomina wurden als am ehesten verwendbar identifiziert?

Die Befragten gaben am häufigsten an, dass sie sich die Verwendung von 'hen' oder 'xier' in einem beispielhaften Kontext am ehesten vorstellen könnten.

Welche Grenze der Aussagekraft räumt die Autorin selbst ein?

Da die Stichprobe klein war und primär aus Personen bestand, die sozialen Medien nutzen, lassen sich die Ergebnisse nicht für die gesamte Gesellschaft pauschalisieren.

Wie stehen die Teilnehmenden grundsätzlich zur offiziellen Einführung solcher Pronomen?

Trotz der geringen Bekanntheit zeigt sich eine mehrheitlich positive Einstellung; 59 % der Befragten befürworten die Etablierung einheitlicher geschlechtsneutraler Neopronomina.

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Details

Title
Pronomina und non-binäre Geschlechtsidentität. Zur Bekanntheit und Verwendung geschlechtsneutraler Neopronomina im Deutschen
College
University of Hamburg  (Institut für Germanistik)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
17
Catalog Number
V1273848
ISBN (PDF)
9783346718877
ISBN (Book)
9783346718884
Language
German
Tags
Pronomina Pronomen nonbinär non-binär nonbinary Geschlechtsidentität geschlechtsneutral Neopronomen Neopronomina nichtbinär Fürwörter Anredeform Anrede Verwendung Bekanntheit Singularpronomen they Gender Sexus Genus Geschlechtszuordnung xier hen nin dey sier en genderneutral
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Pronomina und non-binäre Geschlechtsidentität. Zur Bekanntheit und Verwendung geschlechtsneutraler Neopronomina im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1273848
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