Evaluation der Möglichkeiten von Smart Technology in einem konkreten kommunalen Immobilienunternehmen


Bachelorarbeit, 2022

58 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract (deutsch)

Abstract (englisch)

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung der Arbeit

2 Kommunales Immobilienunternehmen
2.1 Gegenwärtige technische Infrastruktur
2.2 Zieldefinition
2.2.1 Strategische Ziele
2.2.2 Operative Ziele
2.3 Anforderungen
2.3.1 Funktionale Anforderung
2.3.2 Nicht funktionale Anforderung

3 Der Smart Technology Markt
3.1 Smart Grid
3.2 Smart Metering
3.3 Smart Technology und der Immobilienmarkt in Deutschland
3.4 Technische Beispiele
3.4.1 Heizungssteuerung
3.4.2 Haushaltsgeräteautomation durch Smart Metering

4 Anwendung der Methodik
4.1 Auswahl der Forschungsinhalte - Selektion der Kategorien
4.1.1 Wie erhebe ich meine Daten?
4.1.2 Welche Eigenschaften besitzen die erhobenen Daten und wie wähle ich diese aus?
4.2 Auswahl der Methode der Datenanalyse
4.3 PESTEL Methode
4.4 Konzeption der Methodik
4.4.1 Perspektive und relevante Themen definieren
4.4.2 Relevante Einflussfaktoren analysieren
4.4.3 Handlungsfelder ableiten
4.5 Durchführung der Methodik
4.5.1 Perspektive und relevante Themen
4.5.2 Relevante Einflussfaktoren
4.5.3 Handlungsfelder
4.6 Ergebnis der durchgeführten Methodik

5 Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zielerfüllung
5.2 Methodenkritik
5.3 Zukünftige Forschungsbedarfe
5.3.1 SWOT
5.3.2 Szenarioanalyse

Literaturverzeichnis

Abstract (deutsch)

Das Ziel der folgenden Bachelor-Thesis ist die Betrachtung und die Analyse von Smart Technology und den damit verbundenen Chancen und Risiken bei einem konkreten kommunalen Immobilienunternehmen und allgemein in der Wohnungswirtschaft. Hierbei stellen sich folgende Fragen:

- „Ist Smart Technology für ein kommunales Immobilienunternehmen sinnvoll nutzbar?“
- „Wie könnte diese Technologie integriert werden?“
- „Welche Auswirkung hätte eine Integration auf die vorhandenen Prozesse?“
- „Mit welchem Ausblick ist für den Wohnungsmarkt zu rechnen?“

Die benannten Fragen und das Thema in seiner Gesamtheit, soll in dieser Arbeit kritisch durch eine PESTEL Analyse betrachtet werden. Das Ergebnis der Analyse ist, dass Smart Grid und Smart Metering hohe Potenziale für das konkrete kommunale Immobilienunternehmen und den Immobilienmarkt mit sich bringen.

Abstract (englisch)

The aim of the following bachelor thesis is the consideration and analysis of smart technology and the associated opportunities and risks in a concrete municipal real estate company and generally in the housing industry.

The following questions arise:

- "Is Smart Technology useful for a municipal real estate company?"
- "How could this technology be integrated?"
- "What impact would integration have on existing processes?"
- "What is the likely outlook for the housing market?"

The named questions and the topic in its entirety, will be critically considered in this paper through a PESTEL analysis. The result of the analysis is that Smart Grid and Smart Metering bring high potentials for the concrete municipal real estate company and the real estate market.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1.1: SMART Definition

Abbildung 1.2: Abfolge Durchführung der Forschung

Abbildung 2.1: Strategische Ziele

Abbildung 2.2: Entstehung Operatives Ziel

Abbildung 2.3: Funktionale Anforderungen

Abbildung 2.4: Nicht funktionale Anforderungen

Abbildung 3.1: Smart Technology

Abbildung 3.2: Prognose Bevölkerungswachstum UNO

Abbildung 3.3: Zentrale Rolle Smart Grid

Abbildung 3.4: Funktionen Smart Metering

Abbildung 3.5: Vorteile Smart Metering

Abbildung 3.6: Nutzung Smart Metering und Smart Grid Projekte in Deutschland

Abbildung 3.7: Smart Grid Steuerung und Erfassung Temperatur (Vereinfacht)

Abbildung 4.1: Abfolge Durchführung Methodik

Abbildung 4.2: Möglichkeiten der Datenerhebung

Abbildung 4.3: Plattformen für die Literaturrecherche

Abbildung 4.4: Verwendete Schlag- und Stichwörter für das Thema Smart Technology

Abbildung 4.5: Das globale und das Wettbewerbsumfeld

Abbildung 4.6: Aufbau PESTEL Analyse

Abbildung 4.7: Übersicht über die Arbeitsschritte bei der PESTEL Analyse

Abbildung 4.8: Relevante Themen der PESTEL Analyse

Abbildung 4.9: Technologiefelder im Future Energy Grid

Abbildung 4.10: Übersicht Handlungsfelder

Abbildung 5.1: Auswertung Zielerfüllung

Abbildung 5.2: Empfohlener Ablauf zukünftiger Forschungsbedarfe

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ziele und Anforderungen des konkreten kommunalen Unternehmens

Tabelle 2: Vergleich Methoden (Instrumente)

Abkürzungsverzeichnis

CO2 Kohlenstoffdioxid

EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz

EnWG Energiewirtschaftsgesetz

IT Informationstechnologie

KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau

kWh Kilowattstunde

KWKG Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

Mrd Milliarden

SMART S = spezifisch, M = messbar, A = attraktiv, R = realistisch und T = terminiert

SWOT engl. Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats

1 Einleitung

Die Transformation der Digitalisierung wird zunehmend von den Unternehmen wahrgenommen. Es werden teils bereits Grundsteine für Smart Technology gelegt. Bits und Bytes transformieren sich und können so z.B. ein klassisches Stromnetz in ein intelligentes Stromnetz verwandeln.1 Es ist in der heutigen schnelllebigen Zeit der fortlaufende Innovationsgeist der Unternehmen gefragt, damit sich verändernde Kundenbedürfnisse frühzeitig erkannt werden. An dieser Stelle müssen neue Techniken entwickelt werden, damit zum einen die Bedürfnisse abgedeckt werden können und zum anderen durch smarte Technologie das Leben ökologischer und ökonomischer wird.2 Eine Hauptrolle spielt hier der Endkonsumentenmarkt, da dieser Impulse für Entwicklung der Smart Technology vorgibt. Aus diesen Informationen können digitale Modelle als Grundlage generiert werden, damit unzählige Geschäftsprozesse im Immobilienmarkt angepasst oder entstehen können.3 Doch welches Potenzial aus Smart Technology abgerufen werden kann, hängt von der Strategie des jeweiligen Unternehmens ab.4

Der Begriff Smart Technology beschreibt die technischen Prozesse und Systeme, welche zur automatisierten Qualität von wohnen und leben beitragen. Des Weiteren trägt Smart Technology zur Sicherheit und zur effizienten Energienutzung bei. Es umfasst die Haustechnik und Haushaltsgeräte, als auch die intelligente Vernetzung von den Komponenten der Unterhaltungstechnik. Es wird von Smart Technology gesprochen, wenn Geräte miteinander vernetzt sind und miteinander agieren. Als Schnittstelle wird die zentrale Steuereinheit definiert, welche die gebündelte Kommunikation mit dem Netzwerk bzw. mit dem Internet übernimmt.5 Es ist zu erkennen, dass Smart Technology für den Menschen die Steuerung der Geräte erleichtert. Hierbei wird unter den drei Bereichen Smart Home, Smart Metering und Smart Grid unterschieden, wobei bei der Durchführung der Forschung Smart Metering und Smart Grid näher betrachtet werden.

Das Wort SMART ist durch die Anfangsbuchstaben einer Zielformulierung entstanden, bei der das Ziel besteht, eine exakte Messbarkeit zu erlangen.

Abbildung 1.1: SMART Definition

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Das Wort „Technology“ ist aus dem Englischen herzuleiten und bedeutet Technologie. Somit ist unter dem Begriff Smart Technology eine spezifische, messbare, attraktive, realistische und terminierte Technologie zu verstehen.6

1.1 Motivation

Der globale Energieverbrauch wächst stetig durch die steigende Bevölkerungsanzahl und die elektronischen Geräte, welche weiterentwickelte Funktionen besitzen und somit mehr Energie benötigen, weiter an. Viele manuell bedienbaren Schaltflächen oder Geräte sind mittlerweile durch Smart Home digital steuerbar, weshalb für den Wohnungsmarkt ein neues Zeitalter anbricht. Der wachsende Energiekonsum soll durch den fortlaufenden Ausbau erneuerbarer Energien weltweit abgefangen werden. Im Jahr 2016 lag der Anteil in Deutschland bei ca. 32%. Die verschiedenen Stromquellen zur Bruttostromproduktion nahmen Jahr für Jahr weiter zu, weshalb der Anteil bis auf 45,2% im Jahr 2020 anstieg.7 Für das Wachstum und den damit entstandenen Trend, sind die fallenden Preise und Förderungen für alternative und regenerative Energien verantwortlich gewesen.8 Doch hier muss relativiert werden, dass bei höherem Anteil an regenerativen und vor allem wetterabhängigen Energiequellen der Aspekt der Versorgungssicherheit eine immer größere Rolle spielt.

Gerade auf dem Immobilienmarkt sind bei Wohnungen mit Smart Technology die Perioden ohne Wind und Sonne sehr wichtig. Es gilt, diese zu überwinden, damit die Stromnachfrage mit einem hohen Maß an Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann. Die Erzeugung und der Verbrauch driften weiter auseinander, weshalb durch ein intelligentes und flexibles Stromsystem die Erzeugung effizienter und der Verbrauch koordinierter durchgeführt werden kann.

Das Deutschland und der damit verbundene Immobilienmarkt den zukünftigen Anforderungen gerecht werden kann, wurden 2016 zwei hierfür wichtige Gesetze vom deutschen Bundestag erlassen.9

- Durch das Strommarktgesetz wurde eine Möglichkeit des Wettbewerbs bzgl. der Erzeugung und Speicherung von Strom geschaffen. Die Beseitigung der gesetzlichen Vorschriften zur Behinderung und Einschränkung des Marktes sorgen dafür, dass die Preisstabilität für Strom konstant bleibt und keine Versorgungslücken entstehen.
- Das tatsächliche Startsignal für Smart Technology gibt jedoch die Erlassung des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende, da dadurch Smart Home, Smart Metering und Smart Grid in Deutschland genutzt werden können. Durch das Gesetz wurden technische Mindestanforderungen wie Datenschutz und Datensicherheit definiert. Hinzukommend werden die Kosten und der Nutzen in Einklang gebracht.10

Mit der stetigen Weiterentwicklung von Smart Technology und der damit verbundenen Gesetzesgrundlage, ist die Basis für eine zukunftsorientiere Revolution der Immobilienbranche gegeben. Das Entwicklungspotential für die Immobilienunternehmen ist somit enorm und es bleibt abzuwarten, welche Marktteilnehmer die vorhandene Chance erkennen und nutzen werden. Es steht aber bereits fest, dass sich viele Vorgänge, egal ob im Privatbereich oder in den Unternehmen, digitalisieren lassen und somit effizienter ablaufen. Die Schlussfolgerung daraus ist, dass früher oder später alle Immobilienunternehmen reagieren müssen und sich somit in einem gewissen Zugzwang befinden werden.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist die Durchführung einer Analyse für die Nutzung von Smart Grid und Smart Metering in einem konkreten kommunalen Immobilienunternehmen. Dabei soll allgemein betrachtet werden, ob die angestrebte Smart Technologie dem Unternehmen einen Vorteil bietet und ggf. dadurch sogar der Energiekonsum der Mieter gesteuert werden kann.

Hinzukommend muss mit dem Kenntnisstand der gegenwärtig genutzten Technologie und den eruierten Anforderungen und Zielen des Unternehmens geprüft werden, ob Smart Grid und Smart Metering vom konkreten kommunalen Immobilienunternehmen genutzt werden können.

Für die Durchführung der Forschung wurden 5 Phasen definiert, sodass ein strukturierter Ablauf gewährleistet wird.

Abbildung 1.2: Abfolge Durchführung der Forschung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Nun folgt eine kurze Zusammenfassung der Inhalte der jeweiligen Phasen.

1. Es wird zunächst das Unternehmen mit seinen Kennzahlen vorgestellt. Dabei muss eruiert werden, welche Ziele und Anforderungen das Unternehmen besitzt. Diese würden grob wie folgt lauten:

Tabelle 1: Ziele und Anforderungen des konkreten kommunalen Unternehmens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Die ausführlicheren Beschreibungen der jeweils benannten Anforderungen und Ziele folgen im kommenden Kapitel.

2. Da das Unternehmen mit den eigenen Anforderungen und Zielen vorgestellt wurde, folgt nun die genauere Darstellung des Immobilienmarktes im Zusammenhang mit Smart Technology. Es werden Smart Grid und Smart Metering vorgestellt und anschließend die notwendigen Prozessschritte analysiert, welche für die Nutzung von Smart Technology notwendig sind.
3. In dieser Phase werden die gesammelten Informationen und die Daten des Unternehmens verwendet, damit eine ausgewählte Methodik durchgeführt werden kann. Ziel dieser Analyse soll sein, dass geprüft wird, ob Smart Metering und Smart Grid, einer von beiden oder beide nicht geeignet sind.
4. Nach dieser Analyse soll eine Zusammenfassung folgen, aus der das Ergebnis der Analyse transparent hervorgeht.
5. Anhand der erfolgten Analyse und der Zusammenfassung soll für das Unternehmen eine Handlungsempfehlung erfolgen, damit bei tatsächlichem Vorhaben diese wissenschaftliche Arbeit für das Unternehmen eine Unterstützung sein kann.

2 Kommunales Immobilienunternehmen

In diesem Kapitel wird das konkrete kommunale Immobilienunternehmen inklusive der Anforderungen und Ziele mit der gegenwärtigen technischen Infrastruktur vorgestellt. Das konkrete kommunale Immobilienunternehmen ist seit der Gründung im Jahr 1990 ein Tochterunternehmen der Stadt Leipzig. Als Tochter hat das Immobilienunternehmen einen Versorgungsvertrag mit der Stadt Leipzig zur Ermöglichung von Wohnraum für alle Sozialschichten der Bevölkerung. Dabei ist das Immobilienunternehmen strategischer Partner der Stadt Leipzig für sozial-, wohn- und stadtentwicklungspolitische sowie ökologischen Ziele. Aktuell vermietet und bewirtschaftet das Unternehmen über 35.300 Wohnung im gesamten Stadtgebiet Leipzig. Mit einem Marktanteil von ca. 10% ist das Unternehmen der größte Wohnungsanbieter in der Stadt Leipzig. Es wird bis 2030 ein Wachstum des Marktanteils angestrebt, welcher gegebenenfalls durch die Integration durch Smart Technology ermöglicht wird. Im Jahr 2020 waren 493 Mitarbeiter aktiv im Unternehmen beschäftigt. Bis zum Jahre 2030 scheiden ca. 150 Mitarbeiter wegen Renteneintritt aus. Anhand dessen ist klar zu erkennen, dass das Unternehmen eine sehr hohen Altersdurchschnitt besitzt und zukünftig vor der Problematik steht, adäquaten Ersatz auszubilden beziehungsweise einzustellen. Durch Smart Technology können eventuell die nicht besetzten Stellen abgeschafft oder gar durch andere neu zu besetzende Stellen mit speziellen Qualifikationen (Smart Technology) ersetzt werden.

2.1 Gegenwärtige technische Infrastruktur

Im Immobilienbestand des konkreten kommunalen Immobilienunternehmen befinden sich ca. 35.000 Wohneinheiten. Dabei handelt es sich bei ca. 80% um Altbauten, welche keine neuwertige Technik bzw. Basis für eine neuwertige Technik besitzen. Das Unternehmen verwendet nach derzeitigem Stand noch kein Smart Home, Smart Grid oder Smart Metering. Das Unternehmen besitzt somit im Bereich Smart Technology keine Erfahrung. Als Strom und Wärmemengenzähler werden keine Geräte mit der Möglichkeit einer Datenübertagung genutzt. Derzeitig wird das manuelle Ableseverfahren verwendet. Für die Ablesung der Zähler sind Hausmeister oder Mieterbetreuer zuständig. Für die Funktionalität der Zähler ist die Tochtergesellschaft des Unternehmens zuständig. Es besitzen jedoch ca. 90% der Gebäude eine sehr gute Netzwerkanbindung, weshalb eine Umrüstung auf Funkzähler möglich wäre. Die Tochtergesellschaft ist außerdem für die Solarstromanlagen, welche auf den Dächern der jeweiligen Gebäude von dem Unternehmen errichtet wurden, zuständig. Dies wäre ein interessanter Aspekt für die Nutzung von Smart Metering und Smart Grid. Als Basis Software wird von dem Unternehmen SAP genutzt. In den kommenden Jahren soll auf die neuste Version SAP Hana gewechselt werden. Diese Version ist umfangreicher und kann Daten durch die effektive Nutzung des Rammspeichers schneller und effizienter übertragen. Die derzeitige und zukünftige SAP-Version besitzt bereits Schnittstellen und Einbindungsmöglichkeiten für Smart Metering, weshalb hier schon eine Basis für das zukünftige Vorhaben vorhanden ist.

2.2 Zieldefinition

In diesem Abschnitt des Kapitels geht es um die kurz- und langfristigen Ziele des Immobilienunternehmens. Es wird hierbei auch von den operativen (kurzfristigen) und den strategischen (langfristigen) Zielen gesprochen. Bei dem kommunalen Immobilienunternehmen besteht die Besonderheit, dass nicht ausschließlich das Unternehmen selbst seine Ziele festlegt, sondern ebenfalls die Ziele von der Kommune, welche zwingend erfüllt werden müssen, bestimmt werden.

2.2.1 Strategische Ziele

Das kommunale Immobilienunternehmen besitzt ein breites Spektrum an Zielen, welche über längeren Zeitraum erreicht werden sollen. Die strategischen Ziele werden in der folgenden Grafik dargestellt.

Abbildung 2.1: Strategische Ziele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

2.2.2 Operative Ziele

Aus den benannten strategischen Zielen lassen sich für das kommunale Immobilienunternehmen verschiedene operative Ziele erschließen, welche über kurzen Zeitraum erreicht werden sollen.

Abbildung 2.2: Entstehung Operatives Ziel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Diese würde nach den schon benannten strategischen Zielen wie folgt lauten:

- Integration der vorhandenen Hardware

Damit das Unternehmen selbstständig nachhaltige Energie produzieren kann, soll eine Analyse der bereits vorhandenen Objekte durchgeführt werden, welche Dächer im eigenen Bestand für Photovoltaikanlagen am besten geeignet sind.

- Integration der vorhandenen Software

Hinzukommend muss mit dem vertraglich gebundenen Anbieter der SAP­Software abgesprochen werden, was für Erweiterungen für die Integration von der zukünftigen Smart Technology benötigt werden oder ob diese bereits vorhanden sind und von dem Immobilienunternehmen genutzt werden können.

- Eignungsprüfung des Immobilienbestandes

Außerdem müsste eine Analyse über den technischen Stand aller Gebäude erfolgen, damit alle nötigen Parameter für die Einführung von Smart Technology bekannt und abgeklärt sind.

- Prüfung und Anpassung der Prozesse

Eine Prüfung und Anpassung der Prozesse ist für eine unkomplizierte Integration zwingend notwendig. Es können so von Beginn an Störfaktoren erkannt und vorab angepasst oder beseitigt werden.

- Ankauf geeigneter Gebäude

Damit geeignete Gebäude angekauft werden, muss vorher die Stadt Leipzig an sich und die Mieterfluktuation der Stadtbereiche betrachtet werden. Dadurch läuft das Unternehmen keine Gefahr langanhaltenden Leerstand im Objekt zu haben. Hinzukommend muss die Netzwerkanbindung und der technische Zustand geprüft werden, damit eine Integration von Smart Technology gewährleistet werden kann.

- Austausch der Zähler

Es müsste kurzfristig für den Wechsel der Zähler eine Ausschreibung durchgeführt werden, damit dem Unternehmen eine adäquate Firma zur Seite steht, mit der diese unkompliziert und gut geplant die Zähler der Gebäude tauschen kann.

2.3 Anforderungen

Da nun die Ziele des kommunalen Immobilienunternehmen bekannt sind, folgen in diesem Abschnitt des Kapitels die Anforderungen, welche das Unternehmen an die Smart Technology stellt. Die Anforderungen können in zwei Bereiche unterteilt werden. Es gibt zum einen die funktionalen Anforderungen, die festlegen, was Smart Technology für Eigenschaften besitzen soll. Zum anderen gibt es die nicht funktionalen Anforderungen, bei denen die Ausführungs-, Weiterentwicklungs- und Evolutionsqualität von Smart Technology betrachtet werden.

2.3.1 Funktionale Anforderungen

Für ein Unternehmen ist bei der Integration von einem neuen Produkt wichtig, dass von Beginn an zu erfüllende Eigenschaften festgelegt werden. Dies hat den Vorteil, dass das angestrebte Produkt zu den festgelegten Zielen passt und zur Erfüllung der Ziele beiträgt. Das kommunale Immobilienunternehmen hat folgende funktionalen Anforderungen, welche es an Smart Grid und Smart Metering stellt, definiert:

Abbildung 2.3: Funktionale Anforderungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

2.3.2 Nicht funktionale Anforderungen

Neben den Eigenschaften, welche das Produkt besitzen soll, sind außerdem die Weiterentwicklungs- und Evolutionsqualität wichtige Faktoren für ein Unternehmen.

Denn nur ein Produkt, welches anhand Kundenbedarfen oder Umwelteinflüssen angepasst werden kann, trägt zum Erfolg des Immobilienunternehmens bei.

Abbildung 2.4: Nicht funktionale Anforderungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

3 Der Smart Technology Markt

Nachdem im Kapitel 2 das konkrete kommunale Immobilienunternehmen mit seinergegenwärtigen technischen Infrastruktur, den strategischen und operativen Zielen undden funktionalen und nicht funktionalen Anforderungen vorgestellt wurde, soll in diesemKapitel betrachtet werden, um was es sich bei dem Smart Technology Markt handelt,was Smart Metering und Smart Grid bedeuten, was Smart Technology für den Immobilienmarkt bedeutet, welche notwendigen Prozessabänderungen durchgeführt werden müssen und welche Möglichkeiten es anhand technischer Beispiele gibt.

In der heutigen modernen Gesellschaft, welche sich schnelllebig weiterentwickelt, erlangt durch den technischen Fortschritt Smart Technology stetig mehr Bekanntheit. Gerade der Begriff „smart“ wird heutzutage anders als vor vielen Jahren assoziiert. Der Smart Technology Markt entwickelt sich täglich weiter, sodass viele nützliche Features den Alltag erleichtern. Der Großteil der Menschen besitzt mittlerweile ein Smartphone, eine Smartwatch, einen Smart-TV, eine Smart-Waschmaschinen und Smart Light im Eigenheim. Alle benannten Beispiele besitzen den Vorteil, dass sie vernetzt sind und somit entweder gesteuert oder Daten ausgelesen werden können. Die Gesellschaft legt zu Smart Technology die Distanziertheit ab und wandelt diese in Akzeptanz um. So wächst stetig potenziell der Nutzerkreis von Smart Technologie.

Abbildung 3.2: Prognose Bevölkerungswachstum UNO World

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: United Nations, Total populations, 2022

Doch der damit abzusehende Immobilientrend befindet sich erst am Anfang und bringt viel Potential mit sich. Wie man der Grafik entnehmen kann, prognostizieren die Vereinten Nationen eine Bevölkerungszahl von ca. 9,6 Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050. Neben dem Wachstum der Bevölkerung und der damit verbundenen potenziellen Nutzer von Smart Technology, wird der Trend vom Stadtleben weiter anwachsen. Mit Hilfe von Daten und modernster Technologie werden die Städte der Zukunft die Lebensqualität ihrer Bewohner verbessern.

Der Markt für intelligente Technologien hat viele Anwendungen. Dazu gehört Smart Energy, mit dem die Heizung per App gesteuert werden kann. Da es zudem über das Netzwerk kommuniziert, ist es ein intelligentes und datentransparentes Gebäude. Neben diesen beiden Beispielen gehören dazu Transport, Infrastruktur, Technologie, Gesundheit, Management, Bildung und Smart Citizen Networks. Die Weiterentwicklung und Verbreitung intelligenter Immobilien durch Smart Homes, Smart Metering und Smart Grids ist wahrscheinlich entscheidend für zukünftige Immobilientrends. Diese drei sollen der Branche ein großes Potenzial garantieren. Die nächsten beiden Kapitel behandeln Smart Metering und Smart Grids.

[...]


1 Vgl. Doleski, O., Herausforderung Utility 4.0, 2017, S. 5

2 Vgl. Hoffmann, D., Einsteins Berlin, 2006, S. 166-167

3 Vgl. Doleski, O., Herausforderung Utility 4.0, 2017, S. 150

4 Vgl. Johnson, G., Strategisches Management, 2011, S. 61

5 Vgl. Bin, Z., (2007) S. 1 ff.

6 Vgl. Spath, D., Technologiemanagement, 2011, S. 259

7 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Die Energiewende, 2017, S. 4-9

8 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Die Energiewende, 2017, S. 6

9 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Die Energiewende, 2017, S. 4-9

10 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Die Energiewende, 2017, S. 4-9

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten

Details

Titel
Evaluation der Möglichkeiten von Smart Technology in einem konkreten kommunalen Immobilienunternehmen
Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2022
Seiten
58
Katalognummer
V1274126
ISBN (Buch)
9783346721839
Sprache
Deutsch
Schlagworte
it, smart metering, smart grid, kommune, kommunales unternehmen, immobilien, nachhaltige energie, energie sparen
Arbeit zitieren
Benjamin Killinger (Autor:in), 2022, Evaluation der Möglichkeiten von Smart Technology in einem konkreten kommunalen Immobilienunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274126

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