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Das Rückkehrgespräch als konstruktives Führungsinstrument zur Fehlzeitenreduzierung

Title: Das Rückkehrgespräch als konstruktives Führungsinstrument zur Fehlzeitenreduzierung

Term Paper , 2003 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Manuela Holz (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Entscheidend für die Wahl des zu bearbeitenden Themas sind die wirtschaftlichen Belastungen
durch überdurchschnittlich hohe Ausfallzeiten in dem Unternehmen, in dem
die Verfasserin beschäftigt ist. Es handelt sich um den marktführenden Personaldienstleister
in Deutschland, der Firma Randstad Deutschland.
Als internationales Unternehmen für Personaldienstleistungen bietet Randstad unter
dem Begriff der flexiblen Arbeit seinen Kundenunternehmen innovative Personalkonzepte
an und begleitet seine Mitarbeiter auf ihren individuellen Karrierewegen. Das
Portfolio von Randstad reicht von klassischer Arbeitnehmerüberlassung bis zu Outsourcing,
von Projektmanagement bis zu Inhouse-Lösungen. Der Krankenstand in deutschen Betrieben ist im Jahr 2002 nach einer Statistik des Gesundheitsministeriums
auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen.
Die Arbeitnehmer fehlten krankheitsbedingt 4,0 % der Sollarbeitszeit. Dies entspricht
einer Fehlquote von 8,8 Arbeitstagen pro Arbeitnehmer. Im Jahr 2001 lag er Wert bei
4,19 % (vgl. ZDF 2003). Nicht so bei dem Unternehmen Randstad. Hier bewegt sich
der Krankenstand 2002 bundesweit auf einem Level von ca. 7 %. Die Niederlassung in
Braunschweig, in der die Verfasserin beschäftigt ist, hatte im Jahr 2002 einen durchschnittlichen
Krankenstand von 7,5 % aufzuweisen. Diese überdurchschnittlich hohen
Fehlzeiten, die in der Abbildung 1 für die Jahre 2001/2002 pro Monat dargestellt sind,
belasten das Unternehmen erheblich. Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur, die sich
sehr schnell auf die Auftragslage eines Personaldienstleisters auswirken, und in Zeiten
ständig steigenden Wettbewerbdrucks, spielt der Krankenstand der Mitarbeiter als Kostenblock
eine immer bedeutsamere Rolle. Für jedes Unternehmen stellen Fehlzeiten
einen Kosten- und Störfaktor dar und sind gleichzeitig als Signal für unbefriedigende
Zustände in der Arbeitssituation der Beschäftigten zu verstehen (vgl. DERR 1995, S. 1). Die Verfasserin möchte sich in dieser Arbeit dem Aspekt der Fehlzeiten widmen, da
eine Annäherung der unternehmensinternen Fehlzeiten an den oben genannten Bundesdurchschnitt
von 4 % als äußerst dringlich angesehen wird. Es stellt sich also die Frage,
wie überhöhte Fehlzeiten beeinflusst und reduziert werden können. Es soll dabei nicht darum gehen, Fehlzeiten zu reduzieren, die für die Wiederherstellung der Gesundheit
von Mitarbeitern erforderlich sind. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit

1.2 Vorgehensweise

2 Definition des Fehlzeitenbegriffs

2.1 Fehlzeitenarten

2.2 Erfassung und Auswertung

3 Ursachen von Fehlzeiten und Maßnahmen zur Reduzierung im Überblick

3.1 Abgrenzung möglicher Fehlzeitenursachen

3.1.1 In der Person des Mitarbeiters liegende Ursachen

3.1.2 Externe Ursachen

3.1.3 Betrieblich bedingte Ursachen

3.2 Maßnahmenkatalog zur Fehlzeitensenkung

3.2.1 Personalwirtschaftliche Maßnahmen

3.2.2 Betriebswirtschaftliche Maßnahmen

3.2.3 Arbeitsrechtliche Maßnahmen

4 Implementierung eines Systems von Rückkehr- und Fehlzeitengesprächen

4.1 Merkmale von Rückkehr- und Fehlzeitengesprächen

4.2 Umsetzung und Gesprächsverlauf

4.2.1 Die Gesprächsstufen

4.2.1.1Das Rückkehrgespräch

4.2.1.2Das Fehlzeitengespräch Stufe I

4.2.1.3Das Fehlzeitengespräch Stufe II

4.2.1.4Das Fehlzeitengespräch Stufe III

4.2.2 Gesprächsvorbereitung und Gesprächsführung

4.3 Wirkungen und Nebenwirkungen von Rückkehr- und Fehlzeitengesprächen

4.3.1 Wirkungen

4.3.2 Nebenwirkungen

4.4 Rechtliche Rahmenbedingungen

4.5 Strategie zur Einführung der Gespräche am Beispiel eines Personaldienstleisters

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein strukturiertes Konzept für Rückkehr- und Fehlzeitengespräche bei einem marktführenden Personaldienstleister zu entwickeln und zu implementieren, um überdurchschnittlich hohe Ausfallzeiten zu reduzieren. Durch die Erarbeitung eines Leitfadens soll eine einheitliche Gesprächskultur etabliert werden, die präventive Potenziale nutzt und die Bindung zu den Mitarbeitern stärkt.

  • Analyse betrieblicher Fehlzeitenursachen und entsprechender Reduzierungsmaßnahmen
  • Konzeption eines standardisierten Stufenmodells für Rückkehr- und Fehlzeitengespräche
  • Praxisnahe Empfehlungen zur Gesprächsvorbereitung, -führung und -nachbereitung
  • Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und Mitbestimmungsrechte
  • Strategische Roadmap für die Einführung des Konzepts im Unternehmensalltag

Auszug aus dem Buch

4.2.1.1 Das Rückkehrgespräch

Ziel: Vertrauensbildung, Integration und Motivation des Mitarbeiters

Information: Freude über die Genesung des Mitarbeiters und dass er seine Arbeit wieder aufnimmt (insbesondere bei frühzeitiger Rückkehr). Hervorheben der Wichtigkeit des Mitarbeiters, ggf. Darstellung der geleisteten Arbeit während der letzten Monate. Information über Vorkommnisse oder Veränderungen während der Abwesenheit, Information über neue Einsätze.

Befragung: Frage nach dem Grund für die Fehlzeit (als Ausdruck des Interesses am gesundheitlichen Wohlbefinden des Mitarbeiters). Dabei ggf. hilfreich: Gespräch über das persönliche Umfeld (Familie, Hobbys, Interessen). Achtung: Als Vorgesetzter nicht die Arzt- oder Detektivrolle übernehmen! Klärung, ob arbeitsbedingte Ursachen vorliegen (ggf. Ausfüllen des Fragebogens für arbeitsplatzbedingte Krankheitsursachen, siehe Anhang 1). Ggf. Aufnahme von Vorschlägen zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes. Erkundigung nach dem weiteren Wohlbefinden und nach der Einsatzfähigkeit (voll oder eingeschränkt). Eventuell Frage nach Wünschen für die weitere berufliche Entwicklung.

Ergebnis: Freundliche Atmosphäre zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten. Dem Mitarbeiter verdeutlichen, dass er gern gesehen ist und man sich um ihn kümmert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Relevanz von Fehlzeiten für Unternehmen und definiert das Ziel der Arbeit, ein strukturiertes Gesprächskonzept bei der Firma Randstad zu implementieren.

2 Definition des Fehlzeitenbegriffs: In diesem Kapitel werden Begriffe wie Ausfallzeiten, krankheitsbedingte Fehlzeiten und Absentismus voneinander abgegrenzt sowie die Methoden der Erfassung und Auswertung erläutert.

3 Ursachen von Fehlzeiten und Maßnahmen zur Reduzierung im Überblick: Dieses Kapitel systematisiert Einflussfaktoren in persönliche, externe und betriebliche Ursachen und stellt einen Katalog potenzieller personal-, betriebs- und arbeitsrechtlicher Gegenmaßnahmen vor.

4 Implementierung eines Systems von Rückkehr- und Fehlzeitengesprächen: Der Kernteil der Arbeit beschreibt die Merkmale, Stufen, Durchführung und rechtlichen Aspekte eines standardisierten Gesprächssystems bei einem Personaldienstleister.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit unterstreicht den hohen Nutzen strukturierter Gespräche als Teil eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements und mahnt die konsequente Umsetzung der entwickelten Strategie an.

Schlüsselwörter

Fehlzeiten, Rückkehrgespräch, Fehlzeitengespräch, Personaldienstleistung, Krankenstand, Mitarbeiterbindung, Fehlzeitenreduzierung, Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterführung, Gesprächsleitfaden, Betriebsklima, Absentismus, Arbeitsunfähigkeit, Motivationsgespräch, Unternehmensführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Implementierung systematischer Rückkehr- und Fehlzeitengespräche als Führungsinstrument zur Senkung von hohen Krankenständen in einem Personaldienstleistungsunternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Definition von Fehlzeiten, die Ursachenforschung, den Vergleich verschiedener Reduzierungsmaßnahmen sowie die methodische Ausgestaltung und Einführung eines Gesprächssystems ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Leitfadens für Rückkehr- und Fehlzeitengespräche, um diese bei der Firma Randstad einheitlich und konstruktiv anzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur Fundierung des theoretischen Rahmens und leitet daraus ein spezifisches Implementierungskonzept für die betriebliche Praxis ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenanalyse, den Maßnahmenkatalog sowie die detaillierte Beschreibung der Gesprächsstufen, der Gesprächsführung und der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Fehlzeiten, Rückkehrgespräche, Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterführung, Personaldienstleistung und Prävention.

Wie unterscheidet sich ein Rückkehrgespräch vom Fehlzeitengespräch?

Während das Rückkehrgespräch primär der Motivation und Integration dient, fungieren Fehlzeitengespräche als fortgeschrittene, protokollierte Stufen bei häufigen Ausfällen, um Konsequenzen aufzuzeigen.

Warum spielt das "Kümmern" eine wichtige Rolle für Randstad?

Da "Kennen, dienen und vertrauen" Kernbegriffe der Unternehmensphilosophie sind, soll das Gespräch den Mitarbeiter nicht sanktionieren, sondern das Vertrauensverhältnis fördern.

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Details

Title
Das Rückkehrgespräch als konstruktives Führungsinstrument zur Fehlzeitenreduzierung
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Studienzentrum Hannover)
Grade
1,0
Author
Manuela Holz (Author)
Publication Year
2003
Pages
38
Catalog Number
V12741
ISBN (eBook)
9783638185516
ISBN (Book)
9783656448198
Language
German
Tags
Rückkehrgespräche Fehlzeitenreduzierung Führung Führungsinstrument Fehlzeitengespräch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Holz (Author), 2003, Das Rückkehrgespräch als konstruktives Führungsinstrument zur Fehlzeitenreduzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12741
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