PR und Marketing sind elementare Führungsaufgaben in jedem Unternehmen. Institutionen, Organisationen und Unternehmen, die mit dem Verkauf ihrer Waren oder dem Angebot ihrer Dienstleistungen Erfolg haben wollen, bedürfen guter PR und effizienten Marketings. Das ist meine These.
Doch wie funktioniert PR? Was bewirkt Marketing? Was sind Ziele, Absichten und Aufgaben beider Unternehmensbereiche? Wo liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der täglichen Praxis? Existieren sie besser unabhängig voneinander oder ist nur eine Kooperation von Erfolg gekrönt? All diese Fragen sollen unter dem Aspekt: PR vs. Marketing: „Should they be partners or rivals?“ in dieser Arbeit den Versuch einer Klärung erfahren. Dafür definiere ich zu Beginn die Begrifflichkeiten PR und Marketing, grenze deren Aufgaben, Instrumente sowie Ziele voneinander ab. Nachdem die Frage nach der Notwendigkeit und den Grenzen von PR und Marketing beantwortet wird, folgt die Einbeziehung verschiedener Theorien zu diesem Thema. Anhand der Commerzbank AG soll der praktische Umgang mit PR und Marketing beispielhaft aufgezeigt werden. Schlussendlich wird in einem Fazit die Frage „Should they be partners or rivals?“ hoffentlich zur vollen Zufriedenheit des Lesers beantwortet sein.
Struktur der Arbeit
1 Einleitung
2 Grundlagen der Public Relations
2.1 Definition
2.2 Aufgaben und Funktionen
2.3 Ziele und Zielgruppen
2.4 Charakteristik der PR
2.4.1 Instrumente und Strategien
2.4.2 Ethische Grundsätze
2.5 Bedarf an PR
2.5.1 Notwendigkeit von PR
2.5.2 Grenzen von PR
3 Grundlagen Marketing
3.1 Definition
3.2 Aufgaben und Funktionen
3.3 Ziele und Zielgruppen
3.4 Instrumente und Strategien
3.5 Notwendigkeit des Marketings
4 PR & Marketing: komplementäre oder konträre Beziehung?
4.1 PR- und Marketing-Modelle von Kotler und Mindak
4.2 „Defizitäre Wahrnehmung“ von PR nach Bentele unter Einbezug der „RU-PR-Theorie“
4.3 Praktische Umsetzung PR und Marketing am Beispiel der Commerzbank AG
5 Vergleich PR und Marketing
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Public Relations (PR) und Marketing, um zu klären, ob diese Disziplinen als Partner agieren sollten oder in einem Konkurrenzverhältnis zueinander stehen. Basierend auf theoretischen Modellen und einer Fallstudie der Commerzbank AG wird aufgezeigt, wie eine ganzheitliche Kommunikation zur Unternehmenssicherung beiträgt.
- Grundlagendefinition und Abgrenzung von PR und Marketing
- Analyse der theoretischen Beziehungsmodelle nach Kotler und Mindak
- Untersuchung der institutionellen Wahrnehmung und Bedeutung der PR
- Praktische Untersuchung der organisatorischen Umsetzung in einem Großunternehmen
- Beurteilung der Notwendigkeit einer kooperativen Strategie für den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
2.4.2 Ethische Grundsätze
Kritiker unterstellen der PR-Arbeit oftmals „Etikettenschwindel“, „Schönfärberei“, Manipulation, Verzerrung der Realität und gar Vertuschung. Das Selbstbild vieler PR-Arbeiter ist davon geprägt; Verunsicherung über das eigene Selbstverständnis und die Bedeutung des eigenen Schaffens war in den letzten Jahren deutlich spürbar. Eine Ursache hierfür ist die nach wie vor fehlende wissenschaftliche Fundierung des Faches, trotz der enormen Professionalisierung, die auf qualitativer Ebene in den letzten 50 Jahren stattgefunden hat.
Um eine Grundlage für ein Klima gegenseitigen Vertrauens zu schaffen und um der hohen Verantwortung gerecht zu werden, die die PR einerseits ihren Auftraggebern und andererseits auch dem Staat einschließlich der Gesellschaft gegenüber hat, unterwirft die PR sich freiwillig ethischen Grundsätzen in Form von Verhaltensregeln und Codizes; ähnlich jenen, denen Rechtsanwälte, Ärzte und Architekten unterliegen. Europäische Berufsverbände überwachen die Einhaltung dieser Standesregeln und tragen Sorge für die Ahndung derer Verletzungen. Diese kann bis hin zu Disziplinarmaßnahmen reichen. Daran wird deutlich, wie elementar das Wahrheitsprinzip für die Glaubwürdigkeit der PR ist. Es steht über allen anderen Interessen. Eine klare, wahre, offene und transparente PR-Kommunikation, die stets zeitgerecht, ehrlich und vollständig erfolgt, kann zu dieser Glaubwürdigkeit einen hohen Beitrag leisten. Sachlichkeit, Kontinuität und Schnelligkeit in der Informationslieferung sind weitere, selbst auferlegte Ansprüche kompetenter PR-Berater an das eigene Tun.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zentrale Fragestellung der Arbeit und definiert die These, dass eine Kooperation zwischen PR und Marketing für den Unternehmenserfolg essenziell ist.
2 Grundlagen der Public Relations: Dieses Kapitel definiert den Begriff PR, beschreibt dessen Aufgaben, Ziele und Zielgruppen sowie die Notwendigkeit und ethischen Grenzen dieses Feldes.
3 Grundlagen Marketing: Hier werden Definition, Kernaufgaben, Strategien und die Notwendigkeit des Marketings als marktorientierte Unternehmensführung beleuchtet.
4 PR & Marketing: komplementäre oder konträre Beziehung?: Dieser Abschnitt untersucht verschiedene theoretische Beziehungsmodelle sowie die wissenschaftliche Wahrnehmung der PR und illustriert die praktische Anwendung an der Commerzbank AG.
5 Vergleich PR und Marketing: Die Gegenüberstellung verdeutlicht, dass PR und Marketing trotz unterschiedlicher Strategien und Zielsetzungen wichtige Schnittmengen für eine erfolgreiche Unternehmensprofilierung aufweisen.
6 Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage eindeutig zugunsten einer notwendigen Partnerschaft beider Disziplinen und räumt mit dem Vorurteil einer strikten Trennung auf.
Schlüsselwörter
Public Relations, Marketing, Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Image, Strategie, Unternehmensführung, Kotler, Bentele, Kooperation, Schnittstellen, Commerzbank, Gewinnmaximierung, Vertrauen, Markenbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die funktionale Beziehung und die Schnittstellen zwischen Public Relations und Marketing in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Theorie und Praxis der PR, die strategischen Grundlagen des Marketings sowie die Frage ihrer Integration in die Unternehmensführung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „PR vs. Marketing – Should they be partners or rivals?“ und zielt darauf ab, die Notwendigkeit einer Kooperation zu ergründen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachquellen sowie eine qualitative Fallstudie eines Großunternehmens (Commerzbank AG).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung beider Disziplinen, den Vergleich durch bekannte Fachmodelle und die praxisnahe Untersuchung der Organisationsstruktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmenskommunikation, Imagepflege, Strategische Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit maßgeblich charakterisiert.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Commerzbank AG?
Die Commerzbank dient als Fallbeispiel, das zeigt, dass eine strikte Trennung in der Zentrale existiert, während regional eine integrative Betreuung „aus einer Hand“ stattfindet.
Warum betont die Arbeit die „RU-PR-Theorie“?
Diese Theorie kritisiert die „rechts unten“-Einordnung der PR als untergeordnetes Hilfsmittel im Marketing-Mix und fordert eine Aufwertung der PR innerhalb der Kommunikationswissenschaften.
- Citation du texte
- M. A. cand. Janine Pentzold (Auteur), 2006, PR vs. Marketing - should they be partners or rivals?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127429