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Marina Frenks "ewig her und gar nicht wahr". Eine literarische Untersuchung

Title: Marina Frenks "ewig her und gar nicht wahr". Eine literarische Untersuchung

Term Paper (Advanced seminar) , 2022 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem 2020 im Klaus Wagenbach Verlag erschienenen Debütroman "ewig her und gar nicht wahr" von Marina Frenk. Spürbar bildhaft beschreibt die Autorin das Leben der Protagonistin Kira und behandelt dabei Themen wie Heimat und Fremde, Flucht und Krieg, ein fast ewig währendes Nichtankommen, Familie,
Beziehungen und eine Beziehung in metaphorisch bildhaften Traumwelten zum Selbst.

In dieser Arbeit soll geklärt werden, inwieweit der Roman autofiktionale Geschichten und Themen vereint, welche sich mit den benannten Orten in Verbindung setzen lassen und welche weiteren Zusammenhänge, bezogen auf Roman und historischen sowie aktuellen Kontext, herzustellen sind. Die Analyse des Buches startet mit der Untersuchung kontextualer Bezüge der Handlung, nimmt dann eine Positionierung des Romans zum klassischen Familienroman vor und untersucht im weiteren Verlauf die Familienkonstellationen und die Beziehungen der Figuren zueinander, Zeit, Raum und Struktur. Schließlich werden interpretatorischer Inhalte untersucht. Aufgrund des sprachlichen Spieles und der Vermischung zwischen Wirklichkeit und Erinnerung sowie Gegenwart und Vergangenheit im Roman können Bezüge von interpretatorisch untersuchten Elemente ebenfalls in anderen Gliederungspunkten Erwähnung finden. Dies ist dann der zusammenhängenden Untersuchung zweckdienlich.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Analyse: Inhalt

2.1 Gattungsspezifika

2.2 Figurenkonstellation und Familienklima

2.3 Raumanalyse

2.4 Analyse der Zeit

2.5 Analyse von Stimme und Modus

3 Interpretatorische Ausführungen

3.1 Interpretationsgegenstand: Verlorensein

3.2 Interpretationsgegenstand: Bordeauxrot

3.3 Interpretationsgegenstand: Krokodile und Drachen

3.4 Interpretationsgegenstand: Türen

3.5 Das Zitat von Paul Celan

3.6 Interpretation von Traum und Wirklichkeit mit Bezug auf Pro- und Epilog

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Debütroman „ewig her und gar nicht wahr“ von Marina Frenk hinsichtlich seiner autofiktionalen Erzählstruktur, der Verknüpfung von Familiengeschichte mit historisch-politischen Kontexten sowie der zentralen Motivik, um die Identitätssuche der Protagonistin Kira sowie das Thema des „Nichtankommens“ zu ergründen.

  • Autofiktionale Erzählformen und Generationenroman-Konzepte
  • Analyse von Figurenkonstellationen, Raum und Zeit
  • Interpretation zentraler Motive wie Verlorensein, Farben und Türen
  • Die Funktion von Traum und Wirklichkeit im Roman
  • Themen von Flucht, Heimat, Fremde und Familienidentität

Auszug aus dem Buch

3.1 Interpretationsgegenstand: Verlorensein

„Ich bin an diesem Tag kurzzeitig am Strand verloren gegangen. […] Ich ahnte, dass ich verloren gegangen war.“

Verlorensein. Ein Motiv, mitunter gar ein Leitbild, welches den Roman von Frenk durchzieht. Bereits auf der ersten Seite spricht Kira von ihrer Erinnerung, als Kind am Meer verlorengegangen zu sein. Es ist ein ständiger Wegbegleiter der Protagonistin, ihrer Erinnerung und ihrer Sprache und das Motiv des verlorenen Kindes nimmt in ihr gänzlich Gestalt an. Auffällig an dem oben genannten Zitat ist zunächst, dass es eingerückt ist und somit aus dem Lesefluss heraussticht. Der erste Teil des Zitats ist im Perfekt der 1.Person, Singular, Indikativ, Aktiv verfasst, wohingegen die zweite Aussage zwar auch im Aktiv steht, allerdings durch das Verb „ahnen“ relativiert wird. Die Wirkung dessen ist, als sei die Protagonisten fast wissentlich (also aktiv) verloren gegangen hätte aber ebenfalls keinen Einfluss darauf gehabt. Die Relativierung des ersten Satzes, nämlich zu wissen, dass etwas ist und im Gegenzug nur zu ahnen, dass etwas ist, signalisiert ein Gefühl des sich-unsicher-Seins.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in den Roman „ewig her und gar nicht wahr“, Vorstellung der Autorin Marina Frenk und Darlegung der zentralen Forschungsanliegen.

2 Analyse: Inhalt: Untersuchung der Gattungsmerkmale des Familienromans, der Figurenkonstellationen, der zeitlichen und räumlichen Dimensionen sowie der Erzählmodi.

3 Interpretatorische Ausführungen: Detaillierte Analyse zentraler Motive wie das Verlorensein, die Farbe Bordeauxrot, Krokodile und Drachen sowie die Bedeutung von Türen, ergänzt durch eine Interpretation des Celan-Zitats und die Verwobenheit von Traum und Wirklichkeit.

4 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, in der der Roman als Geschichte einer verarbeitenden Zeitreise und Suche nach Identität charakterisiert wird.

Schlüsselwörter

Marina Frenk, ewig her und gar nicht wahr, Autofiktion, Familienroman, Nichtankommen, Identitätssuche, Zeitreise, Flucht, Bessarabien, Erinnerungsliteratur, Motivik, Verlorensein, Türen, Generationenroman, Migrationserfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Marina Frenks Debütroman „ewig her und gar nicht wahr“ und dessen komplexe, autofiktionale Struktur, die sich zwischen Familiengeschichte, politischem Kontext und individueller Identitätssuche bewegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen Flucht und Krieg, das Gefühl des „Nichtankommens“ in verschiedenen Lebensbereichen, die Konstruktion von Familiengeschichte sowie das Spannungsfeld zwischen Erinnerung, Traum und Wirklichkeit.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Ziel der Arbeit ist es, zu klären, wie der Roman autofiktionale Elemente nutzt, um historische Kontexte mit persönlichen Schicksalen zu verknüpfen und welche Funktionen die verschiedenen Leitmotive (wie Türen oder spezifische Farben) dabei einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf literaturwissenschaftliche Analyseverfahren, insbesondere die Gattungsanalyse, Raum- und Zeitanalyse, Figurenkonstellationsanalyse sowie eine interpretatorische Untersuchung zentraler Bildmotive und Diskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die inhaltlichen und formalen Aspekte (Gattung, Figuren, Raum, Zeit, Erzählmodus) analysiert, gefolgt von einer tiefgehenden Interpretation spezifischer Motive, die das Narrativ prägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Autofiktion, Familienroman, Identitätssuche, Migration, Generationenroman und literarische Motivik charakterisiert.

Welches Zitat steht im Zentrum der Interpretation für den Romanbeginn?

Die Arbeit interpretiert das einleitende Zitat von Paul Celan „Schwerer werden, leichter sein.“ als Spiel mit Gegensätzen, das das Verhältnis von Wahrheit, Lüge und dem Prozess der persönlichen Vergangenheitsbewältigung widerspiegelt.

Warum spielt das Motiv der „Türen“ eine so wesentliche Rolle?

Das Motiv der Türen im Roman fungiert als vielschichtiges Symbol für Übergänge, Schutz, soziale Barrieren oder Möglichkeiten der Flucht, wobei die häufige Erwähnung des Gegenstandes die rastlose und hin- und hergerissene Befindlichkeit der Protagonistin Kira unterstreicht.

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Details

Title
Marina Frenks "ewig her und gar nicht wahr". Eine literarische Untersuchung
College
University of Potsdam
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
26
Catalog Number
V1274443
ISBN (PDF)
9783346723802
ISBN (Book)
9783346723819
Language
German
Tags
Literaturwissenschaft Germanistik Erzähltextanalyse Interpretation Frenk Analyse Roman autobiographisch kleine Literaturen Sowjetunion Moldawien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Marina Frenks "ewig her und gar nicht wahr". Eine literarische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274443
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