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Die energiepolitischen Interessen der EU im östlichen Mittelmeer

Title: Die energiepolitischen Interessen der EU im östlichen Mittelmeer

Bachelor Thesis , 2020 , 65 Pages , Grade: 2

Autor:in: Eren Öztürk (Author)

Politics - Topic: European Union
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Die Forschungsfrage der Arbeit lautet: Welche Konflikte können (nach realistischer Analyse) angesichts der Konkurrenzsituation in der Region zwischen der Türkei und der EU auftreten? Um diese Frage zu beantworten, werden zuerst die energiepolitischen Akteure auf der EU-Ebene erforscht. Des Weiteren ist zu beantworten, welche energiepolitischen Interessen die EU und die Türkei im östlichen Mittelmeer verfolgen.

Das erste Kapitel der vorliegenden Arbeit soll zunächst einen Einblick in den europäischen Energiepolitik bzw. Energieaußenpoitik liefern. Energieaußenpolitik bezeichnet die Verflechtung der Energiepolitik mit der Außenpolitik. In diesem Kontext wird zuerst die in Europa zum großen Teil importierten fossilen Brennstoffe Erdöl und Erdgas beschrieben. Im Bezug auf das östliche Mittelmeer wird die Bedeutung des Erdgases im regionalen Handel betont. Des Weiteren wird auf den Entwicklungspfad der europäischen Energiepolitik eingegangen und deren Entstehung, von der Formierung der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) bis in den 2000er Jahren erläutert. Dabei werden die Themenbereiche Energieversorgungssicherheit und Energiebinnenmarkt näher erfasst. Zuletzt wird in diesem Kapitel die einflussreichsten energiepolitischen Akteure der EU – Kommission, Parlament, Ministerrat und Mitgliedstaaten – erläutert. Die zwei bevölkerungsreichsten Mitgliedstaaten Deutschland und Frankreich, die unterschiedliche Herangehensweisen an die Themen der Energiepolitik innehaben, werden herausgehoben.

Das nächste Kapital widmet sich an die Entwicklungen und Konflikte im östlichen Mittelmeer. Um die Forschungsfrage zu beantworten werden zuerst die energiepolitischen Interessen der EU und der Türkei analysiert. Beide Akteure streben nach Energiereserven der Region. Hier wird zuerst die bedeutendsten Erdgasfunde im östlichem Mittelmeer beschrieben. Der Fokus liegt dabei auf den natürlichen Ressourcen in der AWZ des EU-Mitglieds Zypern. Der seit 1960er Jahre andauernder Konflikt zwischen den türkischen und griechischen ZypriotInnen bzw. zwischen der Türkei und der Republik Zypern wird erläutert. Ebenfalls wird die seit dem Jahr 1974 laufende Wiedervereinigungsversuche dargestellt. Schließlich wird im letzten Kapitel nach der Erläuterung der türkischen Energiepolitik und die energiepolitischen Interessen der Türkei, die Forschungsfrage mit der Berücksichtigung der Unterfragen beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Themenstellung und Relevanz

1.2 Formulierung der Forschungsfrage und Hypothese

1.3 Theorieeinbettung und Stand der Forschung

1.4 Methodische Vorgehensweise

1.5 Aufbau der Arbeit

2 Europäische Energieaußenpolitik

2.1 Grundlagen der Energiepolitik

2.1.1 Fossile Brennstoffe Erdöl und Erdgas

2.2 Entwicklungspfad der europäischen Energiepolitik

2.2.1 Die Anfänge der Energiepolitik

2.2.2 Energieversorgungssicherheit in den 2000er Jahren

2.2.3 Themenbereiche der europäischen Energiepolitik

2.3 Akteure der europäischen Energiepolitik

2.3.1 Europäische Kommission

2.3.2 Europäisches Parlament

2.3.3 Ministerrat - Rat der Europäischen Union

2.3.4 Mitgliedstaaten

2.4 Zusammenfassung

3 Europäische Energieaußenpolitik im östlichen Mittelmeer

3.1 Östliches Mittelmeer und die Energieversorgung Europas

3.1.1 Erdgasfunde im östlichen Mittelmeer

3.1.2 Europäische energiepolitische Projekte in der Region

3.2 Die Insel Zypern

3.2.1 Allgemein

3.2.2 Geschichte

3.2.3 Zypernkonflikt nach 1960

3.2.4 Wiedervereinigungsversuche nach 1974

3.2.5 Aktueller Konflikt

3.3 Die Türkei als energiepolitischer Akteur im östlichen Mittelmeer

3.3.1 Türkische Energiepolitik

3.3.2 Die Türkei und das östliche Mittelmeer

3.4 Zusammenfassung

4 Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das energiepolitische Handeln der EU und der Türkei im östlichen Mittelmeer rund um die Insel Zypern. Im Fokus steht die Frage, welche Konflikte aufgrund der Konkurrenzsituation in dieser Region zwischen beiden Akteuren entstehen können, wobei die Analyse durch die realistische Theorie der internationalen Beziehungen geleitet wird.

  • Energieversorgungssicherheit der EU
  • Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer
  • Geopolitischer Zypernkonflikt
  • Die Türkei als energiepolitischer Akteur
  • Interessenkollisionen und Machtkonkurrenz

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Erdgasfunde im östlichen Mittelmeer

In der Region im östlichen Mittelmeer wird von großen Erdgasreserven ausgegangen. In den Gewässern der Anrainerstaaten des Levantinischen Beckens geht der US Geological Survey von etwa 3455 Billionen Kubikmetern Erdgasreserven aus. Bisher sind in Israel, Ägypten und in der Republik Zypern unterseeische fossile Quellen entdeckt worden. Die in Israel und in der Republik Zypern entdeckten Reserven machen diese beiden Staaten zur Energiedrehscheibe der Region.

In den Jahren 2009 und 2010 konnte Israel die beiden Gasfelder Tamar und Leviathan (siehe Abbildung 6) etwa 200 km westlich von Tel-Aviv erforschen. Der Republik Zypern gelang es im Jahr 2011, das Gasfeld Aphrodite zu entdecken, das sich etwa 160 km von der zyprischen Stadt Limassol befindet. Dem Gasfeld Aphrodite folgten im Jahr 2018 die Erforschung des Gasfelds Calypso und im Jahr 2019 das Gasfeld Glaucos, siehe Abbildung 6. Überdies wird von weiteren 450 Billionen Kubikmetern Reserven in der AWZ der Republik Zypern ausgegangen. Israel und auch die Republik Zypern können mit den bisher entdeckten Reserven ihren eigenen Gasbedarf für etliche Jahre abdecken.

In den ägyptischen Gewässern sind ebenfalls unterseeische fossile Energiequellen vorhanden. Das größte Gasfeld der Region Zohr sowie die israelischen Reserven werden derzeit ausgeschöpft. Erdgas aus den zypriotischen Erdölfeldern wird derweilen nicht befördert. Den ExpertInnen zufolge ist eine Einigung in der Zypernfrage die Voraussetzung, um Erdgas aus den Reserven zu fördern.

Es wird noch Zeit in Anspruch nehmen, bis alle Reserven bearbeitet werden können. Die Konflikte in der Region sind ein großes Hindernis. Eine Investition in ein Pipeline-Projekt oder in eine LNG-Anlage (siehe nächstes Kapitel) ist aus Sicht der europäischen Unternehmen nur dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn die Menge an Erdgasreserven gesichert ist. Daher ist die Bündelung des Angebots durch die Lieferländer des Levantinischen Beckens unumgänglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert die Themenstellung, die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise im Rahmen der realistischen Theorie.

2 Europäische Energieaußenpolitik: Analysiert Grundlagen, Akteure und Ziele der Energiepolitik der EU sowie die Rolle der Mitgliedstaaten.

3 Europäische Energieaußenpolitik im östlichen Mittelmeer: Untersucht die Energieressourcen der Region, den Zypernkonflikt und die Rolle der Türkei als Akteur.

4 Conclusio: Beantwortet die Forschungsfrage unter Zusammenführung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Energieaußenpolitik, östliches Mittelmeer, Erdgas, EU, Türkei, Zypern, Energieversorgungssicherheit, Diversifizierung, EastMed, Realismus, geopolitischer Konflikt, Ressourcennutzung, Anrainerstaaten, internationale Beziehungen, Gasfelder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Handeln der EU und der Türkei im östlichen Mittelmeer, primär im Hinblick auf ihre energiepolitischen Ambitionen und die daraus resultierenden Konflikte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die europäische Energieabhängigkeit, die Erdgasfunde im östlichen Mittelmeer, der Zypernkonflikt und der Einfluss der Türkei in dieser Region.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die potenzielle Konfliktgefahr zwischen der Türkei und der EU vor dem Hintergrund einer Konkurrenzsituation um Energieressourcen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der Inhalts- und Dokumentenanalyse nach Mayring, ergänzt durch die Perspektive der realistischen Theorie der internationalen Beziehungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die institutionelle Energiepolitik der EU, die Bedeutung einzelner Mitgliedstaaten wie Deutschland und Frankreich sowie die spezifische geopolitische Lage im östlichen Mittelmeer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Energieaußenpolitik, Geopolitik, östliches Mittelmeer, Diversifizierung und Machtkonkurrenz charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Türkei im östlichen Mittelmeer?

Die Türkei agiert als ambitionierter Energieakteur, der versucht, seine Abhängigkeit von Russland zu verringern und sich als Energie-Hub zu etablieren, wobei sie dabei oft in Konflikt mit den Interessen der Republik Zypern und der EU gerät.

Wie beeinflusst der Zypernkonflikt die energetische Entwicklung?

Der Status quo der Insel und die ungeklärten Seegrenzen dienen als zentrales Hindernis für die Förderung und den Export der neu entdeckten Erdgasreserven, da Investoren Sicherheit benötigen.

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Details

Title
Die energiepolitischen Interessen der EU im östlichen Mittelmeer
College
Fachhochschule des bfi Wien GmbH
Grade
2
Author
Eren Öztürk (Author)
Publication Year
2020
Pages
65
Catalog Number
V1274446
ISBN (PDF)
9783346726698
ISBN (Book)
9783346726704
Language
German
Tags
interessen mittelmeer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eren Öztürk (Author), 2020, Die energiepolitischen Interessen der EU im östlichen Mittelmeer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1274446
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