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Potentatengelder auf Schweizer Banken

Eine Inhaltsanalyse von Schweizer und internationalen Printmedien

Title: Potentatengelder auf Schweizer Banken

Seminar Paper , 2003 , 145 Pages , Grade: 6

Autor:in: Herr Laurent Marti (Author), Dominic Keller (Author)

Communications - Print Media, Press
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Summary Excerpt Details

Die Affären um die Potentatengelder des 1986 verstorbenen philippinischen Diktators Ferdinand Marcos und des nigerianischen Präsidenten Sani Abacha liegen mehr als 10 Jahre auseinander. In einer Inhaltsanalyse von Schweizer und internationalen Printmedien wurden die beiden Verläufe der Skandale erstmals direkt miteinander verglichen. Dies vor den Theoriegerüsten des Strukturwandels der Öffentlichkeit uns des sozialen Wandels.

Die Leithypothesen der Autoren, wonach die zunehmend nach ökonomischen Logiken operierenden Medienunternehmen eine zunehmend eigenständige, negative, personalisierte und skandalisierende Berichterstattung pflegen würden, konnte in einer ersten Grobanalyse nicht bestätigt werden. Eine vertiefte Analyse der Skandalverläufe löst den scheinbaren Wiederspruch jedoch auf und liefert eine vielschichtige und empirisch gestützte Erklärung für die zunächst ungewöhnlichen Skandalunterschiede. Dies geschieht durch die Berücksichtigung des sozialen Wandels nach Ende des kalten Krieges.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Der Begriff der Öffentlichkeit

2.2 Strukturwandel der Öffentlichkeit

2.2.1 Die Vermischung von Skandalmedium und Kritiker

2.2.2 Die Personalisierung

2.2.3 Die Skandalkette

2.2.4 Der Wirtschaftsskandal

2.3 Die Theorie des sozialen Wandels

2.3.1 Facetten des sozialen Wandels

2.3.2 Medienskandale als Indikatoren sozialen Wandels

2.4 Potentatengelder im Kontext von These und Theorie

3. Hypothesen

3.1 Die forschungsleitende Fragestellung

3.2 Intensitätshypothese

3.3 Rollenbildhypothese

3.4 Personalisierungshypothese

3.5 Verstärkungshypothese

3.6 Beeinflussungshypothese

3.7 Negativitätshypothese

3.8 Normativitätshypothese

3.9 Specialinteresthypothese

3.10 Regulierungshypothese

3.11 Reputationshypothese

4. Methodenteil

4.1 Die Inhaltsanalyse

4.1.1 Theoretische Grundlagen der Inhaltsanalyse

4.1.2 Das Codebuch als Teil des Forschungsablaufes

4.1.3 Die inhaltsanalytischen Techniken

4.2 Operationalisierung der Hypothesen

4.2.1 Intensitätshypothese

4.2.2 Rollenbildhypothese

4.2.3 Personalisierungshypothese

4.2.4 Verstärkungshypothese

4.2.5 Beeinflussungshypothese

4.2.6 Negativitätshypothese

4.2.7 Normativitätshypothese

4.2.8 Specialinteresthypothese

4.2.9 Regulierungshypothese

4.2.10 Reputationshypothese

4.3 Das Codebuch

4.4 Samplediskussion und Problematik

4.4.1 Die Planung des Samples

4.4.2 Die Erhebung des Samples

4.4.3 Der Inhalt des Samples

4.4.4 Samplespezifische Probleme

4.5 Die Intercoderreliabilität

5. Empirie

5.1 Auswertung Intensitätshypothese

5.2 Auswertung Rollenbildhypothese

5.3 Personalisierungshypothese

5.4 Verstärkungshypothese

5.5 Beeinflussungshypothese

5.6 Negativitätshypothese

5.7 Normativitätshypothese

5.7.1 Exkurs: Das Verhalten der NZZ

5.8 Specialinteresthypothese

5.9 Regulierungshypothese

5.10 Reputationshypothese

5.11 Zusammenfassung der Auswertung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für die hohe mediale Resonanz und Skandalberichterstattung bei der Entgegennahme von Geldern politisch exponierter Personen (PEP) durch Schweizer Banken. Dabei wird analysiert, inwiefern sich diese Berichterstattung im zeitlichen Verlauf verändert hat und welche Rolle die Struktur des Mediensystems und soziologische Faktoren dabei spielen.

  • Strukturwandel der Öffentlichkeit und Medienlogik
  • Mediale Skandalisierung von "Potentatengeldern" (Fälle Marcos und Abacha)
  • Empirische Inhaltsanalyse von Schweizer und internationalen Printmedien
  • Einfluss von Globalisierung und ökonomischen Faktoren auf die Skandalberichterstattung
  • Zusammenhang zwischen Skandalen, Reputation und rechtlicher Regulierung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Jagd auf Marcos’ Vermögen“, so titelte die NZZ am 14.03.1986 einen agenturmeldungsartigen Artikel, platziert in einer eher kleinen Randspalte auf Seite 4. Was eher unscheinbar seinen Anfang nahm, war eine der grössten Skandalisierungswellen gegen die Schweizer Banken, einer der Grundpfeiler der helvetischen Wirtschaft. Ein Mitglied der philippinischen „Kommission für gute Regierungsarbeit“, so der Artikel, gab in Manila bekannt, „die Kommission habe ein Bankkonto aufgespürt, mit einem Guthaben von 800 Millionen Dollar“ (NZZ 14.03.1988: 4). Doch um wessen Gelder handelte es sich eigentlich? Um jenes von Ferdinand Marcos, Ex-Präsident der Philippinen. Bekannt durch sein „korruptes, diktatorisches Regime“ (Weibel 2000: 41) und seiner Frau Imelda.

Ferdinand Marcos, so wurde ihm seitens der neuen Regierung unter Corazon Aquino vorgeworfen, habe in seiner 20jährigen Herrschaft ein Vermögen von 5 bis 10 Milliarden Dollar im Ausland angehäuft (NZZ 14.03.1988: 4). Im Februar 1986 wurde er gestürzt und flüchtete nach Hawaii (Weibel 2000: 42). Dabei hinterliess er dem philippinischen Staat ein Schuldenloch von 26,5 Milliarden Dollar. Dies obwohl sein Regime nach 1972 mit Petrodollar-Krediten „überschwemmt“ wurde (Weibel 2000: 42). Die „Aktion Finanzplatz Schweiz“, einer der grössten linken Kritikern unter den NGO’s, glaubt, die Kredite seien über staatliche Scheininvestitionen auf private Konten von Marcos und seiner Entourage zurück nach Amerika und Europa geflossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der "Potentatengelder" anhand der Skandalfälle Marcos und Abacha ein und formuliert die forschungsleitende Fragestellung.

2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, insbesondere den Strukturwandel der Öffentlichkeit und die Theorie des sozialen Wandels, als Basis für die Skandalforschung.

3. Hypothesen: Hier werden auf Basis der Theorien spezifische Hypothesen (z.B. Intensitäts-, Rollenbild- und Personalisierungshypothese) formuliert, um die Forschungsfrage zu präzisieren.

4. Methodenteil: Der methodische Teil beschreibt die Anwendung der Inhaltsanalyse, die Operationalisierung der Hypothesen sowie die Auswahl und Problematik des Samples.

5. Empirie: Dieses Kapitel präsentiert die Auswertung der erhobenen Daten und untersucht die Gültigkeit der aufgestellten Hypothesen anhand der gewählten Zeitungsartikel.

6. Fazit: Das Fazit führt die empirischen Ergebnisse in den theoretischen Kontext zurück und zieht Schlüsse für weiterführende Forschungsperspektiven.

Schlüsselwörter

Potentatengelder, Schweizer Banken, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Skandalforschung, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Ferdinand Marcos, Sani Abacha, Politisch exponierte Personen (PEP), Finanzplatz Schweiz, Rechtshilfe, Geldwäscherei, Mediale Skandalisierung, Normativität, Wirtschaftsmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie und warum die Entgegennahme von Geldern politisch exponierter Personen (PEP) durch Schweizer Banken in Printmedien skandalisiert wurde und wie sich diese Berichterstattung im Zeitverlauf verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen den Strukturwandel der Öffentlichkeit, die mediale Inszenierung von Wirtschaftsskandalen, die Rolle von Banken im internationalen Kontext sowie die Wechselwirkung zwischen Medienberichterstattung und politisch-rechtlichen Regulierungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Wie kam es dazu, dass die Entgegennahme von Geldern politisch exponierter Personen durch Banken in der Schweiz eine derart hohe Resonanz bzw. Skandalberichterstattung erzeugen konnte? Und inwiefern hat sich diese Berichterstattung im Laufe der Zeit verändert?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine empirische Inhaltsanalyse, um Zeitungsartikel systematisch zu erfassen, zu kodieren und mittels statistischer Analysen bezüglich verschiedener Hypothesen auszuwerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Ableitung von Hypothesen, die Beschreibung des methodischen Vorgehens (Codebuch, Sampling) sowie die empirische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Potentatengelder, Finanzplatz Schweiz, Inhaltsanalyse, Medienberichterstattung, Skandalforschung und Strukturwandel der Öffentlichkeit charakterisieren.

Warum wurden gerade die Fälle Marcos und Abacha ausgewählt?

Diese beiden Fälle erlauben aufgrund ihres zeitlichen Abstands einen Vergleich der Skandalberichterstattung und verdeutlichen die Entwicklung der Medienreaktion auf "Potentatengelder" in der Schweiz.

Welche Rolle spielt das "Codebuch" in der Untersuchung?

Das Codebuch dient als zentrales Instrument der Inhaltsanalyse, um Variablen wie "Intensität", "Personalisierung" oder "Normativität" reliabel und intersubjektiv nachvollziehbar aus den Texten der Zeitungsartikel zu extrahieren.

Excerpt out of 145 pages  - scroll top

Details

Title
Potentatengelder auf Schweizer Banken
Subtitle
Eine Inhaltsanalyse von Schweizer und internationalen Printmedien
College
University of Zurich  (IPMZ)
Grade
6
Authors
Herr Laurent Marti (Author), Dominic Keller (Author)
Publication Year
2003
Pages
145
Catalog Number
V127493
ISBN (eBook)
9783640446971
ISBN (Book)
9783640447688
Language
German
Tags
Potentatengelder Schweizer Banken Eine Inhaltsanalyse Schweizer Printmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Herr Laurent Marti (Author), Dominic Keller (Author), 2003, Potentatengelder auf Schweizer Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127493
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