Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Bearbeitung von Fallbeispielen zu ausgewählten Teilbereichen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Belastungseinschätzung für Pflegefachkräfte. Dabei gilt es, die zentralen Belastungsfaktoren dieser Berufsgruppe zu identifizieren und sie anhand eines Belastungs- und Beanspruchungskonzepts zu untersuchen. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Findung von Handlungsansätzen und der Erstellung eines passenden Zielkonzepts für das BGM-Projekt der Pflege-Residenz. Die Ergebnisse werden folgend übersichtlich dargestellt und erläutert. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Konzeption und der fortführenden Planung zur Einführung des BGM-Projekts der Pflege-Residenz. Dabei werden folgend die Phasen der Planung und die dazugehörigen zentralen Erfolgsfaktoren anschaulich dargestellt. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Entwicklung und Begründung eines geeigneten Fragebogens, den man in Form einer individuellen Befragung innerhalb der Pflege-Residenz analyse- und ergebnisorientiert anwenden kann.
Inhaltsverzeichnis
1 TEILAUFGABE 1 – BELASTUNGEN IN DER PFLEGE-RESIDENZ
1.1 Identifikation zentraler Belastungsfaktoren der Pflegefachkräfte
1.2 Belastungen aus verschiedenen Blickwinkeln
2 TEILAUFGABE 2 – HANDLUNGSANSÄTZE UND FORMULIERUNG DER ZIELSETZUNG
2.1 Priorisierung der Handlungsansätze
2.2 Zielkonzept für das BGM-Projekt
3 TEILAUFGABE 3 – KONZEPTION UND PLANUNG DES BGM-PROJEKTS
3.1 Planung fortführender Schritte anhand des 6-Phasen-Modells
3.2 Berücksichtigung der Erfolgsfaktoren
4 TEILAUFGABE 4 – ENTWICKLUNG EINES FRAGEBOGENS
4.1 Entwicklung eines Fragebogens unter Berücksichtigung der Merkmalsbereiche
4.2 Begründung des inhaltlichen Aufbaus des Fragebogens
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Belastungssituation von Pflegefachkräften in einer Pflege-Residenz zu analysieren und ein strukturiertes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zu konzipieren, um die Mitarbeitergesundheit nachhaltig zu fördern und Fehlzeiten zu senken.
- Identifikation zentraler Belastungsfaktoren im Pflegealltag
- Anwendung des Belastungs- und Beanspruchungskonzepts
- Priorisierung von Handlungsansätzen für das BGM
- Planung von BGM-Maßnahmen mittels 6-Phasen-Modell
- Entwicklung eines validen Instruments zur Mitarbeiterbefragung
Auszug aus dem Buch
1.2 Belastungen aus verschiedenen Blickwinkeln
Betrachtet man die Belastungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, lässt sich feststellen, dass sie sowohl als gesund erhaltende Herausforderungen als auch als krankmachende Überbeanspruchungen gesehen werden können. Hier spielt das Belastungs- und Beanspruchungskonzept eine große Rolle. Nach Ruhmert & Rutenfranz (1975, S. 8) hat es seinen Ursprung bereits in der Mitte der 70er Jahre gefunden. Sie haben im Auftrag des Bundesministers für Arbeit und Soziales den Zusammenhang zwischen beruflicher Tätigkeit und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten untersucht. Diese Stellungnahme beruht auf bisherigen Erkenntnissen der Arbeitswissenschaft und der Feld- und Laborstudien an industriellen Arbeitsplätzen. Ruhmert & Rutenfranz definieren dabei die Belastung und die Beanspruchung wie folgt:
„Bei einer Belastung handelt es sich ausschließlich um objektive von außen her auf den Menschen einwirkende Größen und Faktoren, wobei deren Auswirkung im Menschen oder auf den Menschen unberücksichtigt bleibt.
Im Gegensatz hierzu kennzeichnet die Beanspruchung gerade diese Auswirkungen, die dadurch unterschiedlich sind, dass die konkreten und objektiven Belastungen auf unterschiedliche individuelle Eigenschaften und Fähigkeiten der Menschen treffen. Dies entspricht der natürlichen Gegebenheit, dass ein und dieselbe Belastung bei unterschiedlichen Menschen auch entsprechend ihrer unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten verschiedene Beanspruchung „hervorruft“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 TEILAUFGABE 1 – BELASTUNGEN IN DER PFLEGE-RESIDENZ: Das Kapitel identifiziert die Hauptbelastungen in der Pflege, wie unregelmäßige Arbeitszeiten und Leistungsdruck, und analysiert diese anhand des Belastungs- und Beanspruchungskonzepts.
2 TEILAUFGABE 2 – HANDLUNGSANSÄTZE UND FORMULIERUNG DER ZIELSETZUNG: Hier werden basierend auf den identifizierten Belastungen Handlungsfelder priorisiert und ein systematisches Zielkonzept mit konkreten Ober- und Teilzielen erstellt.
3 TEILAUFGABE 3 – KONZEPTION UND PLANUNG DES BGM-PROJEKTS: Dieses Kapitel erläutert die Implementierung des BGM mittels eines 6-Phasen-Modells und beleuchtet zentrale Erfolgsfaktoren wie Partizipation und Strukturbildung.
4 TEILAUFGABE 4 – ENTWICKLUNG EINES FRAGEBOGENS: Fokus dieses Kapitels ist die Erstellung eines Fragebogens zur Mitarbeiterbefragung, inklusive der Auswahl geeigneter Skalierungsmethoden und der inhaltlichen Begründung der Fragen.
Schlüsselwörter
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Pflegefachkräfte, Belastungs- und Beanspruchungskonzept, Gefährdungsbeurteilung, Fehlzeiten, Arbeitszufriedenheit, Gesundheitsförderung, Mitarbeiterbefragung, Partizipation, Ergonomie, Arbeitsfähigkeit, Verhaltensprävention, Pflegesektor, Schichtarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Belastungssituation von Pflegefachkräften in einer Pflege-Residenz, um daraus fundierte BGM-Maßnahmen abzuleiten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit behandelt die Stressfaktoren in der Pflege, die Ableitung betrieblicher Gesundheitsziele und die praktische Konzeption einer wissenschaftlich fundierten Mitarbeiterbefragung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein strategisches Konzept zu entwickeln, um durch Prozessoptimierung und Gesundheitsförderung Fehlzeiten zu senken und die Arbeitszufriedenheit zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Grundlage bildet das Belastungs- und Beanspruchungskonzept nach Ruhmert & Rutenfranz sowie eine prozessorientierte BGM-Planung (6-Phasen-Modell).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Belastungsanalyse, die Priorisierung von Maßnahmen, die methodische Planung des BGM-Projekts und die Operationalisierung mittels eines standardisierten Fragebogens.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind betriebliches Gesundheitsmanagement, Pflege-Residenz, Gefährdungsbeurteilung, Partizipation und Arbeitszufriedenheit.
Warum spielt das Belastungs- und Beanspruchungskonzept eine so zentrale Rolle?
Es dient dazu, die objektiven Belastungen von der individuellen psychischen Beanspruchung zu unterscheiden, was essenziell für die maßgeschneiderte Gestaltung von BGM-Angeboten ist.
An wen richtet sich die im Anhang beschriebene Methodik?
Die Methodik richtet sich an die Geschäftsführung und Pflegedienstleitungen, um mittels Likert- und Ordinalskalen valide Daten über das Mitarbeiterempfinden zu gewinnen.
- Quote paper
- Nina Arends (Author), 2021, Bearbeitung von Fallbeispielen zu ausgewählten Teilbereichen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1275520