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Bikulturelle Beziehungen

Der Einfluss der Kultur auf die Erziehung der Kinder

Title: Bikulturelle Beziehungen

Term Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Master of Arts (Kulturwissenschaften) Dorota Miller (Author)

Pedagogy - General
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik der Kinder in bikulturellen Familien, wobei sie vor allem die Frage beantworten soll, inwiefern die Kindererziehung durch kulturelle Muster beeinflusst wird. Es soll dargestellt werden, was die kulturellen Merkmale sind und welche Wirkungen sie auf das Eheleben mit Kindern und auf die Kinder selbst haben.

Man kann die kulturellen von den familiären Traditionen nicht trennen; daher ist jede Ehe in bestimmter Hinsicht bikulturell. Gleichzeitig ist es aber möglich zu zeigen, wie Kultur in bikulturellen Familien benutzt wird, indem die persönliche zur nationalen Identität wird.

Die Unterschiede in bikulturellen Familien werden aber oft durch das Prisma der Kultur wahrgenommen. Im nächsten Kapitel stelle ich dar, was unter bikulturellen Ehen verstanden werden kann und warum man sich für einen ausländischen Partner entscheidet. Das erste Problemfeld konstituieren Verschiedenheiten, welche beim Kinderwunsch zum Ausdruck kommen, weil Kinder als Nachwuchs unterschiedlichen Wert für die Eheleute haben können. Mit den Kindern kommen neue Probleme, die geklärt werden müssen. Deswegen werden weitere drei Bereiche anhand von Romano präsentiert und genauer erläutert. Es handelt sich um Werte/Glauben, Disziplin/Ausbildung und Eltern-Kind-Beziehung. Jede von ihnen hat eine andere Bedeutung für die bikulturelle Familie. Wichtig dabei ist es, dass es den Ehepartnern gelingt eine gemeinsame Meinung zu vertreten, damit die Kinder eine Orientierung für das spätere Leben bekommen. Manche Kinder lernen aber aus Unterschieden Selbstständigkeit und Sensibilität, wobei starke Konflikte innerhalb von allen drei Bereichen die Beziehung zu den Eltern verschlechtern können.

Die Erziehungsprobleme haben Einfluss auf die persönlich Betroffenen d.h. die Kinder, die nicht unbedingt zweisprachig/bikulturell aufwachsen müssen und sich als bikulturell betrachten. Allgemein unterteilen sich die Probleme in Zweisprachigkeit und bikulturelle Identität. Zweisprachigkeit erfolgt nicht automatisch und hängt von vielen Faktoren ab, z.B. welchen Status die fremde Sprache hat und ob beide Eltern zweisprachig sind und die fremde Sprache unterstützen. Die bikulturelle Identität ist eine Wahl der Kinder, die sie selber treffen müssen, wobei diese von den Eltern stark durch die Erziehung beeinflusst wird. Die gewählte Identität zeigt, ob jemand gewonnen hat oder es beiden Elternteilen gelungen ist ihre Werte zu vermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Begriffserklärung: Kultur

3 Bikulturelle Ehen und ihre Kinder

3.1 Kinderwunsch

3.2 Kulturelle Unterschiede in der Kindererziehung

3.3 Erziehungsräume

4 Bikulturelle Kinder

4.1 Zweisprachigkeit

4.2 Identität

5 Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Muster auf die Kindererziehung in bikulturellen Familien. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich unterschiedliche kulturelle Prägungen auf das Eheleben mit Kindern, die Entwicklung der Kinder sowie die Gestaltung gemeinsamer Erziehungsräume auswirken.

  • Kulturelle Einflüsse auf die Kindererziehung und den Familienalltag
  • Herausforderungen bei der Vermittlung von Werten und Glaubensvorstellungen
  • Bedeutung von Zweisprachigkeit in der Identitätsentwicklung der Kinder
  • Konstruktive Lösungsansätze bei bikulturellen Erziehungskonflikten

Auszug aus dem Buch

3.1 Kinderwunsch

Beer beschreibt die Probleme, welche die Paare mit dem Kinderwunsch haben, weil es in diesem Punkt am Anfang zu einer Auseinandersetzung kommen kann. Die Kinder gelten in manchen Kulturen für eine Ehe als unersetzlich und führen zur Ehezufriedenheit. Manche Männer wollen aber keine Kinder haben, z.B. wenn es Probleme in der Ehe gibt. Wenn die Frau Kinder bekommt, fühlt sie sich in der fremden Gesellschaft besser, weil sie eine vollständige Familie und gleichzeitig einen höheren Status hat (vgl. Beer 1996: 216).

"Die beschriebene anfängliche Isolation der philippinischen Frau kann durch die Geburt der Kinder gemindert werden." - berichtet Beer (1996: 218) weiter. Viele Kontakte werden in der neuen Situation geknüpft und die schon bestehenden werden enger, vor allem wenn die Kinder in die Schule gehen. Es tauchen aber viele neue Fragen auf, z.B. welche Sprache mit den Kindern gesprochen wird. Die Paaren müssen auch klären, wie die Kinder erzogen werden sollen, welche Verhaltensweise besser ist bzw. vermittelt wird (vgl. Beer 1996: 218f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit thematisiert, wie kulturelle Muster die Kindererziehung in bikulturellen Familien prägen und welche Auswirkungen dies auf die Familienmitglieder hat.

2 Begriffserklärung: Kultur: Es wird erläutert, dass Kultur ein komplexer, dynamischer Prozess ist, der individuelle wie gesellschaftliche Lebensformen umfasst und oft als Argumentationsressource in Partnerschaften dient.

3 Bikulturelle Ehen und ihre Kinder: Das Kapitel beleuchtet den Kinderwunsch, die damit verbundenen Erziehungsstile und die Herausforderung, gemeinsame Erziehungsräume trotz unterschiedlicher kultureller Herkunft zu schaffen.

4 Bikulturelle Kinder: Hier werden die Schwerpunkte Zweisprachigkeit und die Entwicklung einer bikulturellen Identität analysiert, wobei die Wahlmöglichkeit der Kinder im Vordergrund steht.

5 Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert, dass bikulturelle Ehen durch ihre Unterschiedlichkeit eine Bereicherung sein können, sofern es den Partnern gelingt, einen konstruktiven Kompromiss bei der Erziehung zu finden.

Schlüsselwörter

Bikulturelle Familien, Kindererziehung, kulturelle Muster, Identität, Zweisprachigkeit, Erziehungsräume, kulturelle Differenzen, Assimilation, Wertekonflikt, Sozialisation, Sprache, Herkunft, Paarbeziehung, Integration, Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern in bikulturellen Familien und untersucht, inwiefern kulturelle Unterschiede die Kindererziehung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Begriffsklärung von Kultur, den Umgang mit kulturellen Unterschieden in der Kindererziehung, Zweisprachigkeit sowie die Identitätsfindung der Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Merkmale auf das Eheleben mit Kindern wirken und welche Strategien Eltern nutzen, um Erziehungsziele zu verwirklichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse existierender soziologischer und pädagogischer Fachliteratur sowie Studien zu bikulturellen Beziehungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Kinderwunsch in bikulturellen Ehen, Romano's Erziehungsbereiche (Werte, Disziplin, Eltern-Kind-Verhältnis) und Gebauers Konzept der Erziehungsräume.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind bikulturelle Identität, Erziehungsräume, kulturelle Differenzen, Mehrsprachigkeit und die Dynamik zwischen den Ursprungskulturen der Eltern.

Welche Rolle spielt die Zweisprachigkeit für die Identität des Kindes?

Zweisprachigkeit wird als ein wesentliches Merkmal betrachtet, das Kinder aus bikulturellen Familien unterscheidet, wobei die Motivation der Eltern und das soziale Umfeld den Erfolg der Sprachvermittlung maßgeblich bestimmen.

Warum wird Kultur in der Arbeit als "leeres Begriffsgefäss" bezeichnet?

In Anlehnung an Waldis wird Kultur so interpretiert, da sie je nach Situation und Bedürfnis unterschiedlich definiert und als Argumentationsressource in Konflikten genutzt werden kann.

Wie gehen bikulturelle Paare mit Erziehungsentscheidungen um?

Die Paare wählen zwischen verschiedenen Strategien wie Assimilation, bewusster Auseinandersetzung oder (problematischer) Nicht-Entscheidung, um Konflikte zu bewältigen oder zu vermeiden.

Was wird als "positive Marginalität" bei bikulturellen Kindern beschrieben?

Es beschreibt den Zustand, in dem sich Kinder bikultureller Familien zwar nirgends vollständig zugehörig, aber dennoch überall wohl fühlen können, was ihnen eine vielseitige Orientierung ermöglicht.

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Details

Title
Bikulturelle Beziehungen
Subtitle
Der Einfluss der Kultur auf die Erziehung der Kinder
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
2,0
Author
Master of Arts (Kulturwissenschaften) Dorota Miller (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V127588
ISBN (eBook)
9783640340286
ISBN (Book)
9783640337620
Language
German
Tags
Bikulturelle Beziehungen Einfluss Kultur Erziehung Kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts (Kulturwissenschaften) Dorota Miller (Author), 2005, Bikulturelle Beziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127588
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