Vor allem Studien über den Zusammenhang zwischen Selbstwert, Depressionen und Instagram liegen bereits vor. Das Themengebiet des digitalen Burnouts weist jedoch Lücken auf und ist am Anfang der Forschung. Die vorliegende Arbeit zielt auf eine Analyse des Zusammenhangs und die Wirkung von Instagram auf die drei Komponenten „Selbstwert, Depression und Burnout“ ab. Unter diesem Aspekt wird ein qualitatives Forschungsdesign verwendet, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob Instagram eine Auswirkung auf das Selbstwertgefühl unter Betrachtung von Depression und Burnout aufweist.
Ziel dieser Arbeit ist es, eine Perspektive aus Sicht einer Instagram-Nutzerin und aus Sicht eines Psychologen mit Schwerpunkt der Verhaltenstherapie zu erlangen. Im Folgenden wird der aktuelle Forschungsstand erläutert sowie kurze Definitionen zu den Themenfeldern dargestellt. In Kapitel Drei geht die wissenschaftliche Arbeit in die Methodik über, gefolgt von den Ergebnissen in Kapitel Vier. Die Arbeit schließt mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
2.1 Burnout
2.2 Depression
2.3 Selbstwert
2.4 Instagram
3 Methode
3.1 Forschungsdesign
3.2 Datenerhebung
3.3 Analyseverfahren
4 Ergebnisse
4.1 Bewertung der Interviews
4.2 Auswirkung der Plattform Instagram
5 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Plattform Instagram auf das Selbstwertgefühl unter besonderer Berücksichtigung der psychischen Phänomene Depression und Burnout zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf die Perspektiven einer Instagram-Nutzerin sowie eines in der Verhaltenstherapie tätigen Psychologen gelegt, um ein tieferes Verständnis für die digitalen Einflüsse auf die psychische Gesundheit zu gewinnen.
- Analyse des Einflusses von Instagram auf das Selbstwertgefühl bei jungen Erwachsenen.
- Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen sozialem Vergleich auf Instagram und depressiven Tendenzen.
- Bewertung der Rolle des Algorithmus bei der Verstärkung negativer psychischer Auswirkungen.
- Reflektion der Bedeutung eines bewussten Umgangs mit Social Media zur Prävention von psychischen Belastungen.
- Erforschung der Relevanz von Digital Burnout im Kontext der Mediennutzung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Burnout
In der International Classification of Disease (ICD) wird Burnout als arbeitsbedingte Störung kategorisiert. Es wird als die Folge von nicht bewältigtem Stress beschrieben, welcher am Arbeitsplatz zustande kommt. In den 1970er Jahren wurde die erste Definition des Burnout-Syndroms aufgestellt und bis heute existieren mehr als 140 Definitionen für Burnout (Hillert et al., 2020). Aufgrund der Tatsache, dass Burnout mit komplexen Erscheinungssymptomen einhergeht und sich fortschreitend schwer von einer Depression abgrenzen lässt, bleibt eine einheitliche Definition aus.
Christina Maslach, eine bedeutende Burnout-Forscherin, untersuchte und erforschte Burnout zunächst aus der Sicht der Sozialpsychologie. Sie erforschte, wie Menschen bei der Arbeit mit emotionaler Erregung umgehen (Schaufeli et al., 1993). Von ihr und Susan E. Jackson (1986) stammt eine der bekanntesten Definitionen von Burnout: „Burnout ist ein Syndrom aus emotionaler Erschöpfung, Depersonalisierung und verminderter persönlicher Leistung, das bei Personen auftreten kann, die in irgendeiner Form mit Menschen arbeiten.“ (Schaufeli et al., 1993, S. 14). Hierbei spiegelt die emotionale Erschöpfung die Überforderung im Beruf wider, einhergehend mit dem Gefühl von Ermutigung und Leere. In der Depersonalisierung wirkt die Person zynisch und distanziert. Zudem nimmt sie ihre Mitmenschen im beruflichen Umfeld als Objekte wahr. Durch die verminderte persönliche Leistung fühlen sich die Betroffenen auf der Arbeit sinnlos sowie erfolgslos, was als Folge hat, dass es den Betroffenen schwer fällt, Verantwortung zu übernehmen (Maslach, 2003).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den digitalen Wandel und die steigende Relevanz von Social Media für psychische Belastungen, wobei das Ziel der Untersuchung definiert wird.
2 Stand der Forschung: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu den Kernbegriffen Burnout, Depression, Selbstwert und Instagram dargelegt sowie der aktuelle wissenschaftliche Kenntnisstand zusammengefasst.
3 Methode: Dieses Kapitel erläutert das gewählte qualitativ-empirische Forschungsdesign und beschreibt die Methodik der Datenerhebung durch Experteninterviews sowie deren Auswertung.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der geführten Interviews werden detailliert bewertet und im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die psychische Gesundheit analysiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich des digitalen Einflusses auf die Psyche.
Schlüsselwörter
Instagram, Selbstwertgefühl, Depression, Burnout, Social Media, Psychische Gesundheit, Sozialer Vergleich, Digital Natives, Digital Burnout, Algorithmus, Experteninterview, Verhaltenstherapie, Selbstdarstellung, Körperbild, Medienkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Plattform Instagram auf das Selbstwertgefühl von Nutzern unter Berücksichtigung der Faktoren Depression und Burnout.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die psychischen Folgen intensiver Social-Media-Nutzung, den sozialen Vergleich, die Bedeutung des Körperbildes und die Rolle von Algorithmen bei der Verstärkung psychischer Belastungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, tiefere Einblicke in die psychischen Mechanismen zu gewinnen, die bei der Nutzung von Instagram durch den sozialen Vergleich und die ständige Verfügbarkeit von Inhalten ausgelöst werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein qualitativ-empirisches Forschungsdesign nach Mayring gewählt, welches auf zwei Experteninterviews basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Burnout, Depression und Instagram sowie eine detaillierte Auswertung der Experteninterviews.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Instagram, Selbstwertgefühl, Depression, Burnout, sozialer Vergleich und Digital Burnout.
Wie unterscheidet sich ein Digital Burnout von herkömmlichen Formen?
Der Digital Burnout wird durch das permanente „Online-Sein“ und die ständige Reizüberflutung in sozialen Medien ausgelöst, was zu Aufmerksamkeits- und Suchtstörungen führen kann.
Warum ist das Bewusstsein bei der Nutzung von Instagram so wichtig?
Ein ausgeprägtes Bewusstsein hilft dem Nutzer, die inszenierte Scheinwelt von der Realität zu unterscheiden und beugt so negativen Auswirkungen auf das eigene Selbstwertgefühl vor.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Die Auswirkung der Plattform Instagram auf das Selbstwertgefühl unter Betrachtung von Depression und Burnout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1276095