Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Economie politique - Economie de l'innovation

Die Innovationsposition Lateinamerikas im Vergleich zu europäischen Transformationsländern und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern

Titre: Die Innovationsposition Lateinamerikas im Vergleich zu europäischen Transformationsländern und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 30 Pages , Note: 1,2

Autor:in: Bastian Herrlich (Auteur)

Economie politique - Economie de l'innovation
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

„Wir melden nur noch ganz wenige Patente an“, so der Vorstand des weltweit bedeutendsten Stahlwerkbauers SMS Group in der Januar Ausgabe der Financial Times Deutschland. Speziell asiatischen Konkurrenten sei es heutzutage ohne Weiteres möglich, aus den nach 18 Monaten nach Patentanmeldung zugänglichen Offenlegungsschriften geschützte Produkte zu kopieren. Mittlerweile werden die Schäden durch Plagiate weltweit auf bis zu 660 Mrd. € geschätzt, so dass Experten wie der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Hannes Hesse Empfehlungen ausgeben, Patente nur noch für technisch sehr komplexe Produkte anzumelden. Laut VDMA gebe es gerade in China kaum eine realistische Chance, sich auf dem Rechtsweg gegen Produktpiraterie zu wehren. Trotz dieser Vorkommnisse sind und bleiben die angemeldeten und gewährten Patente ein aussagekräftiges Indiz für Innovation und somit für den Stand des technischen Fortschritts eines Landes, da diese, wie sich im Folgenden zeigen wird, eng mit dem Pro-Kopf-Einkommen und anderen Innovationsvariablen korrelieren (vgl. 3.2.2). Durch einen länderübergreifenden Vergleich fand man heraus, dass annäherungsweise die Hälfte aller Einkommens- und Wachstumsunterschiede auf Differenzen in der Totalen Faktorproduktivität beruhen, die ihrerseits eng mit dem vorherrschenden technischen Fortschritt und der Entwicklung eines Landes verbunden ist. Es stellt sich daher die Frage, warum es den Entwicklungsländern nicht möglich ist, technischen Fortschritt effektiv zu adaptieren, um so ihre eigene Produktion auszuweiten. Man muss allerdings bedenken, dass selbst das Übernehmen vorhandenen Wissens mit Kosten verbunden ist, die von Entwicklungsländern nur schwerlich aufgebracht werden können. Um darüber hinaus die erlangten Kenntnisse verarbeiten zu können, bedarf es bestimmter Voraussetzungen, die nur durch Investitionen in Forschung und Entwicklung (R&D) konstituiert werden können. Um die angedeutete Diskrepanz und deren Relevanz für viele Entwicklungsländer genauer darstellen zu können, erscheint es zunächst sinnvoll nach einer einleitenden definitorischer Erläuterung der relevanten Innovationskriterien (vgl. 2) eine Länderanalyse durchzuführen, die auf wesentliche innovationdefinierende Variablen fokussiert ist. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wachstum, Innovation und technischer Fortschritt

2.1 Begriffsbestimmung

2.1.1 Innovation

2.1.2 Forschung und Entwicklung

2.1.3 Technischer Fortschritt

2.2 Solow-Modell

2.3 Innovationsvariablen

2.3.1 Patente

2.3.2 R&D-Investitionen

3. Innovative Leistungsfähigkeit

3.1 Innovationsposition

3.1.1 Lateinamerika

3.1.2 Europa und Zentral Asien

3.1.3 Gegenüberstellung

3.2 Interregionaler Vergleich (1960-2000)

3.3 Zusammenhänge

3.3.1 R&D/GDP

3.3.2 Innovationssysteme

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Innovationsposition lateinamerikanischer Staaten im direkten Vergleich zu europäischen Transformationsländern sowie anderen Schwellen- und Entwicklungsländern, um die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die den wirtschaftlichen Fortschritt und die Adaption von Innovationen beeinflussen.

  • Analyse zentraler Innovationsvariablen wie Patentzahlen und R&D-Investitionen.
  • Anwendung des Solow-Modells zur theoretischen Fundierung von Wachstum und technischem Fortschritt.
  • Komparative Untersuchung der nationalen Innovationssysteme in Lateinamerika und Asien.
  • Identifikation von Korrelationen zwischen Pro-Kopf-Einkommen und Innovationsleistung.
  • Bewertung der Entwicklungsperspektiven für lateinamerikanische Staaten.

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

„Wir melden nur noch ganz wenige Patente“, so der Vorstand des weltweit bedeutendsten Stahlwerkbauers SMS Group in der Januar Ausgabe der Financial Times Deutschland. Speziell asiatischen Konkurrenten sei es heutzutage ohne Weiteres möglich, aus den nach 18 Monaten nach Patentanmeldung zugänglichen Offenlegungsschriften geschützte Produkte zu kopieren. Mittlerweile werden die Schäden durch Plagiate weltweit auf bis zu 660 Mrd. € geschätzt, so dass Experten wie der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Hannes Hesse Empfehlungen ausgeben, Patente nur noch für technisch sehr komplexe Produkte anzumelden. Laut VDMA gebe es gerade in China kaum eine realistische Chance, sich auf dem Rechtsweg gegen Produktpiraterie zu wehren.²

Trotz dieser Vorkommnisse sind und bleiben die angemeldeten und gewährten Patente ein aussagekräftiges Indiz für Innovation und somit für den Stand des technischen Fortschritts eines Landes, da diese, wie sich im Folgenden zeigen wird, eng mit dem Pro-Kopf Einkommen und anderen Innovationsvariablen korrelieren (vgl. 3.2.2). Durch einen länderübergreifenden Vergleich fand man heraus, dass annäherungsweise die Hälfte aller Einkommens- und Wachstumsunterschiede auf Differenzen in der Totalen Faktorproduktivität beruhen, die ihrerseits eng mit dem vorherrschenden technischen Fortschritt und der Entwicklung eines Landes verbunden ist. Es stellt sich daher die Frage, warum es den Entwicklungsländern nicht möglich ist, technischen Fortschritt effektiv zu adaptieren, um so ihre eigene Produktion auszuweiten. Man muss allerdings bedenken, dass selbst das Übernehmen vorhandenen Wissens mit Kosten verbunden ist, die von Entwicklungsländern nur schwerlich aufgebracht werden können. Um darüber hinaus die erlangten Kenntnisse verarbeiten zu können, bedarf es bestimmter Voraussetzungen, die nur durch Investitionen in Forschung und Entwicklung (R&D) konstituiert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenstellung durch die Bedeutung von Patenten im Kontext der globalen Produktpiraterie und definiert den Forschungsrahmen sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Wachstum, Innovation und technischer Fortschritt: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Innovation, F&E und technischer Fortschritt und führt das neoklassische Solow-Modell als theoretisches Instrument zur Erklärung von Wachstumsunterschieden ein.

3. Innovative Leistungsfähigkeit: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte quantitative Analyse der Innovationsdaten (Patente, F&E-Ausgaben, BIP) für Lateinamerika, Europa und Zentralasien sowie einen interregionalen Vergleich.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert den Nachholbedarf in lateinamerikanischen Ländern und gibt Empfehlungen für eine stärkere Innovationspolitik und Bildungsinvestitionen.

5. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche im Text verwendeten Quellen und Online-Ressourcen systematisch aufgelistet.

Schlüsselwörter

Innovation, Forschung und Entwicklung, Technischer Fortschritt, Solow-Modell, Patente, Lateinamerika, Schwellenländer, Transformationsländer, Wirtschaftsleistung, Pro-Kopf-Einkommen, R&D-Investitionen, Innovationssysteme, Produktivität, Humankapital, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Innovationskraft verschiedener Ländergruppen, mit besonderem Fokus auf die wirtschaftliche und technologische Position Lateinamerikas im globalen Vergleich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, technischen Fortschritten, Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie der Patentaktivität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Innovationspotenzial lateinamerikanischer Staaten objektiv darzustellen, zu bewerten und zu hinterfragen, warum es diesen Ländern schwerer fällt, technischen Fortschritt effektiv zu adaptieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine komparative Länderanalyse unter Heranziehung quantitativer statistischer Daten sowie die theoretische Fundierung durch das neoklassische Solow-Modell.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Begriffe und Solow-Modell) geklärt und anschließend die Innovationsindikatoren für verschiedene Regionen statistisch analysiert und gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Innovation, F&E-Investitionen, technischer Fortschritt, Patente, Lateinamerika, Solow-Modell und Wettbewerbsfähigkeit.

Welchen Stellenwert nehmen Patente in dieser Studie ein?

Patente werden als wesentlicher Indikator für den Stand des technischen Fortschritts und die Innovationsfähigkeit eines Landes verwendet, auch wenn ihre Bedeutung durch Plagiate in der Einleitung kritisch hinterfragt wird.

Welche spezifische Rolle spielt Brasilien im Kontext der Innovationspolitik?

Brasilien wird als ein besonders zentralisiertes System hervorgehoben, in dem der Staat und Institutionen wie der CNPq eine dominierende Rolle bei der Finanzierung und Koordination von Forschung und Entwicklung einnehmen.

Fin de l'extrait de 30 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Innovationsposition Lateinamerikas im Vergleich zu europäischen Transformationsländern und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern
Université
University of Göttingen
Cours
Wirtschaftskunde Lateinamerika
Note
1,2
Auteur
Bastian Herrlich (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
30
N° de catalogue
V127676
ISBN (ebook)
9783640340545
ISBN (Livre)
9783640339082
Langue
allemand
mots-clé
Innovationsposition Lateinamerikas Vergleich Transformationsländern Schwellen- Entwicklungsländern
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bastian Herrlich (Auteur), 2008, Die Innovationsposition Lateinamerikas im Vergleich zu europäischen Transformationsländern und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127676
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  30  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint