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Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

Title: Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

Term Paper , 2020 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Integration
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Lebensweltorientierte Soziale Arbeit und umfasst folgende Inhalte:
Theoriegeleitete Annäherungen an das Konzept der Lebensweltorientierung, gesellschaftliche Entwicklung und Soziale Arbeit, kritisches Alltagskonzept und Alltagsorientierung, Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung, theoretische Traditionslinien, Rekonstruktion von Lebenswelt sowie Handlungs- und Strukturmaximen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung:
  • Theoriegeleitete Annäherungen an das Konzept der Lebensweltorientierung:
    • Gesellschaftliche Entwicklung und Soziale Arbeit:
    • Kritisches Alltagskonzept und Alltagsorientierung:
    • Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung:
    • Theoretische Traditionslinien:
    • Rekonstruktion von Lebenswelt:
    • Handlungs- und Strukturmaximen:
  • Schluss/ Fazit:

Zielsetzung & Themen dieser Arbeit

Diese Hausarbeit befasst sich umfassend mit dem Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit. Sie zielt darauf ab, die theoretischen Grundlagen dieses Ansatzes zu erläutern, die gesellschaftlichen Entwicklungen, die dessen Entstehung und Relevanz beeinflussten, sowie die konkreten Handlungs- und Strukturmaximen, die für die Praxis der Sozialen Arbeit maßgeblich sind, zu beleuchten.

  • Detaillierte Analyse des Konzepts der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
  • Beleuchtung der gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Einfluss auf die Soziale Arbeit.
  • Erörterung von Hans Thierschs Beitrag und seinem kritischen Alltagskonzept.
  • Darstellung der theoretischen Traditionslinien, die dem Konzept zugrunde liegen.
  • Beschreibung der Zugänge zur Rekonstruktion von Lebenswelt.
  • Definition und Erläuterung der Handlungs- und Strukturmaximen in der Praxis.

Auszug aus dem Buch

Kritisches Alltagskonzept und Alltagsorientierung

Die aufgezeigten gesellschaftlichen Prozesse beeinflussen den individuellen Alltag, die Lebenslagen sowie die Lebenswelten von Menschen. Zunächst soll Thierschs „Alltagsorientierung" (Thiersch 2006) als theoretische Basis erörtert werden, da er diese später zum Konzept der „Lebensweltorientierung“ erweiterte (vgl. ebd., 7). Die Weiterentwicklung des Konzeptes ist bis heute nicht abgeschlossen, da sich gesellschaftliche, sozialpolitische und institutionelle Rahmenbedingungen stetig verändern, was eine Modifikation sowie kritische Reflexion des Konzeptes unabdingbar macht. Diesem Anspruch versuchen Thiersch und Böhnisch (2014) durch ihren retrospektiven Blick in ihrer aktuellen Veröffentlichung zum Thema gerec ht zu werden. Thiersch (2006) sieht im Alltag das Potential, die ihm innewohnenden Widersprüchlichkeiten als Ressource zu nutzen, um daraus Perspektiven zur Arbeit an einem humaneren Leben zu gewinnen“ (ebd., 40). Er bezieht sich in seinen Ausführungen auf Kosík (1967), welcher Alltag als „pseudokonkret" – ein Dämmerlicht von Wahrheit und Täuschung..." (ebd., 9) – bezeichnet. Dies interpretiert Thiersch (2006) folgendermaßen:

„Alltag ist [...] konkret, selbstverständlich, unmittelbar; diese Konkretheit aber zeigt widersprüchliche Momente: Alltag ist – zum einen befangen in Täuschung; in der Alltagspragmatik nötigen die Handlungszwänge den Menschen: Er wird zur Sorge gezwungen unfrei, Opfer seiner Aufgaben und seiner Routinen [...]; Täuschung aber ist nicht alles, was im Alltag erscheint; im Alltag zeigt sich auch das »Wesen« [...] als Praxis, als Handeln, das im Kampf gegen strukturelle und soziale Entfremdung zu Verhältnissen führt, in denen der Mensch sich zugleich mit anderen selbst realisieren kann, zu Verhältnissen, in denen Ausbeutung und Unterdrückung hinfällig werden und Selbstverwirklichung für alle möglich ist, der Mensch also als Subjekt seiner selbst sich in Freundlichkeit und Freiheit zugleich mit seinesgleichen realisieren kann“ (Thiersch 2006, 40 f., Herv. i. O., Ausl. d. C. P.).

Alltag ist somit ein Konstrukt, welches wichtig ist, um die Widersprüche aus der Verflechtung von „Täuschung und Wahrheit“ zu sehen. Wird Alltag im Kontext dieser „Gemengelage“ verstanden und gewertet, eröffnet sich für das Handeln eine auf Humanität und Freiheit ausgerichtete Perspektive. Dabei werden die Erscheinungen des Alltags auf jene Faktoren bezogen, die ihn gesellschaftlich bedingen. Der Prozess des Alltags wird verstanden in seiner Widersprüchlichkeit aus „Destruktion und Praxis". Wird der Verlauf dieser Gegensätzlichkeit vorangetrieben, ergeben sich im Alltag Änderungen, die wiederum die ihn beeinflussenden gesellschaftlichen Strukturen wandeln (vgl. Thiersch 2006, 41 f.).

Dem kritischen Alltagskonzept weiter folgend, sollen zur besseren Verständlichkeit die Begriffe „Praxis" und „Destruktion" näher beleuchtet werden. Die Kontradiktion zwischen „pseudokonkretem Alltag“ und „Praxis“ konkretisiert sich im Widerspruch zwischen Alltag und „gelingenderem Alltag“. Gelingenderer Alltag, welcher zum Ausschluss von Missdeutungen einer speziellen Akzentuierung bedarf, rückt mit dem Alltag zusammen (vgl. Thiersch 2006, 42). Dies verweist darauf, „„dass Hoffnungen auf Veränderung und Verbesserungen an Erfahrungen und Möglichkeiten im Gegebenen gebunden sein müssen – gegenüber z.B. den Möglichkeiten und Verführungen zum Ausbruch in Sonderwelten, der abgehobenen politischen Ideologie etwa oder des Rückzugs in die Innenwelten seelischer Abenteuer..." (ebd., 42).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit ein und betont deren Relevanz sowie die Notwendigkeit einer theoretischen Begründung.

Theoriegeleitete Annäherungen an das Konzept der Lebensweltorientierung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Konzepts beleuchtet, die als Orientierung für sozialpädagogisches Handeln dienen.

Gesellschaftliche Entwicklung und Soziale Arbeit: Dieses Kapitel analysiert, wie sich gesellschaftliche Veränderungen und zunehmende soziale Ungleichheiten auf die Lebenslagen und den Alltag der Menschen auswirken und welche neuen Anforderungen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben.

Kritisches Alltagskonzept und Alltagsorientierung: Es wird Thierschs Konzept der Alltagsorientierung erörtert, das als theoretische Basis für die Lebensweltorientierung dient, und der Alltag als Ressource zur Gewinnung eines humaneren Lebens beleuchtet.

Thierschs Konzept der Lebensweltorientierung: Dieses Kapitel stellt Hans Thierschs spezifischen Ansatz der Lebensweltorientierung vor, der seit den 1990er Jahren in der Jugendhilfe verankert ist und sich auf die Rekonstruktion von Lebenswelt sowie Handlungs- und Strukturmaximen konzentriert.

Theoretische Traditionslinien: Hier werden die vier wesentlichen theoretischen Konzepte, darunter die hermeneutisch-pragmatische Traditionslinie und das phänologisch-interaktionistische Paradigma, die die Lebensweltorientierung prägen, detailliert beschrieben.

Rekonstruktion von Lebenswelt: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Zugänge zur Rekonstruktion von Lebenswelt, die auf den Erfahrungen und Deutungsmustern des Einzelnen in seiner Wirklichkeit basieren.

Handlungs- und Strukturmaximen: Die fünf Kernmaximen – Prävention, Alltagsnähe, Dezentralisierung, Regionalisierung und Vernetzung, Integration sowie Partizipation – werden als grundlegende Prinzipien für die lebensweltorientierte Jugendhilfe ausführlich dargestellt.

Schluss/ Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Hausarbeit zusammen, indem es die Erläuterung des Konzepts, die Auswirkungen gesellschaftlicher Prozesse und die Bedeutung der Handlungs- und Strukturmaximen rekapituliert.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, Hans Thiersch, Sozialpädagogik, Jugendhilfe, Alltagskonzept, Lebenswelt, Gesellschaftliche Entwicklung, Individualisierung, Pluralisierung, Prävention, Alltagsnähe, Dezentralisierung, Integration, Partizipation, Handlungsmaximen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich grundsätzlich mit dem Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit, ihrer theoretischen Fundierung, den gesellschaftlichen Kontexten ihrer Entstehung und ihren praktischen Handlungsprinzipien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Analyse des Konzepts der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit, die gesellschaftlichen Entwicklungen als Bedingungsfaktoren, Hans Thierschs kritisches Alltagskonzept, die theoretischen Traditionslinien und die konkreten Handlungs- und Strukturmaximen wie Prävention und Partizipation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel der Arbeit ist es, das Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit umfassend zu erläutern, die theoretischen und gesellschaftlichen Hintergründe zu beleuchten und dessen Relevanz sowie die daraus abgeleiteten Handlungsprinzipien für die Soziale Arbeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoriegeleiteten, konzeptuellen Analyse und Diskussion relevanter Fachliteratur, um das Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit und seine verschiedenen Facetten systematisch darzustellen und zu erörtern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoriegeleitete Annäherungen an das Konzept, gesellschaftliche Entwicklungen und deren Einfluss auf die Soziale Arbeit, das kritische Alltagskonzept, Thierschs spezifischer Ansatz, theoretische Traditionslinien, die Rekonstruktion von Lebenswelt sowie die Handlungs- und Strukturmaximen detailliert behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, Hans Thiersch, Sozialpädagogik, Jugendhilfe, Alltagskonzept, Lebenswelt, Gesellschaftliche Entwicklung, Individualisierung, Pluralisierung, Prävention, Alltagsnähe, Dezentralisierung, Integration, Partizipation und Handlungsmaximen.

Welche Rolle spielt Hans Thiersch für das Konzept der Lebensweltorientierung?

Hans Thiersch ist ein prägender Pädagoge, der maßgeblich an der Entwicklung und Etablierung des Begriffs der Lebensweltorientierung beteiligt war, insbesondere durch seine Teilnahme am Achten Jugendbericht und seine kritische Auseinandersetzung mit dem Alltagskonzept.

Wie beeinflusst die gesellschaftliche Entwicklung die Soziale Arbeit?

Die gesellschaftliche Entwicklung, gekennzeichnet durch zunehmende soziale Ungleichheiten, Individualisierung und Pluralisierung von Lebenslagen, führt zu neuen Anforderungen an die Alltagsbewältigung und erfordert von der Sozialen Arbeit angepasste, ganzheitliche und lebensweltorientierte Vorgehensweisen.

Was sind die Handlungs- und Strukturmaximen der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit?

Die fünf zentralen Handlungs- und Strukturmaximen sind Prävention (frühzeitige Unterstützung), Alltagsnähe (niederschwellige, situative Hilfen), Dezentralisierung/Regionalisierung/Vernetzung (lokale und vernetzte Angebote), Integration (Einbeziehung aller ohne Ausgrenzung) und Partizipation (Beteiligung und Mitbestimmung der Adressaten).

Was versteht Thiersch unter einem "kritischen Alltagskonzept"?

Thiersch versteht den Alltag als ein „pseudokonkret" erscheinendes Konstrukt, das sowohl Täuschung als auch Wahrheit in sich birgt. Sein kritisches Alltagskonzept zielt darauf ab, die innewohnenden Widersprüchlichkeiten des Alltags als Ressource zu nutzen, um zu einem humaneren Leben zu gelangen und gesellschaftlich bedingte Faktoren sichtbar zu machen.

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Details

Title
Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Carl von Ossietzky Universität)
Course
Geschichte und Theorie der Pädagogik
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
15
Catalog Number
V1277705
ISBN (PDF)
9783346721808
ISBN (Book)
9783346721815
Language
German
Tags
lebensweltorientierte soziale arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Lebensweltorientierte Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1277705
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