Die Hausarbeit diskutiert und vergleicht zwei Klassenmodelle, einerseits von Andreas Reckwitz und andererseits von Daniel Oesch. Dabei wird aufgezeigt, dass die Modelle sehr verschiedene theoretische Grundlagen in Bezug auf Klassenbegriff, Anzahl der Klassen, Abstraktionsebene und Kriterien der Ausdifferenzierung aufweisen. Jedoch ergeben sowohl empirische als auch theoretisch Parallelen.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- 1. Einleitung
- 2. Reckwitz
- 2.1 Von der industriellen Moderne zur Spätmoderne
- 2.2 Ein kultursoziologisch grundiertes Klassenschema
- 2.3 Das 3+1 Klassenmodell
- 3. Oesch
- 3.1 Das Erikson/ Goldthorpe Schema
- 3.2 Eine veränderte Berufsstruktur
- 3.3 Ein neues Klassenschema
- 4. Vergleich
- 5. Fazit
- 6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit setzt sich zum Ziel, zwei verschiedene Klassenmodelle von Andreas Reckwitz und Daniel Oesch zu analysieren und zu vergleichen. Dabei wird die unterschiedliche theoretische Grundlage der Modelle beleuchtet, die sich in Bezug auf Klassenbegriff, Klassenanzahl, Abstraktionsebene und Kriterien der Ausdifferenzierung zeigt. Dennoch werden sowohl empirische als auch theoretische Parallelen zwischen den Modellen herausgearbeitet.
- Kultursoziologische Grundlagen von Klassen
- Entwicklung und Wandel der Sozialstruktur in der Spätmoderne
- Die Rolle von Bildung und Wertewandel in der Klassengesellschaft
- Vergleich von Kultur- und Berufsbasierten Klassenmodellen
- Empirische und theoretische Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Modelle
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 beleuchtet Reckwitz' Klassenmodell, das auf einer Analyse des Strukturwandels von der industriellen Moderne zur Spätmoderne basiert. Es werden drei zentrale Transformationsprozesse - Postindustrialisierung der Ökonomie, Bildungsexpansion und Liberalisierungsprozess des Wertewandels - untersucht, die für die Gesellschaft prägend sind. Kapitel 3 stellt Oeschs Klassenmodell vor, das auf dem Erikson/ Goldthorpe Schema basiert und sich auf die veränderte Berufsstruktur in der Spätmoderne konzentriert. Der Vergleich der beiden Modelle in Kapitel 4 zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf theoretische Grundlagen und empirische Relevanz.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die zentralen Themen der Sozialstruktur, Klassenanalyse, Spätmoderne, Kultursoziologie, Berufsstruktur, Bildungsexpansion, Wertewandel, und die beiden Klassenmodelle von Andreas Reckwitz und Daniel Oesch.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Hauptunterschiede zwischen den Modellen von Reckwitz und Oesch?
Reckwitz nutzt einen kultursoziologischen Ansatz, während Oesch sein Modell auf der Berufsstruktur und dem Erikson/Goldthorpe-Schema aufbaut.
Wie definiert Andreas Reckwitz die Klassen in der Spätmoderne?
Er verwendet ein „3+1 Klassenmodell“, das auf Transformationsprozessen wie Bildungsexpansion und dem Liberalisierungsprozess des Wertewandels basiert.
Welchen Fokus setzt Daniel Oesch in seiner Klassenanalyse?
Oesch konzentriert sich auf die veränderte Berufsstruktur und entwickelt daraus ein neues Klassenschema für die spätmoderne Gesellschaft.
Welche Rolle spielt die Bildungsexpansion in diesen Modellen?
Die Bildungsexpansion wird als einer der zentralen Faktoren für den Strukturwandel von der industriellen Moderne zur Spätmoderne identifiziert.
Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Theorien von Reckwitz und Oesch?
Trotz unterschiedlicher Abstraktionsebenen ergeben sich sowohl theoretische als auch empirische Parallelen in der Beschreibung der neuen sozialen Ausdifferenzierung.
Was bedeutet „kultursoziologisch grundiertes Klassenschema“?
Es beschreibt ein Modell, bei dem Klassen nicht nur über das Einkommen, sondern über Lebensstile, kulturelle Praktiken und Werte definiert werden.
- Arbeit zitieren
- Keke Kürvers (Autor:in), 2022, Reckwitz versus Oesch. Ein Theorievergleich zweier Klassenmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1277706