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Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung

Title: Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bastian Schlenker (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Internationalisierung der Rechnungslegung schreitet immer schneller voran. Durch den möglichen Einzug der International Financial Accounting Standards bis in den handelsrechtlichen Einzelabschluss, stellt sich dadurch auch die Frage nach der Zukunft der steuerlichen Gewinnermittlung. Zwar spricht sich der Gesetzgeber im BilMog-RegE für eine Beibehaltung der handelsrechtlichen Grundsätze ord-nungsgemäßer Buchführung aus, dennoch sind auch darin Annäherungen an die IFRS zu erkennen. Dadurch wird auch der Maßgeblichkeitsgrundsatz infrage gestellt. Diese Arbeit soll den Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung disku-tieren. Dafür wird in Kapitel 2 zunächst ein Vergleich der unterschiedlichen Zielset-zungen vorgenommen. Im 3. Kapitel soll grundlegend für Abschnitt 4 der Zusam-menhang beider Systeme dargestellt werden um fortführend eine IFRS-Maßgeblichkeit diskutieren zu können. Abschließend werden im Ausblick zwei Al-ternativen für eine IFRS-Maßgeblichkeit aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Zielsetzung von IFRS und Steuerbilanz

2.1 Zielsetzung der IFRS

2.2 Vergleich von IFRS und Steuerbilanz

3 Zusammenhang von IFRS und steuerlicher Gewinnermittlung

3.1 Vordringen der IFRS in den handelsrechtlichen Einzelabschluss

3.2 Stand der aktuellen Maßgeblichkeitsdebatte

4 IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung

4.1 Diskussion einer IFRS-Maßgeblichkeit

4.2 Institutioneller Rahmen

4.3 Ergebnis

4.4 Aktueller Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung

5 Ausblick

5.1 Harmonisierungsbemühungen

5.2 Eigenes Steuerbilanzrecht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der International Financial Reporting Standards (IFRS) auf die deutsche steuerliche Gewinnermittlung und diskutiert die Zukunftsfähigkeit des traditionellen Maßgeblichkeitsprinzips unter dem Druck zunehmender Internationalisierung der Rechnungslegung.

  • Vergleich der unterschiedlichen Zielsetzungen von IFRS und Steuerbilanz.
  • Analyse des Vordringens internationaler Standards in den handelsrechtlichen Einzelabschluss.
  • Diskussion der Eignung einer IFRS-Maßgeblichkeit für steuerliche Zwecke.
  • Bewertung verfassungsrechtlicher und institutioneller Bedenken bei einer Abkehr vom HGB.
  • Vorstellung von Alternativen wie der europäischen Harmonisierung oder einem eigenständigen Steuerbilanzrecht.

Auszug aus dem Buch

2.1 Zielsetzung der IFRS

Die Rechnungslegung nach IFRS resultiert in einem Jahresabschluss, der eine reine Informationsfunktion über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Veränderungen in der Vermögens- und Finanzlage eines Unternehmens ausübt (F. 12). Potenzielle Adressaten für den Abschluss sind neben Investoren auch Arbeitnehmer, Kreditgeber, Lieferanten und Kunden eines Unternehmens (F. 9). Dem IASB ist bewusst, dass die Informationsbedürfnisse der Adressaten verschieden sind, geht zugleich aber davon aus, dass ein Jahresabschluss, der den informationstechnischen Anforderungen eines Investors entspricht, auch den Informationswünschen der anderen Adressaten entspricht (F. 10). Somit ist der zentrale Zweck der IFRS also die Vermittlung von entscheidungsrelevanten Informationen (decision usefulness; F. 12).

Sie dienen dabei nicht der Zahlungsbemessung, da keine unmittelbaren gläubigerschutzorientierte oder rein steuerlich motivierten Vorschriften enthalten sind. Die gleichzeitige Orientierung an den anfangs genannten verschiedenen Zielgrößen führt jedoch zu einem Zielpluralismus, der sich aus der Ausrichtung an der Vermögenslage (Asset-Liability-Approach) und dem Leitbild der Informationsvermittlung über die Ertragslage (performance, Revenue-Expense-Approach) ergibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Die Einleitung skizziert die fortschreitende Internationalisierung der Rechnungslegung und hinterfragt, ob das traditionelle Maßgeblichkeitsprinzip angesichts der Annäherung des HGB an die IFRS langfristig Bestand haben kann.

2 Zielsetzung von IFRS und Steuerbilanz: Dieses Kapitel arbeitet die fundamentalen Unterschiede zwischen der informationsorientierten Rechnungslegung nach IFRS und der zahlungsbemessungsorientierten deutschen Steuerbilanz heraus.

3 Zusammenhang von IFRS und steuerlicher Gewinnermittlung: Hier wird der Prozess des Vordringens der IFRS in den deutschen Einzelabschluss analysiert und die aktuelle Debatte um das Maßgeblichkeitsprinzip kritisch beleuchtet.

4 IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung: Dieses Kernkapitel diskutiert die materiellen und verfassungsrechtlichen Vorbehalte gegen eine direkte IFRS-Maßgeblichkeit bei der steuerlichen Gewinnermittlung.

5 Ausblick: Das abschließende Kapitel bewertet zukünftige Lösungswege, insbesondere die Harmonisierungsbestrebungen auf EU-Ebene sowie die Option zur Etablierung eines vollständig eigenständigen Steuerbilanzrechts.

Schlüsselwörter

IFRS, Steuerbilanz, Maßgeblichkeitsprinzip, Handelsgesetzbuch, Steuerliche Gewinnermittlung, Bilanzmodernisierungsgesetz, International Accounting Standards Board, Zielpluralismus, Zahlungsbemessungsfunktion, Informationsfunktion, Europäische Union, Harmonisierung, Steuerrecht, Jahresabschluss, Bilanzrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) auf die deutsche steuerliche Gewinnermittlung und die damit verbundene Infragestellung der traditionellen Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Zielsetzungen von Rechnungslegungssystemen, die Entwicklung des deutschen Bilanzrechts, die verfassungsrechtliche Zulässigkeit einer IFRS-Maßgeblichkeit sowie europäische Harmonisierungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu diskutieren, ob eine Maßgeblichkeit der IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung möglich und sinnvoll ist, oder ob Alternativen wie ein eigenständiges Steuerbilanzrecht vorzuziehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechts- und betriebswirtschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung der Fachliteratur, aktueller Gesetzesentwürfe (wie dem BilMoG) sowie relevanter Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Divergenzen zwischen IFRS und Steuerrecht, die aktuelle Maßgeblichkeitsdebatte sowie die institutionellen Bedenken, die gegen eine Delegation der Steuerbemessung an einen privaten Standardsetter (IASB) sprechen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen IFRS, Steuerbilanz, Maßgeblichkeitsprinzip, Harmonisierung, Gewinnermittlung und Bilanzmodernisierung.

Warum wird eine direkte Übernahme der IFRS für die Steuerbilanz kritisch gesehen?

Kritikpunkte sind das Objektivierungsdefizit durch weite Wahlrechte in den IFRS, das Fehlen einer demokratischen Legitimation des IASB sowie die Gefahr der Besteuerung von unrealisierten Gewinnen durch Fair-Value-Bewertungen.

Welche Rolle spielt die Rechtsprechung in der Debatte?

Die Rechtsprechung, insbesondere des EuGH und des FG Hamburg, spielt eine zentrale Rolle, da sie durch ihre Urteile zur Auslegung der Bilanzrichtlinien faktisch bereits eine Annäherung an die IFRS erzwingt und damit den Druck auf das Maßgeblichkeitsprinzip erhöht.

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Details

Title
Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung
College
University of Hohenheim  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen)
Course
Profilfach Rechnungswesen
Grade
1,3
Author
Bastian Schlenker (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V127799
ISBN (eBook)
9783640340972
ISBN (Book)
9783640338320
Language
German
Tags
Einfluss IFRS Gewinnermittlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bastian Schlenker (Author), 2009, Einfluss der IFRS auf die steuerliche Gewinnermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127799
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