Eignet sich Bitcoin zur Diversifikation eines Portfolios? Wie korreliert der Bitcoin mit klassischen Anlageklassen innerhalb Asset Allocation?
Dabei werden exemplarisch die Anlageklassen Aktien Welt, Aktien Entwicklungsländer, Staatsanleihen Welt, Staatsanleihen Entwicklungsländer, Unternehmensanleihen sowie Gold betrachtet. Ziel dieser Arbeit ist es, in einem ersten Schritt die Korrelation der verschiedenen Anlageklassen zu berechnen und diese in einer Korrelationsmatrix darzustellen. In einem zweiten Schritt wird geprüft, welche Diversifikationseffekte der Bitcoin hat Zudem wird versucht einzuordnen für welchen Anlegertyp sich die Aufnahme von Kryptowährung in das Portfolio eignet. Für die Kalkulationen wird für eine bessere Vergleichbarkeit und um Währungseffekte zu vermeiden, der Wert der Assetklassen in US-Dollar angegeben. Der betrachtete Untersuchungszeitraum umfasst die vergangenen drei Jahre. In den folgenden Abschnitten wird das weitere methodische Vorgehen der Arbeit beschrieben sowie die theoretischen Grundlagen erläutert. Zudem findet eine Operationalisierung der zentralen Begriffe aus den Forschungsfragen statt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Methodisches Vorgehen
1.3. Korrelationsanalyse
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Asset Allocation
2.2. Assetklassen
2.3. Bitcoin
2.3.1. Die Blockchain
2.3.2. Zahlungsmittel oder Investitionsobjekt?
2.3.3. Kritik am Bitcoin
3. Durchführung der Korrelationsanalyse
4. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Eignung der Kryptowährung Bitcoin als Instrument zur Diversifikation innerhalb eines klassischen Portfolios durch eine empirische Korrelationsanalyse mit traditionellen Anlageklassen.
- Grundlagen der Asset Allocation und Portfoliotheorie
- Charakterisierung von Bitcoin als Spekulations- und Investitionsobjekt
- Methoden der Korrelationsanalyse von Finanzdaten
- Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Bitcoin und klassischen Anlageklassen
- Eignung von Bitcoin zur Risikominimierung in Anlegerportfolios
Auszug aus dem Buch
2.3.2. Zahlungsmittel oder Investitionsobjekt?
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, wird Bitcoin nur in 1,3 Prozent der Transaktionen als Zahlungsmittel benutzt. Dies lässt darauf schließen, dass die Kryptowährung ihr eigentliches Ziel als alternatives Zahlungsmittel eingesetzt zu werden, verfehlt hat. Die Gründe dafür sind vielseitig, der Hauptkritikpunkt ist die nicht vorhandenen Wertstabilität. Der Kurs des Bitcoins ist hoch volatil und im Gegensatz zum Euro oder US-Dollar kann sich ein Verbraucher nicht darauf verlassen, dass er für seinen Bitcoin morgen immer noch genau so viel Waren erwerben kann wie heute. Ein weiterer Grund, der viele Endverbraucher abschreckt, sind die Transaktionskosten. Anders als bei normalen Geldtransaktionen, bei denen die Transaktionskosten in der Regel von den Bankinstituten übernommen werden, muss beim Bitcoin der Initiator der Transaktion diese Kosten selbst übernehmen.
Somit besteht wenig Anlass für jemanden mit Zugang zu einer normalen Währung auf Bitcoin zu wechseln. Ein weiterer Grund für die Nichteignung als Zahlungsmittel stellt die technische Limitierung dar. Bei der Entwicklung des Bitcoins wurden die maximalen Transaktionen, welche in einer bestimmten Zeit möglich sind, begrenzt. Durch das anhaltende Interesse am Bitcoin übersteigen die anfallenden Transaktionen seit einiger Zeit die maximal möglichen Transaktionen. Dies führt dazu, dass Zahlungen sehr zeitverzögert durchgeführt werden und es manchmal Tage dauert, bis eine Transaktion beendet ist. Dies macht eine einfache und schnelle Zahlung mit Bitcoin im täglichen Zahlungsverkehr zum Beispiel beim Einkauf oder dem Restaurantbesuch undenkbar. So unbeliebt Bitcoin als Zahlungsmittel ist, so beliebter scheint er als Spekulations- und Investitionsobjekt zu sein. Grund hierfür sind unter anderem die starken Kursanstiege, die der Bitcoin in der Vergangenheit erzielen konnte. Hätte man beispielsweise vor fünf Jahren einen Bitcoin zu einem Kurs von circa 585 US-Dollar erworben, wäre er zum heutigen Zeitpunkt 47.047 US-Dollar wert. Dies entspricht einer Performance von 7755,7 Prozent innerhalb von fünf Jahren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung des Bitcoins von einem alternativen Zahlungsmittel zu einem Spekulationsobjekt und definiert die zwei zentralen Forschungsfragen zur Diversifikation und Korrelation.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament zu Asset Allocation, klassischen Anlageklassen, der Funktionsweise der Blockchain und einer Einordnung des Bitcoins sowie dessen Kritikpunkten.
3. Durchführung der Korrelationsanalyse: Hier wird der methodische Ansatz mit historischen Daten beschrieben und die Ergebnisse der Korrelationsmatrix zwischen Bitcoin und verschiedenen Anlageklassen dargelegt.
4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Korrelationsanalyse zusammen und bewertet die Eignung des Bitcoins für verschiedene Anlegertypen unter Berücksichtigung von Risiken und Diversifikationseffekten.
Schlüsselwörter
Kryptowährungen, Bitcoin, Asset Allocation, Korrelationsanalyse, Portfolio-Optimierung, Diversifikationseffekt, Blockchain, Finanzmarkt, Anlageklassen, Risiko, Rendite, Volatilität, Investitionsobjekt, Spekulation, Korrelationskoeffizient
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob und wie Bitcoin zur Diversifikation in einem Portfolio aus klassischen Anlageklassen beitragen kann.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Es werden die Themen Asset Allocation, die Funktionsweise und Kritik des Bitcoins sowie die statistische Korrelationsanalyse von verschiedenen Anlageklassen abgedeckt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob Bitcoin zur Diversifikation eines Portfolios geeignet ist und wie stark seine Korrelation mit klassischen Anlageklassen ausgeprägt ist.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es wird eine quantitative Korrelationsanalyse durchgeführt, basierend auf historischen Kursdaten, wobei der Korrelationskoeffizient mittels Excel berechnet wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements und der Blockchain-Technologie sowie die detaillierte Durchführung der Korrelationsmessung mit ausgewählten Indizes.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Bitcoin, Asset Allocation, Diversifikation, Volatilität und Korrelationsanalyse.
Warum wird Bitcoin als spekulative Anlageklasse eingestuft?
Aufgrund der hohen Kursschwankungen (Volatilität) und der fehlenden Wertbindung ist Bitcoin für besonders risikoaffine Anleger geignet, statt für solche, die Sicherheit suchen.
Welche Auswirkungen hat das Bitcoin-Mining auf die Anlageentscheidung?
Die hohe Umweltbelastung durch den enormen Energieverbrauch des Minings ist ein kritischer Aspekt, der bei der Portfoliozusammensetzung gegen eine Investition in Bitcoin sprechen kann.
Was ist der wichtigste Diversifikationseffekt, der festgestellt wurde?
Der stärkste Diversifikationseffekt wurde zwischen Bitcoin und Staatsanleihen aus Entwicklungsländern nachgewiesen, da diese eine schwache Korrelation aufweisen.
- Citation du texte
- Matthias Täuber (Auteur), 2021, Kryptowährungen als Teil der Asset Allocation. Eine Korrelationsanalyse am Beispiel von Bitcoin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278160