In der vorliegenden Arbeit werden die Veränderungen im Arbeitsmarkt beleuchtet. Es wird zudem darauf eingegangen, wie diese das Human Resource Management beeinflussen.
Von der Flexibilisierung des Arbeitsmarktes versprach man sich vordergründig zeitliche, funktionale und finanzielle Vorteile. Seit kurzem sind aber auch die räumlichen und vertraglichen Flexibilisierungen immer mehr in den Vordergrund gerückt. Durch die stetige Liberalisierung des Arbeitsmarktes versucht man die über Jahrzehnte gewachsenen Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes zu lockern. Vor allem in der heutigen Zeit sind die daraus entstandenen flexiblen Arbeitszeitmodelle, wie z. B. Teilzeit, Gleitzeit, Arbeitszeitkonten, geringfügige Beschäftigung oder Schichtarbeit, vom Arbeitsmarkt nicht mehr wegzudenken, da die Arbeitgeber auf diese Weise die Schwankungen des Auftragsvolumens leichter ausgleichen können und sich die Kundenbedürfnisse so besser bedienen lassen.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
A 1.1 Die Konsequenzen der Liberalisierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
A 1.2 Die Flexibilisierung und Entgrenzung der Unternehmung: weitere beobachtbare Entwicklungen
A 1.3 Inwieweit sind entsprechende Entwicklungen auch im Bereich von Non-Profit-Organisationen zu erkennen?
Aufgabe 2
A 2.1 Veränderungen in den Rahmenbedingungen der modernen Arbeitswelt
A 2.2 Die Auswirkungen von sich ändernden Rahmenbedingungen am Beispiel der Vorwerk GmbH & Co. KG
Aufgabe 3
Die Pluralisierung und Differenzierung von Erwerbsformen: atypische und prekäre Beschäftigungsverhältnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Wandlungsprozesse moderner Arbeitswelten und Organisationen, insbesondere im Kontext von Liberalisierung, Flexibilisierung, Globalisierung und demografischem Wandel. Das primäre Ziel ist es, die daraus resultierenden Implikationen für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und verschiedene Organisationsformen, inklusive Non-Profit-Bereichen, zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.
- Liberalisierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes
- Entgrenzungsprozesse in Unternehmen und gegenüber Kunden
- Globale Megatrends wie Digitalisierung und demografischer Wandel
- Pluralisierung von Erwerbsformen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse
Auszug aus dem Buch
Die Flexibilisierung und Entgrenzung der Unternehmung: weitere beobachtbare Entwicklungen
Eine weitere Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt ist die Dezentralisierung. Darunter versteht man die Aufteilung von Verantwortung und Zuständigkeiten auf verschiedenen Stellen, die bewirken soll, dass nicht nur alles von einer Zentrale bzw. einer Person alleine gesteuert wird, sondern dass mehrere Personen oder Abteilungen an einem Prozess, der Zielverwirklichung o. ä. beteiligt sind.
Vor allem heutzutage fordern die modernen Reorganisationskonzepte, dass solch eine Dezentralisierung bestenfalls auf jeder Unternehmensebene stattfindet, wie der Makroebene (Gesamtunternehmung), der Mesoebene (Abteilungen und Prozesse) und der Mikroebene (Arbeitsplatzgestaltung und -organisation).
In einer Studie vom November 2014 der “MHP Management- und IT-Beratung GmbH“, einem Tochterunternehmen und Prozesslieferanten der Porsche AG, findet man ein Beispiel für die Dezentralisierung in der Automobil- und Fertigungsindustrie. Um die Produktion in puncto Flexibilität und Autonomie weiterhin zu verstärken und eine vollständige Dezentralisierung des Produktionsumfeldes zu erreichen, werden die gefertigten Produkte mit einem automatisch auslesbaren Datenträger versehen und fungieren somit als selbstständige Informationsträger, die auf diese Weise die relevanten Daten von alleine an die entsprechenden Maschinen übermitteln können.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Diese Analyse beleuchtet die Flexibilisierungs- und Entgrenzungstendenzen auf dem Arbeitsmarkt sowie deren Auswirkungen auf Unternehmen und Non-Profit-Organisationen.
Aufgabe 2: Dieses Kapitel untersucht die globalen Rahmenbedingungen des Wandels, konkret Globalisierung, Digitalisierung und den demografischen Wandel, illustriert am Fallbeispiel der Vorwerk GmbH & Co. KG.
Aufgabe 3: Die Ausarbeitung thematisiert die Zunahme atypischer und prekärer Beschäftigungsverhältnisse sowie deren soziale Folgen für die Arbeitnehmerschaft im Vergleich zum Normalarbeitsverhältnis.
Schlüsselwörter
Arbeitswelt im Wandel, Liberalisierung, Flexibilisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung, Globalisierung, demografischer Wandel, Prekarität, atypische Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, Prosuming, Crowdsourcing, Unternehmenskultur, Vorwerk, Fachkräftemangel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die vielfältigen Transformationsprozesse in modernen Arbeitswelten und Organisationen, die durch wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Veränderungen getrieben werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die Rolle der Digitalisierung und Globalisierung sowie die kritische Betrachtung sich wandelnder Beschäftigungsmodelle.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Unternehmen und Institutionen auf die genannten Wandlungsprozesse reagieren und welche Konsequenzen dies für Arbeitnehmer und die Organisationsstruktur hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Analyse und Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen mit praktischen Beispielen und aktuellen Entwicklungen verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Flexibilisierungsstrategien, der Analyse globaler Einflussfaktoren anhand der Vorwerk GmbH & Co. KG sowie eine differenzierte Betrachtung von prekären versus atypischen Erwerbsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Digitalisierung, demografischer Wandel, Prekarisierung, Flexibilität, Unternehmenskultur und Arbeitsweltwandel.
Wie reagiert die Vorwerk GmbH & Co. KG auf Digitalisierung?
Das Unternehmen setzt durch die Weiterentwicklung digitaler Produkte, wie den internetfähigen Thermomix, und Investitionen in moderne Produktionsstandorte aktiv auf technologische Innovationen.
Was unterscheidet eine prekäre von einer atypischen Beschäftigung?
Während atypische Arbeit lediglich vom Normalarbeitsmodell abweicht, ist prekäre Beschäftigung durch ein nicht existenzsicherndes Einkommen oder instabile Bedingungen gekennzeichnet, die den Arbeitnehmer in eine zukunftsunsichere Lage bringen.
- Arbeit zitieren
- Saskia Haschke (Autor:in), 2018, Rahmenbedingungen des Human Resource Managements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278514