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Kompetenzerfassung im Freiwilligen Sozialen Jahr

Title: Kompetenzerfassung im Freiwilligen Sozialen Jahr

Term Paper , 2009 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebecca Brohm (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Wir leben heute in einer Welt, die sich durch ständig neue Technologien und zunehmender Globalisierung auszeichnet. Spezialisierung wird zwar gefordert, doch ist diese nach einer gewissen Zeit höchstwahrscheinlich nicht mehr ausreichend. Die Ausweitung des Dienstleistungssektors führt dazu, dass sich Unternehmen immer wieder an veränderte Wünsche von Kundengruppen anpassen müssen. Vom Einzelnen wird erwartet, dass er oder sie sich möglichst flexibel und schnell auf diese neuen Begebenheiten einlassen kann. Dies sind nur einige der gesellschaftlichen Entwicklungen, die den Ruf nach „lebenslangen Lernen“ laut werden lassen. Deutlich ist, dass Qualifizierung nur über formale Bildungswege nicht mehr ausreichend ist. Lernen als biografischer Prozess findet so Anerkennung jenseits von Zertifikaten. Bildungswege und Erwerbsbiografien sind zunehmend individualisiert. Es gilt sich seinen eigenen Lebensweg aus einer Vielzahl von Möglichkeiten herauszusuchen, sei es beruflich oder privat. Das eigene Leben ist aktiv zu gestalten. Diese Entwicklungen fordern eine weitergehende Sicht auf den Menschen als allein auf formal gewonnene Qualifikationen.
Auf breiter Ebene entstand so eine Diskussion darum in welcher Weise informell und non-formal erworbene Kompetenzen erfasst und zertifiziert werden können. Hierfür braucht es entsprechende politische Rahmenbedingungen, welche in Deutschland im internationalen Vergleich noch relativ unzureichend vorhanden sind. Dies ist nicht zuletzt darin begründet, dass sich das deutsche Berufsbildungssystem durch einen hohen Grad an Formalisierung auszeichnet. Doch auch hierzulande steigt die Sensibilität für die Notwendigkeit eines Umdenkens. Verschiedene sog. „Weiterbildungspässe mit Zertifizierung informellen Lernens“ sind bereits im Umlauf. Hiermit sind erste wichtige Schritte getan. Auch für das FSJ ist es eine Frage in welcher Weise gewonnene Kompetenzen nachgewiesen werden können. Das Thema „Kompetenzerfassung“ geht also am FSJ nicht vorbei.
Seit September 2008 arbeite ich selbst bei einem FSJ-Träger und begleite FSJ-Kurse. In der vorliegenden Arbeit möchte ich nach dem der Kompetenzbegriff erläutert wurde (Kap. 1) zum einen beleuchten, welche Zielsetzungen das FSJ eigentlich hat und inwieweit Kompetenzen gefördert werden (Kap. 2), zum anderen, wie diese schlussendlich erfasst werden können (Kap. 3). Dabei werde ich insbesondere den ProfilPASS für junge Menschen darstellen und auf die Anwendbarkeit im FSJ überprüfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Kompetenzbegriff

1.1 Verwendetes Kompetenzverständnis

1.2 Schlüsselkompetenzen

1.3 Kompetenzentwicklung

2. Das Freiwillige Soziale Jahr

2.1 Pädagogische Zielsetzungen

2.2 Teilnehmende im FSJ

3. Kompetenzerfassung im FSJ

3.1 Kompetenznachweis beim BDKJ

3.2 Der Profilpass für junge Menschen

3.2.1 Kurzbeschreibung

3.2.2 Kompetenzdefinition

3.2.3 Methodologische Einordnung

3.2.4 Aufbau und Ablauf

3.2.5 Anwendbarkeit im FSJ

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, in welcher Weise das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) zur Kompetenzentwicklung beiträgt und wie diese Kompetenzen bei den Freiwilligen systematisch erfasst und nachgewiesen werden können, wobei insbesondere der Einsatz des ProfilPASS für junge Menschen kritisch geprüft wird.

  • Theoretische Fundierung des Kompetenzbegriffs nach Erpenbeck/von Rosenstiel.
  • Analyse der pädagogischen Zielsetzungen und Bildungsleistungen im FSJ.
  • Untersuchung der Struktur und Motive der Teilnehmenden im Freiwilligendienst.
  • Vorstellung und Evaluation von Instrumenten zur Kompetenzerfassung (ProfilPASS).
  • Diskussion über die Anwendbarkeit und Implementierung von Kompetenznachweisverfahren im FSJ-Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Kompetenzdefinition

Im ProfilPASS-System wird Kompetenz wie folgt definiert: "Unter Kompetenzen werden die durch Methoden, Wissen, Einstellungen und Werte determinierten Fähigkeiten verstanden, deren Erwerb, Entwicklung und Verwendung sich auf die gesamte Lebenszeit eines Menschen beziehen und die an das Individuum und seine Befähigung zu eigenverantwortlichen Handeln gebunden sind."

Kompetenzen haben hier also einen deutlichen biografischen Aspekt. Sie werden im Laufe des Lebens erworben, entwickelt und verwendet. Sie befähigen den Einzelnen zum eigenverantwortlichen Handeln. Diese Definition ist entspricht weitgehend der in Kap. 1.1 dargestellten Definition von Kompetenzen als Selbstorganisationsdispositionen, die ebenso zum eigenverantwortlichen Handeln befähigen. Allerdings kommt m.E. in der Definition des ProfilPASS der Aspekt der Übertragbarkeit auf andere Kontexte zu kurz. Betrachtet man jedoch den Aufbau des Erhebungsinstruments, so ist dieser Aspekt durchaus enthalten, da es hier u.a. darum geht, wie erworbene Fähigkeiten in anderen Kontexten angewandt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des lebenslangen Lernens und der Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen.

1. Der Kompetenzbegriff: Dieses Kapitel definiert den theoretischen Rahmen, wobei Kompetenzen als Selbstorganisationsdispositionen verstanden werden, die handlungsfähig in komplexen Situationen machen.

2. Das Freiwillige Soziale Jahr: Es werden die gesetzlichen Grundlagen, die pädagogischen Zielsetzungen sowie die Partizipationsmotive der Teilnehmenden am FSJ analysiert.

3. Kompetenzerfassung im FSJ: Dieses Kapitel bewertet bestehende Ansätze zur Kompetenzmessung und prüft die Eignung des ProfilPASS für junge Menschen im Rahmen der Freiwilligendienste.

4. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Anerkennung informeller Kompetenzen für die persönliche und berufliche Entwicklung junger Menschen.

Schlüsselwörter

FSJ, Kompetenzentwicklung, ProfilPASS, informelles Lernen, Freiwilligendienst, Selbstorganisation, Bildungsarbeit, Kompetenzerfassung, junge Menschen, Persönlichkeitsentwicklung, pädagogische Begleitung, Schlüsselkompetenzen, beruflicher Werdegang, Zertifizierung, Kompetenznachweis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten, informell erworbene Kompetenzen von Freiwilligen im FSJ durch geeignete Instrumente wie den ProfilPASS systematisch zu erfassen und zu zertifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Theorie des Kompetenzbegriffs, die pädagogische Struktur des FSJ sowie Methoden der Kompetenzbiografie und -messung bei Jugendlichen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, zu untersuchen, ob und wie Instrumente wie der ProfilPASS für junge Menschen in den FSJ-Alltag integriert werden können, um den Lernerfolg der Freiwilligen sichtbarer zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und setzt diese in Bezug zur pädagogischen Praxis der FSJ-Begleitung, um eine Machbarkeitsprüfung für das ProfilPASS-System zu erstellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Kompetenzbegriffs, die Analyse der FSJ-Zielsetzungen und die detaillierte Vorstellung sowie methodische Einordnung des ProfilPASS-Systems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind FSJ, Kompetenzerfassung, ProfilPASS, lebenslanges Lernen und informelles Lernen.

Kann der ProfilPASS direkt im FSJ-Alltag eingesetzt werden?

Die Autorin sieht den ProfilPASS als mögliche Alternative zu bisherigen Dokumentationsbögen, gibt jedoch zu bedenken, dass eine Implementierung kreative Methoden erfordert und nicht erzwungen werden sollte.

Warum ist die Anerkennung informeller Kompetenzen so wichtig?

Da formale Bildungswege allein oft nicht ausreichen, um die komplexen Anforderungen der heutigen Arbeitswelt zu erfüllen, ist die Zertifizierung informell erworbener Fähigkeiten ein entscheidender Faktor für die berufliche Zukunft junger Menschen.

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Details

Title
Kompetenzerfassung im Freiwilligen Sozialen Jahr
College
University of Applied Sciences Esslingen
Course
Vermittlungswissenschaft: Integrative Fach-, Bereichs- und Berufsfelddidaktik
Grade
1,0
Author
Rebecca Brohm (Author)
Publication Year
2009
Pages
25
Catalog Number
V127870
ISBN (eBook)
9783640343294
ISBN (Book)
9783640343126
Language
German
Tags
Kompetenzerfassung Freiwilligen Sozialen Jahr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Brohm (Author), 2009, Kompetenzerfassung im Freiwilligen Sozialen Jahr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127870
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