Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Value Investing und Effizienzmarkthypothese. Dafür werden zunächst die Implikationen der Effizienzmarkthypothese und einige Renditeanomalien dargelegt. Daraufhin werden die Grundlagen des Value Investing und einige Strategien und Begründungen für deren Erfolg aufgezeigt.
Value Investing ist eine weit verbreitete Strategie und wird zum Teil sehr erfolgreich angewendet. Es ist teilweise von der empirischen Value Prämie als Renditeanomalie abzugrenzen. Während in der empirischen Kapitalmarktforschung Value lediglich eine niedrige quantitative Bewertung der Unternehmen voraussetzt, werden beim Value Investing auch qualitative und Growth Faktoren miteinbezogen.
Im empirischen Teil der Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob für den Zeitraum vom 01.01.2001 bis zum 31.12.2020 Value Prämien existiert haben und ob diese ihre Benchmark langfristig bei geringerem Risiko übertreffen können. Außerdem wird überprüft, ob die eindimensionalen Value Strategien durch Hinzufügen eines Growth Faktors vorteilhafter werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Zielsetzung
- Effizienzmarkthypothese
- Grundlagen
- Empirische Evidenz
- Renditeanomalien in der empirischen Kapitalmarktforschung
- Size Prämie
- Momentum Prämie
- Qualitätsprämie
- Weitere Faktorprämien
- Value Investing
- Grundlagen
- Strategien
- Eindimensionale Strategien
- Mehrdimensionale Strategien
- Erklärungsansätze für eine Value Premium
- Rationale Begründung
- Behavioristische Ansätze
- Untersuchung von Value Strategien am europäischen Aktienmarkt
- Zielsetzung
- Kennzahlen und Daten
- Eindimensionale Strategien
- Überrenditen zum Aktienuniversum
- Risiko Rendite Verhältnisse eindimensionaler Portfolios
- Mehrdimensionale Value Strategien
- Renditen für mehrdimensionale Portfolios
- Value Spread Mehrdimensionale Portfolios
- Fazit/Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung von Value-Investing-Strategien im Kontext der Effizienzmarkthypothese am europäischen Aktienmarkt. Die Arbeit analysiert empirische Daten aus dem Zeitraum 2001 bis 2020, um zu erforschen, ob Value-Strategien im europäischen Aktienmarkt eine signifikante Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt erzielen konnten.
- Die Effizienzmarkthypothese und ihre Auswirkungen auf die Kapitalmarktforschung
- Value-Investing-Strategien und ihre theoretischen Grundlagen
- Empirische Überprüfung der Performance von Value-Strategien am europäischen Aktienmarkt
- Analyse von Renditeanomalien und Faktorprämien
- Bewertung der Ergebnisse im Kontext der Effizienzmarkthypothese
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit vor. Sie führt in die Thematik des Value Investing und der Effizienzmarkthypothese ein und erläutert den Untersuchungszeitraum und den geografischen Fokus der Arbeit.
- Effizienzmarkthypothese: Dieses Kapitel beleuchtet die Grundlagen der Effizienzmarkthypothese. Es werden verschiedene Formen der Markteffizienz sowie empirische Evidenz für und gegen die Hypothese diskutiert. Zudem werden Renditeanomalien in der empirischen Kapitalmarktforschung vorgestellt, wie z.B. die Size Prämie, die Momentum Prämie und die Qualitätsprämie.
- Value Investing: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen des Value Investing. Es werden verschiedene Value-Strategien, sowohl eindimensionale als auch mehrdimensionale, sowie Erklärungsansätze für eine Value-Premium vorgestellt. Die rationalen Begründungen und behavioristischen Ansätze zur Erklärung der Value-Premium werden erläutert.
- Untersuchung von Value Strategien am europäischen Aktienmarkt: In diesem Kapitel wird die empirische Untersuchung von Value-Strategien am europäischen Aktienmarkt durchgeführt. Es werden die verwendeten Kennzahlen und Daten erläutert sowie die Ergebnisse der Analyse von eindimensionalen und mehrdimensionalen Value-Strategien präsentiert.
Schlüsselwörter
Value Investing, Effizienzmarkthypothese, Renditeanomalien, Faktorprämien, Size Prämie, Momentum Prämie, Qualitätsprämie, europäischer Aktienmarkt, empirische Kapitalmarktforschung, Portfoliomanagement, Aktienrenditen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Value Investing?
Value Investing ist eine Anlagestrategie, bei der gezielt Aktien von Unternehmen gekauft werden, deren Marktwert unter ihrem inneren Wert liegt. Dabei werden quantitative und qualitative Faktoren berücksichtigt.
Was besagt die Effizienzmarkthypothese?
Die Hypothese besagt, dass alle verfügbaren Informationen bereits in den Aktienkursen eingepreist sind und es somit unmöglich ist, den Markt langfristig durch Analyse zu schlagen.
Was sind Renditeanomalien?
Renditeanomalien sind empirisch beobachtbare Abweichungen von der Effizienzmarkthypothese, wie die Value-Prämie, die Size-Prämie oder die Momentum-Prämie.
Gab es am europäischen Aktienmarkt zwischen 2001 und 2020 eine Value-Prämie?
Die Arbeit untersucht genau diese Frage empirisch und analysiert, ob Value-Strategien im betrachteten Zeitraum ihre Benchmark übertreffen konnten.
Wie unterscheiden sich ein- und mehrdimensionale Value-Strategien?
Eindimensionale Strategien nutzen oft nur eine Kennzahl (z.B. KGV), während mehrdimensionale Strategien zusätzliche Faktoren wie Wachstum oder Qualität einbeziehen.
Welche Erklärungsansätze gibt es für den Erfolg von Value Investing?
Man unterscheidet rationale Begründungen (Risikoprämien) und behavioristische Ansätze (psychologische Fehlbewertungen durch Marktteilnehmer).
- Citar trabajo
- Len Raake (Autor), 2022, Value Investing und Effizienzmarkthypothese. Eine Untersuchung am europäischen Aktienmarkt für den Zeitraum 2001 bis 2020, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1278777