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Latente Steuern nach IAS 12

Title: Latente Steuern nach IAS 12

Seminar Paper , 2008 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Steiner (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Einleitung
Vorgehensweise
In der Literatur werden die latenten Steuern als Differenz, dem handelsrechtlichen und steuer-rechtlichen Steueraufwand, der Handelsbilanz und Steuerbilanz definiert. Mit Beschluss des EU- Ministerrates vom 06.06.2002 ist die Bilanzierung der latenten Steuern ab dem Kalenderjahr 2005 vorgeschrieben.
Nach IAS 1.81 sind die Mindestvorschriften für den Ausweis des Steuerergebnisses (tax expense and income) dem Posten „Steueraufwendungen“ (tax expense) zu zuordnen. In dem Steuerposten sind folgende Posten zu erfassen:
• Steuererträge (tax income) aus der Auflösung von Steuerrückstellungen,
• Steuererstattungen aufgrund von Verlustrückstellungen,
• Entlastungen aus der Aktivierung von Verlustvorträgen.

Nach IAS 12.5 sind weiterhin zu berücksichtigen:
• Währungsdifferenzen aus latenten Auslandssteuerschulden, -erträge.
Der unterschiedliche Ausweis von Vermögenswerten in der Handels- und Steuerbilanz ist auf die unterschiedliche Zielsetzung der Bilanzen zurückzuführen. Die konzipierte Handelsbilanz soll einen Überblick über die Lage des Unternehmens verschaffen. Die Gewinnermittlung für die Steuerbemessung ergibt sich aus der Steuerbilanz. Stimmen die Bilanzen nicht überein, werden die Differenzen als aktive bzw. passive Steuern in der Handelsbilanz als eigenständiger Posten aufgeführt.
Problemdarstellung
Die Bilanz dient heute als Informationsmedium einer breiten Öffentlichkeit. Die Hinwendung zu IAS bzw. US- GAAP lassen immer größere Unterschiede zu der handelrechtlich erstellten Bilanz entstehen.
Die latenten Steuern führen bei den deutschen Unternehmen durch die Unternehmenssteuerre-form, Senkung des Steuersatzes von 40 auf 31 Prozent, zu hohen Belastungen bei Anwendung des IFRS. Bei General Motors zeigt sich ein Verlust für das Gesamtjahr. Der Verlust wurde ver-ursacht durch die Abschreibung latenter Steuern. Nach IFRS müssen Erträge und Steuern dann ausgewiesen werden, wenn diese zuverlässig bestimmbar sind. Die erwarteten Gewinne hat Ge-neral Motors nicht realisiert, die im Zusammenhang stehende Verlustrechnung war dem entspre-chend kleiner und sie mussten die latenten Steuern neu bewerten. Die Minderung der aktiven latenten Steuern stellt einen Vermögensschaden dar ohne dass jemals Geldmittel geflossen ist. Nachfolgend soll dargelegt werden, wie latente Steuern nach dem IAS/IFRS zu identifizieren, anzusetzen, zu bewerten und auszuweisen sind. „Die Ermittlung von latenten Steuern nach HGB orientiert sich an der GuV, ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Vorgehensweise

1.2 Definitionsabgrenzung

1.3 Problembehandlung

2 Rahmenbedingungen latenter Steuern und IAS 12

2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

2.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.3 Ziele IAS und IAS 12

3 Theoretische Grundlagen und Ansatz latenter Steuern

3.1 Entstehung latenter Steuern

3.2 Konzepte der Steuerabgrenzung

3.2.1 Timing- Konzept

3.2.2 Das Temporary – Konzept

3.3 Arten der Erfolgsdifferenzen

3.3.1 Permanente Differenzen

3.3.2 Quasi – permanente Differenzen

3.3.3 Temporäre Differenzen

3.4 Kritische Würdigung

4 Methoden der Abgrenzung latenter Steuern

4.1 Deferral – Methode (Abgrenzungsmethode)

4.2 Liability-Methode (Verbindlichkeitsmethode)

4.3 Net-of-Tax-Methode

4.4 Kritische Würdigung

5 Einzel - und Gesamtdifferenzbetrachtung

6 Latente Steuern nach IFRS

6.1 Ansatz und Erfassung latenter Steuern

6.2 Passive latente Steuern (taxable temporary differences)

6.3 Aktive latente Steuern (deductible temporary differences)

6.4 Latente Steuern auf Verlustvorträg

7 Bewertung latenter Steuern

7.1 Relevanter Steuersatz / Steuersatzänderungen

7.2 Werthaltigkeit aktivischer latenter Steuern / Stichtagsprinzip

7.3 Abzinsung latenter Steuerpositionen

8 Ausweis latenter Steuern

8.1 Ausweis in der Bilanz

8.2 Ausweis in der GuV

8.3 Angaben zur Erläuterung der latenten Steuern und steuerliche Überleitungsrechnung

9. Schlussbetrachtung, Fazit und Ausblick (kritische Würdigung)

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit befasst sich mit der Identifizierung, Bewertung und dem Ausweis latenter Steuern gemäß IAS 12. Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Unterschiede in der steuerlichen Bilanzierung zwischen dem HGB und IFRS aufzuzeigen und die Methodik der Steuerabgrenzung zu systematisieren.

  • Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen von IAS 12
  • Vergleich der Steuerabgrenzungskonzepte (Timing-Konzept vs. Temporary-Konzept)
  • Methoden der Abgrenzung (Deferral-Methode, Liability-Methode, Net-of-Tax-Methode)
  • Ansatz und Bewertung von aktiven und passiven latenten Steuern
  • Ausweisvorschriften und steuerliche Überleitungsrechnung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Timing- Konzept

Die Steuerabgrenzung nach dem Gewinn und Verlust orientierten Timing-Konzept basiert auf der Differenz zwischen dem steuerlichen und dem handelsrechtlichen Ergebnis. Die zeitlich begrenzte Ergebnisdifferenz entsteht durch Ansatz-, Bewertungs- und Konsolidierungsmaßnahmen, diesich bei der normalen betrieblichen Tätigkeit wieder erfolgswirksam ausgleicht.14

Die Latenten Steuern die nach dem Timing- Konzept bestimmt sind, stellen die Erfolgslage in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens auf Basis der handelsrechtlichen Ergebnisses dar. Das verursacht eine fiktive Steuerbelastung.15

Das Timing Konzept entspricht dem Ansatz Konzept nach HGB.16 Die Entstehung erfolgsneutraler Bewertungsdifferenzen führt nicht zu unterschiedlichen Ergebnissen nach Handelsrecht und Steuerrecht und werden deswegen nach dem Timing- Konzept nicht berücksichtigt.17

Die Steuerabgrenzung der latenten Steuern nach dem Timing – Konzept entspricht der Ansatzvorschrift des § 274 HGB. Das Timing- Konzept wird nach IAS nicht angewendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert latente Steuern als Differenz zwischen handels- und steuerrechtlichem Steueraufwand und erläutert die gesetzliche Verpflichtung zur Bilanzierung.

2 Rahmenbedingungen latenter Steuern und IAS 12: Dieses Kapitel erörtert die rechtlichen und wirtschaftlichen Anforderungen an die Rechnungslegung sowie die spezifischen Ziele des IAS 12 im Vergleich zum HGB.

3 Theoretische Grundlagen und Ansatz latenter Steuern: Hier werden das Timing-Konzept und das Temporary-Konzept gegenübergestellt und die verschiedenen Arten von Erfolgsdifferenzen analysiert.

4 Methoden der Abgrenzung latenter Steuern: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Methoden zur Steuerabgrenzung, darunter die Deferral-, Liability- und Net-of-Tax-Methode.

5 Einzel - und Gesamtdifferenzbetrachtung: Fokus auf die methodische Unterscheidung bei der Bewertung latenter Steuern zwischen Einzel- und Gesamtabweichungen.

6 Latente Steuern nach IFRS: Erläuterung des Ansatzes und der Erfassung von aktiven und passiven latenten Steuern sowie deren Behandlung bei Verlustvorträgen.

7 Bewertung latenter Steuern: Analyse der Bewertungsgrundsätze, einschließlich der Anwendung von Steuersätzen und der Prüfung der Werthaltigkeit.

8 Ausweis latenter Steuern: Detaillierte Beschreibung der Darstellung in der Bilanz und GuV sowie der Anforderungen an die steuerliche Überleitungsrechnung.

9. Schlussbetrachtung, Fazit und Ausblick (kritische Würdigung): Zusammenfassende Würdigung des IAS 12 und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Bilanzierung.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, IAS 12, IFRS, HGB, Steuerabgrenzung, Timing-Konzept, Temporary-Konzept, Liability-Methode, Steuerbilanz, Handelsbilanz, Erfolgsdifferenzen, Aktive latente Steuern, Passive latente Steuern, Verlustvortrag, Überleitungsrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die systematische Bilanzierung von latenten Steuern nach internationalem Standard (IAS 12) im Vergleich zur deutschen Rechnungslegung (HGB).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Bewertungs- und Abgrenzungskonzepten sowie den spezifischen Ansatz- und Ausweisvorschriften für latente Steuern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Methodik zur Ermittlung latenter Steuern und die Unterschiede in der konzeptionellen Herangehensweise zwischen IFRS und HGB verständlich darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller Rechnungslegungsstandards.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Konzepte der Steuerabgrenzung, die Bewertungsmethoden, den konkreten Ansatz nach IFRS sowie die Anforderungen an den Ausweis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie IAS 12, Temporary-Konzept, Steuerabgrenzung und Bilanzierung geprägt.

Warum unterscheidet IAS 12 zwischen Timing- und Temporary-Konzepten?

Diese Unterscheidung ist notwendig, um die grundlegenden Unterschiede in der Zielsetzung zu erklären: Während das HGB (Timing-Konzept) erfolgsorientiert ist, ist IAS 12 (Temporary-Konzept) bilanzorientiert.

Was ist das "Passivierungsgebot" bei latenten Steuern?

Es handelt sich um die Verpflichtung, passive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen, sofern die entsprechenden Ansatzvoraussetzungen erfüllt sind, um künftige Steuerlasten abzubilden.

Warum sind latente Steuern nach IAS 12 nicht abzuzinsen?

Gemäß IAS 12.53 ist eine Abzinsung latenter Steuerpositionen explizit untersagt, auch wenn international Diskussionen über ein "Present Value"-Modell stattfinden.

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Details

Title
Latente Steuern nach IAS 12
College
University of Applied Sciences Essen
Grade
1,7
Author
Susanne Steiner (Author)
Publication Year
2008
Pages
31
Catalog Number
V127885
ISBN (eBook)
9783640343331
ISBN (Book)
9783640343751
Language
German
Tags
Latente Steuern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Steiner (Author), 2008, Latente Steuern nach IAS 12, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127885
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