Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Derecho - Derecho europeo e Internacional, Derecho internacional privado

Die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit nichtstaatlicher Akteure, insbesondere der Angehörigen von Private Military Companies (PMCs)

Título: Die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit nichtstaatlicher Akteure, insbesondere der Angehörigen von Private Military Companies (PMCs)

Trabajo de Seminario , 2009 , 44 Páginas , Calificación: 12

Autor:in: Lennart Schmitt (Autor)

Derecho - Derecho europeo e Internacional, Derecho internacional privado
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Im Hauptteil wird zunächst der Begriff „Private Military Companies“ genauer erläutert und deren Einsatzfelder im Hinblick auf eine völkerstrafrechtliche Bewertung kategorisiert. Darauf folgt eine detaillierte Umschau bezüglich der materiellrechtlichen Verantwortlichkeit von PMC-Angehörigen der sich die Analyse ihrer prozessualen Durchsetzungsmöglichkeiten anschließt. Im Schlussteil
werden die gefundenen Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt bewertet, ob das Völkerrecht der mit dem Phänomen der PMCs einhergehenden juristischen Herausforderung durch eine ausreichende völkerstrafrechtliche Pflichtenstellung PMC- Angehöriger gerecht wird oder ob „rechtliche Lücken“ bestehen.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Das Spannungsverhältnis zwischen den Angehörigen von PMCs und dem Völkerstrafrecht

1.2.1 Partizipation an Verletzungen des humanitären Völkerrechts und Menschenrechtsverletzungen

1.2.2 Milieukriminalität

1.3 Gang der Darstellung

2. Hauptteil

2.1 Begriffsbestimmung: „Private Military Companies“ (PMCs)

2.1.1 Allgemeines

2.1.2 Historischer Kontext

2.1.3 Abgrenzung nach unterschiedlichen Betätigungsfeldern

2.1.4 PMC-Angehörige = Söldner?

2.2 Völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit Angehöriger von PMCs

2.2.1 Allgemeines

2.2.1.1 Individuelle Verantwortlichkeit

2.2.1.2 Potenzielle völkerstrafrechtliche Normen

2.2.2 Materiellrechtliche Verantwortlichkeit

2.2.2.1 Einzelne völkerstrafrechtliche Tatbestände

2.2.2.1.1 Verbrechen nach dem IStGH-Statut

2.2.2.1.1.1 Allgemeines

2.2.2.1.1.2 Persönliche Anwendbarkeit

2.2.2.1.1.3 Sachliche Voraussetzungen

2.2.2.1.1.3.1 Völkermord

2.2.2.1.1.3.2 Verbrechen gegen die Menschlichkeit

2.2.2.1.1.3.3 Kriegsverbrechen

2.2.2.1.1.3.4 Aggression

2.2.2.1.1.4 Fazit

2.2.2.1.2 Völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit für die unberechtigte Teilnahme an Feindseligkeiten als Verletzung des humanitären Völkerrechts: Der Täter im „Zivil-Pelz“

2.2.2.1.2.1 Allgemeines und Anknüpfungspunkte

2.2.2.1.2.2 Fehlender Kombattantenstatus

2.2.2.1.2.3 Teilnahme an Feindseligkeiten

2.2.2.1.2.4 Fazit

2.2.2.1.3 Unmittelbare völkerrechtliche Strafbarkeit des Söldners

2.2.2.1.4 Vorgesetztenverantwortlichkeit

2.2.2.2 Straffreistellungsgründe

2.2.2.2.1 Handeln auf Befehl

2.2.2.2.2 Notwehr/Notstand

2.2.2.2.3 Immunitäten

2.2.3 Prozessuale Durchsetzbarkeit: „Resolved to guarantee lasting respect for and the enforcement of international justice“?

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit von Angehörigen privater Militärunternehmen (PMCs). Dabei liegt der Fokus auf der Frage, ob diese Akteure im Rahmen ihres Einsatzes in Konfliktgebieten individuell für Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zur Verantwortung gezogen werden können und inwieweit das bestehende System des Völkerstrafrechts hier Lücken aufweist.

  • Rechtliche Einordnung und Status von PMCs und deren Angehörigen
  • Anwendung völkerstrafrechtlicher Normen (insb. IStGH-Statut) auf PMC-Akteure
  • Problematik der "rechtlichen Grauzone" bei der Teilnahme an Feindseligkeiten
  • Herausforderungen bei der strafrechtlichen Verfolgung und prozessualen Durchsetzbarkeit

Auszug aus dem Buch

2.1.4 PMC-Angehörige = Söldner?

Nach Völkervertragsrecht sind Söldner illegal kämpfende Zivilisten, denen gem. Art. 47 Abs. 1 Zusatzprotokoll vom 8. Juni 1977 zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (ZP I) der Kombattantenstatus nicht zugebilligt wird.

Die Definition aus Art. 47 Abs. 2 ZP I orientiert sich am traditionellen Erscheinungsbild des Söldners und knüpft an akteurzentrierte Merkmale an. Bedenkt man, dass diese enge, sechs kumulative Tatbestandsmerkmale voraussetzende Definition bereits im Hinblick auf traditionelle Söldner als „unworkable“ qualifiziert wurde, verwundert es nicht, dass sie bei der Anwendung auf PMC-Mitglieder erhebliche Schwierigkeiten bereitet und nur von verschwindend geringer praktischer Relevanz ist.

Grundsätzlich ist das Feld derjenigen PMCs, die militärische Kampfeinsätze in ihrer (sowieso nicht offiziellen) „Angebotspalette“ haben, nur sehr klein. Außerdem müssen die PMC-Angehörigen für eine unmittelbare Teilnahme an Feindseligkeiten in einem konkreten Konflikt angeworben werden, wodurch Einsätze auf dem Versorgungs- und Unterstützungssektor nicht erfasst werden. Bezüglich des konsultativen Bereichs ist die Auslegung des Begriffs „unmittelbare Teilnahme“ problematisch, sodass der taktische, aber eben auch kleinste Bereich auf der Realisierungsebene als potenzielles Anwendungsgebiet übrig bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Rolle privater Militärunternehmen in modernen Konflikten und führt in die juristische sowie ethische Debatte über deren rechtliche Verantwortlichkeit ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert zunächst den Begriff der PMCs, erörtert anschließend detailliert die materiellrechtlichen Grundlagen für eine völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit und untersucht die Möglichkeiten sowie Hindernisse bei der prozessualen Durchsetzung internationaler Strafjustiz.

3. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die völkerstrafrechtliche Pflichtenstellung von PMC-Angehörigen, wobei er insbesondere auf die Diskrepanz zwischen abstrakt bestehenden Straftatbeständen und der schwierigen Rechtswirklichkeit hinweist.

Schlüsselwörter

Völkerstrafrecht, Private Military Companies, PMCs, Söldner, IStGH-Statut, Kriegsverbrechen, Humanitäres Völkerrecht, Individuelle Verantwortlichkeit, Vorgesetztenverantwortlichkeit, Kombattantenstatus, Straffreistellung, Immunität, Rechtsdurchsetzung, Internationale Strafjustiz, Konfliktmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die völkerstrafrechtliche Haftung von Angehörigen privater Militärunternehmen (PMCs) und prüft, ob und wie diese für ihr Handeln in bewaffneten Konflikten nach internationalem Recht belangt werden können.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die rechtliche Definition von PMCs, ihre Abgrenzung zum klassischen Söldnerbegriff, die Anwendung des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH-Statut) sowie die prozessualen Hindernisse bei der Strafverfolgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Licht in die vermeintliche oder tatsächliche "rechtliche Grauzone" zu bringen, in der PMCs operieren, und zu klären, ob das geltende Völkerstrafrecht ausreicht, um rechtswidriges Handeln dieser Akteure zu ahnden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die völkerrechtliche Vertragsquellen, einschlägiges Gewohnheitsrecht und die wissenschaftliche Fachliteratur auswertet, um die Statusfrage und strafrechtliche Verantwortlichkeit systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die begriffliche Bestimmung von PMCs, die Prüfung materiellrechtlicher Voraussetzungen für Straftatbestände wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie die Analyse der prozessualen Durchsetzbarkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Völkerstrafrecht, Private Military Companies, IStGH-Statut, Kriegsverbrechen und individuelle Verantwortlichkeit definieren.

Wie steht die Arbeit zum Söldnerbegriff?

Der Autor stellt fest, dass die klassische völkerrechtliche Söldnerdefinition für die modernen, komplexen Strukturen von PMCs in der Praxis kaum anwendbar ist, was die juristische Einordnung erschwert.

Was schlussfolgert der Autor bezüglich einer "Strafbarkeitslücke"?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass zwar materiellrechtlich oft keine Lücke besteht, da Kriegsverbrechen auch von PMC-Akteuren begangen werden können, jedoch eine "de-facto-Immunität" aufgrund prozessualer und politischer Hindernisse bei der Strafverfolgung existiert.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
Die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit nichtstaatlicher Akteure, insbesondere der Angehörigen von Private Military Companies (PMCs)
Universidad
LMU Munich  (Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht und Strafprozessrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht)
Curso
Schwerpunktbereichseminar: Internationales Strafrecht
Calificación
12
Autor
Lennart Schmitt (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
44
No. de catálogo
V127893
ISBN (Ebook)
9783640344710
ISBN (Libro)
9783640344451
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verantwortlichkeit Akteure Angehörigen Private Military Companies
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lennart Schmitt (Autor), 2009, Die völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit nichtstaatlicher Akteure, insbesondere der Angehörigen von Private Military Companies (PMCs), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127893
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  44  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint