Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle das Internet in der international sozialen Bewegung "Black Lives Matter" einnimmt. Wie die Bewegung das Internet nutzt und sie die Protestdemonstrationen über die sozialen Medien organisiert, werde ich in der folgenden Arbeit erläutern. Dabei beantworte ich zunächst die Frage, was die Black Lives Matter Organisation überhaupt ist. Wie sie entstanden ist, sich selbst organisiert und welche Möglichkeiten die Bewegung nutzt, um sich weiterzuverbreiten. Des Weiteren erkläre ich die Rolle des Internets und der sozialen Netzwerke für die Bewegung und berichte von einem Fall, der besonders mit ihrem Internetauftritt verbunden ist. Zum Schluss wird die Arbeit durch ein Fazit abgerundet.
Die Nützlichkeit des Internets ist seit ihrer Entstehung mehr und mehr für die Menschen auf der ganzen Welt gestiegen, sodass ein Leben ohne dies heutzutage unvorstellbar wäre. Über Telefonieren, Chatten bis hin zu sozialen Netzwerken, wie Facebook, Instagram, Twitter und Co., bietet uns das Internet eine große Bandbreite an Möglichkeiten, um Kontakte mit anderen Menschen über Kontinente hinweg zu knüpfen, aufrechtzuerhalten, aber auch schnell und zeitunabhängig über die neusten Informationen Bescheid zu wissen.
Die große Vielfalt an Möglichkeiten ist aber nicht nur für die persönlichen Interessen gedacht. Internationale Bewegungen nutzen das Internet und die sozialen Medien zur Organisation und Mobilisierung. Unter ihnen ist auch die international bekannte Organisation Black Lives Matter, welche sich für schwarze Menschenrechte auf der ganzen Welt einsetzt. Zu Beginn forderte die Organisation über das Internet dazu auf, gegen die Polizeigewalt und Ungerechtigkeit gegenüber Schwarzen zu kämpfen. Seit dem Bekanntwerden mehrerer Todesfälle organisiert sie unter anderem auch Proteste und Demonstrationen über das Internet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Black Lives Matter?
2.1 Entstehung der Bewegung
2.2 Organisation
2.3 Verbreitung
3. Das Internet / Social Media
3.1 #BlackoutTuesday
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle des Internets und der sozialen Medien für die Entstehung, Organisation und Verbreitung der Black-Lives-Matter-Bewegung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, auf welche Weise digitale Plattformen als Protestinstrumente genutzt werden, um politische Agenden zu gestalten, Mobilisierung zu leisten und auf systemischen Rassismus aufmerksam zu machen.
- Die Entstehung und ideologische Ausrichtung von Black Lives Matter
- Die Nutzung von Cyberaktivismus zur Organisation und Vernetzung
- Die Bedeutung von Hashtags (#BLM, #BlackLivesMatter) als Instrumente der Aufklärung
- Die mediale Dokumentation von Polizeigewalt und gesellschaftlicher Diskriminierung
- Fallbeispiele wie der #BlackoutTuesday als Form des digitalen Protestes
Auszug aus dem Buch
3. Das Internet / Social Media
In diesem Abschnitt werde ich meine Forschungsfrage genauer beantworten. Welche Rolle spielte das Internet bei der sozialen Bewegung „Black Lives Matter“? Wie schon in meiner Einleitung erwähnt, ist das Fehlen des Internets und die dazugehörigen Funktionen, wie die sozialen Medien, in unserer heutigen Welt unvorstellbar. Dazu gehören auch die politischen Beiträge, die geteilt und innerhalb von Sekunden international verbreitet werden.
Die Bewegung Black Lives Matter nutzte im Vergleich zu anderen Protestbewegungen die sozialen Medien nicht nur als Kommunikationsinstrument, sondern auch um Verbindungen herzustellen, Informationen auszutauschen und zur Mobilisierung. Sie erkannte den Wert darin, Inhalte über Plattformen auszutauschen und schrieb ihr damit eine autonome Qualität als Protestinstrument zu. Der Hashtag #BlackLivesMatter lässt andeuten, dass soziale Netzwerke und Medien, wie Facebook, Twitter und YouTube, von Beginn an eine zentrale Rolle bei der Entstehung und der Entwicklung der Bewegung gespielt haben. Hierfür können mehrere Faktoren aufgezählt werden.
Zunächst einmal erleichtern uns die Technologiemöglichkeiten des 21.Jahrhunderts, wie das Smartphone, die schnelle Aufnahme mit der Kamera, durch das kurze Zücken in die Hosentasche. So wird die Wahrscheinlichkeit erhöht einen polizeilichen Übergriff aufzunehmen und innerhalb von wenigen Sekunden im Internet zu teilen. Selbst die Möglichkeit eine Situation LIVE aufzunehmen, während dabei tausende Menschen zusehen können, schulden wir der Technologie unseres Jahrhunderts. Da der Polizei oftmals mehr Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit als normalen Bürger*innen zugeschrieben wird, welche bei solchen Situationen anwesend sind, liegt die Bedeutsamkeit dieser Möglichkeit dabei, Polizeigewalt gegenüber dem Staat schnell und erfolgsversprechend nachzuweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Internets für globale soziale Bewegungen ein und stellt die Black Lives Matter Organisation sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.
2. Was ist Black Lives Matter?: Dieses Kapitel beleuchtet die Ursprünge der Bewegung im Jahr 2013, ihre organisatorischen Grundsätze und die Verfolgung ihrer Ziele im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt.
2.1 Entstehung der Bewegung: Hier wird der unmittelbare Auslöser der Bewegung durch den Fall Trayvon Martin beschrieben und wie erste Online-Kampagnen zur globalen Bekanntheit führten.
2.2 Organisation: Dieses Kapitel erläutert die gewaltfreie Struktur der Bewegung, ihre Entwicklung nach den Ferguson-Protesten und die Bildung unabhängiger örtlicher Vereinigungen.
2.3 Verbreitung: Der Fokus liegt hier auf der strategischen Nutzung des Internets zur öffentlichen Bekanntmachung von Fällen rassistischer Gewalt und der medialen Dynamik um Michael Brown und Freddie Gray.
3. Das Internet / Social Media: Dieses Kapitel analysiert das Internet als zentrales Protestinstrument, das die Mobilisierung, Vernetzung und das Teilen von Live-Aufnahmen von Polizeigewalt ermöglicht.
3.1 #BlackoutTuesday: Dieses Unterkapitel analysiert das Beispiel des Falls George Floyd und des darauffolgenden #BlackoutTuesday als digitale Solidaritätsaktion.
4. Fazit: Die Schlussbetrachtung bestätigt, dass das Internet das essenzielle und für die Black Lives Matter Bewegung unverzichtbare Werkzeug zur globalen Vernetzung und politischen Einflussnahme ist.
Schlüsselwörter
Black Lives Matter, Internet, Soziale Medien, Rassismus, Polizeigewalt, Aktivismus, Online-Kampagne, Hashtag, Mobilisierung, Vernetzung, Diskriminierung, Digitaler Protest, Bürgerrechtsbewegung, #BlackLivesMatter, Gesellschaftskritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem Internet und der sozialen Bewegung Black Lives Matter sowie deren Entwicklung zu einer globalen Kraft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Themen zählen die Entstehung der Bewegung, ihre digitale Organisationsstruktur, die Bedeutung von Hashtags und ihre Rolle beim Aufdecken von Polizeigewalt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, welche Rolle das Internet bei der sozialen Bewegung Black Lives Matter spielte und inwiefern es als unverzichtbares Werkzeug für den Protest fungiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Internetanalyse, die offizielle Berichte sowie wissenschaftliche Quellen zur mediensoziologischen Betrachtung der Bewegung heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Bewegung, die Analyse ihrer Organisationsform, eine detaillierte Untersuchung der Internetnutzung und Fallbeispiele wie den #BlackoutTuesday.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Black Lives Matter, Cyberaktivismus, soziale Medien, digitaler Aktivismus und strategische Kommunikation im Kontext von Bürgerrechten.
Wie trägt das Smartphone zur Bewegung bei?
Das Smartphone ermöglicht laut Autor die schnelle und spontane Dokumentation polizeilicher Übergriffe, was wesentlich zur Beweisführung und zur weltweiten Aufmerksamkeit beiträgt.
Welche Bedeutung haben die Hashtags für die Bewegung?
Hashtags wie #BlackLivesMatter oder #CrimingWhileWhite dienen dazu, Inhalte zu vernetzen, Gruppenthemen zuzuweisen und Diskurse über Rassismus und weiße Privilegien anzuregen.
Was genau war der #BlackoutTuesday?
Der #BlackoutTuesday war eine digitale Solidaritätsaktion auf Plattformen wie Instagram, bei der Nutzer schwarze Kacheln teilten, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
- Citation du texte
- Aurora Zeqiri (Auteur), 2022, Die Rolle des Internets und sozialer Medien bei „Black Lives Matter“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280245