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Case Management im Strafvollzug. Übergangsmanagement als Schlüsselelement gelingender Wiedereingliederung

Titel: Case Management im Strafvollzug. Übergangsmanagement als Schlüsselelement gelingender Wiedereingliederung

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten des Übergangsmanagements im Strafvollzug respektive der Straffälligenhilfe zu erschließen, welche wiederum zu einer gelingenden Wiedereingliederung führen sollen. Daraus ergibt sich folgende Gliederung der Arbeit: Eingangs wird der Strafvollzug in Deutschland beleuchtet. Neben der Entwicklung sowie den Zielen des Strafvollzugs wird ebenfalls der Übergang von der Haft in die Freiheit betrachtet.

Anschließend wird das Handlungskonzept des Case Managements beschrieben. Anforderungen an die Case Manager*innen sowie Besonderheiten des Case Managements im Strafvollzug werden skizziert. Im vierten Kapitel rückt das Übergangsmanagement in den Blickpunkt. Auf die Definition und Beschreibung der wichtigsten Aspekte folgt der Bericht zur "Gemeinschaftsinitiative B5", einem Beispiel aus der Praxis für gelingendes Übergangsmanagement. Abgerundet wird die Arbeit durch ein Fazit, in welchem Schlüsse aus den angeführten Kapiteln gezogen werden sowie ein Ausblick gegeben wird.

Menschen, die aus dem Strafvollzug entlassen werden, stehen vor einer schwierigen Situation. Im Anschluss an den durchstrukturierten Gefängnisalltag folgt die Freiheit, welche ein hohes Maß an Selbstverantwortung fordert. Erschwert wird die Situation durch die multiple Problemlage, mit welcher Haftentlassene konfrontiert sind. Häufig sind
die Personen von drohender Wohnungs- und Arbeitslosigkeit betroffen. Des Öfteren kommt erschwerend eine Suchtproblematik, mangelnde Schulbildung bzw. Berufsqualifizierung sowie das Stigma der Vorbestrafung hinzu. Die Bewältigung dieser Situation ist äußerst schwierig und kann zu Rückfällen in alte Muster sowie in die Straffälligkeit führen. Dies bekräftigen Untersuchungen zur Rückfälligkeit in die Delinquenz von Jehle et al., welche zuletzt 2020 erschien und seit 2003 in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Strafvollzug in Deutschland

2.1 Entwicklung und Ziele des Strafvollzugs

2.2 Die Übergangsproblematik auf dem Weg in die Freiheit

3 Case Management im Strafvollzug

3.1 Case Management als Handlungskonzept

3.2 Case Manager*innen im Strafvollzug

4 Übergangsmanagement als Schlüsselelement der Wiedereingliederung

4.1 Definition und Aufgaben des Übergangsmanagements

4.2 Gelingendes Übergangsmanagement im Handlungsrahmen des Case Managements – ein Beispiel aus der Praxis

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Möglichkeiten des Übergangsmanagements im Strafvollzug und in der Straffälligenhilfe aufzuzeigen, um eine nachhaltige und erfolgreiche Wiedereingliederung ehemaliger Inhaftierter zu fördern. Dabei wird untersucht, wie strukturierte Konzepte dazu beitragen können, die Rückfallquote in die Delinquenz zu senken.

  • Entwicklung und Zielsetzung des modernen Strafvollzugs in Deutschland
  • Analyse der multiplen Problemlagen bei Haftentlassenen
  • Implementierung von Case Management als strukturelles Handlungskonzept
  • Anforderungsprofil und Kompetenzen für Case Manager*innen im Vollzugskontext
  • Praxisnahe Evaluation von Übergangsmanagement-Initiativen am Beispiel der B5-Gemeinschaftsinitiative

Auszug aus dem Buch

3.1 Case Management als Handlungskonzept

Das Case Management ist in den 1970er Jahren aus der Deinstitutionalisierung in den USA entstanden. Unter dem Begriff Deinstitutionalisierung wird die Entlassung von chronisch psychisch Erkrankten, von Menschen mit geistiger Behinderung und von pflegebedürftigen Personen aus der stationären Unterbringung zusammengefasst. Auslöser für diesen Prozess waren die hohen Kosten der stationären Unterbringung und die Erkenntnis, dass stationäre Unterbringung Unmündigkeit und Lebensunfähigkeit fördert. Es musste ein Umdenken zu ambulanten Hilfen stattfinden und der Übergang von der Institution in eine selbstverantwortliche Lebensweise rückte in den Vordergrund. Durch das Case Management sollten notwendige medizinische, soziale und erzieherische Unterstützung geschaffen und koordiniert werden. Die negative Wirkung von Beziehungsabbrüchen sollte vermieden und der Sozialraum einbezogen werden. Das Handlungskonzept wurde in mehrere Bereiche, u. a. in die Soziale Arbeit mit straffälligen Menschen, ausgeweitet. (Matt 2014; Wendt 2018)

Der Handlungsrahmen des Case Managements bietet ein Mehrebenenkonzept. Das methodische Handeln auf der Fallebene gestaltet und sichert die Versorgung der einzelnen Klient*innen. Die erforderlichen Strukturen für individuelle Abläufe werden auf der Organisationsebene gebildet. Die unterschiedlichen Professionen, Dienste und informelle Hilfen werden im regionalen Versorgungsgefüge auf der Netzwerkebene aufeinander abgestimmt. (DGCC 2020; Löcherbach 2020)

Das Case Management bietet Organisations- sowie Effizienzvorteile. Doppelerhebungen, Versorgungslücken und Beziehungsabbrüche sollen vermieden werden. Ein effizienteres Einsetzen der Ressourcen wird ermöglicht. Zudem wird eine konsistente Falleinschätzung gesichert und Ausspielen beteiligter Institutionen verhindert. Die Leistungserbringer im jeweiligen Sozialraum sollen durch verbindliche Regelungen die bedarfsabdeckenden Versorgungsstrukturen sicherstellen und somit Schnittstellenproblemen vorbeugen. Zuständigkeitsfragen werden durch die Verbindlichkeit ebenfalls vermieden. (Matt 2014; Wendt 2018)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die schwierige Lebenssituation von Haftentlassenen ein und skizziert das Ziel, Möglichkeiten des Übergangsmanagements für eine gelingende Wiedereingliederung darzulegen.

2 Der Strafvollzug in Deutschland: Das Kapitel beleuchtet historische Entwicklungen, Ziele wie die Resozialisierung sowie die vielschichtigen Problemlagen und Rückfallgefahren von Haftentlassenen.

3 Case Management im Strafvollzug: Hier wird das Konzept des Case Managements als Hilfesystem erläutert und die spezifische Rolle sowie die qualitativen Anforderungen an Case Manager*innen definiert.

4 Übergangsmanagement als Schlüsselelement der Wiedereingliederung: Dieses Kapitel definiert Aufgaben des Übergangsmanagements und verdeutlicht anhand der „Gemeinschaftsinitiative B5“ dessen praktische Umsetzung und Erfolgspotenziale.

5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Evaluationen sowie die Bedeutung des Übergangsmanagements als Innovation im Strafvollzug.

Schlüsselwörter

Strafvollzug, Resozialisierung, Übergangsmanagement, Case Management, Wiedereingliederung, Rückfallprävention, Haftentlassung, Straffälligenhilfe, Sozialplanung, Fallsteuerung, Beschäftigungsförderung, Netzwerkarbeit, Haftentlassene, Kriminalprävention, Beratungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Unterstützung ehemaliger Inhaftierter beim Übergang aus der Haft in ein eigenverantwortliches Leben in Freiheit, wobei der Fokus auf dem Übergangsmanagement liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Resozialisierung, das Case Management als methodisches Konzept, die berufliche Eingliederung und die strukturierte Zusammenarbeit beteiligter Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein systematisch gestaltetes Übergangsmanagement die Wiedereingliederung von Straffälligen verbessern und Rückfallquoten reduzieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Diese Arbeit nutzt eine deskriptive sowie analytische Auseinandersetzung mit bestehender Fachliteratur und evaluiert Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der theoretischen Ansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Rolle der Case Manager*innen, den Ebenen der Fallsteuerung und der konkreten Umsetzung von Übergangsmanagement-Projekten im Kontext des Strafvollzugs.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Übergangsmanagement, Resozialisierung, Case Management und Rückfallprävention aus.

Was besagt das "Risk-Need-Responsivity"-Modell?

Es ist ein empirisch fundiertes Modell, das der rückfallpräventiven Arbeit dient, indem Interventionen nach Risiko, Bedarf und den individuellen Fähigkeiten der Klienten gesteuert werden.

Welche Bedeutung hat die "Gemeinschaftsinitiative B5"?

Sie dient als exemplarisches Modell aus Nordrhein-Westfalen, das durch die Kooperation von Justiz und Arbeitsagentur die Beschäftigungsfähigkeit von Inhaftierten gezielt verbessert.

Warum wird der "Drehtür-Effekt" thematisiert?

Der Begriff beschreibt den stetigen Wechsel zwischen Haft und Freiheit, der durch fehlende soziale Einbindung, Arbeitslosigkeit und Suchtproblematiken begünstigt wird – ein Teufelskreis, den das Übergangsmanagement durchbrechen soll.

Welche Anforderungen werden an Case Manager*innen gestellt?

Neben Beratungskompetenz und Schnittstellenmanagement werden hohe Anforderungen an die interkulturelle Kompetenz, Dokumentation und Verhandlungsführung in einem autoritären Zwangskontext gestellt.

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Details

Titel
Case Management im Strafvollzug. Übergangsmanagement als Schlüsselelement gelingender Wiedereingliederung
Hochschule
Hochschule Ravensburg-Weingarten
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1280308
ISBN (PDF)
9783346733320
Sprache
Deutsch
Schlagworte
case management strafvollzug übergangsmanagement schlüsselelement wiedereingliederung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Case Management im Strafvollzug. Übergangsmanagement als Schlüsselelement gelingender Wiedereingliederung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280308
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Leseprobe aus  17  Seiten
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