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Leiharbeit in Deutschland. Ausbeutung oder eine Chance für Arbeitslose?

Title: Leiharbeit in Deutschland. Ausbeutung oder eine Chance für Arbeitslose?

Term Paper , 2019 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Das Ziel der Arbeit ist es folgende Frage zu beantworten: Werden Leiharbeitnehmer in Deutschland ausgebeutet oder ist es eine Chance zur Rückkehr in die reguläre Arbeitswelt für Langzeitarbeitslose? Um die Leitfrage beantworten zu können, muss die aktuelle Lage der Leiharbeit in Deutschland sowie das AÜG betrachtet werden. Des Weiteren ist die Beleuchtung der Vorteile und der negativen Aspekte für die Leiharbeitnehmer nötig. Dies geschieht durch die Analyse von Statistiken der Leiharbeitsbranche sowie Erfahrungsberichten. In Kapitel 2 wird die Leiharbeit definiert und der Ablauf einer Arbeitnehmerüberlassung geschildert. Kapitel 3 zeigt die Entwicklung sowie die Möglichkeiten und Gefahren von Leiharbeit. Letztlich wird in Kapitel 4 die Fragestellung beantwortet und Handlungsempfehlungen in Betracht gezogen.

Im Laufe der letzten Jahre ist die Leiharbeitsbranche immer weitergewachsen und hat sich so zu einem wichtigen Bestandteil der deutschen Arbeitswelt entwickelt. Während der Jahresdurchschnitt 2013 noch bei 814.000 Leiharbeitnehmern lag, ist die Anzahl bis 2017 bereits auf 1.032.000 Arbeitskräfte in Leiharbeitsverhältnissen angestiegen. Der Begriff Leiharbeit ist synonym zu Zeitarbeit sowie Arbeitnehmerüberlassung zu verwenden, jedoch wird je nach Ansicht zur Leiharbeit eine andere Bezeichnung gewählt: Befürworter der Arbeitnehmerüberlassung, vor allem die Leiharbeitsfirmen, verwenden den Begriff Zeitarbeit. Vertreter der Zeitarbeit sagen, dass Leiharbeit der falsche Begriff sei und berufen sich dabei auf § 598 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), welcher besagt, dass eine Leihe die unentgeltliche Gebrauchsüberlassung einer Sache ist, was nicht auf die Zeitarbeit zutreffe (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. o. J.a). In der Öffentlichkeit wird überwiegend der Begriff Zeitarbeit verwendet. Im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) werden die Begriffe Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeitnehmer und Leiharbeitsverhältnis verwendet. Des Weiteren wählen Kritiker meist die Bezeichnung Leiharbeit, wenn von einer Arbeitnehmerüberlassung die Rede ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition der Leiharbeit und Ablauf einer Arbeitnehmerüberlassung

3 Leiharbeit in Deutschland

3.1 Geschichte und Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland

3.2 Möglichkeiten und Risiken der Leiharbeit

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kontroverse Rolle der Leiharbeit in Deutschland und stellt sich der zentralen Forschungsfrage, ob Leiharbeitnehmer systematisch ausgebeutet werden oder ob dieses Beschäftigungsmodell eine reale Chance für Langzeitarbeitslose zur Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt darstellt.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen des AÜG
  • Strukturelle Vorteile für Entleihbetriebe versus Nachteile für Arbeitnehmer
  • Erfolgsquoten bei der Integration in den regulären Arbeitsmarkt
  • Analyse von Missbrauchspotenzialen und "Working Poor"-Phänomenen
  • Kritische Beleuchtung der Rolle der Bundesagentur für Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Möglichkeiten und Risiken der Leiharbeit

Die Leiharbeit bietet einige Möglichkeiten für die Entleihbetriebe, die Leiharbeitnehmer und die deutsche Gesamtwirtschaft, aber sie bringt auch Risiken mit sich. Das Risiko trägt hauptsächlich der Leiharbeitnehmer, während Entleihbetriebe, Leiharbeitsfirmen und die Bundesagentur für Arbeit von der Leiharbeit profitieren.

Leiharbeit wurde als Flexibilisierungsinstrument für den deutschen Arbeitsmarkt geschaffen. Dies ist ein Grund, warum Leiharbeitnehmer attraktiv für Unternehmen sind. Sie können kurzfristig eingestellt, aber genauso schnell wieder entlassen werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Auf diese Weise kann auf schwankende Unternehmungsauslastung reagiert werden (Schäfer 2017).

Die Flexibilität ist einerseits positiv für die Unternehmen zu beurteilen, auf der anderen Seite wirkt sie sich negativ auf die Leiharbeitnehmer aus, denn diese haben keine Planungssicherheit und eine deutlich kürzere Beschäftigungsdauer als normale Arbeitsverhältnisse. Die Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeitsbranche werden häufiger geschlossen und beendet, was das Risiko arbeitslos zu werden deutlich erhöht. Im Jahr 2017 sind 3,06 Prozent aus einem Leiharbeitsverhältnis in die Arbeitslosigkeit geraten, von den Gesamtbeschäftigten in Deutschland gerade mal 0,63 Prozent. Zugleich kann die Leiharbeit eine Perspektive für Arbeitslose bieten und die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt wird realistischer. Im Jahr 2017 betrugen 19 Prozent der Arbeitsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit durch ein Leiharbeitsverhältnis (Bundesagentur für Arbeit Statistik/Arbeitsmarktberichterstattung 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Leiharbeit ein und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich des Spannungsfeldes zwischen arbeitsmarktpolitischer Chance und Ausbeutung.

2 Definition der Leiharbeit und Ablauf einer Arbeitnehmerüberlassung: Das Kapitel erläutert die dreiseitige Vertragsstruktur der Leiharbeit, bestehend aus Leiharbeitnehmer, Leiharbeitsfirma und Entleihbetrieb.

3 Leiharbeit in Deutschland: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Geschichte, den rechtlichen Änderungen (AÜG) sowie den praktischen Chancen und Risiken dieses Beschäftigungsmodells.

4 Fazit: Das Fazit resümiert, dass trotz theoretischer Chancen für Langzeitarbeitslose der Missbrauch durch Unternehmen überwiegt und eine Verschärfung der Kontrollsysteme dringend geboten ist.

Schlüsselwörter

Leiharbeit, Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, AÜG, Arbeitslosigkeit, Integration, Arbeitsmarkt, Ausbeutung, Flexibilisierung, Equal Pay, Stammbelegschaft, prekäre Beschäftigung, Lohnuntergrenze, Arbeitsmarktpolitik, Missbrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Leiharbeitssektor in Deutschland und analysiert kritisch, ob er eine wirksame Integrationshilfe für Arbeitslose ist oder überwiegend zu ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnissen führt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die rechtliche Entwicklung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), die ökonomische Flexibilisierungsfunktion für Betriebe sowie die sozioökonomischen Auswirkungen auf die Leiharbeitnehmer.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Leitfrage lautet: Werden Leiharbeitnehmer in Deutschland systematisch ausgebeutet, oder bietet das Modell eine realistische Chance zur Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie die Analyse von aktuellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und diversen Erfahrungsberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Arbeitnehmerüberlassung, die historische Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland sowie die differenzierte Betrachtung von Chancen und Risiken für alle beteiligten Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind neben Leiharbeit und Zeitarbeit insbesondere die Begriffe Ausbeutung, Flexibilisierung, prekäre Beschäftigung sowie die gesetzliche Rahmenregelung (AÜG).

Wie bewertet die Autorin die Rolle des aktuellen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Gesetzesfassung Missbrauch nicht wirksam verhindert, da Schlupflöcher zur Umgehung von Equal-Pay-Regelungen bestehen bleiben.

Welches Fazit zieht die Studie in Bezug auf die Integrationsleistung?

Obwohl Leiharbeit eine Chance für den Weg aus der Arbeitslosigkeit bietet, zeigt die Analyse, dass die Mehrheit der Betroffenen den dauerhaften Sprung in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis nicht schafft.

Welche Rolle spielt die Bundesagentur für Arbeit im Kontext der Leiharbeit?

Es wird kritisiert, dass Jobcenter aufgrund eigener Integrationsvorgaben vermehrt auf Leiharbeitsfirmen zurückgreifen, was die Arbeitskräfte teilweise in ausbeuterische Strukturen drängt.

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Details

Title
Leiharbeit in Deutschland. Ausbeutung oder eine Chance für Arbeitslose?
College
University of Applied Sciences Ravensburg-Weingarten
Course
Sozialpolitik
Grade
1,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
18
Catalog Number
V1280311
ISBN (PDF)
9783346733306
ISBN (Book)
9783346733313
Language
German
Tags
leiharbeit deutschland ausbeutung chance arbeitslose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Leiharbeit in Deutschland. Ausbeutung oder eine Chance für Arbeitslose?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280311
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