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Geschlechtssensible Sprache im Spanischen. Zwischen sprachlicher Emanzipation und männlicher Dominanz

Titel: Geschlechtssensible Sprache im Spanischen. Zwischen sprachlicher Emanzipation und männlicher Dominanz

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Hausarbeit soll diskutiert werden, in welchen Bereichen der Sprache emanzipatorische Prozesse bereits eingeleitet werden und welche Bereiche teils unbewusst gemäß jahrhundertelanger Tradition und teils vorsätzlich weiterhin einer männlichen Domäne unterworfen sind.

Nach einer Erläuterung der sprachlichen Aspekte der spanischen Sprache, die patriarchal geprägt sind und die diese politische Gesinnung unterstreichen, soll näher auf das generische Maskulinum und dessen Funktionen eingegangen werden. Im Hauptteil der Hausarbeit werden schließlich zunächst die Positionen zusammengefasst, die die Entwicklung einer genderneutralen Sprache akzelerieren. In diesem Kapitel wird ebenfalls Bezug auf einzelne Teilbereiche der Sprache genommen, die bereits genderneutral verwendet werden. Im zweiten Teil werden jene, den machismo unterstützen- den, Positionen erläutert. Die Haltung der RAE als treibende Kraft und diskursanalytische Beispiele sollen zur Festigung jener Position angeführt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die spanische Sprache als Ausdruck des Patriarchats und der politischen Gesinnung

2.1. Das generische Maskulinum

2.1.1. Funktionen des generischen Maskulinums

3. Positionen für eine gendersensible Sprache in spanischsprachigen Ländern

3.1. Feminismus

3.1.1. Femininmovierte Berufsbezeichnungen

3.1.2. Feminisierte Determinanten und Adjektive

3.1.3. Genusdemarkierte gemischtgeschlechtliche Personengruppen

3.1.4. Doppelformen gemischtgeschlechtlicher Personengruppen

4. Positionen gegen eine gendersensible Sprache in spanischsprachigen Ländern

4.1. El machismo

4.1.1. Die Real Academia Española

4.1.2. Diskursanalyse

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Widersprüche in der spanischen Sprache im Hinblick auf Geschlechtssensitivität, indem sie analysiert, wie patriarchale Dominanz sprachlich tradiert wird und inwiefern emanzipatorische Ansätze einer genderneutralen Sprache diesen Strukturen entgegenwirken.

  • Analyse des generischen Maskulinums als Instrument der Unsichtbarmachung
  • Untersuchung feministischer Ansätze für eine geschlechtergerechte Sprache
  • Diskussion der Rolle der Real Academia Española als konservative Instanz
  • Diskursanalytische Erörterung der sprachlichen Reproduktion von Machtverhältnissen
  • Vergleichende Betrachtung emanzipatorischer und traditioneller Tendenzen im Spanischen

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Funktionen des generischen Maskulinums

Nach Bengoechea (vgl. 2008a: 39) werden über das generische Maskulinum vier verschiedene Funktionen erfüllt:

1. Unsichtbarmachung der Frau. In gemischtgeschlechtlichen Gruppen findet die Frau keine Repräsentation ihrer Person vor. Durch die Ignoranz weiblicher Individuen in Gruppen und fehlende weibliche Berufsbezeichnungen wird der Wert der Frau in der Gesellschaft herabgesenkt.

2. Eigenes Gedankengut, eigene Ideologie transportieren – gemäß des Prinzips einer patriarchalen Gesellschaft, in der der Mann das Regiment führt.

3. Formung einer männlichen Identität. Während sich die Männer in direkter Form mit der Ausdrucksweise des generischen Maskulinums identifizieren und sie als ‚Einheit der Männer’ vereint, verbleit die Frau in einer unsicheren Haltung darüber, ob sie nun inkludiert ist oder nicht.

4. Naturalisierung des männliches Rechts, den symbolischen Raum für alle Belange des kulturellen Lebens wie Ethnie, Nationalität und Religion einzunehmen. Findet die Frau sprachlich keine Erwähnung innerhalb eines Gruppen- / Gesellschaftsgefüges, so entsteht auf subtile Art und Weise eine Gesellschaft, in der der Mann den gesamten Raum für sich beansprucht.

Alle Funktionen zielen darauf ab, die gesellschaftliche Vormachtstellung des Mannes sprachlich zu bekräftigen, also eine gesellschaftliche und sprachliche Einheit zu kreieren, in der die Frau in ihrem Wert und ihrer Relevanz herabgestuft und diskriminiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des machismo in der spanischen Sprache ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der emanzipatorischen Prozesse versus männlicher Dominanz.

2. Die spanische Sprache als Ausdruck des Patriarchats und der politischen Gesinnung: Dieses Kapitel erläutert das binäre System der Sprache und stellt dar, wie die Sprache patriarchale Strukturen durch das generische Maskulinum stützt.

2.1. Das generische Maskulinum: Hier wird definiert, dass das maskuline Genus als allgemeingültiger Repräsentant für gemischtgeschlechtliche oder unbestimmte Gruppen fungiert.

2.1.1. Funktionen des generischen Maskulinums: Die vier Hauptfunktionen des generischen Maskulinums werden aufgezeigt, mit Fokus auf die Unsichtbarmachung und Diskriminierung weiblicher Individuen.

3. Positionen für eine gendersensible Sprache in spanischsprachigen Ländern: Dieses Kapitel widmet sich den modernen Bestrebungen nach einer inklusiven Sprache und der sozialen Transformation in verschiedenen spanischsprachigen Ländern.

3.1. Feminismus: Hier wird der historische und politische Kontext des Feminismus und dessen Einfluss auf den bewussten Wandel des Sprachgebrauchs beleuchtet.

3.1.1. Femininmovierte Berufsbezeichnungen: Dieses Unterkapitel analysiert das Suffix -a als Mittel zur Sichtbarmachung der Frau in Berufsrollen.

3.1.2. Feminisierte Determinanten und Adjektive: Der Einsatz von weiblichen Formen bei Begleitern und Eigenschaftswörtern als Meilenstein der Feminisierung wird diskurstheoretisch untersucht.

3.1.3. Genusdemarkierte gemischtgeschlechtliche Personengruppen: Hier werden Strategien beschrieben, um durch Neologismen oder neutrale Morpheme das Geschlecht in Gruppenbeschreibungen vollständig zu demarkieren.

3.1.4. Doppelformen gemischtgeschlechtlicher Personengruppen: Das Kapitel vergleicht den Gebrauch von Schrägstrichen, Klammern oder dem @-Symbol zur expliziten Nennung beider Geschlechterformen.

4. Positionen gegen eine gendersensible Sprache in spanischsprachigen Ländern: Die Argumentationsmuster der konservativen Gegenseite, die eine Bedrohung der sprachlichen Tradition und des Patriarchats sehen, werden hier analysiert.

4.1. El machismo: Eine Erläuterung der männlich dominierten Kultur, die sich gegen die Feminisierung der Gesellschaft wehrt.

4.1.1. Die Real Academia Española: Die Rolle der Akademie als Hüterin der traditionellen Grammatik und ihr institutioneller Widerstand gegen inklusive Reformen stehen hier im Fokus.

4.1.2. Diskursanalyse: Eine Untersuchung darüber, wie Diskurse soziale Gefüge festigen und wie Sprache dazu genutzt wird, die männliche Dominanz in Medien und Literatur zu manifestieren.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass inklusive Sprache zwar an Bedeutung gewinnt, aber systemische gesellschaftliche Barrieren und institutioneller Widerstand die vollständige Gleichstellung noch verhindern.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur, inklusive linguistischer Studien von Autoren wie Bengoechea und Sinner.

Schlüsselwörter

Spanische Sprache, Generisches Maskulinum, Geschlechtssensitivität, Machismo, Feminismus, Real Academia Española, Patriarchat, Sprachwandel, Diskursanalyse, Inklusive Sprache, Femininmovierte Berufsbezeichnungen, Geschlechtergerechtigkeit, Linguistische Ökonomisierung, Emanzipation, Machtstrukturen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen sprachlicher Emanzipation und traditioneller männlicher Vorherrschaft im Spanischen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Funktion des generischen Maskulinums, feministische Sprachpolitik und der Widerstand konservativer Institutionen wie der RAE.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, in welchen Bereichen die spanische Sprache durch patriarchale Denkmuster geprägt ist und wie diese durch moderne, inklusive Ansätze hinterfragt werden.

Welche methodische Vorgehensweise liegt zugrunde?

Es wird eine deskriptive sowie diskursanalytische Methode angewandt, die auf linguistischer Sekundärliteratur basiert, um sprachliche Mechanismen zu entschlüsseln.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Befürworter inklusiver Sprache (Feminisierung, Doppelformen) sowie eine Gegenüberstellung mit Kritikern und der konservativen Sprachinstanz (RAE).

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Genuslinguistik, Patriarchat, Diskursdominanz und sprachliche Sichtbarmachung definieren.

Wie bewerten Sie die Rolle der Real Academia Española?

Die Autorin/der Autor ordnet die RAE als konservative, institutionelle Kraft ein, die durch ihre grammatikalische Normsetzung aktiv zur Aufrechterhaltung männlicher Dominanz beiträgt.

Welche Bedeutung kommt der "arroba" im sprachlichen Kontext zu?

Das @-Symbol fungiert in der Arbeit als modernes Beispiel für eine sprachökonomische, inklusive Schreibweise, um beide Geschlechter gleichermaßen in einem Wort zu integrieren.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtssensible Sprache im Spanischen. Zwischen sprachlicher Emanzipation und männlicher Dominanz
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,8
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1280365
ISBN (PDF)
9783346732187
ISBN (Buch)
9783346732194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechtssensible sprache spanischen zwischen emanzipation dominanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Geschlechtssensible Sprache im Spanischen. Zwischen sprachlicher Emanzipation und männlicher Dominanz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280365
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