In dieser Ausarbeitung sollen erzieherische Machtverschleierungsmaßnahmen näher beleuchtet werden.
Zunächst soll es exkursartig um die eigentliche Bedeutung von Smileys gehen, um im Folgenden näher auf die Machtverschleierungsprozesse einzugehen. Dabei wird Rückgriff auf die Vorlesungen zur Erziehung, Moral und Gesellschaft des Soziologen Durkheim (1984), auf ‚Überwachen und Strafen’ (1976) von dem Philosophen Foucault und ‚Grundlagen einer Theorie der symbolischen Gewalt’ (1973) von den Soziologen Bourdieu und Passeron genommen. Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengetragen und als Fazit formuliert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Exkurs: Der Smiley im schulischen Kontext
- Verschleierungsprozesse in der erzieherischen Bildung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Problematik von Machtverschleierung in erzieherischen Kontexten, insbesondere im schulischen Bereich. Sie analysiert, wie Machtausübung unter der Fassade pädagogischer Handlungen wirksam wird, und untersucht die Auswirkungen dieser Prozesse auf die Selbstständigkeit und das Selbstbild von Lernenden.
- Analyse der Verschleierung von Machtverhältnissen im schulischen Kontext
- Untersuchung der Rolle von Smileys als Instrument zur Bewertung und Steuerung von Schülerverhalten
- Kritik an der Disziplinierung als Mittel der Erziehung und ihrer Auswirkungen auf die Selbstständigkeit von Schülern
- Einbezug von theoretischen Perspektiven von Durkheim, Foucault und Bourdieu/Passeron
- Analyse der Funktion von Moral und Disziplin im Bildungsprozess
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Hausarbeit vor und erläutert die Problematik der Machtverschleierung in der schulischen Bildung. Am Beispiel von Smileys als Leistungsbewertungsinstrument wird die subtilen Machtstrukturen verdeutlicht.
- Exkurs: Der Smiley im schulischen Kontext: Dieses Kapitel untersucht die ursprüngliche Bedeutung und Funktion von Smileys und analysiert ihre Verwendung im schulischen Kontext. Es wird deutlich, wie ein scheinbar harmloses Stilmittel zur Verschleierung von Machtverhältnissen beitragen kann.
- Verschleierungsprozesse in der erzieherischen Bildung: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Verschleierungsprozessen von Macht in der schulischen Erziehung. Die Analyse bezieht sich auf die Theorien von Durkheim, Foucault und Bourdieu/Passeron und zeigt, wie Moral, Disziplin und soziale Normen zur Durchsetzung und Legitimierung von Machtverhältnissen eingesetzt werden.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit behandelt die Themen Machtverschleierung, Erziehung, Disziplinierung, Schule, Smileys, Moral, Sozialisation, Durkheim, Foucault, Bourdieu/Passeron, symbolische Gewalt, Selbstständigkeit, Selbstbild.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Machtausübung in der Schule verschleiert?
Macht wird oft hinter einer pädagogischen Fassade versteckt, bei der Disziplinierung als notwendige Erziehung oder moralische Formung dargestellt wird.
Welche Funktion haben Smileys im schulischen Kontext?
Smileys dienen als scheinbar harmloses Bewertungsinstrument, das jedoch subtilen Druck zur Verhaltenssteuerung ausübt und Machtverhältnisse verschleiert.
Was versteht Bourdieu unter „symbolischer Gewalt“?
Es handelt sich um eine Form von Macht, die von den Beherrschten nicht als solche erkannt, sondern als legitim und natürlich akzeptiert wird.
Welchen Beitrag leistet Foucault zur Analyse der Schuldisziplin?
Foucault analysiert in „Überwachen und Strafen“ die Schule als Disziplinarinstitution, die Individuen durch ständige Beobachtung und Normierung formt.
Wie beeinflusst schulische Disziplinierung das Selbstbild der Schüler?
Ständige Bewertung und Kontrolle können die Entwicklung echter Selbstständigkeit behindern und dazu führen, dass Schüler ihr Selbstbild rein über externe Normen definieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Disziplinierende Machtausübung in der Schule und ihre Verschleierung. Wie Machtverhältnisse unter der erzieherischen Fassade wirken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280371