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Die Darstellung Alexanders des Großen auf dem Alexandermosaik von Pompeji

Ein realistisches Portrait?

Titel: Die Darstellung Alexanders des Großen auf dem Alexandermosaik von Pompeji

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 45 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Ove Frank (Autor:in)

Archäologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das sogenannte Alexandermosaik von Pompeji gilt als eines der berühmtesten erhaltenen Bildwerke der Antike. Dargestellt ist eine Schlacht zwischen Makedoniern unter ihrem König Alexander (später als "der Große" berühmt) auf der einen und Persern unter ihrem Großkönig Dareios auf der anderen Seite.
Die Ikonographie des heranstürmenden Alexanders und des fliehenden Perserkönigs ist heute weltweit bekannt, doch wie realistisch ist diese Darstellung eigentlich? Zeigt dieses Mosaik eine authentische Darstellung des berühmten makedonischen Königs, der zu einem der größten Eroberers der Geschichte aufsteigen sollte? Oder ist dies lediglich eine stereotype Interpretation, die mit der Realität nur wenig gemein hatte?

In dieser Arbeit untersuchen wir das Mosaik, seinen historischen und archäologischen Kontext, verfolgen seine Entstehungsgeschichte und vergleichen die dargestellte Szene mit anderen bildlichen Darstellungen Alexanders sowie mit den Beschreibungen antiker Schriftquellen und ziehen hierfür die Einschätzungen vorausgegangener Publikationen zurate.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Grabungsgeschichte des Alexandermosaiks

Die Wirkung auf den Betrachter

Der Ursprung des Mosaiks

Das Aussehen Alexanders

Alexanderbildnisse im Vergleich

Blondes oder dunkles Haar?

Der Symbolcharakter

Alexander und Bukephalos

Fazit

Quellen

Literatur

Abbildungsnachweis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Alexandermosaik von Pompeji hinsichtlich der Authentizität der Darstellung Alexanders des Großen, ordnet das Werk kunsthistorisch ein und analysiert, inwiefern das Mosaik von verbreiteten, teils idealisierten Vorstellungen abweicht.

  • Analyse der Entstehungsgeschichte und archäologische Einordnung des Alexandermosaiks.
  • Vergleichende Untersuchung der Bildnisse Alexanders anhand antiker Büsten und Münzen.
  • Untersuchung des Symbolcharakters und der narrativen Bildkomposition des Mosaiks.
  • Kritische Beleuchtung der historischen Authentizität von Alexanders Erscheinungsbild (z.B. Haarfarbe, Rüstung).

Auszug aus dem Buch

Das Aussehen Alexanders auf dem pompejanischen Mosaik

Entsprechend der antiken Beschreibungen der Schlachten von Issos und Gaugamela befindet sich Alexander an der Spitze seiner Hetairenreiterei. Trotz der großen Lücken im Alexandermosaik ist erkennbar, dass Alexander eine breite Angriffslinie an Reitern folgt. Diese sind mit Wurfspeeren und Schwertern ausgestattet. Die Helme und Bewaffnung entsprechen dabei dem Kenntnisstand, welche die Archäologie zur Bewaffnung der makedonischen Kavallerie des 4. Jh. v. Chr. nachvollziehen kann. So trägt der makedonische Reiter hinter Alexander, der durch den Kopf eines schwarzen Pferds in Teilen verdeckt wird, einen böotischen Helm, welcher im 4. und 3. Jh. v. Chr. in der makedonischen Reiterei weit verbreitet war. Problematisch allerdings ist, dass die archäologischen Zeugnisse zur Ausstattung des Alexanderheeres noch recht lückenhaft sind. Deshalb gilt inzwischen das Alexandermosaik selbst als wichtige archäologische Quelle für die makedonische Reiterei.

Alexander trägt einen weißgrauen Brustpanzer mit Schuppendekor, Schulterklappen und roter Schnürung. Schulter- und Hüftpartien werden durch zusätzliche Pteryges verziert. Auf der Brust ist ein Gorgeion angebracht. Über die rechte Schulter und unter der rechten Schulterklappe verläuft ein roter Gurt, der sein Schwert an der linken Hüfte hält. Das Schwert mit weißem Griff entspricht dabei dem Typus eines Xiphos‘. In seiner rechten führt Alexander eine lange Lanze (Xyston), mit der er gerade einen persischen Reiter vor sich aufspießt. Anhand eines kleinen Stücks des Mosaiks, welches im ansonsten stark lückenhaften linken Drittel noch erhalten ist, ist zu erkennen, dass Alexanders Lanze durch einen Lanzenschuh (Sauroter) ausbalanciert wird. Bernard Andrae interpretiert die Szene so, dass Alexander, entsprechend seines auf Dareios gerichteten Blicks, eigentlich den Großkönig treffen wollte, sich aber einer dessen Untergebenen vor Dareios warf und so seinem Herrn das Leben rettete.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die historische Bedeutung und den Mythos um Alexander den Großen sowie die Aufwerfung der Frage nach seiner tatsächlichen Darstellung im Vergleich mit der Populärkultur.

Grabungsgeschichte des Alexandermosaiks: Darstellung der zufälligen Entdeckung des Mosaiks in Pompeji und seiner konservatorischen Behandlung seit dem 18. Jahrhundert.

Die Wirkung auf den Betrachter: Analyse der monumental-narrativen Kraft des Werks, die schon Zeitgenossen und spätere Bewunderer wie Goethe faszinierte.

Der Ursprung des Mosaiks: Erörterung der Entstehungszeit, möglicher Vorlagen (Philoxenos) und der datierungstechnischen Einordnung in die Diadochenzeit.

Das Aussehen Alexanders: Detailierte Analyse der auf dem Mosaik gezeigten Rüstung, Bewaffnung und Tracht Alexanders unter Berücksichtigung antiker Quellen wie Plutarch.

Alexanderbildnisse im Vergleich: Gegenüberstellung des Mosaik-Portraits mit zeitgenössischen Büsten und Münzprägungen zur Identifikation stilistischer Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Blondes oder dunkles Haar?: Untersuchung der historischen Belege für Alexanders Haarfarbe und Dekonstruktion des modernen „blonden Alexander“-Mythos.

Der Symbolcharakter: Interpretation der kompositorischen Elemente, wie der Blickführung und des fehlenden Helms, als erzählerische Mittel zur Stilisierung der Heldentat.

Alexander und Bukephalos: Diskussion der Identität des Streitrosses unter Einbeziehung antiker Berichte über Ersatzpferde und die Bedeutung des Reitermotivs in der makedonischen Kultur.

Fazit: Zusammenfassende Einordnung des Mosaiks als realistisch verwurzeltes, aber narrativ angepasstes Abbild des Königs, das eine Brücke zwischen historischen Befunden und idealisierten Porträts schlägt.

Schlüsselwörter

Alexandermosaik, Alexander der Große, Pompeji, Casa del Fauno, Makedonische Reiterei, Bukephalos, Lysippos, Historische Authentizität, Porträtmalerei, Antike Kunstgeschichte, Diadochenzeit, Dareios III., Philoxenos von Eretria, Ikonographie, Antike Heldenbilder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit widmet sich der Frage, wie realistisch Alexander der Große auf dem berühmten Alexandermosaik von Pompeji abgebildet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Dazu gehören die Entdeckungsgeschichte des Mosaiks, die Analyse technischer Details wie Ausrüstung und Haarfarbe sowie die kunsthistorische Vergleiche mit erhaltenen Skulpturen und Münzbildern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob das Mosaik eine authentische zeitgenössische Wiedergabe darstellt oder einem idealisierten Herrscherkanon folgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine vergleichende Analyse archäologischer Zeugnisse, antiker Schriftquellen und der kunsthistorischen Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Alexanders Rüstung, die Rolle von Bukephalos, den Vergleich mit Alexanderbildnissen der Diadochenzeit und die symbolische Wirkung der Bildkomposition.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Alexandermosaik, Authentizität, Hetairenreiterei, Ikonographie und die antike Alexanderrezeption.

Warum wird Alexander auf dem Mosaik ohne Helm dargestellt?

Dies wird als bewusste künstlerische Entscheidung gedeutet, um das Gesicht des Königs hervorzuheben und ihn im Narrativ des Kampfes als den proaktiven, überlegenen Heerführer zu charakterisieren.

Handelt es sich bei dem Pferd auf dem Mosaik tatsächlich um Bukephalos?

Das bleibt strittig; aufgrund antiker Berichte, dass Alexander in Schlachten Pferde wechselte, wird vermutet, dass es sich um eines der Ersatzpferde und nicht zwingend um den berühmten Bukephalos handelt.

Warum ist das moderne Bild des blonden Alexanders kritisch zu hinterfragen?

Das Bild des blonden Alexanders ist historisch nicht belegt und basiert weitgehend auf Fehlidentifikationen von Goldmünzen sowie künstlerischen Freiheiten seit der Renaissance.

Was schließt die Arbeit über die Entstehungszeit des Mosaik-Originals?

Die Analyse legt nahe, dass das zugrundeliegende Gemälde kurz nach Alexanders Tod, etwa um die Jahrhundertwende vom 4. zum 3. Jahrhundert v. Chr., unter der Herrschaft der Diadochen entstanden sein dürfte.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung Alexanders des Großen auf dem Alexandermosaik von Pompeji
Untertitel
Ein realistisches Portrait?
Hochschule
Universität Rostock  (Heinrich Schliemann-Institut für Altetrumswissenschaften)
Veranstaltung
Die Darstellung des Krieges in Griechenland und Rom
Note
2.0
Autor
Ove Frank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
45
Katalognummer
V1280943
ISBN (PDF)
9783346735201
ISBN (Buch)
9783346735218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alexander der Große Mosaik Pompej Alexandermosaik Pompeji Darstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ove Frank (Autor:in), 2021, Die Darstellung Alexanders des Großen auf dem Alexandermosaik von Pompeji, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1280943
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  45  Seiten
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