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Die Pflege von muslimischen Patienten in deutschen Institutionen. Auswirkungen des muslimischen Glaubens auf ausgewählte Aspekte der Pflege und der Pflegepraxis

Title: Die Pflege von muslimischen Patienten in deutschen Institutionen. Auswirkungen des muslimischen Glaubens auf ausgewählte Aspekte der Pflege und der Pflegepraxis

Diploma Thesis , 2002 , 68 Pages , Grade: 2

Autor:in: MPH Ahmed Aljazzar (Author)

Health - Miscellaneous
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Die Arbeit stütz sich auf eine umfangreiche Literaturrecherche, deren Ergebnisse für diese Arbeit analytisch aufgearbeitet wurden. Es handelt sich dabei um Menschen islamischen Glaubens und da der Islam unterschiedliche kulturelle Ausprägung erfährt, wurden der Diplomarbeit allgemeingültige Quellen zugrunde gelegt.

Der Focus richtet sich besonders auf den europäischen Islam, wobei die Islamwissenschaftlerin Frau Annemarie Schimmel und die Krankenschwester Al Mutawaly besondere Berücksichtigung finden.

Die Literaturauswahl erfolgte nach der Zielsetzung, Grundlagen des Islams auf pflegerische Belange hin zu ermitteln und festzustellen, in wie weit handlungsorientierende Elemente für Nicht-Islamgläubige für die Pflege Kranker und Sterbender Muslime enthalten sind. Bei der Literaturbearbeitung wurden zunächst unbrauchbare Quellen aussortiert. Das selektierte Material wurde anhand folgender Fragestellungen bearbeitet:

In wie weit sind Glaubensregeln auf verschiedene ethnische Gruppen islamischen Glaubens, wie sie in Deutschland anzutreffen sind, übertragbar? Sind Glaubensregeln hinsichtlich der ATL (Aktivitäten des täglichen Lebens) unter Berücksichtigung der verschiedenen Schweregrade von möglichen Beeinträchtigungen in den Pflegeprozess integrierbar? Welches Wissen ist nötig, damit Pflegekräfte bei der Religionsausübung Islamgläubige unterstützend können?

Zunächst werden die wichtigsten Kenntnisse vom Islam vermittelt, die grundlegend für das Verständnis von muslimischen Patienten sind. Es beginnt mit einem Überblick über die Geschichte des Islams und der Verbreitung des Islams in Deutschland. Anschließend wird näher auf die demographische Entwicklung der muslimischen Migranten in Deutschland eingegangen. Um diese Gruppe von Migranten geht es im Pflegeprozess. Wie kann Misstrauen abgebaut und Vertrauen gewonnen werden?

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Inhaltsverzeichnis

1 METHODISCHER AUFBAU DER DIPLOMARBEIT

2 DIE GESCHICHTE DES ISLAMS.

2.1 MOHAMMED „(FRIEDEN AUF IHM)“

2.2 DER KORAN

3 WAS GLAUBEN MUSLIME?

3.1 DIE SECHS GLAUBENSGRUNDSÄTZE

3.2 DIE FÜNF SÄULEN DES ISLAMS :

4 DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG MUSLIMISCHER MIGRANTEN

5 PFLEGEBEZIEHUNG

5.1 MISSTRAUEN UND VERTRAUEN

5.2 DEFINITION DES BEGRIFFES VERTRAUEN

5.3 DIE URSACHE DES MISSTRAUENS BEI MUSLIMISCHEN PATIENTEN

6 ERSTE FOLGERUNGEN FÜR DIE PFLEGEPRAXIS: BESONDERHEITEN BEI DER PFLEGE VON MUSLIMEN

6.1 DAS GEBET

6.2 ERNÄHRUNG

6.2.1Ernährung während des Fastenmonats

6.2.2Ernährung außerhalb des Fastenmonats

6.3 SCHAM & WASCHEN

6.4 BESUCHE

7 BEDEUTUNG VON KRANKHEIT UND TOD

7.1 KRANKHEIT

7.2 DIE RELIGIÖSEN PFLICHTEN EINES KRANKEN MUSLIMS AUS DER SICHT DER SUNNITISCHEN TRADITION. FOLGERUNGEN FÜR DIE PFLEGE.

7.3 DIE PROBLEME BEIM EINNEHMEN DER MEDIKAMENTE

8 STERBEN UND TOD

8.1 VOM UMGANG MIT STERBENDEN UND TOTE MUSLIMISCHEN GLAUBEN

8.2 RITUELLE WASCHUNG DES TODES

8.3 TOTENKLEIDUNG

8.4 DAS TOTENGEBET

8.5 RITUELLES BEGRÄBNIS UND ÜBERFÜHRUNG IN DIE HEIMAT

8.6 FEUERBESTATTUNGEN

8.7 UMGANG MIT TRAUER BEI MUSLIMEN

9 DISKUSSION

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen des muslimischen Glaubens auf die Pflegepraxis in deutschen Institutionen, mit dem Ziel, professionell Pflegenden ein Verständnis für die kulturellen und religiösen Bedürfnisse muslimischer Patienten zu vermitteln und Anforderungen an eine zielgruppenorientierte Pflege abzuleiten.

  • Grundlagen des Islams und der muslimischen Lebensführung.
  • Die Bedeutung der Pflegebeziehung und des Vertrauensverhältnisses.
  • Besonderheiten in der Pflegepraxis (Gebet, Ernährung, Scham, Waschung).
  • Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod aus islamischer Sicht.
  • Transkulturelle Pflegeansätze und Handlungskonzepte für den Pflegealltag.

Auszug aus dem Buch

6.3 Scham & Waschen

Eine gute Körperpflege bedeutet normalerweise, Haut, Haare, Nägel und Mund sauber in guten Zustand zu halten. Diese Tätigkeiten können ebenso für Behaglichkeit und Entspannung sorgen, den Kreislauf anregen, gegen Infektionen vorbeugen sowie das Selbstwertgefühle durch ein besseres Aussehen und das Gefühl des Wohlbefindens steigern. Sowohl Körperliche als auch geistige Krankheiten können zu einer akuten Veränderung des normalen Hygienestandards eines Menschen führen. Eine veränderte Umgebung, der Verlust an Selbständigkeit, ungewohnte Routine und das Fehlen der Privatsphäre können zu wesentlicher Störung innerhalb dieser persönlichen und wichtigen Tätigkeiten beitragen.

Muslime haben zu Hause gelernt, ihren Körper so wenig wie möglich der Außenwelt preiszugeben. Diese Schamauffassung enthält als wichtiges Moment, Bescheidenheit und Respekt, insbesondere gegenüber dem anderen Geschlecht, zu zeigen. „Im Krankenhaus werden die Schamgrenzen notwendigerweise verletzt, das gilt für alle Patient/innen und ist nicht gänzlich vermeidbar. Doch sollten zum Beispiel Patient/innen möglichst nur kurz unbedeckt gelassen werden". (WWW.ANZIANITA-MIGRAZIONE.CH 06.12.01). „Durch die strenge Erziehung hat die muslimische Frau ein gesteigertes Schamgefühl, z.B. wird sie sich im Gegenwart fremden Personen äußerst selten auskleiden oder waschen, vor allem nicht im Genitalbereich“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 METHODISCHER AUFBAU DER DIPLOMARBEIT: Darstellung der Literaturrecherche und der methodischen Herangehensweise zur Ermittlung handlungsorientierender Elemente für die Pflege muslimischer Patienten.

2 DIE GESCHICHTE DES ISLAMS.: Überblick über die Ursprünge des Islams, den Propheten Mohammed und die Bedeutung des Korans als heilige Schrift.

3 WAS GLAUBEN MUSLIME?: Erläuterung der sechs Glaubensgrundsätze und der fünf Säulen des Islams, die das Fundament muslimischen Glaubens bilden.

4 DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG MUSLIMISCHER MIGRANTEN: Analyse der Situation von Migranten in Deutschland und der Notwendigkeit, Altenhilfe und Migrationssozialarbeit aufeinander abzustimmen.

5 PFLEGEBEZIEHUNG: Untersuchung der Bedeutung von Vertrauen und Misstrauen in der interkulturellen Pflegebeziehung sowie der Ursachen für Distanz.

6 ERSTE FOLGERUNGEN FÜR DIE PFLEGEPRAXIS: BESONDERHEITEN BEI DER PFLEGE VON MUSLIMEN: Praktische Hinweise zur Unterstützung bei Gebet, Ernährung, Körperpflege und Besuchskultur unter Berücksichtigung religiöser Vorgaben.

7 BEDEUTUNG VON KRANKHEIT UND TOD: Erläuterung des islamischen Verständnisses von Krankheit als Prüfung sowie religiöser Pflichten im Krankheitsfall.

8 STERBEN UND TOD: Beschreibung der Sterbebegleitung, ritueller Waschungen und Bestattungsvorschriften aus islamischer Sicht.

9 DISKUSSION: Reflexion über die Anforderungen an eine transkulturelle Pflege und die Notwendigkeit von Handlungskonzepten in der Gesundheitsversorgung.

Schlüsselwörter

Islam, Pflege, muslimische Patienten, transkulturelle Pflege, Sterbebegleitung, Gebet, rituelle Waschung, Ernährung, Vertrauen, Migranten, Schamgefühl, interkulturelle Kompetenz, Gesundheit, Krankheit, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Pflege muslimischer Patienten in deutschen Institutionen und beleuchtet, wie religiöse Überzeugungen den Pflegeprozess beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Grundlagen des muslimischen Glaubens, die Bedeutung der Pflegebeziehung, spezifische Anforderungen an die Pflegepraxis sowie der Umgang mit Sterben und Tod.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Pflegenden Verständnis für den soziokulturellen und religiösen Hintergrund muslimischer Patienten zu vermitteln, um eine qualitativ hochwertige, zielgruppenspezifische Pflege zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und analytischen Aufarbeitung vorhandener Quellen, um Handlungsempfehlungen für die Pflegepraxis abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt praxisrelevante Bereiche wie Gebetszeiten, Ernährungsvorschriften, Schamgrenzen bei der Körperpflege, den Umgang mit Familienbesuchen sowie die Begleitung bei schwerer Krankheit und im Sterbeprozess.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Transkulturelle Pflege, muslimische Identität, Sterbebegleitung, kulturelle Sensibilität und Patientenzentrierte Versorgung beschreiben.

Wie sollte das Pflegepersonal mit Schamgefühlen muslimischer Patienten umgehen?

Pflegekräfte sollten respektvoll mit Schamgrenzen umgehen, unnötiges Entblößen vermeiden und nach Möglichkeit gleichgeschlechtliche Pflegepersonen für Intim- und Körperpflege einsetzen.

Welche Rolle spielen Angehörige im Pflegekontext für muslimische Patienten?

Angehörige sind für muslimische Patienten eine wichtige Stütze und bieten Schutz und Nähe; ihre Einbeziehung in den Pflegeprozess ist daher für einen positiven Krankheitsverlauf essenziell.

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Details

Title
Die Pflege von muslimischen Patienten in deutschen Institutionen. Auswirkungen des muslimischen Glaubens auf ausgewählte Aspekte der Pflege und der Pflegepraxis
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main  (FH- Frankfurt)
Grade
2
Author
MPH Ahmed Aljazzar (Author)
Publication Year
2002
Pages
68
Catalog Number
V128101
ISBN (eBook)
9783668290310
ISBN (Book)
9783668290327
Language
German
Tags
pflege patienten institutionen auswirkungen glaubens aspekte pflegepraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MPH Ahmed Aljazzar (Author), 2002, Die Pflege von muslimischen Patienten in deutschen Institutionen. Auswirkungen des muslimischen Glaubens auf ausgewählte Aspekte der Pflege und der Pflegepraxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128101
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