Bei dieser Arbeit handelt sich um einen Unterweisungsentwurf zum Thema Sachliche Rechnungskontrolle für den Ausbildungsberuf der Industriekaufleute. Das Unterweisungsziel wird durch das Lehrgespräch vermittelt.
Durch meine Erfahrung als Prüfer für die Ausbildereignung bei der IHK sowie als Trainer in der Erwachsenenbildung zeige ich in dieser Unterweisung das Methodische und Didaktische vorgehen auf, so wie es in einem Unterweisungsentwurf erwartet wird.
Der Auszubildende befindet sich im ersten Monat des ersten Ausbildungsjahrs. Nach einer genauen Adressatenanalyse folgt die sachliche Analyse des Themas. Anschließend werden die angestrebten Kompetenzen und Lernziele definiert sowie die didaktische Methodefindung begründet. Im praktischen Teil wird dann die Durchführung der Methode beschrieben. Zum Abschluss wird diskutiert, wie der Lernerfolg geplant und gesichert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Ausgangssituation
1.1. Ausbildungsbetrieb
1.2. Adressatenanalyse
1.2.1. Beschreibung des Auszubildenden
1.2.2. Stärken und Schwächen des Auszubildenden
1.2.3. Bisherige Entwicklung des Auszubildenden
2. Fachliche Analyse des Themas (Sachanalyse)
2.1. Einordnung der Unterweisung
2.2. Vorheriges Unterweisungsthema
2.3. Nachfolgendes Unterweisungsthema
3. Lernziele
3.1. Richtlernziel
3.2. Groblernziel
3.3. Feinlernziel
3.3.1. Kognitiver Lernzielbereich
3.3.2. Affektiver Lernzielbereich
3.3.3. Psychomotorischer Lernzielbereich
4. Schlüsselqualifikationen
4.1. Handlungskompetenz
4.2. Fachkompetenz
4.3. Methodenkompetenz
4.4. Individualkompetenz
4.5. Sozialkompetenz
5. Didaktische Begründung der Methode
5.1. Methodenwahl
5.2. Zeitpunkt der Unterweisung
5.3. Ort der Unterweisung
5.4. Ausbildungsmittel/Materialien
6. Durchführung der Unterweisung & Lernerfolgssicherung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterweisung besteht darin, den Auszubildenden zur selbstständigen und fehlerfreien Prüfung von Eingangsrechnungen auf ihre sachliche Richtigkeit zu befähigen, um so einen Beitrag zur Liquiditätssicherung des Unternehmens zu leisten.
- Sachliche Rechnungskontrolle als zentraler Geschäftsprozess.
- Vermittlung gesetzlicher Mindestangaben bei Rechnungen.
- Systematische Vorgehensweise bei der Rechnungsprüfung mittels Checklisten.
- Förderung der Handlungskompetenz und Eigenverantwortung.
- Verknüpfung von Fachwissen mit praktischen Arbeitsabläufen im Einkauf.
Auszug aus dem Buch
1.2.2. Stärken und Schwächen des Auszubildenden
Im Verlauf seiner bisherigen Ausbildung zeigte sich der Auszubildende sehr engagiert und wissbegierig. Seine Schulnoten liegen im durchschnittlichen Bereich und mit den anderen Auszubildenden kommt er sehr gut klar. Er wurde zum Jugend- und Auszubildendenvertreter gewählt. Der Auszubildende hat eine rasche Auffassungsgabe und ist kommunikativ. Nach erfolgter Unterweisung kann er Aufgaben in der Regel schnell eigenständig ausführen. Er weist dabei ein hohes Arbeitstempo auf, vernachlässigt jedoch manchmal die nötige Sorgfalt und es kommt zu Flüchtigkeitsfehlern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ausgangssituation: Vorstellung des Ausbildungsbetriebs und Analyse des Auszubildenden hinsichtlich seiner Vorerfahrungen und Kompetenzen.
2. Fachliche Analyse des Themas (Sachanalyse): Einordnung der sachlichen Rechnungskontrolle in den betrieblichen Kontext und Abgrenzung zu vorherigen sowie zukünftigen Themen.
3. Lernziele: Festlegung der Richt-, Grob- und Feinlernziele auf Basis der Ausbildungsordnung für Industriekaufleute.
4. Schlüsselqualifikationen: Erläuterung der geförderten Kompetenzbereiche wie Fach-, Methoden-, Individual- und Sozialkompetenz.
5. Didaktische Begründung der Methode: Begründung für die Wahl des Lehrgesprächs sowie organisatorische Rahmenbedingungen wie Zeitpunkt und Ort der Unterweisung.
6. Durchführung der Unterweisung & Lernerfolgssicherung: Detaillierter Ablaufplan der Unterweisung phasenweise gegliedert nach Aktivitäten und Zielen.
Schlüsselwörter
Ausbildereignungsprüfung, Industriekaufmann, Unterweisungskonzept, Sachliche Rechnungskontrolle, Lehrgespräch, Ausbildung, Lernziele, Handlungskompetenz, Fachkompetenz, Buchhaltung, Einkauf, Rechnungswesen, Auszubildender
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Anliegen dieses Unterweisungskonzepts?
Es dient als strukturierte Planungshilfe für eine praktische Unterweisung im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung für den Beruf Industriekaufmann/-frau.
Welches Thema steht im Mittelpunkt der Unterweisung?
Das Thema ist die "Sachliche Rechnungskontrolle", eine wesentliche Aufgabe im Bereich des Einkaufs zur Sicherung der betrieblichen Liquidität.
Welche Lernziele werden verfolgt?
Das Hauptziel ist, dass der Auszubildende nach 15 Minuten eigenständig Eingangsrechnungen auf ihre sachliche Richtigkeit prüfen kann, unter Berücksichtigung gesetzlicher Mindestangaben.
Welche Ausbildungsmethode wird eingesetzt?
Es wird die Methode des Lehrgesprächs gewählt, um den kommunikativen Lerntyp des Auszubildenden anzusprechen und durch gezielte Fragen aktives Mitdenken zu fördern.
Wie ist der Ablauf der Unterweisung strukturiert?
Die Durchführung gliedert sich in verschiedene Phasen: Vorbereitung, Begrüßung, Einstieg, Hauptteil (Lehrgespräch), Lernerfolgskontrolle, Zusammenfassung und Ausblick.
Welche Hauptkompetenzen sollen entwickelt werden?
Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Handlungskompetenz, wobei besonders die methodische systematische Arbeitsweise bei der Rechnungsprüfung eine Rolle spielt.
Wie unterscheidet sich die sachliche von der rechnerischen Kontrolle?
Während die in diesem Dokument behandelte sachliche Kontrolle die Richtigkeit der Lieferung und Konditionen prüft, befasst sich die rechnerische Prüfung mit der mathematischen Korrektheit der Beträge.
Warum wird gerade das Lehrgespräch als Methode favorisiert?
Da es sich um ein eher theoretisches Thema handelt, erlaubt das Lehrgespräch dem Auszubildenden, bereits vorhandenes Wissen aktiv abzurufen und durch eigene Überlegungen zu vertiefen.
- Arbeit zitieren
- Sven Arnusch (Autor:in), Sachliche Rechnungskontrolle Lehrgespräch (Unterweisungsentwurf Industriekaufmann/-frau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1281243