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Religion – Eine Gefahr für den Frieden?

Title: Religion – Eine Gefahr für den Frieden?

Presentation (Elaboration) , 2008 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadja Kloß (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Summary Excerpt Details

Der 11. September 2001 als Verbrechen gegen die Menschheit führte uns bereits deutlich die
globale Gefahr eines religiös motivierter Terrorismus vor Augen. Dabei ist aber zu beachten,
dass dieses Geschehen nicht pauschal dem militanten Islam anzulasten ist und es auch falsch
ist, gar zum Gegenangriff eines „wehrhaften Christentums“ aufzurufen. Denn die
Zweideutigkeit aller Religionen, auch die des Christentums, v.a. durch die Kreuzzüge und die
Judenverfolgung, ist offensichtlich. Somit ist deutlich, dass Religion sowohl segenreich, also
Anlass für Befriedungsprozesse, als auch Quelle von Fanatismus und Verderben sein kann,
indem Gott/ das Heilige dämonisch verzerrt wird. Religion kann folglich auch Mittel der
Kriegsführung sein, indem religiöse Versprechungen zur Motivation (Ablass, Eintritt in das
Paradies) des eigenen Volkes/ Soldaten gegeben werden, hinzu kommt, dass materielle Opfer
oftmals mit religiösen Opfern gleichgesetzt werden. Immer wieder kommt es zu blutigen
Auseinandersetzungen zwischen verschiedensten Religionsanhängern – Konflikte um
Kaschmir, in Nordirland und selbst in Deutschland wird türkischen Familien das Haus
angezündet. Doch warum ist es nicht möglich, dass die jeweilige religiöse Überzeugung der
am Konflikt beteiligten Menschen nicht friedensstiftend, sonder eher im Gegenteil
kriegsfördernd sind? [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hauptteil

3. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die ambivalente Rolle der Weltreligionen im Kontext von Frieden und Konflikten. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit religiöse Überzeugungen kriegsfördernd oder friedensstiftend wirken und welche Rolle die fundamentalistische Auslegung religiöser Schriften bei der Entstehung globaler Spannungen spielt.

  • Analyse der religionsspezifischen Friedens- und Gewaltpotenziale im Islam, Christentum und Buddhismus.
  • Untersuchung der historischen und aktuellen Auswirkungen fundamentalistischer Auslegungen.
  • Darstellung von Fallbeispielen, wie etwa die Situation im Iran oder der Konflikt in Tibet.
  • Diskussion über den Stellenwert des Religionsdialogs zur Förderung eines friedlichen Miteinanders.

Auszug aus dem Buch

2. Hauptteil

Ob der Weltfrieden wirklich von den Religionen abhängt, wird im folgenden Teil verdeutlicht.

Zum Islam ist zunächst zu sagen, dass bereits Mohammed mit seiner neuen Gottesoffenbahrung die militante Verteidigung der „Ehre“ und Identität der Stammesgemeinschaft verlangte. So wurde eine bewaffnete Auseinandersetzung, von Blutrache bis zum Stammeskrieg, immer zugleich eine religiöse Pflicht.

Die Schlacht von Badr im Jahre 624 nach Mohammeds Exodus nach Medina zwischen Mohammed-Anhängern und dem Begleitschutz einer mekkanischen Karawanne und dem Sieg der Mohammedaner wird diese als entscheidende Zäsur gesehen, denn dieser Kampf war eine dem Propheten aufgezwungene Abwehrmaßnahme, die allein das Überleben der Gemeinde sicherte. Somit war folglich der Boden für den Dschihad, den Heiligen Krieg, bereitet. Der Dschihad bezeichnet dabei nicht nur oder primär den Kampf mit Waffen, sondern alle Anstrengungen auf dem Weg Allahs, zur Überwindung des Bösen und zur Durchsetzung des Rechts. Die Beteiligung ist dabei für jeden Rechtsgläubigen Pflicht, wobei die Erfüllung mit Sündenvergebung und Anrecht auf das Paradies belohnt wird. Dieser Pflicht aber ist nicht zu jeder Zeit nachzukommen, eben dann, wenn genügend Kämpfer vorhanden sind und auch in den 4 heiligen Monaten muss nicht gekämpft werden. So wird auch die Vorbereitung auf den Dschihad oftmals als Pflichterfüllung anerkannt. Der Dschihad an sich bezweckt die Umwandlung von „Kriegsgebiet“ zum „Islam-Gebiet“, wobei die Ungläubigen die Feinde des islamischen politischen Gemeinwesens darstellen. Beim Islam kommt es außerdem nicht auf den Glauben im Sinne einer Erneuerung des Herzens an, sondern auf das Bewusstsein der unbedingten Überlegenheit Gottes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Ambivalenz von Religionen, die sowohl als Quelle für Befriedung als auch für Fanatismus dienen können, und führt in die Thematik der religiös motivierten Konflikte ein.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert beispielhaft den Islam, das Christentum und den Buddhismus hinsichtlich ihrer Sicht auf Krieg, Frieden und die Auswirkungen fundamentalistischer Tendenzen.

3. Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass nicht die Religion selbst die Gefahr darstellt, sondern deren fundamentalistische Auslegung, und plädiert für einen ethischen Minimalkonsens durch Religionsdialog.

Schlüsselwörter

Religion, Frieden, Fundamentalismus, Islam, Christentum, Buddhismus, Dschihad, Kreuzzüge, Gewaltlosigkeit, Religionsdialog, Ethik, Konflikt, Glaube, Toleranz, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Religionen als Ursache oder als Lösungsmittel für weltweite Friedenskonflikte betrachtet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Friedenspotenziale sowie die Gewaltanfälligkeit verschiedener Religionen, insbesondere durch fundamentalistische Strömungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Religionen grundsätzlich eine Gefahr für den Frieden darstellen oder ob dieses Potenzial durch eine spezifische, fundamentalistische Interpretation entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-theologischen Auseinandersetzung mit religiösen Texten und der Analyse aktueller politischer Konflikte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Islam, dem Christentum und dem Buddhismus, wobei historische Ereignisse wie die Kreuzzüge oder moderne politische Entwicklungen im Iran und Tibet aufgezeigt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen unter anderem Religion, Frieden, Fundamentalismus, Dschihad, Religionsdialog und ethischer Minimalkonsens.

Wie wird das Verhältnis von Islam und Gewalt im Text bewertet?

Der Text differenziert zwischen dem Konzept des Dschihad als religiöser Pflicht zur Anstrengung auf dem Weg Allahs und seiner kriegerischen Auslegung in der politischen Realität.

Welche Rolle spielt die Geschichte für das Verständnis christlicher Gewalt?

Die Autorin weist darauf hin, dass auch das Christentum eine blutige Geschichte von Fanatismus, wie etwa bei den Kreuzzügen, aufweist, die im Widerspruch zur Friedensbotschaft Jesu steht.

Was zeichnet laut der Arbeit den Buddhismus aus?

Der Buddhismus wird als ethische Lebensphilosophie beschrieben, in der der Begriff des Heiligen Krieges unbekannt ist und Gewalt als nicht mit der Lehre vereinbar gilt.

Was ist das Fazit der Autorin bezüglich eines Weltfriedens?

Ein friedliches Miteinander wird nicht durch eine Einheitsmoral erreicht, sondern durch einen ethischen Minimalkonsens und einen kritischen Dialog zwischen den Religionen.

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Details

Title
Religion – Eine Gefahr für den Frieden?
College
Dresden Technical University  (Institut für Geschichte)
Course
Gefahren für den Frieden im 21. Jahrhundert
Grade
2,0
Author
Nadja Kloß (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V128153
ISBN (eBook)
9783640343393
ISBN (Book)
9783640343812
Language
German
Tags
Religion Eine Gefahr Frieden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Kloß (Author), 2008, Religion – Eine Gefahr für den Frieden? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128153
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