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"Glengarry Glen Ross": Der Mythos der Frontier in der Kritik

Titre: "Glengarry Glen Ross": Der Mythos der Frontier in der Kritik

Dossier / Travail , 2009 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Lydia Prexl (Auteur)

Philologie Américaine - Littérature
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Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis und dem New York Drama Critics' Circle Award, zählt David Mamets Glengarry Glen Ross zu den wichtigsten Dramen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. 1983 im Cottesloe Theatre in London uraufgeführt, wurde es mit Begeisterung aufgenommen und gewann noch im gleichen Jahr den Society of West End Theatres Award for the Best Play. Seine amerikanische Premiere feierte das Stück knapp sechs Monate später im Goodman Theatre in Chicago, und erhielt einen so großen Zuspruch, dass es bereits nach wenigen Wochen an den Broadway verlagert wurde. Nachdem Mamet bereits mit American Buffalo (1973) der nationale wie internationale Durchbruch gelungen war, konnte er sich dank Glengarry Glen Ross als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren der Vereinigten Staaten etablieren.
Glengarry Glen Ross zeigt einen Ausschnitt von knapp vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Gruppe von Immobilienverkäufern. Anhand der vier Salesmen Shelly Levene, George Aaronow, Dave Moss und Ricky Roma sowie deren Vorgesetztem John Williamson setzt sich das Stück mit verschiedenen Facetten des Scheiterns auseinander. Als Rahmen der Handlung dient dabei ein Einbruch in das Maklerbüro. Gegliedert in zwei Akte, führt der erste Akt in einer Sequenz dreier dialogischer Einzelszenen in die Welt der Salesmen ein, wobei das Dominanzstreben der Figuren im Mittelpunkt steht. Der zweite Akt führt die einzelnen Zwiegespräche zusammen und bringt die etablierten Machtverhältnisse ins Wanken. Indem schlussendlich alle Hauptfiguren versagen, problematisiert das Stück die Auswirkungen des kapitalistischen Systems auf Individuum und Gemeinschaft.
Aus diesem Grund konzentrieren sich Rezensenten des Dramas vorwiegend auf den Aspekt der Gesellschafts- und Systemkritik. [...]
Allerdings sollte Glengarry Glen Ross nicht nur als ein Angriff auf die materialistischen Werte und das Leistungs- und Erfolgsdenken der amerikanischen Gesellschaft oder als ein Stück über "The American Dream […] gone bad" verstanden werden. Die Salesmen sind nicht nur Opfer, sondern auch Urheber jenes Systems, welches Menschen ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien bewertet. Insofern handelt das Drama nicht nur von sozialer, sondern auch von individueller Schuld.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Aufarbeitung des Frontiermythos

3. Facetten des Scheiterns in Glengarry Glen Ross

4. Das Scheitern der Salesmen – Eine Analyse

5. Exkurs: Der amerikanische Traum als maskuliner Traum

6. Das Scheitern der Salesmen – eine Absage an den Frontiermythos des amerikanischen Traums?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie David Mamets Drama "Glengarry Glen Ross" den amerikanischen Mythos der Frontier sowie das Leistungs- und Erfolgsdenken kritisch hinterfragt und dabei das Scheitern seiner Protagonisten im kapitalistischen System thematisiert.

  • Der Einfluss des Frontiermythos auf das Selbstbild der Charaktere
  • Die Verknüpfung von Maskulinität, Erfolg und Macht im Kapitalismus
  • Die Sprache als Instrument der Manipulation und Domination
  • Die Rolle der Frau als positiver Gegenpol und Bedrohung des Systems
  • Die psychologische Disposition der Salesmen und ihre narzisstische Identitätskrise

Auszug aus dem Buch

Die Aufarbeitung des Frontiermythos

Die Welt der Salesmen in Glengarry Glen Ross ist wesentlich geprägt durch den Mythos der Frontier. Als zentrales Leitbild bestimmt er das Selbstverständnis der Männer und beeinflusst ihr Streben nach Autorität. Konkretisiert durch einen bis zur Asozialität gesteigerten Individualismus und eine Vorstellung von Maskulinität, welche emotionale Beziehungen, Empathie und Rücksichtnahme als unmännlich verbannt, liefert der Frontiermythos auch Hinweise zur Erklärung ihres Verhaltens und damit ihres Scheiterns. Mamet selbst kommentierte ausführlich die zentrale Bedeutung der Frontier für das Stück:

(I)n America we're still suffering from loving a frontier ethic – that is to say, take the land from the Indians and give it to the railroad. Take the money from the blacks and give it to the rich. The ethic was always something for nothing. It never really existed when the frontier was open. […] The idea of go West and make your fortune […] was an idea promulgated by the storekeepers in the gold rush and the railroads in the westward expansion as a way of enslaving the common man and woman playing on their greed. […] So, because we've been rather dishonest about our basic desire to get something for nothing in this country we've always been enslaved by the myth of the happy capitalist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in das Drama ein, würdigt seine Bedeutung in der Gegenwartsliteratur und skizziert die system- und gesellschaftskritische Lesart durch die Forschung.

2. Die Aufarbeitung des Frontiermythos: Es wird analysiert, wie der Frontiermythos und das Streben nach unbegrenzten Möglichkeiten die Welt der Makler prägen und zu einer Scheinwirklichkeit führen.

3. Facetten des Scheiterns in Glengarry Glen Ross: Anhand der Figur Shelly Levene werden die verschiedenen Ebenen des beruflichen und gesellschaftlichen Scheiterns sowie der Identitätsverlust der Charaktere detailliert beleuchtet.

4. Das Scheitern der Salesmen – Eine Analyse: Hier wird das Scheitern psychologisch durch eine narzisstische Disposition begründet und das System des gnadenlosen Wettbewerbs kritisch hinterfragt.

5. Exkurs: Der amerikanische Traum als maskuliner Traum: Das Kapitel untersucht den Stellenwert der Frau im Drama und wie das Männlichkeitsethos die Diskriminierung des 'Anderen' legitimiert.

6. Das Scheitern der Salesmen – eine Absage an den Frontiermythos des amerikanischen Traums?: Das Fazit stellt die Protagonisten als Opfer ihrer eigenen Ideologie dar und kommt zu dem Schluss, dass das Drama den amerikanischen Traum als gescheiterte und destruktive Idee entlarvt.

Schlüsselwörter

Glengarry Glen Ross, David Mamet, Frontiermythos, Amerikanischer Traum, Kapitalismus, Maskulinität, Identität, Scheitern, Systemkritik, Wettbewerb, Sprache, Macht, Narzissmus, Performativer Realismus, Makler

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert David Mamets Drama Glengarry Glen Ross im Hinblick auf seine Kritik am amerikanischen Mythos der Frontier und die Auswirkungen des kapitalistischen Systems auf die Identität der Charaktere.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Frontiermythos, die Konstruktion von Maskulinität, die Machtstrukturen im modernen Kapitalismus sowie die sprachliche Inszenierung von Identität und Täuschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Festhalten an einem überholten Männlichkeits- und Erfolgsbild zwangsläufig zum sozialen und individuellen Scheitern der Protagonisten führt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Dramentext unter Einbeziehung soziologischer und psychoanalytischer Ansätze (wie Sprechakttheorie und Narzissmus-Theorien) interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Aufarbeitung des Frontiermythos, der psychologischen Analyse des Scheiterns der Salesmen sowie der kritischen Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen im Stück.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Frontiermythos, Maskulinität, Kapitalismus, Identitätskrise, Systemkritik und der performative Realismus der Sprache.

Warum spielt die Figur Shelly Levene in der Analyse eine so zentrale Rolle?

Levene dient als exemplarische Figur, an der sich sämtliche Facetten des Scheiterns – vom beruflichen Absturz bis hin zum Selbstverrat – am deutlichsten verdichten.

Welche Rolle nehmen die Frauen in einem Stück ein, das fast ausschließlich mit Männern besetzt ist?

Obwohl Frauen physisch kaum präsent sind, fungieren sie als kritische Gegenpole oder Bedrohungen für das patriarchale System, da sie die Dominanz der Männer durch ihr Handeln in Frage stellen.

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Résumé des informations

Titre
"Glengarry Glen Ross": Der Mythos der Frontier in der Kritik
Université
University of Mannheim
Note
1,3
Auteur
Lydia Prexl (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
25
N° de catalogue
V128185
ISBN (ebook)
9783640349975
ISBN (Livre)
9783640350070
Langue
allemand
mots-clé
Glengarry Glen Ross Mythos Frontier Kritik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lydia Prexl (Auteur), 2009, "Glengarry Glen Ross": Der Mythos der Frontier in der Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128185
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Extrait de  25  pages
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