In dieser Hausarbeit beschäftige ich mich damit, inwiefern Janoschs Bilderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ auch als Erstleseliteratur geeignet ist.
Können sich Kinder mit den dargestellten Figuren identifizieren? Sind Erstleser in der Lage dem Handlungsverlauf zu folgen, wenn sie selber noch nicht viele Erfahrungen im Lesen gemacht haben? Werden ihre Interessen angesprochen? Ist der Aufbau des Buches kindsgemäß und werden ihre sprachlichen Fähigkeiten nicht überschätzt?
Diesen und anderen Fragen wird in einer Bilderbuchanalyse in Anlehnung an die Analysepunkte Elisabeth Holmeisters thematischer Analyse von Grégoire Solotareffs „Du groß und ich klein“ auf den Grund gegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Biographie
3. Analyse
3.1 Bibliographie
3.2 Inhalt
3.3 Thema
3.4 Aufbau
3.5 Figuren
3.6 Handlung
3.7 Sprache
3.8 Erzählperspektive
3.9 Zeitgestaltung
4. Bildliche Analyse
4.1 Darstellung der Figuren und deren Lebensraum
4.2 Die Korrelation von Bild und Text
5. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Bilderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch hinsichtlich seiner Eignung als Erstleseliteratur für Kinder. Im Fokus steht die kritische Prüfung, ob Sprachstil, Komplexität der Handlung, grafische Gestaltung und Erzählweise den didaktischen Anforderungen für Leseanfänger gerecht werden.
- Eignung von Bilderbüchern für Erstleser
- Literarische und bildnerische Analyse des Werkes
- Einfluss von Illustrationen auf das Textverständnis
- Vergleich mit didaktischen Kriterien für Erstliteratur
- Bedeutung von Freundschaft und Träumen in der Kinderliteratur
Auszug aus dem Buch
3.7 Sprache
In „Oh, wie schön ist Panama“ treffen wir auf einen sehr vielschichtigen Sprachstil. Er erscheint grundschülergemäß, dennoch entdeckt man bei genauerer Betrachtung einige Wörter, die den Leser überanstrengen würden: „Waldbeerenkompott“, „Seeräuberschatz“, „vorbeigeschwommen“ und das Kenntlichmachen von Erstaunen durch Vokalverlängerung „daaaas“ oder des Appetits „Hmmmm“ bedeuten Stresssituationen für den Erstlesenden. Maria Lypp äußert sich diesbezüglich eher gegensätzlich. Sie ist der Ansicht, dass der Lesende auch die Gelegenheit haben sollte „sprachlichen Überraschungen zu begegnen“, anstatt mit einfältigen Wörtern aus dem Alltagsjargon geschont zu werden.23
Betrachtet man die Satzgefüge, so würde auch hier ein Erstling ins Stocken kommen. Viele mehrgliedrige Nebensatzkonstruktionen und eingefügte Dialoge verlangen eine enorme Konzentration des Lesers. Jedoch ist es zweifelhaft, ob er diese auch tatsächlich durchgehend aufbringen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation zur Wahl des Werkes und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Eignung als Erstleseliteratur.
2. Biographie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben und Schaffen von Janosch sowie seine wichtigsten literarischen Werke.
3. Analyse: Die Analyse untersucht das Werk systematisch anhand von Bibliographie, Inhalt, Thema, Aufbau, Figuren, Handlung, Sprache, Erzählperspektive und Zeitgestaltung.
4. Bildliche Analyse: Es wird die grafische Gestaltung betrachtet, wobei insbesondere die Darstellung der Figuren und die komplexe Korrelation von Bild und Text beleuchtet werden.
5. Schlussbemerkung: Die Autorin zieht das Fazit, dass das Buch aufgrund seiner Komplexität primär als Vorlesegeschichte und weniger als eigenständiger Erstlesetext geeignet ist.
Schlüsselwörter
Janosch, Oh wie schön ist Panama, Erstleseliteratur, Bilderbuchanalyse, Kinderliteratur, Vorlesegeschichte, Leseanfänger, Literaturdidaktik, Freundschaft, Illustrationen, Erzählperspektive, Sprachstil, Bild-Text-Korrelation, Leseförderung, Bildnerische Analyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das bekannte Bilderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch auf seine didaktische Eignung für Leseanfänger.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die literaturwissenschaftliche Analyse des Textes und die bildnerische Untersuchung der Illustrationen im Hinblick auf den Lernstand von Erstlesern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob die Struktur, Sprache und Komplexität der Geschichte es Kindern ermöglichen, das Buch eigenständig als Erstlesetext zu erschließen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine strukturierte Bilderbuchanalyse, angelehnt an die Analysepunkte von Elisabeth Holmeister, um die Eignung des Buches zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Inhalts- und Motivbeschreibung sowie eine Untersuchung der formalen Aspekte wie Erzählperspektive, Sprache und Zeitgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Erstleseliteratur, Bilderbuchanalyse, Leseförderung, Bild-Text-Korrelation und die Erzählweise von Janosch.
Warum eignet sich das Buch laut der Autorin nur bedingt für Erstleser?
Die Autorin argumentiert, dass die komplexe Sprache, die mehrgliedrigen Satzkonstruktionen und die anspruchsvolle Bild-Text-Gestaltung einen Leseanfänger überfordern könnten.
Welche Rolle spielen die Illustrationen in der Analyse?
Die Bilder werden nicht nur als dekoratives Element, sondern als wesentlicher Teil der Erzählstruktur verstanden, deren Detailreichtum den Leser jedoch vom Text ablenken kann.
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- Claudia Waindok (Autor), 2007, "Oh, wie schön ist Panama" als Erstleseliteratur?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128234