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Pierre Bourdieu "Die männliche Herrschaft"

Titre: Pierre Bourdieu "Die männliche Herrschaft"

Dossier / Travail , 2007 , 15 Pages , Note: 1-

Autor:in: Eva Kostakis (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit dem Buch "Die männliche Herrschaft", welches 1998 erschienen ist, löste Pierre Bourdieu Ende der neunziger Jahre in Frankreich heftige Debatten aus. Feministinnen warfen ihm vor, er argumentiere einseitig und vernachlässige die Publikationen der Gender Studies. Vor allem, so ein Einwand, übe Bourdieu Kritik ohne keinerlei Perspektive aufzuzeigen, wie die männliche Herrschaft zu überwinden sei. Leider konnte der Autor nicht maßgeblich die ausgelösten Diskussionen beeinflussen, da er bereits im Januar 2002 verstarb. Pierre Bourdieu schrieb zweifellos ein wichtiges Buch. Aber es ist schwer vorstellbar, dass die Publikation hierzulande eine ähnliche Resonanz wie in Frankreich hervorruft. Denn Bourdieu galt den Franzosen nicht als irgendein Wissenschaftler. Er war eine öffentliche Person.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Die Kabylei:

3. Die gesellschaftliche Konstruktion der Körper:

4. Die Inkorporation der Herrschaft:

5. Die symbolische Gewalt:

5.1. Die Frauen in der Ökonomie der symbolischen Güter:

6. Männlichkeit und Gewalt:

6.1. Männlichkeit als Adel:

7. Das weibliche Sein als Wahrgenommen- Sein:

7.1. Die weibliche Sicht der männlichen Sicht:

7.2 Kleiner Exkurs zur Wichtigkeit der Spiele:

8. Geschichtliche Enthistorisierungsarbeit:

8.1. Die Faktoren der Veränderung:

9. Die Ökonomie der symbolischen Güter und die Reproduktionsstrategien:

10. Die Macht der Struktur:

11. Artikel zu Pierre Bourdieus „Die männliche Herrschaft“:

11.1. Persönliche Ansichten:

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Pierre Bourdieus soziologischem Werk „Die männliche Herrschaft“ auseinander, um die Mechanismen der geschlechtsspezifischen Machtverhältnisse und deren tiefe gesellschaftliche Verankerung zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie symbolische Gewalt funktioniert, warum sie von beiden Geschlechtern reproduziert wird und ob eine bloße Bewusstwerdung oder der Rückzug in die private Liebe tatsächliche gesellschaftliche Veränderung bewirken kann.

  • Analyse der symbolischen Gewalt und Machtstrukturen
  • Soziologische Betrachtung der Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit
  • Rolle von Sozialisationsinstanzen bei der Reproduktion geschlechtsspezifischer Hierarchien
  • Kritische Diskussion zu den Lösungsmöglichkeiten für die Überwindung männlicher Herrschaft

Auszug aus dem Buch

4. Die Inkorporation der Herrschaft:

„Ihre besondere Kraft zieht die männliche Soziodizee daraus, dass sie zwei Operationen zugleich vollzieht und verdichtet: sie legitimiert ein Herrschaftsverhältnis, indem sie es einer biologischen Natur einprägt, die selbst eine naturalisierte gesellschaftliche Konstruktion ist.“ (Bourdieu, 2005, S. 44f)

Die symbolische Konstruktionsarbeit hat eine tief greifende Transformation von Körper und Geist zur Folge. Durch die Somatisierung der gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse nimmt der willkürliche nomos, der die beiden Klassen zu etwas Objektivem macht, die Gestalt eines Naturgesetzes an. Jedes der beiden Geschlechter existiert nur in Relation zum anderen, jedes ist ein Produkt der theoretischen und praktischen Konstruktion. Das beibehalten der Dispositionen erfolgt durch die Regelmäßigkeiten der physischen und sozialen Ordnung. Das androzentrische Einteilungsprinzip zieht seinen Nutzen aus den biologischen Unterschieden im Sinne von grundlegenden Voraussetzungen, die suggerieren eben jene biologischen Unterschiede seien der Grund für die sozialen Unterscheidungen. (vgl. Bourdieu, 2005, S. 45ff)

Die den kabylischen Frauen auferlegte gefügige Haltung ist die Extremform dessen, wozu auch heute noch die Frauen in den USA und in Europa angehalten werden (lächeln, Unterbrechungen dulden, Augen niederschlagen usf.). Diese Körperhaltungen, die verknüpft sind mit angemessener moralischer Haltung und Zurückhaltung, zwingen sich den heutigen Frauen wie ungewollt auf. (vgl. Bourdieu, 2005, S. 53ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Rezeption von Bourdieus Werk und Einführung in das zentrale Konzept der symbolischen Gewalt sowie die Rolle der Doxa.

2. Die Kabylei: Erläuterung der Wahl der Berber der Kabylei als soziologisches Instrument zur Analyse der männlichen Herrschaft.

3. Die gesellschaftliche Konstruktion der Körper: Untersuchung, wie körperliche Merkmale und Sexualität durch soziale Denkschemata als naturgegeben und hierarchisch konstruiert wahrgenommen werden.

4. Die Inkorporation der Herrschaft: Analyse, wie gesellschaftliche Machtverhältnisse durch Somatisierung tief in Körper und Geist verinnerlicht werden.

5. Die symbolische Gewalt: Diskussion der unsichtbaren Macht, die jenseits physischen Zwangs agiert, sowie Untersuchung der Unterordnung von Frauen in ökonomischen Güterstrukturen.

6. Männlichkeit und Gewalt: Darstellung, dass auch Männer Opfer eines Konstruktionsprozesses sind und unter dem Zwang stehen, ihre Männlichkeit stetig zu beweisen.

7. Das weibliche Sein als Wahrgenommen- Sein: Analyse der weiblichen Existenz als Objekt für den Blick anderer und die Erörterung, warum "Scharfsicht" der Frauen keine strukturelle Änderung bewirkt.

8. Geschichtliche Enthistorisierungsarbeit: Identifikation der Hauptinstanzen Familie, Kirche und Schule in der Reproduktion patriarchaler Vorstellungen sowie Analyse aktueller Veränderungen.

9. Die Ökonomie der symbolischen Güter und die Reproduktionsstrategien: Untersuchung der ökonomischen Abwertung häuslicher Arbeit und ihrer Bedeutung für die Erhaltung der männlichen Herrschaft.

10. Die Macht der Struktur: Zusammenfassung der tiefen Verankerung der geschlechtlichen Teilung, die nicht durch isolierte Karriereerfolge, sondern nur durch radikale institutionelle Änderungen transformiert werden kann.

11. Artikel zu Pierre Bourdieus „Die männliche Herrschaft“: Auseinandersetzung mit medialer Kritik und persönliche Reflexion des Autors über die Rolle der Liebe als vermeintlichen Ausweg.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, männliche Herrschaft, symbolische Gewalt, Geschlechterverhältnis, soziale Konstruktion, Doxa, Habitus, Inkorporation, Somatisierung, patriarchale Strukturen, Machtverhältnisse, Gender Studies, Sozialisation, Widerstand, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer soziologischen Analyse von Pierre Bourdieus Werk „Die männliche Herrschaft“ und untersucht, wie geschlechtsspezifische Machtverhältnisse in der Gesellschaft verankert und reproduziert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören symbolische Gewalt, die gesellschaftliche Konstruktion von Körpern, die Rolle von Sozialisationsinstanzen wie Familie und Schule sowie die ökonomische und soziale Marginalisierung der Frau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise männlicher Herrschaft zu durchleuchten und kritisch zu hinterfragen, warum diese Strukturen trotz massiver gesellschaftlicher Veränderungen so beharrlich bestehen bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte soziologische Analyse, die auf Bourdieus theoretischem Rahmen aufbaut und diesen durch die Einbeziehung zeitgenössischer Debatten und Artikel reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen, durch die männliche Dominanz in Körper, Alltag und Institutionen verankert wird, sowie die Rolle der Frauen innerhalb der Ökonomie der symbolischen Güter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind symbolische Gewalt, Habitus, Inkorporation, Doxa, patriarchale Strukturen und die soziale Konstruktion der Geschlechter.

Warum betont der Autor die "Scharfsicht" der Frauen?

Die Scharfsicht beschreibt die Fähigkeit der Frauen, die Spiele der Männer zu durchschauen; der Autor zeigt jedoch auf, dass diese Form des Wissens das Herrschaftssystem nicht stürzt, sondern oft nur der Nachsicht dient.

Kann die Liebe laut Bourdieu die Herrschaft beenden?

Nein, der Autor stellt klar, dass weder die Liebe noch die bloße Bewusstwerdung der Machtverhältnisse ausreichen, um die tiefgreifenden institutionellen und strukturellen Grundlagen der männlichen Herrschaft zu überwinden.

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Résumé des informations

Titre
Pierre Bourdieu "Die männliche Herrschaft"
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
1-
Auteur
Eva Kostakis (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
15
N° de catalogue
V128241
ISBN (ebook)
9783640343522
ISBN (Livre)
9783640343942
Langue
allemand
mots-clé
Bourdieu männliche Herrschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Eva Kostakis (Auteur), 2007, Pierre Bourdieu "Die männliche Herrschaft", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128241
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Extrait de  15  pages
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