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"Felipa Marlowe" - Untersuchungen zu Mobilität, Geschlechterbeziehungen und Sprache in Raymond Chandlers "The Little Sister" und Myriam Laurinis "Morena en rojo"

Titel: "Felipa Marlowe" - Untersuchungen zu Mobilität, Geschlechterbeziehungen und Sprache in Raymond Chandlers "The Little Sister" und Myriam Laurinis "Morena en rojo"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 40 Seiten

Autor:in: Nicolai Bühnemann (Autor:in)

Romanistik - Lateinamerikanische Philologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Protagonistin in Laurinis Roman Morena en rojo, die allgemein nur morena genannt wird, und deren richtigen Namen der Leser nie erfährt, versucht als Reporterin die Machenschaften des organisierten Verbrechens im Bereich der Prostitution von Kindern und Jugendlichen aufzudecken. Offensichtlich braucht in der beschriebenen Welt, dem Mexiko der frühen 1990er Jahre, eine Frau, die sich, wie ein Polizist im Roman es einmal mit Drohgebärde formuliert, in „cosas de hombres“ (Mr332) einmischt, dazu zumindest männliche Vorbilder.
Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu einem Mann, der als mögliches Vorbild für Laurinis Figur gedient haben mag, wenn es sich auch nicht um einen realen Reporter oder Schriftsteller, sondern um einen fiktiven Privatdetektiv handelt, sollen in dieser Arbeit untersucht werden. Gemeint ist Philip Marlowe, der von 1934 bis 1958 in einigen Kurzgeschichten und sieben Romanen des Autors Raymond Chandler auftrat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Raymond Chandlers The Little Sister

1.1. Inhalt und Erzählsituation

1.2. Crime Scene Chandlertown: Marlowe und Los Angeles

1.2.1. Das Wachstum L. A.’s und die Konsequenzen in Chandlers Romanen

1.2.2. Das Ich und die Stadt: Das dreizehnte Kapitel von The Little Sister

1.3. Von Huren und Schauspielerinnen: Marlowe und die Frauen

1.3.1. Die Unschuld vom Lande? Orfamay Quest

1.3.2 Die Hure? Dolores Gonzales

1.4 ‚Allways the wisecrack’- Marlowe und die Sprache

2. Myriam Laurinis Morena en rojo

2.1. Inhalt und Erzählsituation

2.2. ‚Lugar del crimen: México’: La morena und Mexiko

2.2.1. Ländliches Idyll? Mérida

2.2.2. Tropischer Rausch ? Veracruz

2.2.3. Tierra árida? DF

2.2.4. Die Grenze zum gelobten Land? Der Norden

2.3. ‚Cosas de hombres’- Geschlechterverhältnisse und machistischer Diskurs im Roman

2.3.1. ‚Sentar cabeza’? Die morena und die Männer

2.3.1.1. Der Mann ohne Eigenschaften: el gringo

2.3.1.2. Die Jugendliebe: Der ‚flaco’ Hugo

2.3.1.3. Lázaro

2.3.2. ‚Pícale, morena!’ Der machistische Diskurs

2.4. Die Sprache in Morena en rojo

Epilog: Die morena und die Frauen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Figur des fiktiven Privatdetektivs Philip Marlowe aus Raymond Chandlers Romanen und der Protagonistin, der Reporterin "morena", aus Myriam Laurinis Roman Morena en rojo, mit besonderem Fokus auf Mobilitätsmotive, Gender-Thematiken, Sprachgebrauch und das Spannungsfeld zwischen moralischer Integrität und korrupten Gesellschaftsstrukturen.

  • Vergleichende Analyse literarischer Kriminalfiguren und ihrer Rollenbilder.
  • Untersuchung der Bedeutung urbaner Räume (Los Angeles vs. Mexiko) für die Charakterkonstitution.
  • Analyse der Geschlechterverhältnisse und machistischer Diskurse.
  • Die Funktion von Sprache als Machtmittel versus hedonistisches Ausdrucksmittel.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Tradition der "Hard-boiled novel".

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Das Wachstum L. A.’s und die Konsequenzen in Chandlers Romanen

„I used to like this town,“ sinniert Marlowe auf einer nächtlichen Autofahrt mit Dolores Gonzales.

„A long time ago. There were trees along Wilshire Boulevard. Beverly Hills was a country town. Westwood was bare hills and lots offering at eleven hundered dollars and no takers. Hollywood was a bunch of frame Houses in the interurban line. Los Angeles was just a big dry sunny place with ugly homes and no style, but goodhearted and peaceful. It had the climate they just yap about now. People used to sleep out on porches. Little groups who thought they were intellectual used to call it the Athens of America. It wasn’t that, but it wasn’t a neon-lighted slum either. [...] Now we get characters like this Steelgrave owning restaurants. [...] We’ve got the big money, the sharp shooters, the percentage workers, the fast-dollar boys, the hoodlums out of New York and Chicago and Detroit – and Cleveland. We’ve got the flash restaurants and night clubs they run, and the hotels and apartment houses they own, and the grifters and con men and female bandits that live in them. The luxury trades, the pensy decorators, the Lesbian dress designers, the riffraff of a big hard-boiled city with no more personality than a paper cup. Out in the fancy suburbs dear old Dad is reading the sports page in front of a picture window, with his shoes off, thinking he is high class because of his three-car garage. Mom is in front of her princess dresser trying to paint the suitcases out from under her eyes. And Junior is clamped onto the telephone calling up a succesion of high school girls that talk pigeon English and carry contraceptives in their make-up kit.“

„It is the same in all big cities, amigo.“ [Dolores Gonzales said.]

„Real cities have something else, some individual bony structure under the muck. Los Angeles has Hollywood – and hates it. Without Hollywood it would be a mail-order city. Everything in the catalogue you would get better somewhere else.” (LS183f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Raymond Chandlers The Little Sister: Einführung in die Romanhandlung sowie Analyse der zentralen Figuren Marlowe und der Frauenfiguren Orfamay Quest und Dolores Gonzales im Kontext von Los Angeles.

2. Myriam Laurinis Morena en rojo: Detaillierte Untersuchung von Laurinis Roman, mit Fokus auf die Reporterin, ihre Reisen durch Mexiko und die Auseinandersetzung mit sozialen Problemen wie Prostitution und Korruption.

Epilog: Die morena und die Frauen: Reflexion über die Rolle von Frauenfiguren, ihre Schicksale und die Solidarität innerhalb des Romans.

Schlüsselwörter

Raymond Chandler, Myriam Laurini, Hard-boiled novel, Philip Marlowe, Morena, Los Angeles, Mexiko, Prostitution, Geschlechterverhältnisse, Machismo, Kriminalroman, Stadtkonstitution, Mobilität, Polizeibrutalität, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen dem klassischen fiktiven Privatdetektiv Philip Marlowe und der modernen Reporterin aus Myriam Laurinis Roman, um gesellschaftliche und geschlechterspezifische Diskurse zu beleuchten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die soziale Fragmentierung im urbanen Raum, Gender-Rollen, der Einfluss von Korruption und Verbrechen auf die Identität der Protagonisten sowie der bewusste Umgang mit Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Autoren durch ihre Hauptfiguren und deren Mobilität ein kritisches Bild ihrer jeweiligen Gesellschaften zeichnen und dabei traditionelle Rollenklischees hinterfragen oder bestätigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textimmanente Interpretationen und den Vergleich von Charakterentwicklungen im Kontext sozialer Realitäten vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Kapitel: Die Chandler-Analyse (Fokus auf Los Angeles, Frauenfiguren und Sprache) und die Laurini-Analyse (Fokus auf Mexiko, die Rolle der Reporterin und Geschlechterverhältnisse).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Hard-boiled novel, Gender-Thematik, Urbanität, moralische Integrität und interkultureller Vergleich.

Wie unterscheidet sich die "morena" von Philip Marlowe in ihrer Reise durch die Stadt?

Während Marlowe sein Auto als abgeschotteten Schutzraum nutzt, um Distanz zur korrupten Umwelt zu wahren, nutzt die "morena" in Laurinis Roman öffentliche Verkehrsmittel, was ihre größere Bereitschaft zur sozialen Nähe und zum direkten Kontakt mit der Realität signalisiert.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der "morena" im Gegensatz zu Marlowe?

Für Marlowe ist Sprache primär ein Machtwerkzeug und "Wisecrack"-Rhetorik zur Selbstbehauptung; für die "morena" hat Sprache zudem eine hedonistische, eskapistische Komponente und dient als Ausdruck der kulturellen Identität der Menschen, denen sie begegnet.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Felipa Marlowe" - Untersuchungen zu Mobilität, Geschlechterbeziehungen und Sprache in Raymond Chandlers "The Little Sister" und Myriam Laurinis "Morena en rojo"
Hochschule
Freie Universität Berlin
Autor
Nicolai Bühnemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
40
Katalognummer
V128263
ISBN (eBook)
9783640346806
ISBN (Buch)
9783640346608
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Felipa Marlowe Untersuchungen Mobilität Geschlechterbeziehungen Sprache Raymond Chandlers Little Sister Myriam Laurinis Morena
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolai Bühnemann (Autor:in), 2009, "Felipa Marlowe" - Untersuchungen zu Mobilität, Geschlechterbeziehungen und Sprache in Raymond Chandlers "The Little Sister" und Myriam Laurinis "Morena en rojo", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128263
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Leseprobe aus  40  Seiten
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