In dieser Arbeit wurde ein didaktisches Konzept erprobt und evaluiert. Es geht darum, ob das Lesetagebuch die Schreibfähigkeit verbessern kann oder nicht. Das Konzept wurde an einer schwachen 11. Klasse erprobt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Problemstellung
1.1. Allgemeine Problemstellung
1.2. Problemstellung in der Klasse 11a
1.2.1 Vorstellung ausgewählter Schülerinnen und Schüler
2. Besseres Schreiben durch Schreibprozessförderung?
2.1. Schreibkompetenz und Schreiben im Fremdsprachenunterricht der Sek. II
2.2. Schreibprozessförderung als Maßnahme zur Verbesserung der Schreibkompetenz
2.3. Anwendung der Schreibprozessförderung mit dem Reading Log
3. Förderkonzept für die Klasse 11a
3.1 Didaktische Analyse der Unterrichtsreihe
3.1.1 Auswahl des Materials
3.1.2 Hilfen zur Textstrukturierung und zur Textproduktion
3.1.3 Aufgaben im Reading Log
3.2 Lernziele
3.3 Methodische Analyse der Unterrichtsreihe
4. Beschreibung und Reflexion der Unterrichtsreihe zu Nick Hornbys „About a Boy“
4.1. Chronologischer Überblick
4.2. Die achte Stunde
4.2.1. Lernziele
4.2.2. Planung, Durchführung und Reflexion
4.3. Die zehnte Stunde
4.3.1. Lernziele
4.3.2. Planung, Durchführung und Reflexion
5. Darstellung und Evaluation der Ergebnisse
5.1. Das Reading Log
5.2. Befragung der Lerngruppe
5.2.1 Lern-/Arbeitsverhalten
5.2.2 Im Englischunterricht
5.2.3 Arbeit mit dem Reading Log
5.3. Die Abschlussklausur
6. Gesamtreflexion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob die Förderung des Schreibprozesses durch den Einsatz eines "Reading Logs" im Englischunterricht der 11. Klasse die analytische und argumentative Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler nachhaltig verbessern kann. Dabei steht die prozessorientierte Begleitung einer Ganzschrift im Vordergrund, um strukturiertes Arbeiten zu fördern und die Schüler zu einem bewussten Umgang mit den verschiedenen Phasen der Textproduktion anzuleiten.
- Förderung der Schreibprozesskompetenz und Vermittlung von Strukturierungstechniken.
- Integration eines Reading Logs zur individuellen Begleitung der Lektürearbeit.
- Analyse und Reflexion der Schreibkompetenz in einem heterogenen Kursverband.
- Evaluation der Wirksamkeit durch Klausurergebnisse und begleitende Schülerbefragungen.
- Adressatengerechte Textproduktion und kritische Reflexion des eigenen Schreibverhaltens.
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Hilfen zur Textstrukturierung und zur Textproduktion
Das vorherrschende Problem der Klasse beim Schreiben ist die mangelnde Strukturierungsfähigkeit. Die Texte wirken konfus und unreflektiert, so dass die Argumentationslinie nicht deutlich wird und die SuS entweder oberflächlich bleiben oder sich in unwichtigen Einzelheiten verlieren. Im Unterricht wurden daher verschiedene Hilfestellungen, die ich im weiteren Verlauf dieses Abschnitts erläutere, vorgestellt und eingeübt, welche die Textproduktion erleichtern und verbessern sollten. Zu der mangelnden Strukturierungskompetenz kommt das große Lexik-Defizit hinzu, welches die Ideenfindung und Formulierung erschwert. Daher erscheint die Förderung der Ideenfindungsphase als besonders wichtig, da hier außerdem erste Vorstrukturierungen vorgenommen werden können. Für die Klasse habe ich das Brainstorming und das Net Diagram ausgewählt. Beim Brainstorming schreiben die SuS ungeordnet sämtliche Ideen auf, die ihnen in den Kopf kommen, ohne diese zu bewerten. Es ist wichtig, dass tatsächlich alle Ideen aufgeschrieben werden, unabhängig davon, ob diese dem Schreibenden im ersten Moment „doof“ oder „unwichtig“ erscheinen. Einige SuS bevorzugen aber eventuell das Net Diagram, in welchem - ähnlich einer Mind Map - die Ideen um den zentralen Schlüsselbegriff gruppiert werden. Im Gegensatz zur Mind Map ist das Net Diagram nicht hierarchisiert. Obwohl sich beide Methoden auf den ersten Blick ähneln, ist das Brainstorming möglicherweise für solche SuS besser geeignet, die in logischeren Strukturen denken und ihre Ideen nacheinander aufschreiben wollen, wobei das Net diagram eher für SuS geeignet, die ein fotografisches Gedächtnis haben und die in kreativ-chaotischen Strukturen denken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Problemstellung: Definiert die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit prozessorientierter Schreibförderung mittels "Reading Log" zur Steigerung der analytischen und argumentativen Kompetenz in der Jahrgangsstufe 11.
2. Besseres Schreiben durch Schreibprozessförderung?: Erläutert theoretische Konzepte der Schreibkompetenz, Modelle des Schreibprozesses und die Relevanz einer prozessorientierten Schreibdidaktik im Fremdsprachenunterricht.
3. Förderkonzept für die Klasse 11a: Beschreibt die didaktische Planung, die Auswahl der Lektüre sowie die konkreten methodischen Hilfestellungen und Aufgabenstellungen, die im Rahmen der Unterrichtsreihe eingesetzt wurden.
4. Beschreibung und Reflexion der Unterrichtsreihe zu Nick Hornbys „About a Boy“: Dokumentiert den konkreten Unterrichtsverlauf, insbesondere die Durchführung der achten und zehnten Stunde inklusive der angewandten Schreibkonferenzen.
5. Darstellung und Evaluation der Ergebnisse: Präsentiert die Ergebnisse aus den Reading Logs, der Schülerbefragung und den Klausuren und wertet diese hinsichtlich der Lernzuwächse aus.
6. Gesamtreflexion und Fazit: Zieht eine abschließende Bilanz über die Wirksamkeit des Förderkonzepts und diskutiert Potenziale sowie Grenzen des Reading Logs für den Fremdsprachenunterricht.
Schlüsselwörter
Schreibprozessförderung, Reading Log, Schreibkompetenz, Fremdsprachenunterricht, Sekundarstufe II, Textproduktion, Strukturierungstechniken, Argumentation, Analysefähigkeit, prozessorientiertes Lernen, About a Boy, Schülerautonomie, Selbstreflexion, Schreibkonferenz, Leseförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Effektivität einer prozessorientierten Schreibförderung im Englischunterricht der Sekundarstufe II, wobei ein "Reading Log" (Lesetagebuch) als zentrales Instrument eingesetzt wird, um Schreibkompetenzen systematisch aufzubauen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Fokus stehen Schreibdidaktik, die prozessorientierte Textproduktion, der Einsatz von Strukturierungshilfen (wie Brainstorming oder Net Diagrams) und die diagnostische Begleitung von Schreibprozessen bei heterogenen Lerngruppen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist herauszufinden, ob durch die Förderung des Schreibprozesses mit einem Reading Log die analytische und argumentative Schreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler in der 11. Klasse nachhaltig verbessert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine handlungsorientierte Unterrichtsreihe, die durch eine Diagnosephase (Analyse der Schreibvoraussetzungen), die praktische Erprobung (Arbeit mit dem Reading Log und Schreibkonferenzen) und eine Evaluation (Auswertung der Produkte und Schülerbefragung) methodisch gerahmt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Schreibprozessmodells, die konkrete Konzeption der Unterrichtsreihe zur Lektüre "About a Boy" und die detaillierte Darstellung und Evaluation der erzielten Lernergebnisse der Lerngruppe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schreibprozessförderung, Reading Log, Schreibkompetenz, prozessorientiertes Lernen, Textstrukturierung, Schülerautonomie und Evaluation der Schreibproduktion.
Warum ist die Arbeit insbesondere für die Klasse 11a relevant?
Die Klasse 11a weist eine heterogene Leistungsstruktur auf und zeigt signifikante Defizite in der Textplanung, Gliederung und Argumentationsstringenz, was den Einsatz differenzierender Fördermaßnahmen notwendig machte.
Welche Rolle spielen die "Loops" im Schreibprozessmodell?
Loops (Rückkoppelungen) sind im Schreibprozessmodell von Hayes und Flower essenziell, da sie verdeutlichen, dass Schreiben kein linearer Vorgang ist, sondern ein permanentes Hin- und Herspringen zwischen Planungs-, Formulierungs- und Überarbeitungsphasen erfordert.
Warum ist die Bewertung des Reading Logs eine methodische Herausforderung?
Die Bewertung ist schwierig, da der Prozess des Schreibens und nicht nur das Endprodukt im Vordergrund steht; eine rein produktorientierte Benotung könnte den Lernprozess hemmen, weshalb Kriterien wie Vollständigkeit und methodische Sorgfalt bei der Bewertung einbezogen wurden.
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- Katrin Zielina (Author), 2008, Prozessorientierte Textproduktion mit dem Lesetagebuch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128282