Die hier vorliegende Arbeit beschäftig sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die mentale Gesundheit von jungen Erwachsenen. Dazu wird die Pandemie als multidimensionaler Stressor aufgefasst und genauer untersucht. Die Forschungsarbeit erstreckt sich dabei auf eine Hauptfrage und verschiedene Unterfragen. Der Fokus liegt darauf herauszufinden, welchen Einfluss die Covid-19-Pandemie auf die mentale Gesundheit von jungen Erwachsenen nimmt. Dieser Thematik sind die Fragen untergestellt, ob die Pandemie überhaupt ausschlaggebend die mentale Gesundheit verändert hat, welche Maßnahmen als größte Beeinträchtigung wahrgenommen wurden bzw. welche Maßnahmen zu einer höheren psychischen Belastung der Zielgruppe führten.
Des Weiteren sollen die möglichen psychischen Spätfolgen berücksichtigt werden und auch positive Nebeneffekte der Pandemiemaßnahmen definiert werden. Für die Bearbeitung der Forschungsfrage „Welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie auf die mentale Gesundheit von jungen Erwachsenen?“ wurde ein Fragebogen bezüglich der körperlichen und psychischen Auswirkungen der Pandemie modifiziert. Bei der Erstellung des Erhebungsinstrumentes wurde dabei auf bewährte Fragebögen zurückgegriffen, dies wird im Kapitel 4 konkretisiert.
In den nachfolgenden Kapiteln wird zunächst auf den theoretischen Hintergrund eingegangen. Dabei werden die verschiedenen Themenbereiche und Begrifflichkeiten genauer erläutert, die für die Forschungsarbeit von Relevanz sind. Anschließend werden das Forschungsvorhaben und die gewählte Methodik vorgestellt. In diesen Teilbereichen wird speziell auf die Auswahl der Zielgruppe und die Altersbeschränkung eingegangen, sowie die Vorstellung der Datenerhebung und Analyse dargestellt. Danach folgt die Datenauswertung, welche als Basis für den Diskussionsteil fungieren soll. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick hinsichtlich weiterer Erhebungsmöglichkeiten ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Corona Pandemie
2.1.1 SARS-CoV-2
2.1.2 Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie
2.1.3 Aktuelle Pandemiesituation in Deutschland (Stand Mai 2022)
2.1.4 Salutogenetische Perspektive auf die Corona-Pandemie
2.2 Stress, Stressreaktionen und Stressbewältigung
2.3 Mentale Gesundheit in Krisenzeiten
2.4 Gesundheitszustand von jungen Erwachsenen
3 Forschungsvorhaben
3.1 Forschungsfrage
3.2 Zielgruppe
3.3 Aktueller Forschungsstand
4 Methodische Vorgehensweise
4.1 Erhebungsinstrument
4.2 Stichprobe
4.3 Durchführung der Erhebung
4.4 Datenanalyse
5 Ergebnisdarstellung
5.1 Beschreibung der Stichprobe
5.2 Auswertung der einzelnen Themenbereiche
5.2.1 Allgemeiner Gesundheitszustand
5.2.2 Persönliche Einstellung gegenüber der Corona-Pandemie
5.2.3 Psychische Belastungen
5.2.4 Umgang mit Belastungen
5.2.5 Gesundheitskompetenz und Umgang mit der Infodemie
6 Diskussion
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Covid-19-Pandemie auf die mentale Gesundheit junger Erwachsener, indem sie die Pandemie als multidimensionalen Stressor betrachtet und analysiert, welche Schutzmaßnahmen und persönlichen Faktoren diesen Einfluss beeinflussen.
- Analyse des Einflusses der Covid-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit junger Erwachsener.
- Untersuchung von Stressoren und Belastungsfaktoren während der Pandemie.
- Evaluierung der wahrgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.
- Darstellung gesundheitsfördernder Faktoren und Bewältigungsstrategien (Coping) bei Belastungen.
- Erkenntnisse zum Umgang mit der sogenannten "Infodemie" und Auswirkungen auf die Gesundheitskompetenz.
Auszug aus dem Buch
Die Corona-Pandemie als multidimensionaler Stressor
Gemäß früheren Pandemien ist bereits bekannt, dass solche Situationen ein erhöhtes Risiko für die physische und psychische Gesundheit darstellen. Maßnahmen, die zur Eindämmung der Pandemie dienen sollen, können negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit der Bevölkerung nehmen. Demnach können bspw. Quarantäneregelungen, finanzielle Notlagen oder Angst vor einer Infektion als mögliche Auslöser zu der Verschlechterung der psychischen Gesundheit beitragen. Brakemeier et al. Bezeichnen daher die Corona-Pandemie „als ein neuer, einzigartiger, multidimensionaler und potentiell toxischer Stressfaktor“ und identifizieren dies anhand fünf Charakteristika (Brakemeier et al. 2020: 2). Die fünf Stressoren beziehen sich auf die globale Verbreitung des Virus, „individuelle Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche“, Gefühl der Hilflosigkeit und Kontrollverlust, Auswirkungen auf gesellschaftliche Bereiche und Einschränkung möglicher Ressourcen (Brakemeier et al. 2020: 2).
Nach Jäggi kann die Corona-Pandemie als Risiko gesehen werden, welches das Gleichgewicht zwischen Ressourcen und Stressoren behindert. Die Pandemie Maßnahmen können psychische Risikofaktoren darstellen und somit psychisches Leiden begünstigen. Durch die Maßnahme der Kontaktreduzierung fallen mögliche Bewältigungsstrategien weg und fördern im negativen Sinne Coping-Strategien, wie Alkoholkonsum, Bewegungsmangel oder erhöhtes Essverhalten. Jäggi sieht potentielle Risikofaktoren in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in der existenziellen Verunsicherung bezogen auf den Arbeitsplatz, der auftretenden Belastungen durch Home-Office und Homeschooling oder auch in den beschränkten Besucherzeiten in Krankenhäusern oder Alten-/ Pflegeheimen (Jäggi 2021: 24f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Pandemie und deren Auswirkungen auf die mentale Gesundheit junger Erwachsener ein und definiert die zentrale Fragestellung.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Pandemie, Stressmodelle, den Begriff der mentalen Gesundheit und den Gesundheitszustand der Zielgruppe.
3 Forschungsvorhaben: Hier werden die Forschungsfrage, die Zielgruppe sowie der Forschungsbedarf aus dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand dargelegt.
4 Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel beschreibt das Design des Fragebogens, die Rekrutierung der Stichprobe und die Prozesse der Datenerhebung sowie Datenanalyse mittels SPSS.
5 Ergebnisdarstellung: Die zentralen Ergebnisse der Online-Befragung werden hier unterteilt in sozioökonomische Daten und die verschiedenen Themenbereiche wie Gesundheit, Belastung und Coping präsentiert.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mit bestehender Literatur in Verbindung gesetzt und die Methodik auf Stärken und Fehler hin diskutiert.
7 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Kernpunkte zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die Gesundheitsförderung sowie Anregungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, mentale Gesundheit, junge Erwachsene, multidimensionaler Stressor, Stressbewältigung, Coping, psychische Belastung, Covid-19, Gesundheitskompetenz, Infodemie, Resilienz, Prävention, Online-Befragung, psychische Erkrankungen, soziale Kontakte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Einfluss der Corona-Pandemie auf das psychische Wohlbefinden und die mentale Gesundheit junger Erwachsener in Deutschland.
Welche Themenfelder stehen dabei im Fokus?
Zentrale Themen sind Stressfaktoren durch Pandemie-Maßnahmen, persönliche Coping-Strategien, der allgemeine Gesundheitszustand und die Informationskompetenz im Umgang mit der Pandemie-Infodemie.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Hauptfragestellung lautet: „Welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie auf die mentale Gesundheit von jungen Erwachsenen?“
Welche Forschungsmethode wurde angewandt?
Zur Datengewinnung wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend deskriptiv mittels der Statistiksoftware SPSS ausgewertet wurden.
Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Stress und Gesundheit sowie eine umfangreiche Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse, inklusive Geschlechter- und Statusvergleichen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Stressbewältigung, Resilienz, Infodemie, Gesundheitskompetenz und die spezifische Lebensphase junger Erwachsener.
Welche Rolle spielen die "Schutzmaßnahmen" in der Befragung?
Die Befragten bewerten, welche Maßnahmen – wie Kontaktbeschränkungen, Lockdown oder Online-Lehre – sie persönlich am stärksten belastet haben.
Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der mentalen Gesundheit?
Die erhobenen Daten weisen Tendenzen auf, dass die Pandemie die psychische Gesundheit junger Erwachsener negativ beeinflusst hat, wobei insbesondere eine Zunahme depressiver Symptome und hoher Stressbelastungen deutlich wird.
- Quote paper
- Laura Kurth (Author), 2022, Einfluss von Covid-19 auf die mentale Gesundheit von jungen Erwachsenen. Die Pandemie als multidimensionaler Stressor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1282831