Wie wirkt sich die Nutzung von Streamingdiensten auf das Linearfernsehen aus? Eine Marktanalyse


Projektarbeit, 2022

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Klassisches Fernsehen
2.1 Geschichte des Fernsehens
2.2 Struktur und Regelungen des deutschen TV-Markts

3 Medienkonvergenz

4 Streaming
4.1 Video-on-Demand
4.2 Streamingdienste im Überblick

5 Verändertes Mediennutzungsverhalten
5.1 Mediennutzung
5.2 Im Fokus: Digital Natives

6 Fernseh- und Streamingmarkt im Vergleich
6.1 Marktanalyse deutscher Fernsehmarkt
6.2 Marktanalyse deutscher Streamingmarkt
6.3 Handlungsempfehlung für das lineare Fernsehen

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

EST = Electronic-Sell-Through

Gen = Generation

S-VoD = Subscription-based Video on Demand

T-VoD = Transaction-Video-on-Demand

VoD = Video-on-Demand

1 Einleitung

Dass sich Menschen abends zusammen vor dem Fernseher versammeln, um eine Sen­dung zu schauen, ist durch den Boom der Streamingdienstemittlerweileeine Seltenheit geworden - gerade bei jungen Leuten. Klassisches, altmodisches Fernsehen steht durch die der von der Digitalisierung veränderten Sehgewohnheiten und das Konsum­verhalten in Bezug auf Medien unter Druck. Es sind neue Anbieter in den Bewegtbild­markt eingetreten: Streamingdienste wie Netflix sorgen mit neuartigen Geschäftsmodel­len für eine sogenannte „Entlinearisierung“ des Bewegtbildkonsums. Sicherlich hat auch die Corona-Pandemie dazu beigetragen, dass Streamingdienste zunehmend Zuschauer für sich gewinnen konnten, dennoch ist kein Rückgang dieses Trends zu erwarten. Durch diese Streamingdienste sind Zuschauer nicht mehr zu einer bestimmten Uhrzeit an einem bestimmten Tag der Woche an den Sessel vor dem Fernseher gefesselt, son­dern können ihre Lieblingsserien oder Filme ortsunabhängig, nutzerkonzentrierter und auf verschiedenen mobilen Geräten genießen.

DasFernsehenhatdurch die Digitalisierung, Mobilisierung und Konvergenz in den letz­ten Jahren eine der größten Veränderungen innerhalb der konvergierenden Medienum­gebungen erfahren. Lineares und non-lineares Programmfernsehen kann inzwischen durch Online-Bewegtbildinhalte jedweder Art ergänzt werden. Die fortschreitende Glo­balisierung durch Global Player des Video-on-Demand (VoD) wie Netflix oder Amazon Prime Video, globale Videoplattformen wie YouTube und unzählige Nischenanbieter of­ferieren Angebote, die Bewegtbildnutzern jederzeit zur Verfügung stehen, und das line­are Fernsehen vor neuen Herausforderungen stellt, die Zuschauer weiter an sich zu bin­den.

In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich das aktuelle Nutzerverhalten im Hinblick auf Streamingdienste auf das Linearfernsehen auswirkt und die Herausforderungen und Handlungsoptionen ausgearbeitet. Dabei wird die Zielgruppe der Digital Natives fokus­siert, da diese bereits vor Corona-Beginn das Streamen dem Linearfernsehen vorzogen. Das veränderte Zuschauerverhalten soll anhand einer Marktanalyse des Fernsehens und einer Marktanalyse des Streamingmarkts verdeutlicht werden und dabei helfen, Handlungsempfehlungen für die Fernsehindustrie und die einzelnen Sendergruppen zu bestimmen.

2 Klassisches Fernsehen

Das Fernsehen wird nicht ohne Grund als das „Leitmedium“ bezeichnet. Seit Jahrzehn­ten erzielt es weltweit enorme Reichweiten, es vereint Menschen verschiedener Her- künfte und unterschiedlichen Altersund besitzt über eine ausgeprägte Informationsfunk­tion.

2.1 Geschichte des Fernsehens

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etablierten sich Ideen und Begeiste­rung für Tele-Verbindungen mit Bildern und Tönen: beispielswiese wurde schon im Jahr 1878 ein Cartoon in dem Magazin „Punch“ veröffentlicht, indem eine Art Fernsehsitua­tion dargestellt wurde. Die ersten technischen Voraussetzungen für das später dominie­rende Leitmedium der Gesellschaft „Fernsehen“ entwickelten sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Der deutsche Techniker und Erfinder Paul Nipkow (1860-1940) erfand im Jahr 1884 die sogenannte Nipkow-Scheibe, eine rotierenden Scheibe, welche Bilder in Helldunkelsignale auflöste und wieder zusammenfügte. Somit war der Grundstein für Bewegtbilder gesetzt, jedoch wurde diese Scheibe in den 1930er-Jahren von dem Iko- noskop abgelöst. Mit der Entwicklung der Kathodenstrahlröhre im Jahr 1897, auch als Braunsche Röhre bekannt, konnten die Bildinformationen nun auch übertragen werden (Groebel, 2014, S. 11).

Während der schottische Erfinder und Fernsehpionier John Logie Baird bereits im Jahr 1925 auf Basis der Nipkow-Scheibe den weltweit ersten mechanischen Fernseher er­fand und es so schaffte, Bilder von einem Ort in den anderen zu übertragen, erfolgte in Deutschland erst im Jahr 1928 im Rahmen einer Funkausstellung die Präsentation des „Telehor“, eine Erfindung des ungarischen Physikers und Technikers Dénes von Mihaly. Die erste tatsächliche Fernsehübertragung erfolgte jedoch einige Jahre später im Rah­men der internationalen Funkausstellung (IFA), auf welcher im Jahr 1931 auch das erste elektronische Fernsehgerät vom Hamburger Erfinder Manfred von Ardenne präsentiert wurde. Der nächste Meilenstein war die in Berlin stattgefundenen Olympischen Spiele 1936. Sie waren damit das erste Großereignis, welches live übertragen wurde - etwa 150.000 Zuschauer fieberten damals beim Geschehen vor der Flimmerkiste in soge­nannten Fernsehstuben mit, in denen etwa 30 Menschen Platz fanden. Diese Fernseh­stuben wurden vor allem in deutschen Großstädten mit dem Hintergrund von Propagan­dazwecken des NS-Regimes aufgebaut (Moser, 2019, S. 18).

Das richtige Fernsehzeitalter begann in Deutschland jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg. Im Jahr 1950 wurde die ARD (Arbeitsgemeinschaft öffentlich-rechtlicher Rundfunkan­stalten Deutschlands) aus den Landesfunkanstalten BR (Bayerischer Rundfunk), HR (Hessischer Rundfunk), RB (Radio Bremen), SDR (Süddeutscher Rundfunk, SWF (Süd­westfunk) und dem NWDR (Nordwestdeutscher Rundfunk) Rundfunk gegründet (Mo­sen, S. 14, 2021). Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Fernsehen technisch weiter, sodass sich das lineare Fernsehen 1964 in Farbe als Leit- und Massenmedium eta­blierte. Ab 1984 veränderte sich das Zuschauerverhalten maßgeblich durch den Beginn des Privatfernsehens. Nun definierte sich die Qualität der Sender über Quoten und der Wettbewerb zwischen den Sendern stieg.

2.2 Struktur und Regelungen des deutschen TV-Markts

Der deutsche Fernsehmarkt unterteilt sich in den öffentlich-rechtlichen und dem privaten Rundfunk. Beide unterliegen den Regelungen des sogenannten Medienstaatsvertrages, welcher ebenfalls für weitere Telemedien, Medienplattformen und Video-Sharing-Dien­ste allgemeine Vorschriften enthält. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk etablierte sich in den 50er Jahren, der private Rundfunk im Jahr 1984 zugelassen. Während sich die pri­vaten Sender hauptsächlich aus Webeeinnahmen oder Abonnements (Pay-TV) finan­zieren, leistet beim öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem jeder Haushalt einen finanzi­ellen Beitrag mit welchem sichergestellt wird, dass keine staatlichen Zahlungen an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gelangen. Obwohl das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem der staatlichen Regulierung unterliegt, handelt es sich dabei dennoch um keine staatliche Einrichtung, sondern um eine öffentliche Institution - mit der gesam­ten Gesellschaft als Eigentümerin (Mosen, 2021, S. 14 ff.).

3 Medienkonvergenz

Seit den 1990er Jahren nimmt der Begriff der Medienkonvergenz durch die Digitalisie­rung eine immer stärkere Rolle in der Medienwirtschaft ein. Zu den ausschlaggebenden Determinanten dieses Prozesses gehören die Digitalisierung, disruptive neue Markt­strukturen und das veränderte Nutzungspräferenzen (Schunk & Könecke, 2020, S. 123). Das Wort „Konvergenz“ bedeutet im Kontext der Medienbranche so viel wie „Zusam­menlaufen“ oder „Verschmelzen“ und beschreibt auf der Ebene der Mediensysteme Ver­änderungen inhaltlichen, regulatorischen, technischen und ökonomischen Ausmaßes. Die technische Konvergenz beinhaltet dabei das Zusammenlaufen von Übertragungs­wegen auf Basis der Digitalisierung medialer Daten. Funktionen, die einst von einzelnen, speziellen Geräten erfüllt wurden, können heutzutage von einem einzigen Gerät ausge­führt werden (Holst, 2021, S. 93). Auch der Computer oder Laptop sind nun „multifunk­tionale Stationen“, mit denen ebenfalls ferngesehen, gespielt, kommuniziert und auch eingekauft werden kann (Hepp & Krotz, 2012, S. 314). Die inhaltliche Konvergenz er­möglicht rezeptive, interaktive, kommunikative und auch produktive Tätigkeiten mit Me­dien zu nur einem bestimmten Inhalt. Beispielsweise kann „Herr der Ringe“ nun mehr als nur in Form eines Films genossen werden: zu diesen und vielen weiteren Filmen existieren bereits Spiele für allerlei Konsolen, Foren im Internet oder sogar Blogs und Podcasts (Keilhauer et al., 2008, S. 4). Im Bereich der Fernsehbranche kann die Kon­vergenz auf der Ebene der Angebote, der Nutzung und der Technik beschrieben werden. Die Konvergenz auf Angebotsebene lässt sich mit der oben beschriebenen inhaltlichen Konvergenz gleichsetzen: Inhalte und Angebote des Fernsehens, also Fernsehserien, Sendungen oder Filme, sind längst nicht mehr über den Konsum auf dem TV-Gerät be­schränkt, sondern können dank Mediatheken später oder sogar in Echtzeit über ein Tablet, Handy oder einen Computer geschaut werden. Sie können über Webseiten der Sender selektiv und individuell abgespielt werden. Mit der Konvergenz der Nutzung ist der schwindende Bedeutungsverlust des klassischen, linearen Fernsehens gemeint - gerade bei der jüngeren Generation ist ein Rückgang des Fernsehkonsums zu verzeich­nen (Beckert & Riehm, 2013, S. 189 ff.). Auf der technischen Ebene bedeutet Konver­genz die Möglichkeit, Inhalte geräte- oder netzunabhängig zu konsumieren - Satellit und Kabelfernsehnetze übertragen heutzutage auch Internetdienste, was eine Vielzahl neuer Medienangebote bedeutet. Dank des Ausbaus der DSL- Anschlüsse (Digital Subscriber Line) können Haushalte ihre Fernsehinhalte über das Internet in Form von IPTV (Internet Protocol Television) oder als Web-TV empfangen (Beckert & Riehm, 2013, S. 188 ff.). Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney Plus, welche die Branche mit neuen Angebotsformen vor große Herausforderungen stellt und für einen Kampf um ihr Publikum sorgt.

4 Streaming

Der Begriff „Streaming“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt das Strömen von etwas, in diesem Zusammenhang also das Strömen von Audio- (Podcast, Radio) oder Videoinhalten (Serien, Filme). Voraussetzung für das Streamen von Inhalten ist eine Internetverbindung und ein internetfähiges Gerät wie ein Smartphone, Laptop, Tablet oder stationärer Computer. Damit das Streamen funktioniert, werde Inhalte im kleine Datenpakete unterteilt und über das Internet versendet. Sobald das Gerät, auf welchem gestreamt werden soll, genügend dieser Pakete aneinandergereiht hat, ist der Inhalt abspielbereit; dieser Vorgang wird als Buffering bezeichnet. Es ermöglicht also den Start der Wiedergabe von Inhalten, während die restlichen noch am Übertragen sind. Mit einer guten Internetverbindung kann man Inhalte ohne Stocken oder unterbre­chenden Ladezeiten genießen. Der Begriff „Video-on-Demand“ bezeichnet die Möglich­keit, Online-Videos von einer Plattform herunterzuladen oder per Streaming anzu­schauen und ist dabei der Oberbegriff für die verschiedenen Arten, digitales Videomate­rial zu beziehen (Mozart, 2014).

4.1 Video-on-Demand

Video-on-Demand bedeutet übersetzt so viel wie „Video auf Abruf“ und zeichnet sich durch die Möglichkeit aus, einen Film, eine Episode oder Serie über das Internet zu schauen. Streamingplattformen verlangen meist eine monatliche Gebühr für das Abon­nement, wie hoch die Kosten sind hängt von den Anbietern ab. Es gibt jedoch auch Plattformen, die einzelne Inhalte gegen eine Gebühr pro Film, Episode oder Staffel oder aus einer Kombination aus monatlicher Gebühr und einzelnen Videoinhalten, wie bei­spielsweise Amazon Prime Video, zur Verfügung stellen.

Für kostenpflichtiges Video-on-Demand sind drei unterschiedliche Geschäftsmodelle zu differenzieren: beim Transaction-VoD (T-VoD) zahlen Kunden pro Film/Episode/Video und der Inhalt ist dann in Form eines Streams oder eines progressiven Downloads für eine bestimmte Zeit (beispielsweise, wenn man sich bei Amazon Prime einen Film aus­leiht) wie 48 Stunden für den Kunden jederzeit verfügbar. Das Geschäftsmodell des Electronic-Sell-Through (EST) ist mit dem physischen Kauf einer DVD vergleichbar. Der Kunde kauft also online den Film, die Serie oder die Episode und kann den Inhalt ohne Frist beliebig oft anschauen. Das letzte Geschäftsmodell für kostenpflichtiges Vi­deo-on-Demand ist das Subscription-Based-VoD (S-VoD). Hier zahlen die Kunden nicht für einzelne Inhalte, sondern können durch ein monatliches oder jährliches Abon­nement beliebig oft auf alle Videoinhalte der Streaming-Plattform zugreifen. Meistens bieten die Plattformen auch die Möglichkeit, die Inhalte runterzuladen, um sie offline an­schauen zu können (Birkel et al., 2020, S. 22). Ein sehr bekanntes Beispiel hierfür ist die Streaming-Plattform Netflix.

4.2 Streamingdienste im Überblick

In Deutschland wird der deutsche Streamingmarkt von den beiden globalen Streaming­diensten Amazon Prime Video und Netflix dominiert. Hinter dem Streamingdienst Ama­zon Prime steckt der US-amerikanische Onlineversandhändler Amazon. Vor Amazon Prime Video verfügte Amazon wie Netflix über den DVD-Ausleihdienst „Lovefilm“, wo ausgeliehene DVDs per Post zum Benutzer geschickt wurde. Doch durch die Digitalisie­rung wurde im Jahr 2014 aus „Lovefilm“ Amazon Prime Video (o. A., 2022). Im gleichen Jahr hatte auch Netflix in Deutschland seinen Markteintritt. Des weiteren spielen unter Anderem die Streamingdienste Disney+, Dazn (ausschließlich Sport), Sky Go, YouTube Premium und Apple TV+ in Deutschland eine bedeutende Rolle.

5 Verändertes Mediennutzungsverhalten

5.1 Mediennutzung

Der Medienmarkt ist nicht nur in Deutschland durch technische Dynamik und neuartigen, disruptiven Strukturen geprägt. Durch die Digitalisierung und Verschmelzung verschie­dener Medienangebote (Medienkonvergenz) hat sich als Folge auch das Mediennut­zungsverhalten stark verändert. Dies bringt zwar negative Aspekte mit sich, doch es er­geben sich daraus durchaus positive neue Möglichkeiten, Konsumenten zu erreichen - zum Beispiel mit den Angeboten die Social-Media-Plattformen mit sich bringen. (Schunk & Könecke, 2020, S. 121 ff.).

5.2 Im Fokus: Digital Natives

Als Digital Natives (deutsch: digitale Ureinwohner) oder auch Generation Z bezeichnet die Personengruppe, die in eine bereits digitalisierte Welt hineingeboren und mit dem 8 Umgang mit dem Internet, Smartphones, Computern und sozialen Medien stark vertraut sind - eine Welt ohne digitale Medien kennen sie nicht (Deges, 2020, S. 8). Personen, die nicht in die digitalisierte Welt hineingeboren wurden, werden Digital Immigrants ge­nannt - diese Personengruppe musste erst lernen, mit neuartiger Technologie umzuge­hen.

In der Mediennutzung zeigt sich die Fähigkeit des Multitasking der Digital Natives: wäh­rend sich beispielsweise die Personengruppe der Digital Immigrants nur mit einem Me­dium wie das Fernsehen beschäftigt, ist es für den Digital Native gang und gäbe, wäh­rend des Fernsehens das Smartphone in der Hand zu haben und immer wieder die Be­nachrichtigungen verschiedener Social-Media-Plattformen zu checken. Dabei zappt der Digital Native auch gerne zwischen den Programmen und verfolgt manchmal sogar mehr als nur eine Sendung. Die Digital Natives Studie 2.0 von Mediaplus Strategic Insights und Facit Research aus dem Jahr 2019 hat ergeben, dass diese Zielgruppe nicht unbe­dingt ausschließlich auf Streaming-Plattformen unterwegs ist, sondern eher eine Kom­bination aus dem linearen Fernsehen und Streamingplattformen (in der Studie Subscrip­tion-Video-On-Demand) bevorzugen. Innerhalb einer Online-Befragung zum Bewegt­bildkonsum und zu Nutzungsmotiven wurden 1.638 Digital Natives in zwei Gruppen auf­geteilt: zum einen die Gruppe der Generation Y (16-22 Jahre) und die Gruppe der Ge­neration Z (23-29 Jahre). In der Befragung wurde unter anderem festgestellt, dass 20% beider Gruppen ausschließlich Streamingplattformen nutzt - ausschließlich lineares Fernsehen wird dagegen im Gesamten von nur 9% genutzt. Mit 3% liegt die Nutzung von TV-Mediatheken bei Digital Natives ganz hinten. Am beliebtesten ist jedoch der Be­wegtbild-Mix: ganze 29% nutzen am liebsten eine Kombination aus linearem Fernsehen, S-VoD-Plattformen und TV-Mediatheken (Pandtle, 2019). Weiter konnte festgestellt wer­den, dass Fernsehen bei der Generation Z - also den 23-29-jährigen - unbeliebter ist, als bei den jüngeren Digital Natives. Bei jenen sind im Gegenzug die Streamingdienste unbeliebter als bei der Gen Z.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Bewegtbildkonsum der Digital Natives in %, Online-Befragung (eigene Darstellung)

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Wie wirkt sich die Nutzung von Streamingdiensten auf das Linearfernsehen aus? Eine Marktanalyse
Hochschule
Hochschule Fresenius Idstein
Note
1,3
Autor
Jahr
2022
Seiten
18
Katalognummer
V1283002
ISBN (Buch)
9783346748102
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Streaming, Fernsehen, Medien, Medienkonsum, Streamingmarkt, Medienkonvergenz, Klassisches Fernsehen, Modern
Arbeit zitieren
Marina Aparicio-Mijares (Autor:in), 2022, Wie wirkt sich die Nutzung von Streamingdiensten auf das Linearfernsehen aus? Eine Marktanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283002

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