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Pferdehaltung im Außenbereich. Rolle des Bauplanungsrechtes

Titel: Pferdehaltung im Außenbereich. Rolle des Bauplanungsrechtes

Diplomarbeit , 2022 , 48 Seiten

Autor:in: Leonie Klauk (Autor:in)

Jura - Öffentliches Recht / Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich speziell den Möglichkeiten und Grenzen der Pferdehaltung im Außenbereich - einem Themenbereich, in dem die öffentliche Verwaltung doch einige signifikante Wissenslücken identifiziert aufweist. Die Arbeit geht dabei insbesondere auf die baurechtliche Zulässigkeit von den hierfür benötigten Anlagen ein. Da die Haltung von Pferden geradezu zwangsläufig mit einem großen Fläschenverbrauch einhergeht und dies fortfolgend die Errichtung und Nutzung zahlreicher baulicher Anlagen bedingt, um den Tieren ein artgerechtes Leben zu bieten, besitzt das Baurecht aus administrativer und juristischer Perspektive eine fast so große Bedeutung wie das Tierschutzrecht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 EQUUS CALLABUS – DAS PFERD

2.1 DER WEG BIS HIN ZUM HEUTIGEN PFERD

2.1.1 Stammesgeschichte

2.1.2 Stammesgeschichtliche Ausbreitung über die verschiedenen Kontinente im Laufe der Evolution

2.1.3 Domestikation – Die Haustierwerdung der Gattung Pferd und die Beziehung zu den Menschen

2.2 DIE NATÜRLICHEN BEDÜRFNISSE EINES PFERDES UND DIE DAMIT VERBUNDENEN ANFORDERUNGEN AN DIE PFERDEHALTUNG

2.3 DIE VERSCHIEDENEN HALTUNGSFORMEN UND –SYSTEME

2.3.1 Einzelhaltung

2.3.2 Gruppenhaltung

3 DIE STÄDTEBAULICHE ORDNUNG DES BAUGESETZBUCHES UND DIE ROLLE DES BAUPLANUNGSRECHTES FÜR DIE PFERDEHALTUNG IM AUBENBEREICH

3.1 ANWENDUNGSBEREICH DES § 29 BAUGB

3.2 SICHERSTELLUNG DER STÄDTEBAULICHEN ENTWICKLUNG DURCH DIE GEMEINDEN

4 DER AUBENBEREICH – SYSTEMATIK DES § 35 BAUGB

4.1 PRIVILEGIERTE VORHABEN § 35 ABS. 1 BAUGB

4.1.1 Pferdehaltung als landwirtschaftliches Vorhaben gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB

4.1.1.1 Pferdezucht

4.1.1.2 Pensionspferdehaltung

4.1.2 Das Dienen von Anlagen in Bezug auf die Pferdehaltung

4.1.3 Gewerbliche Pferdehaltung als außenbereichsbezogenes Vorhaben nach § 35 Abs. 1 Nr. 4 HS. 1 BauGB

4.2 NICHT PRIVILEGIERTE VORHABEN/ „SONSTIGE VORHABEN“ GEMÄB § 35 ABS. 2 BAUGB

4.3 ÖFFENTLICHE BELANGE DES § 35 ABS. 3 BAUGB

4.4 SICHERSTELLUNG DER ERSCHLIEBUNG UND EINVERNEHMEN DER GEMEINDE

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die baurechtliche Zulässigkeit von Anlagen zur Pferdehaltung im Außenbereich. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die unterschiedlichen Formen der Pferdehaltung (landwirtschaftlich, gewerblich oder als sonstiges Vorhaben) nach dem Baugesetzbuch rechtlich einzuordnen und unter welchen Voraussetzungen sie genehmigungsfähig sind.

  • Historische Entwicklung der Pferdehaltung und Domestikation.
  • Biologische und verhaltensbedingte Bedürfnisse von Pferden.
  • Systematik des Außenbereichs gemäß § 35 BauGB.
  • Differenzierung zwischen privilegierten landwirtschaftlichen und gewerblichen Vorhaben.
  • Bedeutung baurechtlicher Kriterien wie Erschließung und öffentliche Belange.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Weg bis hin zum heutigen Pferd

Die weitverzweigte Ahnenreihe des Pferdes ist die vollständigste aller Säugetiere. Diese Reise setzte bei einem Tier an, das nicht einmal geringste Ähnlichkeiten zu dem heute bekannten Equus caballus aufwies. Auf dem triumphalen Weg, auf dem das Pferd von weit her zu uns kam, bestritt es eine unvorstellbar lange Reise durch längst (versunkene) Welten und die unterschiedlichsten Kontinente.

2.1.1 Stammesgeschichte

Jede Tierart, und somit auch das Pferd, hat sich im Laufe der Geschichte an bestimmte Lebensräume angepasst oder anpassen müssen. Begonnen hat diese Entwicklung vor über 55 Millionen Jahren auf den sumpfigen Unterholzböden des Eozäns. Die Urform wurde daher von einigen Wissenschaftlern als EOHIPPUS oder HYRACOTHERIUM bezeichnet. Angelehnt an die griechische Vokabel „eos“ wurde sie auch „Pferdchen der Morgenröte“ genannt, denn als „eos“ gilt die rosenfingrige Göttin des beginnenden Tages bei den alten Griechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung des Pferdes für den Menschen und die rechtliche Relevanz der Flächennutzung für eine artgerechte Haltung.

2 EQUUS CALLABUS – DAS PFERD: Überblick über die Stammesgeschichte der Equiden sowie die biologischen und sozialen Bedürfnisse der Tiere.

3 DIE STÄDTEBAULICHE ORDNUNG DES BAUGESETZBUCHES UND DIE ROLLE DES BAUPLANUNGSRECHTES FÜR DIE PFERDEHALTUNG IM AUBENBEREICH: Analyse der baurechtlichen Rahmenbedingungen und der Rolle der Gemeinde bei der Planung.

4 DER AUBENBEREICH – SYSTEMATIK DES § 35 BAUGB: Detaillierte Darstellung der Zulässigkeitsvoraussetzungen von Bauvorhaben im Außenbereich, unterteilt in privilegierte und sonstige Vorhaben.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Fazit zur rechtlichen Einordnung der Pferdehaltung.

Schlüsselwörter

Pferdehaltung, Außenbereich, Baugesetzbuch, Bauplanungsrecht, § 35 BauGB, Landwirtschaft, Privilegierte Vorhaben, Bauvorhaben, Stallbau, Pensionspferdehaltung, Pferdezucht, Baurecht, artgerechte Haltung, Genehmigungsverfahren, Außenbereichsnutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die baurechtliche Zulässigkeit von Anlagen zur Pferdehaltung im Außenbereich unter Berücksichtigung des deutschen Baugesetzbuchs.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die evolutionäre Entwicklung und die natürlichen Bedürfnisse des Pferdes sowie die juristische Differenzierung zwischen landwirtschaftlichen, gewerblichen und sonstigen Haltungsvorhaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Stallanlagen und Reitflächen im Außenbereich genehmigt werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine juristisch orientierte Arbeit, welche die maßgeblichen Paragraphen des Baugesetzbuches (BauGB) sowie die zugehörige Rechtsprechung analysiert.

Was deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Pferdebiologie und die systematische Prüfung der Zulässigkeit von Bauvorhaben nach § 35 BauGB.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Der Fokus liegt auf Begriffen wie Privilegierung, Außenbereich, Baugesetzbuch, landwirtschaftlicher Betrieb und bauliche Anlagen.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen landwirtschaftlicher und gewerblicher Haltung?

Die Differenzierung bestimmt die Stufe der Privilegierung gemäß § 35 BauGB, was entscheidend für die Genehmigungsfähigkeit baulicher Anlagen im Außenbereich ist.

Wann ist eine Reithalle im Außenbereich trotz fehlender Privilegierung eventuell zulässig?

Dies ist als sogenanntes "sonstiges Vorhaben" gemäß § 35 Abs. 2 BauGB möglich, sofern keine öffentlichen Belange beeinträchtigt werden und andere Kriterien erfüllt sind.

Wie definiert das Baugesetzbuch das "Dienen" einer Anlage?

Eine Anlage dient dem landwirtschaftlichen Betrieb, wenn sie einer vernünftigen landwirtschaftlichen Planung entspricht und eine untergeordnete Bedeutung im Verhältnis zum Gesamtbetrieb beibehält.

Welche Bedeutung haben die "öffentlichen Belange" nach § 35 Abs. 3 BauGB?

Öffentliche Belange wie Natur- und Landschaftsschutz fungieren als Ausschlusskriterien; ihre Beeinträchtigung durch ein Bauvorhaben kann zur Ablehnung führen.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pferdehaltung im Außenbereich. Rolle des Bauplanungsrechtes
Autor
Leonie Klauk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
48
Katalognummer
V1283111
ISBN (PDF)
9783346741615
ISBN (Buch)
9783346741622
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pferdehaltung außenbereich rolle bauplanungsrechtes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Klauk (Autor:in), 2022, Pferdehaltung im Außenbereich. Rolle des Bauplanungsrechtes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283111
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Leseprobe aus  48  Seiten
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