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Literatur als Mittel der Gesellschaftskritik in der Gattung der Utopie anhand des Beispiels "Utopia" von Thomas Morus

Titel: Literatur als Mittel der Gesellschaftskritik in der Gattung der Utopie anhand des Beispiels "Utopia" von Thomas Morus

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Jakob Wülle (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Verlauf dieser Arbeit werden die literarische Gattung der Utopie vorgestellt sowie der zeitgeschichtliche Hintergrund des Werkes "Utopia" von Thomas Morus erläutert. Der Hauptteil befasst sich explizit mit "Utopia" und überprüft das Werk nach einem Inhaltsüberblick auf gesellschaftskritische Aspekte, bevor es abschließend mit dem Gesamtkontext in Verbindung gesetzt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literarische Gattung der Utopie

3. Die Dystopie

4. Ursprung und Entwicklung der literarischen Utopie in Spanien

5. Zeitgeschichtlicher und gesellschaftspolitischer Hintergrund

6. Der Autor – Das Leben des Thomas Morus

7. Utopia – Inhaltlicher Überblick

8. Gesellschaftskritik in Utopia

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk Utopia von Thomas Morus als Instrument der Gesellschaftskritik, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, wie literarische Utopien als Spiegelbilder gesellschaftlicher Missstände fungieren und welche spezifischen zeitgenössischen Probleme Englands der Autor in seinem Werk reflektiert und kritisiert.

  • Literaturgattung der Utopie und Dystopie als Form der Gesellschaftskritik
  • Zeitgeschichtlicher und gesellschaftspolitischer Kontext des 16. Jahrhunderts in England
  • Analyse der inhaltlichen Merkmale von Morus' Utopia
  • Gegenüberstellung von utopischen Idealen und realen Missständen (Rechtssystem, Arbeitsbedingungen, religiöse Einflüsse)

Auszug aus dem Buch

Die Dystopie

Im Zuge der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts durchdrang mit der Dystopie, auch Anti-Utopie und Mätopie genannt, das Gegenstück der positiven Utopie die Literatur. Der Begriff Dystopie stammt ebenfalls aus dem Griechischen und setzt sich aus der altgriechischen Vorsilbe dys-, was sich ins Deutsche mit miss-, un- oder -übel übersetzen lässt, sowie dem Nomen tópos, dem griechischen Wort für Ort zusammen. Frei übersetzt bedeutet die Dystopie also übler Ort. Bei der Dystopie handelt es sich um literarische Kritik der zeitgenössischen Gesellschaft, bei der (noch) nicht reale Zustände unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren zur zukünftigen Realität werden könnten. Wie zur Zeit der industriellen Revolution üblich, nimmt sie dabei vor allem zum technischen Fortschritt und neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen Stellung, welche zur Blütezeit der Dystopien exorbitant hoch waren und somit als Gefahren für die Entwicklung der Gesellschaft angesehen wurden.

Kritische Stimmen gegenüber diesem technischen Fortschritt gab es zwar schon vorher, jedoch war das besondere bei den Utopien, dass zum ersten Mal verschriftlichte Zukunftsvisionen, die ein negatives Gesellschaftsbild zeigten, das durch den technischen Fortschritt und Wissenschaft bedingt waren, veröffentlicht wurden. Gründe für den Glauben an negative Folgen durch den technischen Fortschritt waren vor allem bedingt durch den massiven Einsatz von Maschinen, der ein unbekanntes Ausmaß annahm und zahlreiche Arbeitsplätze wegfielen, sowie durch einen, zwischen den Jahren 1880 und 1914, herrschenden Untergangsstimmung, welche sich durch eine pessimistische Weitsicht, einen starken Lebensüberdruss und einer allgemein hohen Zukunftsangst bemerkbar machte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Funktion von Literatur als Spiegelbild der Gesellschaft ein und setzt den Bezug zu Marcel Reich-Ranickis Zitat über die Darstellung des menschlichen Leids.

2. Literarische Gattung der Utopie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Utopie, betrachtet den griechischen Ursprung und analysiert die historische Entwicklung der Gattung von der Antike bis in die Neuzeit.

3. Die Dystopie: Es erfolgt eine Analyse des Begriffs Dystopie als Gegenentwurf zur positiven Utopie im Kontext der industriellen Revolution und der damit verbundenen Technikskepsis.

4. Ursprung und Entwicklung der literarischen Utopie in Spanien: Das Kapitel beleuchtet die spezifische Rezeption und Verbreitung utopischer Texte in Spanien, inklusive der Rolle der Zensur und der Inquisition.

5. Zeitgeschichtlicher und gesellschaftspolitischer Hintergrund: Hier wird der historische Rahmen der Tudor-Zeit in England beschrieben, um die sozioökonomischen Bedingungen im England des 16. Jahrhunderts zu verdeutlichen.

6. Der Autor – Das Leben des Thomas Morus: Ein biografischer Abriss von Thomas Morus, der seine Karriere als Staatsmann und seine geistige Entwicklung nachzeichnet.

7. Utopia – Inhaltlicher Überblick: Dieses Kapitel fasst die Struktur und den inhaltlichen Kern von Morus' Werk in zwei Teilen zusammen, von der Kritik an England bis zur Beschreibung der utopischen Gesellschaftsstruktur.

8. Gesellschaftskritik in Utopia: Eine detaillierte Untersuchung der in Utopia enthaltenen Kritik an Aspekten wie Strafrecht, Immobilienbesitz, Arbeit und Gesundheitsvorsorge im Vergleich zum realen England.

9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von Utopia als gedankliches Experiment und kritisch-satirisches Spiegelbild.

10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundär- und Primärquellen sowie Internetquellen zur vorliegenden Arbeit.

Schlüsselwörter

Utopia, Thomas Morus, Literarische Utopie, Dystopie, Gesellschaftskritik, Englisches Staatsmodell, Humanismus, Renaissance, Soziale Hierarchie, Kapitalismus, Staatsroman, Literaturtheorie, Politische Ideengeschichte, Reformprojekte, Rechtsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Thomas Morus in seinem Werk Utopia literarische Mittel nutzt, um das damalige englische Gesellschaftssystem zu kritisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Gattung der Utopie und Dystopie, die Auswirkungen des 16. Jahrhunderts in England auf die Literaturproduktion sowie die soziokulturelle Kritik an Kapitalismus, Strafrecht und Religion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Morus durch eine fiktive Gegenwelt ("Utopia") die Missstände in seinem zeitgenössischen England aufarbeitet und als gesellschaftskritische Instanz fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit primär verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse, in der historische Kontexte mit einer Interpretation des literarischen Textes verknüpft werden.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem inhaltlichen Überblick von Utopia, der historischen Situation Englands unter Heinrich VIII. und einer systematischen Gegenüberstellung von utopischen Strukturen und realen gesellschaftlichen Problemen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Hauptwerk Utopia sind Begriffe wie Gesellschaftskritik, Regimentskritik, Menschenbild der Renaissance und die literarische Gattungshistorie maßgebend.

Wie unterscheidet sich laut dem Autor die utopische Gesellschaft von der englischen Wirklichkeit des 16. Jahrhunderts?

Der Autor arbeitet heraus, dass Utopia vor allem durch soziale Gerechtigkeit, vernunftbasierte Religion und ein reformiertes Straf- und Arbeitsrecht punktet, was im krassen Gegensatz zum korrupten und harten Alltag im historischen England stand.

Welche Rolle spielt der Einfluss des Humanismus auf das Werk Utopia?

Morus integriert humanistisches Denken sowie platonische Vorbilder, um den Fokus von dogmatischen Lehren auf rationelle politische Staatsführung und das Wohl der Gesellschaft zu verschieben.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literatur als Mittel der Gesellschaftskritik in der Gattung der Utopie anhand des Beispiels "Utopia" von Thomas Morus
Hochschule
Universität Münster  (Romanisches Seminar)
Note
3,0
Autor
Jakob Wülle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1283175
ISBN (PDF)
9783346741455
ISBN (Buch)
9783346741462
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Utopie Thomas Morus Gesellschaftskritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jakob Wülle (Autor:in), 2019, Literatur als Mittel der Gesellschaftskritik in der Gattung der Utopie anhand des Beispiels "Utopia" von Thomas Morus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283175
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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