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Der UNESCO-Weltkulturerbetitel in Deutschland. Bedeutung aus Sicht der Anbieter und Nachfrager

Titel: Der UNESCO-Weltkulturerbetitel in Deutschland. Bedeutung aus Sicht der Anbieter und Nachfrager

Masterarbeit , 2012 , 116 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franz Ambelang (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Europa
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung der Weltkulturerbetitel neben der vorrangigen Schutzfunktion für die deutschen Weltkulturerbestätten und deren Besucher hat.

Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Nutzendimensionen für die Anbieter und Nachfrager zu identifizieren und zu überprüfen, wobei ein Schwerpunkt auf die kulturtouristische Relevanz des Weltkulturerbetitels gelegt wird. Aus Sicht der Weltkulturerbestätten werden zudem das mediale, finanzielle, manageriale, wirtschaftliche und kulturelle Potenzial des Weltkulturerbe-Labels untersucht.

Seitens der Besucher der Weltkulturerbegüter stellt sich die Frage, inwieweit der Weltkulturerbetitel die Reiseentscheidung und die Weltkulturerbe-Vermittlung vor Ort beeinflusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der UNESCO-Weltkulturerbetitel

2.1 Gründung, Ziele und Aufgaben der UNESCO

2.2 Die Welterbekonvention

2.2.1 Die Entstehung und Grundidee der Welterbekonvention

2.2.2 Der Begriff „Weltkulturerbe“ und die Aufnahmekriterien

2.2.3 Verpflichtungen aus der Welterbekonvention für die Weltkulturerbestätten – der Managementplan

2.2.4 Mechanismen zur Überwachung des Erhaltungszustandes der Weltkulturerbestätten

2.3 Das Weltkulturerbe in der Welt

3. Das Weltkulturerbe in Deutschland

3.1 Die deutsche Weltkulturerbeliste

3.2 Das Prozedere der Aufnahme in die Welterbeliste – Eine Koproduktion von Bund, Ländern und Kommunen

3.3 Die Finanzierung der deutschen Weltkulturerbestätten

4. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Weltkulturerbestätten

4.1 Weltkulturerbe-Tourismus

4.1.1 Definition Tourismus, Kulturtourismus und Weltkulturerbe-Tourismus

4.1.2 Der Weltkulturerbetitel als touristischer Standortfaktor

4.1.3 Weltkulturerbe und Tourismus – im Spannungsfeld zwischen „Schützen und Nützen“

4.1.4 Nachhaltigkeit im Weltkulturerbe-Tourismus

4.2 Weitere Nutzendimensionen

5. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Besucher der Weltkulturerbestätten

5.1 Der Weltkulturerbetitel als Besuchsanreiz

5.2 Weltkulturerbe-Vermittlung

6. Empirische Untersuchung zu den Nutzendimensionen aus Sicht

6.1 Das Forschungsdesign und Untersuchungsverfahren

6.1.1 Experteninterview

6.1.2 Besucherbefragung

6.2 Auswertung der Experteninterviews

6.2.1 Weltkulturerbe-Tourismus

6.2.2 Weitere Nutzendimensionen

6.3 Auswertung der Besucherbefragung

6.3.1 Der Weltkulturerbetitel als Besuchsanreiz

6.3.2 Weltkulturerbe-Vermittlung

6.4 Weltkulturerbe-Tourismus: Herausforderungen

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des UNESCO-Weltkulturerbetitels auf deutsche Welterbestätten, mit einem besonderen Fokus auf die verschiedenen Nutzendimensionen für Anbieter (Stätten) und Nachfrager (Besucher). Das primäre Ziel ist es, die Relevanz des Welterbe-Labels im Kontext von Tourismus, Management, Finanzierung und Bildung zu identifizieren und die bisherige Forschungslücke durch eine empirische Untersuchung zu schließen.

  • Bedeutung des Weltkulturerbetitels als touristischer Standortfaktor
  • Spannungsfeld zwischen touristischer Nutzung („Nützen“) und Erhalt („Schützen“)
  • Potenziale des Weltkülturerbe-Labels für Management und Finanzierung
  • Rolle des Titels als Besuchsanreiz für Touristen
  • Qualität und Defizite der Weltkulturerbe-Vermittlung vor Ort

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Mit der Welterbekonvention hat die UNESCO ein weltweit anerkanntes völkerrechtliches Instrument zum Schutz von Kultur- und Naturerbestätten, die von außergewöhnlicher universiteller Bedeutung für die Menschheit sind, geschaffen. Damit wurde ein jährlich wachsendes globales Netzwerk aufgebaut, das nationale und internationale Ressourcen mobilisiert, um kostbare Güter vor Verfall und Zerstörung zu bewahren. Mit 37 Welterbestätten – davon 34 Weltkulturerbestätten – ist Deutschland zahlreich in der Welterbeliste vertreten. Durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Akteure wie Bund, Länder, Kommunen, Deutsche UNESCO-Kommission (DUK), Internationaler Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) und nicht zuletzt die Welterbegüter wird die Welterbekonvention in Deutschland umgesetzt.

Doch welche Auswirkungen hat der Weltkulturerbetitel neben dem vorrangigen Schutz und Erhalt des Kulturerbes auf die deutschen Weltkulturerbestätten?

Was verändert sich, wenn aus einem Kulturdenkmal ein Weltkulturdenkmal wird (…)? Das ist sicherlich eine häufig gestellte Frage – gerade dann, wenn der begehrte Status noch nicht erreicht ist. Politiker und Touristiker werten den Welterbestatus gerne als harten Standortfaktor, rechnen mit erheblich zunehmenden Besuchs- und Übernachtungszahlen. Kulturverantwortliche hoffen auf höhere Zuwendungen und Investitionen seitens der Länder, Kreise, Städte und Gemeinden. Eventveranstalter erkennen mit zielsicherem Blick eine Aufwertung nun plötzlich viel begehrenswerterer Kulissen (Schefers 2009: 70).

Schefers spricht einige zentrale nutzenbringende Folgeerscheinungen an, die mit der Auszeichnung für die Weltkulturerbestätten einhergehen können. Egal ob in öffentlichen, politischen oder wissenschaftlichen Diskussionen – in der Regel wird dem Einfluss des UNESCO-Gütesiegels auf den Tourismus die höchste Bedeutung beigemessen. Zudem wirft die Annahme des touristischen Mehrwerts die Frage auf, welche Relevanz der Weltkulturerbetitel für die Besucher der deutschen Weltkulturerbegüter hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der UNESCO-Welterbekonvention, skizziert die deutsche Beteiligung und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen des Welterbetitels.

2. Der UNESCO-Weltkulturerbetitel: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen über die UNESCO, die Welterbekonvention, Begriffsdefinitionen sowie die Mechanismen zur Überwachung.

3. Das Weltkulturerbe in Deutschland: Es wird die deutsche Situation mit Fokus auf die Welterbeliste, die Aufnahmeverfahren sowie die Finanzierungssituation erläutert.

4. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Weltkulturerbestätten: Das Kapitel stellt den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Nutzenaspekten wie Tourismus, Prestige, Finanzen und Management aus Sicht der Stätten dar.

5. Die Nutzendimensionen aus Sicht der Besucher der Weltkulturerbestätten: Dieser Teil beleuchtet das Welterbe-Label aus der Perspektive der Touristen bezüglich Besuchsanreizen und Vermittlung.

6. Empirische Untersuchung zu den Nutzendimensionen aus Sicht: Hier werden die Ergebnisse der Experteninterviews und der Besucherbefragung zur Überprüfung der theoretischen Nutzendimensionen präsentiert.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und diskutiert Implikationen sowie Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.

Schlüsselwörter

UNESCO-Welterbe, Weltkulturerbestätten, Kulturtourismus, Welterbekonvention, Denkmalpflege, Managementplan, Nutzendimensionen, Standortfaktor, Besucherbefragung, Experteninterviews, Destinationsmarketing, Identifikation, Schutz und Nutzung, Tourismusentwicklung, kulturelle Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und die Auswirkungen des UNESCO-Weltkulturerbetitels auf deutsche Welterbestätten, insbesondere aus der Sicht der Verantwortlichen vor Ort und der Besucher.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Auswirkungen auf den Tourismus, das Image (Prestigegewinn), die finanzielle Situation, das Management der Stätten, städtebauliche Entwicklungen sowie die Vermittlung des kulturellen Erbes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob der Weltkulturerbetitel neben der Schutzfunktion tatsächlich messbare positive Effekte (Nutzendimensionen) für die verschiedenen beteiligten Akteure erzeugt.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?

Es handelt sich um eine empirische Studie, die auf teilstandardisierten Experteninterviews mit Akteuren der Welterbestätten sowie Experten der UNESCO/Tourismusbranche und einer Besucherbefragung an zwei Fallbeispielen basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Nutzendimensionen (basierend auf bestehender Literatur) und eine empirische Analyse, die diese Annahmen durch qualitative und quantitative Daten überprüft.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Weltkulturerbe, Kulturtourismus-Management, Denkmalpflege-Vermittlung und regionale Wirtschaftsförderung charakterisieren.

Welche Erkenntnisse liefert die Arbeit speziell zum touristischen Interesse?

Die Studie stellt fest, dass der Titel bei ausländischen Gästen eine höhere Bedeutung als Reisemotiv hat, während er für deutsche Touristen meist nur ein Aspekt unter vielen ist. Zudem profitieren vor allem weniger bekannte, ländlich gelegene Stätten stärker von der Marke als große, ohnehin bekannte Metropolobjekte.

Wie bewerten die Experten das Verhältnis von Schutz und Nutzung?

Experten betrachten das Spannungsfeld „Schützen und Nützen“ als dauerhafte Herausforderung. Sie betonen jedoch, dass eine denkmalverträgliche touristische Nutzung Synergieeffekte erzeugt, da Einnahmen durch den Tourismus die notwendige Basis für den Erhalt der Stätten schaffen.

Ende der Leseprobe aus 116 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der UNESCO-Weltkulturerbetitel in Deutschland. Bedeutung aus Sicht der Anbieter und Nachfrager
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg  (Institut für Kulturmanagement)
Note
1,0
Autor
Franz Ambelang (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
116
Katalognummer
V1283211
ISBN (PDF)
9783346743794
ISBN (Buch)
9783346743800
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weltkulturerbe Weltnaturerbe Weltkulturerbetitel UNESCO Welterbekonvention Weltkulturerbestätten Weltnaturerbestätten Welterbestätten Kulturtourismus Weltkulturerbetourismus Nachhaltigkeit Kulturvermittlung Nutzen Schützen Nutzendimensionen Besucherbefragung Kulturelles Erbe Kulturfinanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franz Ambelang (Autor:in), 2012, Der UNESCO-Weltkulturerbetitel in Deutschland. Bedeutung aus Sicht der Anbieter und Nachfrager, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283211
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