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Besonderheiten bei der Implementierung von Motivational Case Management in der Sucht- und Drogenhilfe

Titel: Besonderheiten bei der Implementierung von Motivational Case Management in der Sucht- und Drogenhilfe

Hausarbeit , 2022 , 22 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Soraya Mandel (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Suchthilfe ist gekennzeichnet durch vielseitige Problemlagen, wodurch die Zusammenarbeit verschiedener Professionen benötigt wird. Das Case Management wird oftmals genutzt um den komplexen Herausforderungen der Sucht- und Drogenhilfe adäquat zu begegnen. Durch Kombination mit der Beratungsmethode Motivational Interviewing ergibt sich das Motivational Case Management, auf welches sich diese Arbeit fokussiert. Es versucht das Klientel zur Veränderungsbereitschaft zu motivieren und gleichzeitigt durch Vernetzung mit anderen Diensten und Einrichtungen die Unterstützung zu koordinieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sucht- und Drogenhilfe als geeignetes Handlungsfeld von Case Management

3 Motivational Interviewing

3.1 Transtheoretisches Phasenmodell der Veränderungsbereitschaft

3.2 Grundprinzipien und Qualifikationen

4 Motivational Case Management

4.1 Implementierung von Motivational Case Management

4.2 Herausforderungen bei der Anwendung von Motivational Case Management

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Besonderheiten und Herausforderungen bei der Implementierung von Motivational Case Management innerhalb der Sucht- und Drogenhilfe. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Kombination von Motivational Interviewing mit Case-Management-Ansätzen als strukturierte Methode dazu beitragen kann, komplexe Problemlagen von Suchtbetroffenen durch interprofessionelle Vernetzung und Motivationsförderung effektiv zu bewältigen.

  • Verbindung von Case Management und Motivational Interviewing in der Suchthilfe
  • Bedeutung des transtheoretischen Phasenmodells für die Beratungsarbeit
  • Anforderungen an Qualifikationen und Rollenverständnis der Fachkräfte
  • Strukturierter Implementierungsprozess in Suchthilfeeinrichtungen
  • Umgang mit Rollenkonflikten und strukturellen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Implementierung von Motivational Case Management

Zentraler Ausgangspunkt bei der Implementierung von Motivational Case Management in der Sucht- und Drogenhilfe ist die Verankerung von Case Management als Verfahren in der jeweiligen Organisation. Die beteiligten Organisationen müssen zunächst Strukturen und Abläufe auf die erforderliche Zusammenarbeit ausrichten (Ehlers, 2019, S.6f.). Das bedeutet, dass vor der eigentlichen Einführung organisationsbezogene Rahmenbedingungen und -empfehlungen erarbeitet werden müssen, anhand derer die Abläufe und Inhalte des Case Managements an den Bedarfen der Adressaten*innen angepasst werden (Wendt, 2010, S.192). Es wird also deutlich, dass das Einführen von Motivational Case Management in einer Einrichtung sehr viel Veränderung mit sich bringt und einiges an Vorbereitung benötigt. Um dies erfolgreich zu bewältigen, wird ein strukturierter Implementierungsprozess benötigt. Dazu wurden 6 Phasen der Implementierung von Motivational Case Management entwickelt, die nun umfassend erläutert werden (Schmid/Schu/Vogt, 2012, S.30).

Der Prozess der Implementierung beginnt mit der Entscheidung der Leitung für oder gegen das Case Management. Dabei muss man beachten, dass stets die Optimierung der Klientenversorgung im Vordergrund stehen sollte und Motivational Case Management nicht in jedem Fall die geeignete Methode dafür ist. Um die Entscheidung zu treffen sollte dafür zunächst ein Grundverständnis von Motivational Case Management vorherrschen. Des Weiteren sollte überprüft werden, ob die zentralen Leitlinien der Organisation mit den zentralen Prinzipien des Case Managements harmonieren. Als Beispiel lassen sich hier die für die Umsetzung benötigten Handlungsspielräume von Fachkräfte nennen, welche nicht in jeder Einrichtung gegeben sind (Schmid/Schu/Vogt, 2012, S.32).

Fällt die Entscheidung für das Motivational Case Management, widmet man sich nun der Bedarfsklärung. Anhand einer Analyse der Bedarfe und Erwartungen von Klienten*innen ist zu klären bei welche spezifischen Zielgruppe der Suchthilfeeinrichtung das Motivational Case Management in Frage kommt. Denn wie bereits festgehalten, stellt es nicht für jeden Hilfesuchenden der Sucht- und Drogenhilfe eine geeignete Unterstützungsform dar. Eine eindeutige Adressatenorientierung ist somit von großer Bedeutung; in einer Einrichtung der Sucht- und Drogenhilfe erweisen sich besonders die Klienten*innen als geeignet, die mit langjährigen Suchterfahrungen und komplexen Problemlagen zu kämpfen haben sowie über einen Veränderungsprozess nachdenken (Schmid/Schu/Vogt, 2012, S.32f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Arbeitsfeldes Sucht- und Drogenhilfe und stellt die Kombination von Case Management mit Motivational Interviewing als zentralen Untersuchungsgegenstand vor.

2 Sucht- und Drogenhilfe als geeignetes Handlungsfeld von Case Management: Dieses Kapitel erörtert die komplexen Problemlagen suchtkranker Menschen und warum Case Management als Methode der Fallsteuerung zur Koordination interdisziplinärer Hilfen geeignet ist.

3 Motivational Interviewing: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Motivational Interviewing, insbesondere das transtheoretische Phasenmodell und die notwendigen Grundhaltungen der Fachkräfte, dargelegt.

4 Motivational Case Management: Das Hauptkapitel beschreibt die Verbindung der beiden Konzepte, erläutert den 6-phasigen Implementierungsprozess und analysiert die typischen Herausforderungen in der Anwendung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Motivational Case Management eine wirksame Methode in der Suchthilfe darstellt, deren Implementierung jedoch hohe Anforderungen an Organisationen und Fachkräfte stellt.

Schlüsselwörter

Motivational Case Management, Suchthilfe, Drogenhilfe, Motivational Interviewing, Veränderungsbereitschaft, Implementierung, Fallmanagement, Suchtkranke, Beratungsmethode, Interprofessionalität, Selbstwirksamkeit, Koordination, Hilfeprozess, Suchtprävention, Sozialarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung und den Spezifika des „Motivational Case Managements“ innerhalb der Sucht- und Drogenhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Notwendigkeit von Fallmanagement in komplexen Suchthilfestrukturen, die Motivationsförderung mittels Motivational Interviewing und der organisationale Prozess der Einführung solcher Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept des Motivational Case Managements theoretisch zu durchdringen und aufzuzeigen, worauf bei der praktischen Umsetzung sowie bei der Rollengestaltung durch Fachkräfte zu achten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand einer Literaturarbeit, die auf einem 6-phasigen Implementierungsmodell aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Motivational Interviewing (inklusive Phasenmodell) sowie eine ausführliche Darstellung der Implementierung und der Anwendungsherausforderungen des kombinierten Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Suchthilfe, Motivational Interviewing, Case Management, Rollenvielfalt und Implementierungsprozess geprägt.

Warum reicht Case Management allein in der Suchthilfe oft nicht aus?

Die Arbeit argumentiert, dass Case Management allein nicht ausreicht, um eine nachhaltige Verhaltensänderung zu erreichen, wenn die Klienten über eine fehlende Veränderungsmotivation verfügen.

Welche besonderen Rollenkonflikte entstehen bei der Anwendung?

Fachkräfte stehen im Rollenkonflikt zwischen der motivierenden, klientenzentrierten Unterstützung und der in manchen Fällen notwendigen kontrollierenden Funktion, etwa bei drogenabhängigen Klientinnen mit Kindern.

Wie wichtig ist die Hilfe des transtheoretischen Phasenmodells?

Das Modell ist essenziell, um den Veränderungsprozess des Klienten besser einzuschätzen und die beratenden Interventionen gezielt an der jeweiligen Phase (von der Absichtslosigkeit bis zur Aufrechterhaltung) auszurichten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Besonderheiten bei der Implementierung von Motivational Case Management in der Sucht- und Drogenhilfe
Hochschule
Hochschule Ravensburg-Weingarten
Note
1,5
Autor
Soraya Mandel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
22
Katalognummer
V1283219
ISBN (PDF)
9783346741349
ISBN (Buch)
9783346741356
Sprache
Deutsch
Schlagworte
besonderheiten implementierung motivational case management sucht- drogenhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Soraya Mandel (Autor:in), 2022, Besonderheiten bei der Implementierung von Motivational Case Management in der Sucht- und Drogenhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1283219
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Leseprobe aus  22  Seiten
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