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Sexueller Missbrauch an Kindern in der Familie

Title: Sexueller Missbrauch an Kindern in der Familie

Term Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jessica Osterhagen (Author)

Social Work
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In den letzten Jahren ist Sexueller Missbrauch von Kindern zu einem heiß diskutierten Thema geworden. Jeden Fall von sexuellen Übergriffen auf Kinder, der der Öffentlichkeit bekannt wird, begleiten berechtigte Empörungen und Aufregung. Bei vielen Mädchen und Jungen gehört Sexueller Missbrauch zum Lebensalltag. Man kann davon ausgehen, dass etwa jeder neunte bis zwölfte Jungen und jedes dritte bis vierte Mädchen sexuell missbraucht wird. Nur in Ausnahmenfällen ist der Täter „der fremde böse Mann“ von dem Kinder immer gewarnt werden. In der Regel findet der Missbrauch innerhalb der eigenen Familie und im nahen sozialen Umfeld der Kinder statt. Es sind die Menschen, die das Kind kennt, denen es vertraut und vielleicht sogar liebt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Sexueller Missbrauch

3. Definition Inzest nach Hildebrand, Eva

4. Formen von sexuellen Missbrauch

4.1 Sexueller Missbrauch ohne Körperkontakt

4.2 Weniger intensiver Sexueller Missbrauch

4.3 Intensiver sexueller Missbrauch

4.4 Sehr intensiver sexueller Missbrauch

5. Täterverhalten

6. Opferverhalten

8. Ursachen vom sexuellen Missbrauch an Kindern

10. Fazit

Zielsetzung und Themenbereiche

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern innerhalb der Familie auseinander, um ein tieferes Verständnis für die Dynamiken zwischen Täter und Opfer zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, welche Definitionen zugrunde liegen, wie Täter und Opfer agieren und welche präventiven Maßnahmen zum Schutz betroffener Kinder ergriffen werden können.

  • Definitionen und Formen des sexuellen Missbrauchs
  • Analyse des Täterverhaltens und der Machtstrukturen
  • Psychologische Auswirkungen auf das Opferverhalten
  • Ursachenforschung für Missbrauch innerhalb der Familie
  • Ansätze und Notwendigkeit präventiver Schutzmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

Täterverhalten

Die Täter sind nach der Studie des Bundeskriminalamtes zu 99,6% Männer zwischen 25-35 Jahren. Väter, Stiefväter, Großväter und andere Familienmitglieder machen den größten Anteil (mit 36,8%) von sexuellem Missbrauch aus. Je enger die Beziehung zwischen Täter und Opfer ist, desto gewalttätiger und intensiver sind die sexuellen Handlungen. Welches bedeutet, dass die größte Gefahr Kindern gerade in dem Bereich in dem sie eigentlich Schutz, Sicherheit und Geborgenheit finden sollten, nämlich in der Familie, droht. Daher ist die Warnung vor dem „bösen fremden Mann“ als völlig unzureichend anzusehen.

Baumanns Untersuchungen spiegeln nur einen Bruchteil der tatsächlichen Übergriffe nieder, wenn man davon ausgeht, dass weniger Hemmungen bestehen, einen Fremdtäter anzuzeigen, als ein Familienmitglied. Hauptsächlich werden Väter, väterliche Bezugspersonen, Großväter, Brüder und Onkel der Familie als Täterpersonen genannt. 62% der Beratungsstellen im Berichtsjahr 1990 haben veranschaulicht, dass missbrauchende Täter, Väter sind oder väterlicher Funktionen erfüllen. Dabei gehörten insgesamt 82% der Täter der Familie des Kindes an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Verbreitung und Tabuisierung des sexuellen Missbrauchs innerhalb der Familie und stellt den Aufbau der Arbeit vor.

2. Definition Sexueller Missbrauch: Das Kapitel erläutert den Begriff des sexuellen Missbrauchs als Machtmissbrauch und psychische bzw. physische Grenzüberschreitung.

3. Definition Inzest nach Hildebrand, Eva: Hier wird Inzest als Ausnutzung einer Machtposition innerhalb der Familie durch Sexualisierung definiert.

4. Formen von sexuellen Missbrauch: Dieses Kapitel kategorisiert verschiedene Missbrauchsformen, unterteilt nach dem Grad des Körperkontakts und der Intensität.

5. Täterverhalten: Es werden die typischen Merkmale und Strategien von Tätern beleuchtet, die häufig aus dem nahen sozialen Umfeld der Opfer stammen.

6. Opferverhalten: Hier wird das Erleben der Opfer, insbesondere die psychischen Folgen und die Abhängigkeit von der Familie, analysiert.

8. Ursachen vom sexuellen Missbrauch an Kindern: Das Kapitel sucht nach den komplexen Gründen hinter Missbrauchstaten und hinterfragt gesellschaftliche Machtstrukturen.

10. Fazit: Die Autoren reflektieren ihre Erkenntnisse und betonen die Notwendigkeit von Prävention sowie die Belastung durch die Bearbeitung des Themas.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Inzest, Kindesmisshandlung, Täterverhalten, Opferverhalten, Machtgefälle, Prävention, Familiensystem, Kinderschutz, Psychische Gewalt, Traumatisierung, Sexualisierung, Machtmissbrauch, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern, der innerhalb des familiären Umfelds stattfindet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind Definitionen von Missbrauch und Inzest, die Analyse von Täter- und Opferverhalten, die Suche nach Ursachen sowie präventive Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Dynamik und die Schwere des sexuellen Missbrauchs in der Familie zu entwickeln, um das Bewusstsein für Schutzmaßnahmen zu schärfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Ausarbeitung verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Fachstudien und Veröffentlichungen zu den Themen Kinderschutz, Täterpsychologie und Opferhilfe basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition, die Differenzierung von Missbrauchsformen, die Untersuchung des Täter- und Opferverhaltens sowie die kritische Reflexion der Ursachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt der Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben sexuellem Missbrauch insbesondere Kinderschutz, Machtgefälle, Prävention, familiäre Abhängigkeit und psychische Folgen.

Inwieweit spielt die Rolle des Täters eine besondere Rolle in der Arbeit?

Die Arbeit hebt hervor, dass Täter oft aus dem sozialen Umfeld stammen und Machtstrukturen nutzen, was die Warnung vor „fremden Tätern“ als unzureichend entlarvt.

Welche Schlussfolgerung ziehen die Autoren im Hinblick auf den Kinderschutz?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Prävention unerlässlich ist, um Kinder zu stärken und Gewaltstrukturen innerhalb der Gesellschaft langfristig aufzubrechen.

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Details

Title
Sexueller Missbrauch an Kindern in der Familie
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Course
Gewalt in der Familie - Sexueller Missbrauch
Grade
1,3
Author
Jessica Osterhagen (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V128333
ISBN (eBook)
9783640344970
ISBN (Book)
9783640345021
Language
German
Tags
sexueller missbrauch Kindern Gewalt Familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Osterhagen (Author), 2009, Sexueller Missbrauch an Kindern in der Familie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128333
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