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Der Prolog des Tristan von Gottfried von Straßburg

Título: Der Prolog des Tristan von  Gottfried von Straßburg

Trabajo , 2007 , 21 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Evelyn Habel (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Welche Bedeutung hat der Prolog für den Leser?
Der Prolog ist die erste kurze Informationsquelle über das Werk und den Autor, jedoch wird er sehr häufig übersprungen, manchmal ist er in seiner Funktion vielen sogar völlig unbekannt.
Der Leser der Gegenwart scheint immer seltener das Buch als eine Gelegenheit zum Gespräch mit seinem Autor zu begreifen. In einer Welt, die ununterbrochen danach strebt, den bereits gigantischen Informationsfluss durch innovative Technologien zu beschleunigen, nehmen Bücher hinter den digitalen Medien oft erst weit hinten ihren Platz ein. Nicht, als ob sie nicht geschätzt würden, denn viele Menschen schaffen sich schließlich opulente Hausbibliotheken an, doch meist werden neu erworbene Bücher nur in die Reihe kostbarer Bücher eingeordnet und enden dort. Sie werden kaum geliebt. Sie erweisen sich nämlich für viele als zu anspruchsvolle Gefährten, für die man viel Zeit und Geduld aufwenden muss. Dagegen bieten moderne Medien auf Abruf das, was der Konsument gerade benötigt. Der schnelle Zugriff auf Informationen im Alltag wirkt sich auf unsere Haltung im Umgang mit Buchtexten entsprechend aus. Möglicherweise verzichten viele heutige Autoren bewusst darauf, Prologe zu ihren Werken abzufassen, da sie gar nicht darauf hoffen können, dass diese gelesen werden.
Im Mittelalter, als das sehr teure Pergament als Beschreibstoff diente und die Tinte immer knapp war, hatten Bücher in der Gesellschaft des Klerus und des Adels eine wesentlich höhere Wertschätzung erfahren, als man es heute oft ahnt. Die ungeheuer großen Herstellungskosten für ein größeres Werk machten ein Buch zu einem für viele unerschwinglichen Luxusgut, dessen Anspruch an Form und Inhalt enorm hoch war.
Die Rolle des mittelalterlichen Prologs ist als sehr wichtig einzustufen. Ein Prolog wurde nicht einfach gelesen, er war das Einlasstor in das Werk. Ein Autor gab sich daher stets große Mühe, dieses Portal mit all dem Nötigen auszustatten, damit in ihm ein Gespräch zwischen Autor und Leser über das Thema stattfinden konnte, an dessen Ende der Leser voll und ganz davon überzeugt sein sollte, das spezielle Buch zu lesen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gottfried von Straßburg

3 Der Prolog

3.1 Die historische Entwicklung

3.2 Der Prolog im Mittelalter

4 Der Prolog des Tristanromans

4.1 Die Struktur

4.2 Formbildende Aspekte des inneren Aufbaus

4.2.1 Vers und Reimschema

4.2.2 Das Akrostichon

4.2.3 Sprachlich- rhetorische Gestaltung

4.3 Thematische Analyse

4.4 Der Prolog als thematisch- kausales Konstrukt

4.5 Die Form des Prologs auf der Grundlage des Erarbeiteten

5 Form und Inhalt als Aspekt mittelalterlicher Prologtheorie

6 Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung und die komplexe Struktur des Prologs zu Gottfried von Straßburgs „Tristan“. Dabei wird erforscht, wie der Autor durch rhetorische Mittel, formale Gestaltung und inhaltliche Kausalität den Leser auf das Werk einstimmt und eine Verbindung zwischen Prolog und Roman herstellt.

  • Historische Einordnung des mittelalterlichen Prologs und dessen rhetorische Funktion.
  • Analyse der inneren Struktur und formbildender Aspekte wie Reimschema und Akrostichon.
  • Untersuchung der sprachlich-rhetorischen Gestaltung und deren Wirkung auf den Rezipienten.
  • Thematische Analyse der einzelnen Prologabschnitte im Kontext der mittelalterlichen Prologtheorie.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Das Akrostichon

Das Wort Akrostichon kommt vom Griechischen akros, welches Spitze bedeutet und von stichos, was soviel wie Vers heißt. Es ist eine Form, bei der die Versanfänge hintereinander gelesen einen Sinn ergeben, damit ist es ein weiteres formbildendes Element, auch wenn es primär nicht als solches gedacht war.

In den ersten zehn Vierzeilern findet sich „G“ und „DIETÊRICH“. Über die Bedeutung des „DIETÊRICH“ ist man sich im Allgemeinen einig und man vermutet dahinter Gottfrieds Auftraggeber, wer dies aber im Speziellen war, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Genauso wenig wurde der Sinn des „G“ endgültig geklärt. Zunächst wurde angenommen, dass es sich hierbei um die Bezeichnung „Graf“ handelt und diese in Bezug auf Dieterich zu verstehen sein soll oder es könnte sich aber auch um die Initiale Gottfrieds handeln.

Die untersuchten Initialverse sind im größeren Zusammenhang formbildend, da die Verse 1 bis 40 ineinander verschränkt werden und synchron der logische Abstand zu den Versen 41 bis 44 vergrößert wird.

Das Akrostichon setzt sich mit den Versen 41 bis 44 und dem ersten Stichon fort. Dort finden sich „T“ und „I“. Diese Buchstaben stehen wahrscheinlich für die Helden Tristan und Isolde des Romans. Ebenso findet man die Initialen in den Auftakten von Abschnitt vier und fünf, wo sie dieselbe Deutung erfahren. Die Buchstaben scheinen hier aber gespiegelt gegenüber den vorangegangenen, zuerst „I“ für Isolde und dann „T“ für Tristan. Die Letter werden gleichbehandelt, denn sowohl dem „T“ wie auch dem „I“ sind jeweils ein Vierzeiler und ein Stichon nachgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die allgemeine Funktion von Prologen in der Literatur und stellt die Relevanz des Prologs für den Tristanroman heraus.

2 Gottfried von Straßburg: Dieses Kapitel fasst das spärliche Wissen über die historische Person Gottfrieds sowie den Entstehungskontext des Tristanromans zusammen.

3 Der Prolog: Es wird die antike Tradition und die mittelalterliche Theorie des Prologs als rhetorische Vorrede erläutert.

4 Der Prolog des Tristanromans: Der Hauptteil analysiert detailliert die Struktur, Form, rhetorische Gestaltung und Thematik des spezifischen Tristan-Prologs.

5 Form und Inhalt als Aspekt mittelalterlicher Prologtheorie: Dieses Kapitel zieht ein Fazit, indem es die Erkenntnisse der Analyse zurück auf die eingangs erläuterten Begriffe der Prologtheorie spiegelt.

6 Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert die Schwierigkeiten der Interpretation mittelalterlicher Texte aus moderner Perspektive.

Schlüsselwörter

Gottfried von Straßburg, Tristan, Prolog, mittelalterliche Literatur, Rhetorik, Akrostichon, Reimschema, höfische Dichtung, Prologtheorie, edele Herzen, Versform, Textanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prolog zum Tristanroman von Gottfried von Straßburg und untersucht dessen formale und inhaltliche Konzeption.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die rhetorischen Funktionen des Prologs, die formale Struktur (Vierzeiler, Stichon) und die Verbindung zwischen dem Prolog und der nachfolgenden Erzählung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den tieferen Sinn und den Aufbau des Prologs zu entschlüsseln und zu zeigen, wie der Autor diesen als rhetorisches Portal zum Werk nutzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine textimmanente Analyse der Struktur und Stilistik, unterstützt durch den Vergleich mit mittelalterlichen Prologtheorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturale Untersuchung, eine formbildende Analyse (Reim, Akrostichon) sowie eine thematische Auswertung der Prologabschnitte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Tristan, Gottfried von Straßburg, Prolog, Rhetorik, Akrostichon, mittelalterliche Literatur und die edelen Herzen.

Welche Rolle spielt das Akrostichon für das Werk?

Das Akrostichon fungiert als rhetorisches Beiwerk und formbildendes Element, das Namen wie GOTEFRIT, TRISTAN und ISOLDEN verschlüsselt und eine Verbindung zwischen Prolog und Erzählung herstellt.

Wie wird das Verhältnis von Prolog und Leser im Mittelalter beschrieben?

Der Prolog diente als Einlasstor und Aufforderung zum Gespräch, wobei der Autor versuchte, die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der Hörer zu gewinnen.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Prolog des Tristan von Gottfried von Straßburg
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Curso
Hauptseminar Gottfried von Straßburg: Tristan
Calificación
2,7
Autor
Evelyn Habel (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
21
No. de catálogo
V128389
ISBN (Ebook)
9783640352487
ISBN (Libro)
9783640352302
Idioma
Alemán
Etiqueta
Prolog Tristan Gottfried Straßburg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Evelyn Habel (Autor), 2007, Der Prolog des Tristan von Gottfried von Straßburg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128389
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