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Wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird. Veränderungen in der Rolle und im Anforderungsprofil professionell Pflegender auf Intensivstationen

Title: Wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird. Veränderungen in der Rolle und im Anforderungsprofil professionell Pflegender auf Intensivstationen

Bachelor Thesis , 2022 , 52 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Greta Sager (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Das Therapieziel auf Intensivstationen ist eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und das Retten von Leben. Allerdings kommt es auch auf Intensivstationen zum Tod, wodurch Pflegende neben den grundlegenden Kompetenzen, welche im Pflegeberufegesetz (PflBG) verankert sind, nicht nur intensivmedizinische, sondern auch palliative Kompetenzen besitzen müssen. Das Ziel dieser Bachelorthesis ist es, darzustellen, wie sich die Anforderungen an die Rolle von professionell Pflegenden auf Intensivstationen verändert, wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird. Dazu wird folgende Forschungsfrage aufgestellt: Welche Rolle nehmen Pflegende auf der Intensivstation ein, wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird?
Um die Forschungsfrage zu beantworten wurde zwischen November 2021 und März 2022 eine spezifische Literaturrecherche in den Datenbanken MEDLINE (PubMed) und CINAHL (EBSCO) sowie eine Handsuche bei Google Scholar durchgeführt. Dabei konnten fünf relevante Studien extrahiert werden, welche sich mit den Erfahrungen von Pflegenden bezüglich der Thematik sowie den Erwartungen von Familien an die Rolle der Pflegenden auseinandersetzen. Ergebnisse: Durch die Auswertung der Studien ergibt sich ein komplexes pflegerisches Rollenbild, welches Kompetenzen aus der Intensivpflege und Palliativpflege umfasst. Die Umsetzung von palliativen Kompetenzen im intensivmedizinischen Alltag, die Erwartungen von Familien sowie der Anspruch der Pflegenden an sich selbst führen zu moralischem Distress.
Auch erfahrene Pflegende sind in diesen Situationen überfordert, wodurch sich ein Bedarf an Fortbildungen und Änderungen der Rahmenbedingungen ergibt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Professionelle Pflege

2.2 Die Rolle der Pflegenden

2.3 Intensivstation

2.4 Wenn aus Intensivpflege Palliativpflege wird

2.5 Palliativpflege und Intensivpflege: Kongruenzen und Divergenzen

2.6 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit

3 Methodik

3.1 Suchstrategie

3.2 Limitation

3.3 Auswahl der Studien

3.4 Bewertung der Studienqualität

4 Ergebnisse

4.1 Aufgaben der palliativen Pflege auf der Intensivstation: Erfahrungen von Pflegenden

4.2 Umsetzung der palliativen Pflege auf der Intensivstation: Erfahrungen von Pflegenden

4.3 Erwartungen der Familien an die Rolle der Pflegenden

5 Diskussion

5.1 Allgemeine Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Diskussion der methodischen Vorgehensweise

5.3 Diskussion der Literaturauswahl

6 Fazit und Ausblick

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Komplexität und den Anspruch an die pflegerische Rolle in palliativen Pflegesituationen auf Intensivstationen darzustellen. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Pflegende in diesem Kontext einnehmen und wie sich die Anforderungen sowie ihr Rollenverständnis verändern.

  • Veränderungen im Rollenverständnis von Intensivpflegekräften in palliativen Situationen
  • Herausforderungen durch die Kombination von intensivmedizinischen und palliativen Kompetenzen
  • Umgang mit moralischem Distress im intensivmedizinischen Alltag
  • Erwartungen der Familien an die pflegerische Betreuung
  • Einfluss von Berufserfahrung auf die Sicherheit im palliativen Handeln

Auszug aus dem Buch

4.1 Aufgaben der palliativen Pflege auf der Intensivstation: Erfahrungen von Pflegenden

Kohlen et al. (2015) untersucht anhand einer qualitativen Studie die Rolle von Pflegenden im Umgang mit Patient*innen am Lebensende auf einer Intensivstation (ebd., S. 332). Hierbei wird auf die Rolle bezüglich Entscheidungsfindungen und die Aufgaben von Pflegenden am Lebensende von Patient*innen eingegangen (ebd.).

Hierzu wurden Interviews mit 51 Pflegenden aus verschiedenen Ländern (Brasilien, England, Deutschland, Irland, Palästina) durchgeführt (ebd.). Diese hatten bereits mindesten sechs Monate Berufserfahrung (ebd.). In den Interviews wurden offene Fragen bezüglich der pflegerischen Rolle am Lebensende gestellt (ebd.).

Die Pflegenden aus den Interviews berichteten, dass der Beziehungsaufbau zu den Patient*innen und auch zu den Familien eine ihrer Aufgaben ist (ebd., S.334). Pflegende steigern das Wohlbefinden der Patient*innen, indem sie ihnen Sicherheit geben und auf die Individualität der Patient*innen eingehen (ebd., S. 334 f.). Am Lebensende erfassen sie durch die Pflegehandlungen immer wieder einen neuen Ist-Zustand des individuellen Befindens der Patient*innen und passen ihr Handeln daran an (ebd.).

Sie haben Kontakt zu den Familien und sorgen dafür, dass die Familien der sterbenden Patient*innen zu jeder Zeit zu Besuch kommen dürfen und bringen diese immer wieder auf den aktuellen Stand bezüglich des gesundheitlichen Zustandes der Patient*innen (ebd., S. 333 ff.). Auch die Gefühle und Sorgen der Familien fangen sie ab (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Besonderheiten und Belastungen des Pflegealltags auf Intensivstationen bei palliativen Patienten und stellt das Ziel sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Begriffe der professionellen Pflege und der pflegerischen Rolle und kontrastiert die Konzepte der Intensivmedizin mit der Palliativpflege.

3 Methodik: Hier wird das durchgeführte Literaturreview beschrieben, inklusive der Suchstrategie in Datenbanken wie MEDLINE und CINAHL sowie der Auswahlkriterien und Qualitätsbewertung der Studien.

4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die zentralen Befunde zur Rolle der Pflegenden aus den extrahierten Studien, unterteilt in deren Aufgaben, die praktische Umsetzung und familiäre Erwartungen.

5 Diskussion: Die Forschungsergebnisse werden hier kritisch reflektiert, die methodische Vorgehensweise überprüft und die Literaturauswahl im Hinblick auf ihre Relevanz und Validität eingeordnet.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage, fasst die Komplexität der pflegerischen Rolle zusammen und gibt Empfehlungen für zukünftige Fortbildungen der Pflegenden.

Schlüsselwörter

Bachelorthesis, pflegerische Rolle, Intensivstationen, palliative Pflege, Anforderungen, Kompetenzen, Moral Distress, Patienten, Angehörige, Pflegeberuf, Sterbebegleitung, interprofessionelle Kommunikation, Berufserfahrung, Fortbildung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Kern dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Rolle und das Anforderungsprofil von professionell Pflegenden auf Intensivstationen verändert, wenn der Schwerpunkt von kurativer Intensivpflege auf palliative Pflege übergeht.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Schwerpunkte sind die neuen Kompetenzanforderungen in palliativen Krisensituationen, der Beziehungsaufbau zu Patienten und Angehörigen sowie die Belastung der Pflegenden durch ethische Konflikte.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welche Rolle nehmen Pflegende auf der Intensivstation ein, wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird?“

Wie wurde die wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt?

Es wurde ein Literaturreview durchgeführt, bei dem zwischen November 2021 und März 2022 spezifische Datenbankrecherchen und eine Handsuche erfolgten, um relevante internationale Studien zu extrahieren.

Was erwartet den Leser im Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die praktischen Erfahrungen von Pflegenden hinsichtlich ihrer Rollenwahrnehmung und die Erwartungen der Familien an die palliative Versorgung auf der Intensivstation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen gehören pflegerische Rolle, Intensivstation, palliative Pflege, Anforderungen, Kompetenzen und moralischer Distress.

Was bedeutet moralischer Distress im Kontext dieser Arbeit?

Moralischer Distress beschreibt die Belastung der Pflegenden, wenn sie Handlungen – beispielsweise durch Personalmangel oder unklare Therapieziele – durchführen müssen, die nicht mit ihrem professionellen Selbstverständnis übereinstimmen.

Warum spielt die Berufserfahrung bei der Aufgabenbewältigung eine Rolle?

Die Analyse zeigt, dass Berufserfahrung ein entscheidender Faktor für die Sicherheit im palliativen Handeln ist; jüngere Pflegende berichten häufiger von Überforderung und benötigen daher gezieltere Fortbildungskonzepte.

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Details

Title
Wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird. Veränderungen in der Rolle und im Anforderungsprofil professionell Pflegender auf Intensivstationen
College
University of Applied Sciences and Arts Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Grade
1,0
Author
Greta Sager (Author)
Publication Year
2022
Pages
52
Catalog Number
V1284489
ISBN (PDF)
9783346741806
Language
German
Tags
wenn intensivpflege pflege veränderungen rolle anforderungsprofil pflegender intensivstationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Greta Sager (Author), 2022, Wenn aus Intensivpflege palliative Pflege wird. Veränderungen in der Rolle und im Anforderungsprofil professionell Pflegender auf Intensivstationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1284489
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